Donnerstag, 22. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 5 - Finale

Ich habe es geschafft! Und damit meine ich nicht das Kleid, dass ja bereits am Sonntag fertig war. Ich habe es geschafft zum ersten Mal am gesamten Sew Along teilzunehmen. Ich habe keinen Termin geschwänzt und bin sogar beim Finale dabei. Es hat nur 5 Jahre gedauert und jetzt ist es endlich soweit. Ich bin sehr stolz auf mich.

Ich habe für die Fotos mal nicht die Schuhe gewechselt. Auch wenn das Kleid mit Stiefeln oder anderen eleganten Schuhen sicher schicker wirken würde, habe ich die Pantoffeln angelassen für mehr Authentizität.

Damit der Baum besser wirken kann, bin ich auch mal zur Seite getreten. Man beachte, wie stilvoll er geschmückt ist. Als der Sohn die Ostereier gesehen hatte, mussten die unbedingt mit dran.

Nun, es handelt sich um ein Merino-Strickkleid. Es ist bequem und sitzt nicht wie Wurstpelle. Ich fühle mich sehr wohl und es passt zu unserem Weihnachtsfest und unserem Leben mit kleinen Kindern. Ich habe das auf dem Foto mal nachgestellt. Die meiste Zeit der Weihnachtsfeiertage werde ich auf dem Boden verbringen und mit Autos und Lego spielen und ich freue mich darauf.

Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Ich bin gespannt, was das kommende Jahr so bringen wird und ob es hier wieder etwas mehr zu lesen gibt. Spätestens zum nächsten Weihnachtskleid-Sew-Along werden wir uns aber sicher wieder lesen ;-)

Und hier gehts zum großen Finale auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Kleid: Ottobre Herbst/Winter 2015 Square Neck
Stoff: Merinostrickstoff aus dem Nähkontor

Sonntag, 18. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 4 - Fertig. Mit Kleid 1 und 2.

Ich bin fertig, aber das war ja bereits vor zwei Wochen absehbar. In den letzten beiden Wochen habe ich nur den Saum und die Ärmel umgenäht. Ich muss das Kleid noch bügeln, aber es ist ja trotzdem fertig. Alle Fäden der Covernähte sind ordentlich vernäht.

Die erste Anprobe nach dem Fertigstellen war wie "Nach-Hause-Kommen". Ich finde, das Kleid ist wie für mich gemacht. Ich alte Frostbeule. Also so ein Merinokleid braucht wohl jede, die im Winter sonst jedes Outfit ruiniert, in dem sie eine Fleecejacke drüberzieht. Das war nämlich bisher immer der Fall. 
Tragebilder gibt es dann mit Baum zum Finale
Da ich mein Weihnachtskleid selbstverständlich erst am Heiligabend zum ersten Mal trage und dementsprechend noch warten muss (Vorfreude ist die schönste Freude..), habe ich mein Probekleid die letzten Wochen um so häufiger getragen. Ich fühle mich auch darin gut angezogen und mit dem Recycling-Strick ist es auch noch das fairste und "grünste" Kleidungsstück, das ich besitze und wenn ich mir das ab und an bewusst mache, fühle ich mich gleich total gut ;-) Entgegen der ersten Annahme ist es auch bürotauglich.

Was ich nun noch bis Weihnachten machen muss, ist zu entscheiden, wann ich welches Kleid trage. Aber das kann ich ja noch etwas prokastinieren und derweil bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen nach dem aktuellen Stand sehen. Den gibt es wie immer auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.

Sonntag, 4. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 3 - Probeteil und Zwischenstand

Wie ich bereits vor 2 Wochen am Ende meines Berichts vorausgesagt habe, wurde das Probeteil noch am 20. November zusammengenäht. Auf dem unten stehenden Bild kann man das Ergebnis sehen, bevor ich das Kleid an Armen und Saum umgenäht hatte. Es ist ein Spiegelselfie und Dunkelblau lässt sich ähnlich schwer fotografieren wie schwarz, darum kann man vielleicht nicht viel sehen. Aber es war auf jeden Fall klar, dass ein Probekleid eine gute Idee war. Es war doch recht weit. Dennoch gefällt mir das Kleid und ich habe es die letzten beiden Wochenenden auch schon ausgiebig getragen. Es ist bequem und passt gut in den Alltag mit 2 kleinen Kindern. Es ist aber ein Freizeitkleid.


Für das Weihnachtskleid habe ich den Schnitt dann einfach noch einmal eine Nummer kleiner zugeschnitten. Beim Aufnähen des Framilonbandes am Ausschnitt habe ich beim Probemodell nicht sehr akkurat gearbeitet und ich wusste danach, dass ich das beim Weihnachtskleid besser machen könnte. Dafür habe ich die Länge des Framilonbandes an den Schnittmusterteilen abgemessen und bei allen Verbindungsnähten und in der vorderen Mitte eine Markierungsnadel in das Band gepiekst und die 3 cm Nahtzugabe habe ich auf der gesamten Länge mit Schneiderkreide aufgemalt, so dass ich das Framilonband dann wirklich exakt an der Umbruchkante auf der Nahtzugabe festgesteppt habe. Beim Festnähen habe ich dann auch gleich gemerkt, dass der quadratische Ausschnitt so viel besser zur Geltung kommt.
Nun, die Farbe lässt sich natürlich auch besser fotografieren, aber ich denke, man kann trotzdem sehen, dass sich das Weihnachtskleid viel besser anschmiegt und ich finde, man sieht auch, wie kuschelig es ist. Der edle Charakter des Stoffes kommt auf dem Spiegelselfie nicht so gut rüber, aber für das Finale werde ich auf jeden Fall noch schöne Bilder mit der Spiegelreflex und Stativ vor unserem Tannenbaum machen.

Das Kleid ist quasi fertig. In die Covermaschine habe ich wieder das richtige Garn eingefädelt (es musste kurz in die Overlock, um die Seitennähte zu nähen) und die Saumzugaben sind bereits korrekt markiert. Jetzt müsste ich es nur noch fertig nähen, aber es ist noch soviel Zeit bis Heiligabend und dem Finale, dass ich lieber noch etwas aus den Resten genäht habe.

Aus dem Rest vom Probeteil nähte ich eine 10-Minuten-Leggings in Größe 80. Als ich diese Leggings vor mir sah, hatte ich plötzlich den unbändigen Wunsch, meiner Tochter ein Weihnachtskleid zu nähen. Das sähe sicher niedlich aus zusammen, aber ich bleibe bei der Meinung, dass Kleider für Kleinkinder nicht alltagstauglich sind.

Da ich das Kleid eine Größe kleiner zugeschnitten habe, hatte ich noch genügend Reste für einen Raglan-Pulli in Größe 80 (Schnitt aus dem 1. Buch von Pauline Dohmen). Er sieht vom Schnitt her meinem Lindensweatshirt so ähnlich. Ich bin total verliebt. Außerdem ist meine Tochter so kuschelig, wenn sie ihn trägt und wenn sie ihn schmutzig macht, wische ich ihn einfach ab. Ich liebe Wolle!

Das Weihnachtskleid ist also so gut wie fertig und die Stoffreste sind auch schon vernäht. Bis zum nächsten Treffen in 2 Wochen ist das Kleid sicher fertig und ich kann mich der Frage widmen, welche Strumpfhose ich dazu anziehen werde. Ich habe braun, bordeaux und petrol im Angebot. Auf dem oberen Bild kann man außerdem sehen, dass dunkelblau eigentlich eine gute Wahl ist. Ich werde dann wohl noch eine Strumpfhose kaufen. ;-)

Und jetzt freue ich mich darauf, bei den anderen vorbeizuschauen, die sich bis jetzt auf dem MeMadeMittwoch-Blog verlinkt haben.

Sonntag, 20. November 2016

WKSA 2016 Teil 2 - Stoff und Schnitt

Stoff und Schnitt sind bisher unverändert geblieben, da ich die Entscheidung lange vor Beginn des Sew Along für mich gefällt hatte. Aber meine Meinung bezüglich eines Probekleides habe ich nun gefestigt. Als ich den Merinostoff bei Nina kaufte, sagte ich noch selbstsicher: "Ein Probekleid werde ich nicht nähen. Welchen Stoff soll ich denn auch nehmen, damit es eine Aussagekraft hat?". Dann hatte ich den Recyclingstoff bei Siebenblau entdeckt und nachdem Siebenschön auch noch darauf hinwies, dass der Schnitt groß ausfallen würde, war ich vom Gegenteil überzeugt: Ich brauche ein Problekleid.

Am Freitag hatte ich endlich Zeit, um den Stoff zu kaufen. Das Rot gefiel mir dann in echt leider doch nicht mehr so gut und so habe ich den Stoff in dunkelblau mitgenommen. Er wanderte auch gleich in die Waschmaschine und nachdem er gestern getrocknet war, habe ich das Probekleid jetzt auch schon zugeschnitten.

 Ich habe den Stoff großzügig gekauft, da ich noch einen Pulli oder eine Hose für die Kleine daraus nähen möchte. Zwischen den Teilen des Vorder- und Hinterteils war noch ein bisschen Stoff, um daraus auch noch eine Hose für die Püppi zuzuschneiden. Es war gestern Abend schon etwas später und ich wollte dann doch nicht beginnen, dass Kleid zu nähen, da ich ahnte, ich könnte kein Ende finden und das rächt sich ja immer am nächsten Tag, wenn man kleine Kinder im Haushalt hat. Darum nähte ich der Püppi erst einmal die Hose und zwar mit Füßchen dran. Es ist aktuell nämlich recht kühl in Berlin.
Hose und Pulli nach klimperklein Püppi zieht sich an

Das Kleid werde ich dann heute Abend zusammennähen. Ich vermute, dass die vier Einzelteile nicht lange getrennt bleiben müssen. Es ist bestimmt ganz fix genäht. Mal sehen, ob ich mich da nicht täusche.

Die Mittagspause nutze ich jetzt erstmal, um bei den anderen Sew Along TeilnehmerInnen auf dem MeMadeMittwoch-Blog zu stöbern.

Montag, 14. November 2016

WKSA 2016 Teil 1 - Rückblick und Inspiration

Dieses Blog ist ja dieses Jahr wirklich stark vernachlässigt worden, aber beim Weihnachtskleid-Sew-Along bin ich dabei. Ich habe auch schon alles parat: Idee, Stoff und Schnitt - So strebsam fange ich ja gerne an und zum Ende hin schleift es. Nun ja - neues Jahr, neues Glück.

Also zum Rückblick (Ich habe einfach mal die Liste vom letzten Jahr genommen, leicht angepasst und vervollständigt. - Schon praktisch so eine Tradition):
2011 nähte ich Glendora. Lange konnte ich das Kleid nicht tragen. Jetzt passt es wieder und wartet darauf, gebügelt zu werden. Es bleibt aber weiterhin ein Kleid für besondere Gelegenheiten. 
2012 nähte ich ein stillfreundliches Knotenkleid, nahm aber nicht am Sew Along teil. Nachdem ich in letzten Sommer die Ärmel kürzte, wurde es zu einem gern getragenem Alltagskleid, das in der Sommersachenkiste auf den Frühling wartet.
2013 nähte ich den Oldschool Teacher. Ein gern getragenes Leinenkleid für besondere Anlässe und Geschäftsreisen. 
2014 versuchte ich ein Kleid zu nähen, dass sich besser in meinen Alltag einfügt, Fahrrad-tauglich ist und auch während der ersten Schwangerschaftsmonate tragbar sein würde. Ich nähte den Oldschool Teacher nochmal aus tollem Romanit. Ich liebe dieses Kleid auch weiterhin, auch wenn der Stoff leider schon etwas ausgewaschen ist. Ich bin einfach kein Waschprofi und Lieblingskleider werden nun mal oft gewaschen.
2015 sollte das Knüllerkleid werden, in dem ich das beste der vorangegangenen Kleider kombiniere. Das Kombinieren hatte auch geklappt, aber im Baby-Alltag hatte ich die Martha einfach am liebsten getragen. Jetzt ruht das Kleid in der Kiste mit den Schwangerschaftsklamotten. Man weiß ja nie, ob man es nicht noch einmal gebrauchen kann. 

2016 wollte ich wieder ein schlichtes Romanitkleid nähen, aber dann bekam das Nähkontor einen Nachschub an Merinostrickstoffen und ich habe beschlossen, mir richtig etwas zu gönnen. In der Herbst/Winterausgabe der Ottobre 2015 waren einige Kleidungsstücke aus Merinostrickstoff und darunter auch ein Kleid. 
Den Stoff habe ich direkt gekauft, nachdem ich den Entschluss gefasst hatte. Ich habe mich für "beigegrau" entschieden und bin schon voller Vorfreude auf das Kleid. Anfangs war ich sehr entschlossen, dass Kleid einfach zu nähen, aber dann bin ich bei Siebenblau auf Recycling Strickstoff gestoßen. Natürlich wird dieser Stoff etwas andere Eigenschaften haben, als der Merinostickstoff, aber vielleicht sollte ich dennoch ein Probekleid aus diesem Stoff nähen. Recyclingstoff ist sowieso eine gute Sache und ich wäre stolz ein solches Kleidungsstück zu besitzen. Das Kleid könnte ich außerdem dann schon mal vor Weihnachten tragen, um die Wartezeit auf Heiligabend zu verkürzen. Denn ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht vorstellen, ein Wollkleid genäht zu haben und dann noch warten zu müssen. So ging es mir 2014 auch und das ist doch schon einmal ein gutes Omen.

Mal sehen, ob ich auf dem Me Made Mittwoch Blog jemanden finde, der dieses Kleid oder schon einmal ein Kleid aus Merinostrickstoff genäht habe. Ich werde mal stöbern gehen. Alle Jahre wieder beginnt damit die Vorfreude aufs Fest.




Dienstag, 8. November 2016

Wieviele Kleidungsstücke brauche ich eigentlich?

Als ich nach dem Sommer die Kleidungsstücke für die Wintersaison in meinen Kleiderschrank räumte, war ich sehr kritisch. Nicht alles, was passte, kam auch in den Schrank. Trotzdem könnte ich mir einen noch minimalistischeren Kleiderschrank vorstellen und so machte ich mal ein Experiment: 2 Wochen zeigte ich jeden Tag mein Outfit auf Instagram unter dem Hashtag #ootd

Es war interessant, dass ich mich in der zweiten Woche tatsächlich durch das Experiment bei der Kleiderwahl beeinflusst fühlte und trotzdem habe ich nur einen Bruchteil meiner Herbst-/ Wintergarderobe getragen. Mir kam es auch so vor, als würde ich einen privaten MeMadeMai im Herbst veranstalten.

Hier die Bilanz (die Bilder sind wirklich nur schnell mit dem Handy im Spiegel gemacht und nicht von berauschender Qualität, aber sonst hätte ich das Experiment nicht durchgestanden. Schon so war es jeden Morgen eine Herausforderung...)

Montag      
Ich beginne das Experiment mit einer gekauften Jeans und einem Bronte-Top.


















Dienstag
Röcke trage ich doch die meiste Zeit und so ist dieses Outfit schon authentischer. Der Rock ist nicht fahrradtauglich, aber an dem Morgen regnet es und wenn ich mit Regenhose fahre, schiebe ich darunter den Rock einfach hoch. Somit ist Regenwetter sehr praktisch für nicht fahrradtaugliche Kleidung.

Der Rock ist aus einer Ottobre und entstand im Herbst 2014, während meines "Rock, Blazer, Mantel"-Projektes.

Die Strickjacke ist aus einer Burda genäht und stammt, glaub ich aus dem gleichen Jahr.

Dazu trage ich Strumpfhosen und Stiefel. Ich liebe Stiefel. Im Herbst ist ja meine größte Sorge, dass ich frieren könnte.





Mittwoch
Es ist der 3. Tag und bisher habe ich noch kein Kleidungsstück doppelt getragen. Das ist eigentlich ungewöhnlich, aber wohl eine Auswirkung des Experimentes.

Ich trage eine Hemdbluse unter einem Linden-Sweatshirt aus reiner Merino-Wolle. Die Hemdbluse ist nach einem Schnittmuster aus dem "Sew U"-Buch von Wendy Mullin, welches ich mir ganz am Anfang meiner Nähkarriere gekauft hatte und somit ist die Hemdbluse mit 5 Jahren auch eines der ältesten, selbstgenähten Kleidungsstücke im Schrank.

Der Rock ist eine Amy von farbenmix aus Jeans. Ein absolutes Basic, das lange in meinem Schrank fehlte. Genäht habe ich ihn diesen Sommer.

Das Linden-Sweatshirt war super schnell genäht. Ich glaube, Anfang diesen Jahres, aber es kommt mir so vor, als hätte ich ihn schon ewig. Er ist sehr schön warm und nimmt mir die Angst, ich könnte frieren.


Donnerstag
Am 4. Tag war ich dann wahrscheinlich erschöpft vom Kombinieren und habe einfach das Sweatshirt weggelassen.

















Freitag
Am Freitag noch einmal unkompliziert in Lindensweatshirt und selbstgenähter grauer Jeans. Tatsächlich greife ich eher selten zur Hose, obwohl es wirklich das einfachste ist. Ich finde jedoch Röcke mit Stiefeln viel wärmer als Hosen mit Halbschuhen. Und wie gesagt, ich habe Angst zu frieren.














Samstag
Hier mal ein Outfit mit Mantel. Am Wochenende fahre ich eher selten Fahrrad und das ist die ideale Gelegenheit, um meinen neu gefütterten, warmen Wintermantel zu tragen.

Hier in Kombination mit einem einfachen Walkrock und dem Lindensweatshirt aus Merino. Ein bisschen schlumpig, weil ist ja Wochenende.












Sonntag
Sonntag ist mein Martha-Tag. Ich mag mich unter der Woche nach Arbeit nicht extra umziehen und auf Arbeit kann ich das mittlerweile zu groß gewordene Stillkleid ja nicht anziehen. Es ist aber meine Definition von gemütlich und mit Leggings schön unkompliziert. Irgendwann werde ich mir eine neue Martha nähen, aber diese ist trotz häufiger Wäsche noch so gut in Schuss, dass ich keine Notwendigkeit sehe, sie zu ersetzen, bis sie irgendwann auseinander fällt.












Montag
Die neue Woche beginnt mit einem Experiment. Da ich den Sohn zur Kita bringen soll, kann er ja gleich mal ein Bild machen. Macht er auch, nur aus 15 Metern Entfernung.

Ich trage einen schlichten Romanit-Rock, den ich auch aus einem Sew U-Buch genäht habe und dazu eine gestreifte Joana. Die Streifen sind dünner, darum sieht man sie aus der Entfernung nicht.











Dienstag
Ich lasse mich noch einmal vom Sohn fotografieren, aber in der Wohnung, was nicht so hübsch ist. Genau genommen, habe ich mich einfach da fotografieren lassen, wo sich der Sohn gerade aufhielt und das war im Bad.

Ich trage eine Valeska und einen gekauften Strickpulli in dunkelblau. Zwei Kleidungsstücke, die ich in den vergangenen 8 Tagen noch nicht getragen hatte und den Pulli habe ich tatsächlich auch nur angezogen, damit ich nicht schon wieder den Merino-Pulli anziehe und schließlich ist er ja im Schrank.











Mittwoch
Ich habe ganz einfach den Pulli vom Dienstag mit dem Rock vom Montag kombiniert. Nicht über mögliche Kombinationen nachdenken müssen, ist ja ein Ziel, dass ich beim Auswählen der Kleidung für meinen Kleiderschrank verfolge. Dann muss ich nur noch aufhören trotzdem nachzudenken.















Donnerstag
Diesen Look finde ich ja wirklich klasse. Das Shirt ist ein Plantain aus Nosh-Jersey. Nachdem ich das Shirt genäht hatte, habe ich das Schnittmuster angepasst und Joana mit Plantain verschmolzen. Die Weite von Joana finde ich für mich passender, aber die Ärmel des Plantainshirts sind weniger eng. Wenn ich dieses Shirt irgendwann man aussortiere, werde ich mir auf jeden Fall ein neues schwarz-weiß-geringeltes oder -gestreiftes Shirt nähen.












Freitag
Gleiches Outfit wie am 3. Tag, nur ohne Hemdbluse darunter. Aber wem möchte ich etwas vormachen? Das ist mein absolut unkompliziertestes Lieblingsoutfit im ungemütlichen Herbst.
















Samstag
Dieser Sweatshirt-Rock darf auch nur am Wochenende raus. Leider ist er am Bund etwas unförmig und bevor ich anfange, daran etwas zu ändern, wird er wohl eher zu einer Kinderhose oder so verarbeitet werden. Leider gibt es den senffarbenen Sweatshirtstoff bei Stoff und Stil nicht mehr, sonst hätte ich mir aus dem Stoff einen schlichten Rock nach dem Sew U Buch genäht. Aber Senf ist ja noch im Trend und es gibt viele Stoffe in der Farbe. Das wäre also noch ein Plan.












Sonntag ist wieder Martha-Tag.

In 14 Tage habe ich also:
- 2 Hosen
- 6 Röcke
- 3 Shirts
- 3 Pullis
- 1 Strickjacke
- 1 Kleid
- 2 Tanktops
und diverse Leggings/ Strumpfhosen getragen. Bei den 6 Röcken wäre es noch nicht einmal notwendig gewesen, so oft zu wechseln. Ich wäre sicher auch mit 4 Röcken ausgekommen.

Wenn ich mir überlege, wieviel Platz ich im Kleiderschrank hätte, wenn darin wirklich nur diese Sachen wären. Aber da sind noch die Weihnachtskleider 2011, 2013, 2014 und noch eine dünnere Stoffhose und weitere Blusen und Shirts, meine zwei Blazer und ein weiterer Romanitrock...

Aber das Experiment war auf jeden Fall ein Erfolg. Es hat mir wieder vor Augen geführt, dass ich nicht viel brauche und ich mir mehr Zeit dafür nehmen sollte, herauszufinden, was mir tatsächlich fehlt. Und wenn man nicht viel braucht, kann man sich für das, was man am Ende näht, auch hochwertige Stoffe gönnen. Darum nähe ich mir in diesem Jahr für Weihnachten ein Kleid aus dem gleichen Merino-Stoff, aus dem mein Lieblingslindensweatshirt genäht ist. Zum Glück gab es im Nähkontor wieder eine neue Lieferung.

Montag, 30. Mai 2016

Buntwäsche

Ich habe gerade eine 8kg Waschladung Buntwäsche zusammengelegt und mir die ganze Zeit dabei gedacht: du hast ganz schön viel Zeit zum Nähen!

Links homemade, rechts Kaufsachen
Sachen zu nähen, zu tragen oder an den Kindern zu sehen ist eine wahre Freude und das Wäsche zusammenfalten ebenfalls. Es ist auch eine kleine Zeitreise.

Da ist die Leggings, die ich genäht habe, als meine Tochter gerade wenige Tage alt war und neben der Overlock friedlich schlief.

Da ist das Fuchsshirt, das ich für meinen Sohn nähte, als der Body in Größe 80 beim besten Willen nicht mehr passen wollte.

Da sind 7 Hugo-Unterhosen, die ich teilweise noch genäht hatte, als der Sohn noch nicht mal 2 Jahre alt war und ich dachte, er würde bald trocken werden (das war er dann mit fast 3..)

Da ist der Schlafanzug, den ich für meinen Sohn genäht hatte, nachdem ich die Schlafanzüge bei Christina gesehen hatte. Das ist schon mehr als 3 Jahre her und den Schlafanzug trägt jetzt die Tochter.

Da ist die Umzugshose, die ich vor 2 Jahren für meinen Sohn genäht hatte, als wir gerade in die neue Wohnung gezogen sind. Die Hose war anfangs wirklich sehr groß, passt jetzt perfekt und hat schon neue Löscher neben den bereits geflickten.

Insgesamt waren in der Wäsche:

  • eine Bluse
  • ein T-Shirt
  • ein Langarmshirt
  • drei Schlüppis
  • ein Baby-Schlafanzug
  • vier Baby-Langarmshirts
  • zwei Bodys
  • zwei Baby-Hosen
  • drei Sommertops vom Sohn
  • sieben Hugo-Unterhosen vom Sohn
  • sechs Langarmshirts vom Sohn
  • ein T-Shirt vom Sohn
  • sechs Hosen vom Sohn
  • zwei Leggings vom Sohn
Also 40 von mir genähte Kleidungsstücke. Und dabei sind das nicht alle. Es gibt durchaus noch Sachen im Schrank meiner Kinder und auch in meinem Kleiderschrank, in der Schmutzwäsche und getragen werden in diesem Moment auch noch vier weitere Kleidungsstücke, die ich genäht habe.

Ich habe also wirklich scheinbar viel Zeit zum Nähen. Oder einfach ein gutes System ;-)


Montag, 16. Mai 2016

Näh-Bilanz einer Elternzeit und danach

Immer wenn Veränderungen anstehen, beschleicht mich eine leise Angst, ich könnte nicht mehr genug Zeit zum Nähen haben.

Im letzten Jahr war ich bereits vor der Geburt lange zuhause und hatte viel Zeit zum Nähen. Die Geburt des zweiten Kindes war da natürlich eine große Veränderung, die auf jeden Fall die Nähzeit reduzieren würde. Aber jetzt, nach der Elternzeit bin ich doch sehr überrascht, wie viele Kleiderstücke ich dann doch immer wieder zwischendurch genäht habe. Ich versuche mich mal an einer Liste. Mal sehen, ob ich noch alles zusammen bekomme.

In 7 Monaten Elternzeit habe ich genäht (Reihenfolge wie es mir in den Sinn kommt. Wahrscheinlich nach Relevanz):

  • 2 Martha Stillkleider
  • 1 Knotenkleid
  • 2 3 Leggings
  • 1 Weihnachtskleid
  • 2 Linden-Sweatshirts
  • 3 5 Langarmshirts für den Sohn
  • 2 Boxershorts für den Sohn
  • 2 Innenwindeln für die Tochter
  • viele Einlagen aus alten Handtüchern
  • 1 Sweatshirt für den Sohn
  • 3 Anzüge für die Tochter
  • 3 Bodys für die Tochter
  • 2 Leggings für die Tochter
  • 1 2 Leggings für den Sohn
  • 2 Wickelunterlagen
  • 1 Wetbag
  • 3 Langarmshirts
  • 3 Sweatshirts für die Tochter
  • 1 Babyshirt für die Tochter
  • 2 Frida-Jeans für den Sohn
  • 2 Schlafanzüge für die Tochter
  • 1 Erstausstattung für die Püppi vom Sohn
  • 1 Walk-Rock
  • 2 Romanit-Röcke
  • 1 Stoffbuch für die Tochter
  • 1 Sorgenfresserähnliches Tier für den Neffen
  • 3 Willkommensset
  • 1 Paar Puschen für den Sohn
  • 2 Trageeinsätze
  • 1 Kinderwagenmuff
  • 1 Paar Handschuhe für den Sohn
  • 1 Mütze für den Sohn
  • 1 Leseknochen
Hm, ob die Liste vollständig ist, kann ich jetzt natürlich nicht sagen. Aber ich weiß, dass ich immer Zeit zum Nähen finden werde. So ist das nämlich mit den Dingen, die einen wichtig sind: dafür findet sich immer Zeit und wenn es nur 10 Minuten sind, um den schnell noch den Saum zu nähen.

Jetzt bin ich seit 1,5 Monaten wieder arbeiten und die Nähmaschinen stehen trotzdem nicht still. Als ich am 22. April diesen Flamingostoff im Nähkontor sah, musste ich unbedingt ein Hemd für den Sohn daraus nähen. Nachdem der Stoff gewaschen war, mussten alle anderen Projekte hinten anstehen. Am 1. Tag habe ich den Schnitt kopiert, am 2. Tag habe ich zugeschnitten, am 3. Tag die großen Teile zusammen genäht, am 4. Tag die Kleinteile und am 5. Tag kamen die Knopflöcher und Knöpfe dran und somit war das Teil pünktlich zum warmen Wetter fertig.
Schnitt "Lenny" mit gekürzten Ärmeln (Ottobre 6/12)
Und pünktlich zu den aktuellen kalten Tagen habe ich dann auch den 2. Wollanzug für das Baby genäht. Der Zeitplan war wieder ähnlich. 1. kopiert 2. Zuschnitt 3. Grob 4. Rest 5. Knöpfe/Knopflöcher.

Der Schnitt ist der Kuschelanzug nach klimperklein in Größe 80. Wie empfohlen habe ich den Schnitt für Walk so abgeändert, dass ich die Weiter der Größe 86 beachtet habe und der Anzug passt super.

Ich kann mir für die Zukunft also merken: fürs Nähen habe ich immer Zeit.


Mittwoch, 16. März 2016

MeMadeMittwoch im Walkrock

Ein Langarmshirt und ein A-Linien-Rock in Kombination sind in meiner Filterblase ein Klassiker. Damit liegt man doch eigentlich immer richtig.
Okay, machen wir mal ein paar Bilder.
In Kombination mit schwarz-weißen Ringeln ist man sowieso auf der sicheren Seite. Umso erstaunlicher, dass dieses Langarmshirt nach dem kostenlosen Schnitt "Plantain t-shirt" erst jetzt in meinen Kleiderschrank gezogen ist. Der Stoff ist von Nosh Organics und super weich. Ich hatte nur einen Meter bestellt, was für dieses ausgestellte Shirt zu wenig war. Aus diesem Grund sind die Ärmel gestückelt. Die Teilungsnaht an den Ärmeln, die Nahtzugabe am Halsbündchen und den Saum habe ich mit dem Wabenstich und senfgelben Garn auffällig abgesteppt. Da die Teilungsnaht an den Ärmeln bereits recht weit unten ist, wollte ich keine weitere Naht am Ärmelsaum und habe sie daher gleich unversäubert gelassen. An der Seitennaht habe ich den Ärmelsaum 3 Zentimeter umgeklappt und auf der Naht festgesteppt. Mal wieder ein Produkt des Zufalls, das mir sehr gut gefällt.

Wie könnte ich mich denn mal hinstellen?
Einen Rock aus Walk wollte ich auch schon lange haben. Diesen habe ich aus dem restlichen Walk genäht, der vom Babyanzug übrig war. Genäht war der Rock in 0,nix. Ich habe aber vorher lange gegrübelt, welchen Schnitt ich verwenden könnte. Am Ende habe ich mir selbst einen im Nähkurs erstellt. Der Rock ist ja aus dehnbarem Material und so besteht der Schnitt nur aus einem Schnittteil, das 2 Mal zugeschnitten wird. Den Saum habe ich einfach gelassen und oben habe ich ein breites, graues Bündchen angenäht.
Ich versuche mal, mich zu fotografieren, so als würde ich mich nicht fotografieren und mache Quatsch für das Baby.
Da das Shirt ausgestellt ist und der Rock ebenso, wirkt das Outfit fast wie ein Kleid und genauso unkompliziert fühlt es sich auch an.
Ich habe den Rock noch einmal extra fotografiert, um den Farbton besser zu treffen.
Der Walkrock ist genau das Richtige für die derzeit kühlen Temperaturen. Und für den nächsten Winter brauche ich unbedingt ein Walkkleid. Ich stelle mir ein Modell mit angeschnittenen Ärmeln vor, unter das ich nach Belieben Langarmshirts ziehen kann. Aber das erst im nächsten Winter. Jetzt soll mal schnell der Frühling kommen. Das sieht Sybille ganz genauso. Schaut doch mal auf dem MeMadeMittwoch-Blog vorbei, dort könnt ihr ihren Schönwetter-Trench sehen.

Freitag, 11. März 2016

"College"-Body - Ein Produkt des Zufalls

Ich habe mir 1,5 Meter petrolfarbenen Stretch-Jersey gekauft, um mir eine Leggings zu nähen. Eigentlich reichen dafür 1,1 Meter, aber in der Traumbeere verkaufen sie den Stoff nur in 50 Zentimeterschritten. Nachdem ich meine Leggings zugeschnitten hatte, habe ich den übrigen Stoff nicht ins Stoffregal gelegt, sondern gleich noch zwei Leggings für Sohn und Tochter zugeschnitten. So lohnt sich das Umfädeln der Overlock gleich richtig. Ich hatte aber noch mehr Stoff übrig und so kam es, dass ich für die Tochter auch noch einen Body zuschnitt.

Der Stoff reichte aber nur für kurze Ärmel. Ich habe aber genug kurzärmlige Bodys in Größe 74 und so überlegte ich mir, dass ich ja mal einen Lagenlook probieren könnte. Neben der Overlock lag noch ein Rest senffarbener Jersey, von meinem Bronte-Top, das ich neulich nähte (konnte man auf Instagram bereits sehen) und so überlegte ich nicht lange. Petrol-Senf ist doch ein Klassiker.

Bei der Überlegung, wie ich den Lagenlook clever nähen könnte, kam mir die Idee, dass ich den kurzen Ärmel einfassen könnte und dabei die Verlängerung zum langen Ärmel einfach mitfasse. Gesagt getan:

Den kurzen Ärmel habe ich mit einem Reststreifen vom petrolfarbenen Jersey eingefasst. Die Cover war aber noch mit senffarbenen Garn vom Bronte-Top eingefädelt. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossen hatte, dass ich die restlichen Kanten vom Body mit senffarbenen Jersey einfassen wollte, war ich nicht sehr motiviert, erst umzufädeln. Das senffarbene Garn gab einen schönen Kontrast auf dem petrolfarbenen Stoff.

Die Stoffkombination erinnerte mich an College-Shirts aus amerikanischen Filmen/ Serien und so wollte ich eigentlich irgendwelche Wörter und Zahlen in diesem Stil applizieren. Zuerst dachte ich an "2015", dem Geburtsjahr. Die Zahlen sollten in einem eckigen Stil sein. Zu dem Zeitpunkt lag die Tochter gerade schlafend in der Babywanne vorm Schrank mit dem Drucker - eher ungünstig. Ich überlegte also weiter und griff dann zur Stencil-Schablone mit dem Alphabet. Ich übertrug den Namen meiner Tochter auf Transparentpapier und überlegte mir, dass ich dieses einfach auf den Stoff lege und mit der Nähmaschine die Konturen nachfahre. So wäre der Name sehr dezent nur mit dem Garn drauf "gestickt". Ich begann mit dem "E". Es war möglich, aber das schlafende Baby machte mich nervös. Es ging mir einfach nicht schnell genug. Ich wollte fertig sein, wenn meine Tochter aufwacht. Ich beließ es bei dem E und applizierte noch 3 Sterne.

Ich nutzte dazu wieder die gleiche Methode. Da mir das bloße Garn aber zu dezent war, legte ich zwischen Body und Transparentpapier einfach noch ein Stück vom senffarbenen Jersey. Unter das Ganze legte ich noch Stickflies.

Danach schnitt ich die Sterne einfach mit meiner neulich erworbenen Applizier-Schere aus. Das ist echt eine super Methode, für einfarbige Applikationen. Man braucht kein Vliesofix und muss das Motiv nicht vorher ausschneiden. Anstatt Transparentpapier werde ich beim nächsten Mal einfach mal Schnittmusterpapier versuchen, das das Transparentpapier ziemlich fest ist und die Naht beim Ausreißen etwas gelitten hat.

Dann nähte ich die einzelnen Teile zusammen und schwups, war es fertig, das Produkt des Zufalls.
Auf den beiden Bildern mit Baby ist der tatsächliche Farbton zu sehen. Hier nur ein Handybild vom fertigen und "noch" sauberen Body
In diesem Body passt meine Tochter farblich einfach perfekt zu mir. Aber das ist ja auch logisch, wenn er aus meinen Resten genäht wurde.

Hier kann man auch gut sehen, dass der Schnitt (aus dem Buch "Nähen mit Jersey - kinderleicht" von Pauline Dohmen, klimperklein) mit Stoffwindeln kompatibel ist:
Größe 74 am 66 Zentimeter Baby
Der Lagenlook gefällt mir sehr gut, aber leider hat die Tochter wirklich genug Sachen. Ich hoffe, ich werde mich im Herbst daran erinnern, wenn ich dem Sohn neue Langarmshirts nähen muss.

Mittwoch, 9. März 2016

MeMadeMittwoch im Luxus-Linden Sweatshirt

Vielleicht bekomme ich das mit den Fotos für den Blog doch noch in den Griff. Heute habe ich mal probiert, gleich mehrere Outfits zu fotografieren, damit ich endlich mal zeigen kann, was ich in den letzten Wochen eigentlich so genäht habe.

Aber heute am Me Made Mittwoch zeige ich erst einmal, welches Outfit sich kürzlich in meinen Kleiderschrank gesellt hat und hoffentlich zum Dauerbrenner wird:

Mein Luxus-Linden mit Romanit-Bleistiftrock. 

Ein absolut unscheinbares, unkompliziertes und vor allem bürotaugliches Outfit. Ich hoffe, es wird auch fahrradtauglich sein, aber das kann ich bis jetzt nur vermuten.
Noch drei Wochen dann endet meine zweite Elternzeit und ich kehre zurück an den Schreibtisch. Höchste Zeit meine Garderobe auf den Prüfstand zu stellen. Ich glaube, ich erwähnte es bereits, aber ein Verlangen nach großer Abwechslung habe ich nicht mehr. Der Anblick meines spärlich bestückten Kleiderschranks macht mich einfach froh und wenn darin Kleidung ist, mit der ich eine Woche im Büro überstehen kann ohne zu waschen, dann ist das vollkommen ausreichend.

Aber ich schweife ab. Ich wollte euch mein Sweatshirt aus 100 Prozent Merinowolle zeigen. Dieser Stoff ist ein Traum, der jedoch auch einen stolzen Preis von 60 Euro/Meter hat. Aus diesem Grund schlich ich den ganzen Winter um ihn herum. Immer wieder besuchte ich ihn im Nähkontor und verkündete, ich werde ihn bald holen kommen.
Dann nähte ich mir ein Lindensweatshirt aus Jacquard. Leider bestellte ich ein bisschen zu wenig vom Stoff und ich musste die Ärmel aus einem anderen Stoff nähen. Der Pulli war schon toll, aber nicht der Hammer. Ich trennte ihn auf, machte ihn enger/ kürzer und es ging. Dann gab es den Jacquard wieder und ich bestellte noch einen Meter. Der Pulli (er ist schon fotografiert, ich zeige ihn auch noch) wurde doch noch geliebt und plötzlich wusste ich, dass ich jetzt unbedingt den Merino-Stoff haben muss, um ein Luxus-Linden-Sweatshirt zu nähen. Der Stoff ist wie gemacht für diesen schlichten Schnitt.

Am Dienstag betrat ich also feierlich das Nähkontor, den Schnitt mit im Gepäck. Ich holte den Stoff endlich nach Hause, wusch ihn im Wollprogramm und trocknete ihn im liegen.

Am Mittwoch schnitt ich den Stoff nervös zu. Es passten alle Teile außer das Saumband auf den Stoff.

Am Donnerstag holte ich noch einmal 20 Zentimeter, die ich allerdings nicht mehr waschen konnte, denn ich musste ihn jetzt endlich nähen. Am Abend waren die Kinder gnädig, der Mann außer Haus und nach einer Stunde hatte ich dann endlich meinen Pulli.

Auf einem Bein zu posieren wird mein neues Hobby
Auf der einen Seite ist es natürlich ärgerlich, dass ich den Pulli nicht schon den ganzen Winter tragen konnte, aber es hat auf jeden Fall sein Gutes, dass es so gekommen ist. Zunächst habe ich den Schnitt nämlich in Größe 14 kopiert und das Sternen-Linden auch in dieser Größe genäht. Dann habe ich den Pulli gekürzt und enger gemacht und das Schnittmuster auf Größe 10 verkleinert (Die Linien des Mehrgrößen-Schnittmusters kreuzen sich nicht. Ich habe das Schnittmuster plotten lassen und das Papier direkt ausgeschnitten.) Als ich den Jacquard-Stoff nachbestellt hatte, habe ich den Pulli noch einmal enger gemacht und die letzte Version ist jetzt tatsächlich eine Größe 8. Hätte ich also gleich gewusst, dass ich aus dem Stoff ein Linden Sweatshirt nähen würde, hätte ich einen viel zu großen Pulli genäht. Die Zeit war somit auf meiner Seite und zum Glück wollte ich sowieso den dunkelblauen, denn der beige Stoff ist schon eine Weile aus dem Regal verschwunden.

Zum Pulli trage ich einen schlichten Bleichstift-Rock aus Romanit. Bei dem Romanit handelt es sich um ein Reststück des Stoffes, aus dem ich mein Weihnachtskleid 2014 genäht habe. Den Schnitt habe ich in meinem Buch "Sew U - Home Stretch" gefunden. Einen schlichten Romanitrock wollte ich mir schon lange nähen, ich wusste nur nicht, dass ich einen brauchbaren Schnitt bereits besitze. Dieser Rock wird bestimmt auch zu einem kombinierfreudigen Liebling für meine Büro-Garderobe.

Für alle, die es lieber bunt mögen, zeigt ella heute auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ein blumiges Kleid, das mir auch sehr gut gefällt.

Mittwoch, 2. März 2016

MeMadeMittwoch im Weihnachtskleid 2015

Auch wenn ich am Finale des Sew Alongs nicht teilgenommen hatte, ist mein Kleid doch pünktlich zum Fest fertig gewesen. Die Saumnaht nähte ich schnell und problemlos mit meiner neuen Covermaschine, die eigentlich mein Weihnachtsgeschenk war. Aber wer kann schon eine Covermaschine im Haus haben, ohne sie zu nutzen?

Nachdem ich das letzte halbe Jahr quasi in meiner blauen Martha gewohnt habe, bringt der herannahende Frühling doch auch etwas Lust auf Abwechslung mit und so trage ich an diesem Me-Made-Mittwoch mal mein Weihnachtskleid.

Das Baby ist inzwischen 6 Monate alt und das Kleid sitzt jetzt auch etwas luftiger am Bauch, aber die große Liebe ist es trotzdem nicht geworden. Den Halsausschnitt mag ich am liebsten an dem gesamten Kleid. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich beim Händewaschen vorm Spiegel stehe, darüber wie gut er mir gelungen ist.

Von hinten kann man sehen, dass es um die Passform nicht besonders gut bestellt ist. Das Kleid rutscht immer ein bisschen hoch, so dass sich der Stoff in Falten legt. Wahrscheinlich hätte ich das Rockteil ein bisschen weniger nach oben und mehr nach unten hin verlängern sollen. Aber irgendwie war mir nicht so klar, dass die Passform bei einem Kleid aus Romanit so kritisch sein könnte und dann kommt ja noch dazu, dass sich mein Körper ja sowieso noch in der Rückbildungsphase befindet und maßgeschneidert nur eine bestimmte Zeit passend wäre.


Nun ja, ich ziehe das Kleid trotzdem an und es schwingt wirklich so schön beim Gehen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe das mal versucht auf einem Foto festzuhalten...

Hier noch ein Foto vom Inneren:
Ich habe Garn von Stoff und Stil verwendet. Das Nähgarn gibt es in vielen Farben und mit 1000 Metern auf der Spule kann man es auch gut für die Cover- und Overlockmaschine verwenden. Ich habe bisher zumindest noch keine schlechte Erfahrung gemacht. Da ich meine Overlock immer durch Anknoten umfädele, kostet es mich auch nicht viel Überwindung, wenn ich auf eine andere Farbe wechseln möchte. Und wenn die Nähte innen Ton in Ton mit dem Stoff sind, wirkt es doch gleich noch professioneller.

Nachdem Meike letzten Mittwoch Gastgeberin in ihrem Weihnachtskleid war, haben sich ja vielleicht noch mehr wie ich inspirieren lassen und präsentieren heute noch einmal das Weihnachtskleid. Ich mache mich mal auf der Suche bei einer kleinen Pause auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.

Sonntag, 28. Februar 2016

6 Monate Erfahrung mit Ottobre-Wickelbody

Im September zeigte ich ein Bild von meinem frisch geborenen Baby in einem Ottobre Wickelbody in Größe 56. Unter dem Bild schrieb ich, dass ich den Body nähte, obwohl er nur 3-4 Monate passen würde. Nun, da hatte ich mich getäuscht. Den gezeigten Body trug meine Tochter am Tag der Geburt und auch heute noch. Er ist demnach bereits seit 6 Monaten in Benutzung im Wechsel mit dem 2. Body, den ich ebenfalls nach diesem Schnitt genäht habe. Ich habe somit einige Erfahrung mit dem Body sammeln können und darum wollte ich die mal teilen.

Also, wie man bereits im September sehen konnte, fällt der Schnitt recht groß aus. Hier nochmal der direkte Vergleich:
Damals war das Baby 51 Zentimeter groß und trug Wegwerfwindeln. 

Heute ist meine Tochter 65 Zentimeter groß und trägt eine voluminösere Stoffwindel. Der Body passt jetzt sowohl in der Länge wie auch in der Breite.

Die meisten Sorgen machte ich mir darum, dass die Jerseydrücker am Wickeloberteil ausreißen könnten. An den Stellen, an denen die Drücker nicht an einer Kante angebracht werden, sollte man laut Anleitung kleine kreisrunde Jerseystücken mit Hilfe von Vliesofix aufbügeln, um den Stoff zu verstärken. Ich habe mich an die Anleitung gehalten und die Drücker halten bis heute. 

So schön ein Wickelbody beim An- und Ausziehen ist, gefallen mir die Bodys mit dem amerikanischen Ausschnitt oder mit geknöpfter Schulter aber trotzdem besser. Mir ist der Body am Hals irgendwie zu offen. Ich habe daher nun den Schnitt aus der Ottobre 4/2014 ausprobiert.

Genäht habe ich jetzt eine Größe 68. Der Schnitt ist recht weit, aber in der Länge kann ich mir nicht vorstellen, dass meine Tochter ihn wieder ein halbes Jahr trägt. Mal sehen, vielleicht werde ich in 6 Monaten wieder berichten, dass ich mich getäuscht habe.

Außerdem habe ich den Body aus Paulines Buch ausprobiert. Ebenfalls eine Größe 68, die jedoch im Vergleich nur leicht größer ist, als die 56 der Ottobre. Ich würde daher sagen, dass Paulines Schnitt größengerecht ausfällt, während die Schnitte in der Ottobre recht großzügig sind. 

Der Body aus Paulines Buch ist auch für unsere Stoffwindeln von der Windelmanufaktur geeignet. Da ich das ja vorher nicht wusste, habe ich einen sehr schlichten Body genäht und dabei das Shirt recycled, dass ich hier mal gezeigt hatte. Das Einfassen mit dem Bandeinfasser meiner Covermaschine geht so fix, dass so ein Body in einer Stunde genäht ist, wobei alle drei Maschinen zum Einsatz kommen: Einfassen mit der Cover, nähen mit der Overlock und mit der normalen Nähmaschine steppe ich die Nahtzugabe fest. 
Meine Liebe zum Bodys-nähen ist auf jeden Fall erneut entfacht. Mit 2 Kindern hat man allerdings so viel Wäsche, dass man auch nicht viele Kleidungsstücke benötigt. Ich halte den Kleiderschrank meiner Kinder derzeit ähnlich minimal wie meinen eigenen. Das spart Zeit, denn man hat schnell einen Überblick und wenn die Sachen aus dem Wäschekorb direkt wieder angezogen werden, muss man sie gar nicht erst in den Schrank räumen. Hihi.