Mittwoch, 16. März 2016

MeMadeMittwoch im Walkrock

Ein Langarmshirt und ein A-Linien-Rock in Kombination sind in meiner Filterblase ein Klassiker. Damit liegt man doch eigentlich immer richtig.
Okay, machen wir mal ein paar Bilder.
In Kombination mit schwarz-weißen Ringeln ist man sowieso auf der sicheren Seite. Umso erstaunlicher, dass dieses Langarmshirt nach dem kostenlosen Schnitt "Plantain t-shirt" erst jetzt in meinen Kleiderschrank gezogen ist. Der Stoff ist von Nosh Organics und super weich. Ich hatte nur einen Meter bestellt, was für dieses ausgestellte Shirt zu wenig war. Aus diesem Grund sind die Ärmel gestückelt. Die Teilungsnaht an den Ärmeln, die Nahtzugabe am Halsbündchen und den Saum habe ich mit dem Wabenstich und senfgelben Garn auffällig abgesteppt. Da die Teilungsnaht an den Ärmeln bereits recht weit unten ist, wollte ich keine weitere Naht am Ärmelsaum und habe sie daher gleich unversäubert gelassen. An der Seitennaht habe ich den Ärmelsaum 3 Zentimeter umgeklappt und auf der Naht festgesteppt. Mal wieder ein Produkt des Zufalls, das mir sehr gut gefällt.

Wie könnte ich mich denn mal hinstellen?
Einen Rock aus Walk wollte ich auch schon lange haben. Diesen habe ich aus dem restlichen Walk genäht, der vom Babyanzug übrig war. Genäht war der Rock in 0,nix. Ich habe aber vorher lange gegrübelt, welchen Schnitt ich verwenden könnte. Am Ende habe ich mir selbst einen im Nähkurs erstellt. Der Rock ist ja aus dehnbarem Material und so besteht der Schnitt nur aus einem Schnittteil, das 2 Mal zugeschnitten wird. Den Saum habe ich einfach gelassen und oben habe ich ein breites, graues Bündchen angenäht.
Ich versuche mal, mich zu fotografieren, so als würde ich mich nicht fotografieren und mache Quatsch für das Baby.
Da das Shirt ausgestellt ist und der Rock ebenso, wirkt das Outfit fast wie ein Kleid und genauso unkompliziert fühlt es sich auch an.
Ich habe den Rock noch einmal extra fotografiert, um den Farbton besser zu treffen.
Der Walkrock ist genau das Richtige für die derzeit kühlen Temperaturen. Und für den nächsten Winter brauche ich unbedingt ein Walkkleid. Ich stelle mir ein Modell mit angeschnittenen Ärmeln vor, unter das ich nach Belieben Langarmshirts ziehen kann. Aber das erst im nächsten Winter. Jetzt soll mal schnell der Frühling kommen. Das sieht Sybille ganz genauso. Schaut doch mal auf dem MeMadeMittwoch-Blog vorbei, dort könnt ihr ihren Schönwetter-Trench sehen.

Freitag, 11. März 2016

"College"-Body - Ein Produkt des Zufalls

Ich habe mir 1,5 Meter petrolfarbenen Stretch-Jersey gekauft, um mir eine Leggings zu nähen. Eigentlich reichen dafür 1,1 Meter, aber in der Traumbeere verkaufen sie den Stoff nur in 50 Zentimeterschritten. Nachdem ich meine Leggings zugeschnitten hatte, habe ich den übrigen Stoff nicht ins Stoffregal gelegt, sondern gleich noch zwei Leggings für Sohn und Tochter zugeschnitten. So lohnt sich das Umfädeln der Overlock gleich richtig. Ich hatte aber noch mehr Stoff übrig und so kam es, dass ich für die Tochter auch noch einen Body zuschnitt.

Der Stoff reichte aber nur für kurze Ärmel. Ich habe aber genug kurzärmlige Bodys in Größe 74 und so überlegte ich mir, dass ich ja mal einen Lagenlook probieren könnte. Neben der Overlock lag noch ein Rest senffarbener Jersey, von meinem Bronte-Top, das ich neulich nähte (konnte man auf Instagram bereits sehen) und so überlegte ich nicht lange. Petrol-Senf ist doch ein Klassiker.

Bei der Überlegung, wie ich den Lagenlook clever nähen könnte, kam mir die Idee, dass ich den kurzen Ärmel einfassen könnte und dabei die Verlängerung zum langen Ärmel einfach mitfasse. Gesagt getan:

Den kurzen Ärmel habe ich mit einem Reststreifen vom petrolfarbenen Jersey eingefasst. Die Cover war aber noch mit senffarbenen Garn vom Bronte-Top eingefädelt. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossen hatte, dass ich die restlichen Kanten vom Body mit senffarbenen Jersey einfassen wollte, war ich nicht sehr motiviert, erst umzufädeln. Das senffarbene Garn gab einen schönen Kontrast auf dem petrolfarbenen Stoff.

Die Stoffkombination erinnerte mich an College-Shirts aus amerikanischen Filmen/ Serien und so wollte ich eigentlich irgendwelche Wörter und Zahlen in diesem Stil applizieren. Zuerst dachte ich an "2015", dem Geburtsjahr. Die Zahlen sollten in einem eckigen Stil sein. Zu dem Zeitpunkt lag die Tochter gerade schlafend in der Babywanne vorm Schrank mit dem Drucker - eher ungünstig. Ich überlegte also weiter und griff dann zur Stencil-Schablone mit dem Alphabet. Ich übertrug den Namen meiner Tochter auf Transparentpapier und überlegte mir, dass ich dieses einfach auf den Stoff lege und mit der Nähmaschine die Konturen nachfahre. So wäre der Name sehr dezent nur mit dem Garn drauf "gestickt". Ich begann mit dem "E". Es war möglich, aber das schlafende Baby machte mich nervös. Es ging mir einfach nicht schnell genug. Ich wollte fertig sein, wenn meine Tochter aufwacht. Ich beließ es bei dem E und applizierte noch 3 Sterne.

Ich nutzte dazu wieder die gleiche Methode. Da mir das bloße Garn aber zu dezent war, legte ich zwischen Body und Transparentpapier einfach noch ein Stück vom senffarbenen Jersey. Unter das Ganze legte ich noch Stickflies.

Danach schnitt ich die Sterne einfach mit meiner neulich erworbenen Applizier-Schere aus. Das ist echt eine super Methode, für einfarbige Applikationen. Man braucht kein Vliesofix und muss das Motiv nicht vorher ausschneiden. Anstatt Transparentpapier werde ich beim nächsten Mal einfach mal Schnittmusterpapier versuchen, das das Transparentpapier ziemlich fest ist und die Naht beim Ausreißen etwas gelitten hat.

Dann nähte ich die einzelnen Teile zusammen und schwups, war es fertig, das Produkt des Zufalls.
Auf den beiden Bildern mit Baby ist der tatsächliche Farbton zu sehen. Hier nur ein Handybild vom fertigen und "noch" sauberen Body
In diesem Body passt meine Tochter farblich einfach perfekt zu mir. Aber das ist ja auch logisch, wenn er aus meinen Resten genäht wurde.

Hier kann man auch gut sehen, dass der Schnitt (aus dem Buch "Nähen mit Jersey - kinderleicht" von Pauline Dohmen, klimperklein) mit Stoffwindeln kompatibel ist:
Größe 74 am 66 Zentimeter Baby
Der Lagenlook gefällt mir sehr gut, aber leider hat die Tochter wirklich genug Sachen. Ich hoffe, ich werde mich im Herbst daran erinnern, wenn ich dem Sohn neue Langarmshirts nähen muss.

Mittwoch, 9. März 2016

MeMadeMittwoch im Luxus-Linden Sweatshirt

Vielleicht bekomme ich das mit den Fotos für den Blog doch noch in den Griff. Heute habe ich mal probiert, gleich mehrere Outfits zu fotografieren, damit ich endlich mal zeigen kann, was ich in den letzten Wochen eigentlich so genäht habe.

Aber heute am Me Made Mittwoch zeige ich erst einmal, welches Outfit sich kürzlich in meinen Kleiderschrank gesellt hat und hoffentlich zum Dauerbrenner wird:

Mein Luxus-Linden mit Romanit-Bleistiftrock. 

Ein absolut unscheinbares, unkompliziertes und vor allem bürotaugliches Outfit. Ich hoffe, es wird auch fahrradtauglich sein, aber das kann ich bis jetzt nur vermuten.
Noch drei Wochen dann endet meine zweite Elternzeit und ich kehre zurück an den Schreibtisch. Höchste Zeit meine Garderobe auf den Prüfstand zu stellen. Ich glaube, ich erwähnte es bereits, aber ein Verlangen nach großer Abwechslung habe ich nicht mehr. Der Anblick meines spärlich bestückten Kleiderschranks macht mich einfach froh und wenn darin Kleidung ist, mit der ich eine Woche im Büro überstehen kann ohne zu waschen, dann ist das vollkommen ausreichend.

Aber ich schweife ab. Ich wollte euch mein Sweatshirt aus 100 Prozent Merinowolle zeigen. Dieser Stoff ist ein Traum, der jedoch auch einen stolzen Preis von 60 Euro/Meter hat. Aus diesem Grund schlich ich den ganzen Winter um ihn herum. Immer wieder besuchte ich ihn im Nähkontor und verkündete, ich werde ihn bald holen kommen.
Dann nähte ich mir ein Lindensweatshirt aus Jacquard. Leider bestellte ich ein bisschen zu wenig vom Stoff und ich musste die Ärmel aus einem anderen Stoff nähen. Der Pulli war schon toll, aber nicht der Hammer. Ich trennte ihn auf, machte ihn enger/ kürzer und es ging. Dann gab es den Jacquard wieder und ich bestellte noch einen Meter. Der Pulli (er ist schon fotografiert, ich zeige ihn auch noch) wurde doch noch geliebt und plötzlich wusste ich, dass ich jetzt unbedingt den Merino-Stoff haben muss, um ein Luxus-Linden-Sweatshirt zu nähen. Der Stoff ist wie gemacht für diesen schlichten Schnitt.

Am Dienstag betrat ich also feierlich das Nähkontor, den Schnitt mit im Gepäck. Ich holte den Stoff endlich nach Hause, wusch ihn im Wollprogramm und trocknete ihn im liegen.

Am Mittwoch schnitt ich den Stoff nervös zu. Es passten alle Teile außer das Saumband auf den Stoff.

Am Donnerstag holte ich noch einmal 20 Zentimeter, die ich allerdings nicht mehr waschen konnte, denn ich musste ihn jetzt endlich nähen. Am Abend waren die Kinder gnädig, der Mann außer Haus und nach einer Stunde hatte ich dann endlich meinen Pulli.

Auf einem Bein zu posieren wird mein neues Hobby
Auf der einen Seite ist es natürlich ärgerlich, dass ich den Pulli nicht schon den ganzen Winter tragen konnte, aber es hat auf jeden Fall sein Gutes, dass es so gekommen ist. Zunächst habe ich den Schnitt nämlich in Größe 14 kopiert und das Sternen-Linden auch in dieser Größe genäht. Dann habe ich den Pulli gekürzt und enger gemacht und das Schnittmuster auf Größe 10 verkleinert (Die Linien des Mehrgrößen-Schnittmusters kreuzen sich nicht. Ich habe das Schnittmuster plotten lassen und das Papier direkt ausgeschnitten.) Als ich den Jacquard-Stoff nachbestellt hatte, habe ich den Pulli noch einmal enger gemacht und die letzte Version ist jetzt tatsächlich eine Größe 8. Hätte ich also gleich gewusst, dass ich aus dem Stoff ein Linden Sweatshirt nähen würde, hätte ich einen viel zu großen Pulli genäht. Die Zeit war somit auf meiner Seite und zum Glück wollte ich sowieso den dunkelblauen, denn der beige Stoff ist schon eine Weile aus dem Regal verschwunden.

Zum Pulli trage ich einen schlichten Bleichstift-Rock aus Romanit. Bei dem Romanit handelt es sich um ein Reststück des Stoffes, aus dem ich mein Weihnachtskleid 2014 genäht habe. Den Schnitt habe ich in meinem Buch "Sew U - Home Stretch" gefunden. Einen schlichten Romanitrock wollte ich mir schon lange nähen, ich wusste nur nicht, dass ich einen brauchbaren Schnitt bereits besitze. Dieser Rock wird bestimmt auch zu einem kombinierfreudigen Liebling für meine Büro-Garderobe.

Für alle, die es lieber bunt mögen, zeigt ella heute auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ein blumiges Kleid, das mir auch sehr gut gefällt.

Mittwoch, 2. März 2016

MeMadeMittwoch im Weihnachtskleid 2015

Auch wenn ich am Finale des Sew Alongs nicht teilgenommen hatte, ist mein Kleid doch pünktlich zum Fest fertig gewesen. Die Saumnaht nähte ich schnell und problemlos mit meiner neuen Covermaschine, die eigentlich mein Weihnachtsgeschenk war. Aber wer kann schon eine Covermaschine im Haus haben, ohne sie zu nutzen?

Nachdem ich das letzte halbe Jahr quasi in meiner blauen Martha gewohnt habe, bringt der herannahende Frühling doch auch etwas Lust auf Abwechslung mit und so trage ich an diesem Me-Made-Mittwoch mal mein Weihnachtskleid.

Das Baby ist inzwischen 6 Monate alt und das Kleid sitzt jetzt auch etwas luftiger am Bauch, aber die große Liebe ist es trotzdem nicht geworden. Den Halsausschnitt mag ich am liebsten an dem gesamten Kleid. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich beim Händewaschen vorm Spiegel stehe, darüber wie gut er mir gelungen ist.

Von hinten kann man sehen, dass es um die Passform nicht besonders gut bestellt ist. Das Kleid rutscht immer ein bisschen hoch, so dass sich der Stoff in Falten legt. Wahrscheinlich hätte ich das Rockteil ein bisschen weniger nach oben und mehr nach unten hin verlängern sollen. Aber irgendwie war mir nicht so klar, dass die Passform bei einem Kleid aus Romanit so kritisch sein könnte und dann kommt ja noch dazu, dass sich mein Körper ja sowieso noch in der Rückbildungsphase befindet und maßgeschneidert nur eine bestimmte Zeit passend wäre.


Nun ja, ich ziehe das Kleid trotzdem an und es schwingt wirklich so schön beim Gehen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe das mal versucht auf einem Foto festzuhalten...

Hier noch ein Foto vom Inneren:
Ich habe Garn von Stoff und Stil verwendet. Das Nähgarn gibt es in vielen Farben und mit 1000 Metern auf der Spule kann man es auch gut für die Cover- und Overlockmaschine verwenden. Ich habe bisher zumindest noch keine schlechte Erfahrung gemacht. Da ich meine Overlock immer durch Anknoten umfädele, kostet es mich auch nicht viel Überwindung, wenn ich auf eine andere Farbe wechseln möchte. Und wenn die Nähte innen Ton in Ton mit dem Stoff sind, wirkt es doch gleich noch professioneller.

Nachdem Meike letzten Mittwoch Gastgeberin in ihrem Weihnachtskleid war, haben sich ja vielleicht noch mehr wie ich inspirieren lassen und präsentieren heute noch einmal das Weihnachtskleid. Ich mache mich mal auf der Suche bei einer kleinen Pause auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.