Samstag, 24. Oktober 2015

Eine Martha zum noch wohler fühlen

Heute zeigte sich der Herbst von seiner goldenen Seite. Ideale Bedingungen also um mich in meiner zweiten, verbesserten Martha fotografieren zu lassen.

Die Materialkombination ist die gleiche wie beim ersten Kleid (Sommersweat und Jersey). Dass ich mich in diesem Kleid noch wohler fühle, liegt am breiteren Brustband. Ich habe das Band nun in 10 Zentimeter breit zugeschnitten, um eine endgültige Breite von circa 4 Zentimetern zu erhalten. Außerdem habe ich es nicht ganz so lang zugeschnitten, wie das Oberteil breit ist, so dass es noch besser anliegt und nicht so leicht nach oben rutschen kann. Das Kleid eignet sich so auch hervorragend, um mit dem Sohn um die Wette zu rennen. Und so habe ich jetzt endlich Kleider, die in mein aktuelles Leben passen. Kleider sind wirklich großartig - kein großes Grübeln vorm Kleiderschrank und kein entblößter Rücken, egal wie aktiv der Alltag ist.
Diesmal keine Thermoleggings sondern selbstgenäht aus graumelierten Ribjersey von Stoff und Stil
Tatsächlicher Farbton
Als das Kleid vor einer Woche fertig wurde, hatte ich große Lust gleich wieder loszuziehen und noch eine weitere Farbe von dem Sommersweat zu kaufen, um noch eine Martha ohne gemusterten Jersey, mit Puffärmeln und eventuell mit Kapuze zu nähen, doch dann kam mein Paket mit Nosh-Jerseys vom Stoffbüro und ich habe mir ein paar Schnittmuster plotten lassen. Gerade habe ich mein erstes Plantain T-Shirt zugeschnitten und brauche jetzt noch einen guten Basic-Rock. Derzeit besteht meine aktive Garderobe aus 4 Kleidern (2x Knotenkleid, 2x Martha), 2 Strickjacken (1x gekauft, 1x Wickeljacke Ottobre 5/12) und 4 Leggings (petrol, dunkelblau-meliert, grau-meliert, curry). Es wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um den Kleiderschrank mal komplett leer zu räumen und die ausgeräumten Kleidungsstücke erst dann wieder einzuräumen, wenn sie mir und auch zum aktuellen Leben passen. Das heißt insbesondere für die Kleider, die gerade nicht stilltauglich sind, dass sie draußen bleiben. Dadurch wird der Kleiderschrank sehr übersichtlich und es wäre die Gelegenheit die Garderobe zu überdenken. Ansatzweise habe ich das ja schon nach der ersten Schwangerschaft gemacht. Mal sehen wohin es mich diesmal bringt.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Willkommenset nach Lybstes

Als Sinje auf Twitter neulich Werbung für die Aktion von Lybstes machte, war mir sofort klar, dass ich auch etwas beisteuern möchte.
Das Schnittmuster war schnell ausgedruckt und es gab auch nur 2 Seiten, die zusammengeklebt werden mussten. Da meine Tochter so gut ist und vormittags auch mal 2-3 Stunden am Stück schläft, waren zwei Sets schnell zugeschnitten und genäht.


Der Eulen-Jersey ist noch aus dem Paket von Kirstin, das ich vor mehr als drei Jahren bekam. 

Diese Sets zu nähen hat mir in vielerlei Hinsicht Freude gemacht. Zum einen kann ich damit etwas Sinnvolles beitragen und zum anderen ist es auch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man etwas kann. Es ist toll, ein Schnittmuster zur Hand zu nehmen und einfach zu wissen, was zu tun ist ohne eine Anleitung zu benötigen. Gerade jetzt in der Elternzeit, wenn der Alltag vom Baby dominiert wird, ist es schön sich daran zu erinnern, dass man noch mehr kann als Windeln wechseln. Herausforderungen beim Nähen sind natürlich super um Neues zu lernen, aber es ist auch gut sich ab und an auf das zu besinnen, was man schon kann. Für das schnelle Erfolgserlebnis in der Mittagspause. 

Und wenn ich niemanden brauche, der ein Foto von mir macht, dann kann ich sogar öfter Bloggen. Yeah!

Werdet ihr jetzt auch so ein tolles Set nähen? Es würde mich ja interessieren, ob es jemanden gibt, der aufgrund dieses Posts auch eins näht.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ich habe auch plotten lassen

Ich hänge bei Twitter in letzter Zeit häufig 2-3 Tage hinterher. Das ist eigentlich ungünstig, da Twitter ja von der Aktualität lebt und man bei 2 Tagen Verzug eben zu spät von einer Verlosung/Veranstaltung/Sendung/... erfährt. Aber beim Thema Plotten muss ich sagen, dass es auch Vorteile haben kann, wenn man hinterherhängt. Dann sind die Probleme nämlich schon gelöst, wenn man sie gerade erst erkannt hat. 

Das war nämlich so:
Am 15. Oktober hat Meike vom Plotten gebloggt. Den Artikel habe ich aber erst am 16. gelesen und bevor ich mir darüber Gedanken machen konnte, wie das denn nun mit den Schnittmustern in DIN A4 funktionieren könnte, erhielt ich eine E-Mail-Benachrichtigung, dass Frau Drehumdiebolzeningenieur zu diesem Thema gebloggt hat. Noch während ich den Artikel las, erwähnte ich gegenüber dem am Computer sitzenden Mann, dass ich Inkscape benötige und schwups war es auch schon installiert. Ich klickte gleich mal probeweise ein Schnittmuster zusammen (den Ärmel vom Sorbetto-Top) ohne den Rand zu entfernen. Und als ich mich dann ernsthaft hinsetzte und den Rock "Amy" von Jolijou zusammenklicken wollte, da hatte Frau Drehumdiebolzeningenieur ihren Artikel auch schon mehrfach editiert, so dass bei mir keine Fragen offen oder Probleme ungelöst blieben. Das von ihr erwähnte Plantain T-Shirt habe ich auch gleich noch auf A0 gebracht und zwei Schnittmuster von Grainline Studio gekauft, die sowieso schon in A0 daher kommen. Ich hatte also 4 Schnittmuster, die ich im Normalfall auf unzähligen DIN A4 Seiten hätte ausdrucken, ausschneiden und zusammenkleben müssen. Stattdessen packte ich die 4 Dateien in eine .zip-Datei, lud sie auf den Server von preiswertplotten.de und nicht einmal einen Tag später klingelte es an der Tür und der Paketbote überreichte mir meine gerollten Schnittmuster. Die sind so schön, die kann man sich sogar als Poster an die Wand hängen. Keine blöden Klebestellen und so präzise wie mit Inkscape habe ich ein Schnittmuster noch nie zusammengefügt bekommen. Das war bei mir immer eine etwas schiefe Angelegenheit. Aber ich denke, es wäre nicht nötig gewesen, sie gerollt liefern zu lassen. Ich möchte sie ja nicht wirklich als Poster an die Wand hängen und so habe ich 3 Euro mehr für den Versand zahlen müssen als Meike für ihren Brief. Genauere Angaben über die Preise und Co. hat Meike in ihrem 2. Teil zum Thema noch zusammengetragen.

Jetzt stellt sich mir nur die Frage, ob ich den Schnittmusterbogen zerschneide. Aber wahrscheinlich schon, denn die A0-Dateien habe ich ja und für 1,29 Euro pro A0-Seite kann ich das Schnittmuster ja neu plotten lassen, wenn ich doch eine andere Größe benötigen sollte. 

Und als nächstes heißt es jetzt also: Auf die Plätze, fertig - Nähen! Die 2. Martha ist übrigens schon fertig, aber als ich den Mann darum bat, Fotos zu machen, meinte er "Morgen wird es auch schön." Tja, das war am Sonntag und leider hat es am Montag dann zeitlich einfach nicht gepasst. So ist das, wenn man sich auf "Morgen" vertrösten lässt. Tzzzzz. 

Vielen Dank an Meike und Frau Drehumdiebolzeningenieur. Das hat großen Spaß gemacht und dabei habe ich noch gar nicht angefangen zu nähen! Wenn dass Plantain T-Shirt dann noch ein Hit wird, dann wäre das die Krönung.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Eine Martha zum Wohlfühlen

Anfangs hatte ich ein Problem mit dem Schnitt: Ich fand einfach nicht den richtigen Stoff. In meiner Vorstellung war ein Jersey zu dünn und ein Sweat zu dick. Aber jetzt habe ich den richtigen Stoff gefunden und die entstandene Martha ist ein richtiges Wohlfühlkleid.

Ich habe einen Sommersweat (die verwendete Farbe gibt es online nicht) aus 95% Baumwolle und 5% Elastan verwendet. Der Stoff fällt schwer, ist aber nicht zu dick. Und kombiniert habe ich den hellgraumelierten Stoff mit einem farbenfrohen Jersey von Stenzo (zum Beispiel hier zu bestellen, ich habe ihn bei der Traumbeere neben Stoff und Stil gekauft). 

Das Kleid ist genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Ich fühle mich rundum wohl, es lässt Bewegungsfreiraum, es ist stilltauglich und wärmt. Und die Stoffkombination macht mich außerdem glücklich. So glücklich, dass ich gleich losgezogen bin, um noch mehr von dem Sommersweat in anderer Farbe zu kaufen und ein weiteres Kleid zu nähen. Es gibt den Stoff noch in weiteren melierten Farbtönen und immer passend dazu ein glattes oder geripptes Bündchen. Ich habe das gerippte Bündchen verwendet und finde dies besonders am Saum sehr schön.
Wer kommt denn da?
Zur Stillfunktion der Martha muss ich sagen, dass es ganz gut funktioniert. Allerdings werde ich bei der nächsten Version das Band unter der Brust viel breiter machen. In der Anleitung ist von mindestens 4 Zentimetern die Rede und diese habe ich auch zugeschnitten. Wenn man das Band dann aber faltet und von einer Overlocknaht als Nahtzugabe ausgeht, bleibt nur noch ein 1,5 Zentimeter breites Band übrig. So passiert es, dass man den Stilleinsatz in Bewegung manchmal sieht. Zum Glück habe ich für den Stilleinsatz den gleichen Stoff verwendet. Die ausgeschnittenen Kreislöcher habe ich nachträglich außerdem mit einer Overlocknaht eingefasst und dabei Framilonband mitgefasst, damit es nicht so leiert. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, die Kreise nicht gleich in voller Größe auszuschneiden. Größer kann man sie immer noch machen.
Aber schön die Augen zuhalten, damit dich niemand erkennt.
Zur Zeit trage ich das Kleid in Kombination mit Thermoleggings. Ich finde, es ist bereits kalt genug, um diese kuschligen Dinger aus dem Schrank zu holen. Aber schwarz geht mir dann auf Dauer doch auf die Nerven und so werde ich bald auch noch mehr Leggings aus dem Ribjersey von Stoff und Stil in vielen Farben nähen. Aus dem curry-farbenen Ribjersey hatte ich mir im letzten Jahr bereits eine Leggings genäht, allerding nur in 3/4-Länge.
Ach komm, das reicht. Die Leute gucken schon.
Schnitt Kleid: Martha von Milchmonster
Stoff: Sommersweat, Bündchen und Stenzo-Jersey von der Traumbeere