Montag, 14. Dezember 2015

WKSA 2015 - Fortschritt

Heute ist eigentlich schon das vierte Treffen des Weihnachtskleid Sew Alongs, aber letzte Woche habe ich geschwänzt, weil ich nix wirklich zu erzählen hatte. In der letzen Woche bin ich aber weitergekommen. 

Am Montag habe ich die restlichen Teile des Schnittmusters vorbereitet. Der Schnitt Martha diente als Grundlage. Den Rockschnitt (6-Bahnen-Rock aus der Ottobre) musste ich noch kopieren und die einzelnen Schnittteile nach oben hin verlängern, so dass sie bis unter die Brust reichen. Die Ärmel habe ich mit Hilfe des gerade rumliegenden Schnitts Plantain T-Shirt auf volle Länge verlängert (die Martha hat 3/4-Ärmel) und den Ausschnitt habe ich vom Kleid Old School Teacher übernommen. 

Am Dienstag habe ich dann auch gleich den Zuschnitt vorgenommen. Und in meinem Kopf war das Kleid damit so gut wie genäht.

Am Mittwoch also schnell mal die Rockbahnen zusammenfügen. Aber gleich bei den ersten zwei Rockteilen den Fehler gemacht und die Teile Rechts auf Links zusammengenäht. Dann eben doch nicht "schnell mal" und erst einmal mit dem Baby gespielt.

Am Donnerstag habe ich dann die beiden Rockteile, die ich natürlich mit der Overlock zusammengenäht hatte, wieder mühsam getrennt. Mehr Zeit war auch nicht.

Am Freitag gönnte mir das Baby eine längere Nähpause und so wurden aus 12 Einzelteilen ein zusammenhängendes Kleid mit offenen Seitennähten.

Am Samstag habe ich den Einfachumschlager 1" an meine Coverlock montiert und ratzfatz die Armsäume genäht. Das ging wirklich schnell, aber ich muss das wohl auch noch etwas üben. 

Am Sonntag war der dritte Advent und es wurde mir auch langsam bewusst, dass bis Weihnachten wirklich nicht mehr lange hin ist. Aber Zeit zum Nähen war nicht.

Nach einer Woche war dann wieder Montag und es juckte mir in den Fingern. Wenn man die Seitennähte bei der Anprobe nur so mit der Hand zuhält, kann leicht der Eindruck entstehen, das Kleid wäre viel zu eng und wird später wie Wurstpelle sitzen. Heute morgen nähte ich dann also die Seitennähte und nun ja: So sieht es jetzt aus:


Ich weiß nicht, ob man wirklich was erkennen kann, aber so richtig glücklich bin ich nicht. Drei Monate nach einer Schwangerschaft ist halt nicht das gleiche, wie im 3. Monat schwanger und so sitzt es mir am Bauch doch etwas zu figurnah. Außerdem sähe es besser aus, wenn man das Rockteil in der Taille um ca. 3 Zentimeter kürzt und der ausgestellte Teil damit etwas höher rückt. Die Ärmel sind irgendwie auch einen Ticken zu kurz geraten. Das Oberteil sieht auf dem Foto noch nicht so optimal aus, aber nachdem ich die Stillöffnungen ausgeschnitten hatte, saß es noch besser. 

Bis Weihnachten muss ich das Kleid nun also noch bügeln und säumen und mir weiter einreden, dass der Bauch schon okay ist und auch gesehen werden darf. 

Als ich den Romanit im Nähkontor gekauft habe, habe ich auch noch einen Meter von dem Grün mitgenommen. Die beiden Stoffe passen gut zusammen und ich habe mir daraus eine Leggings genäht, um etwas Color Blocking zu betreiben. Optisch wirkt das aber gar nicht so grandios, wie ich mir das vorgestellt habe, da der Rock einfach zu weit fällt und das bisschen, was man von den Beinen dann noch sieht, gar nicht so hervorsticht. Ich bin mal gespannt, wie es dann aussieht, wenn der Rock gesäumt und somit noch ein bisschen kürzer ist. 

Die anderen Weihnachtskleid-Geschichten könnt ihr über den MeMadeMittwoch-Blog verfolgen.