Montag, 21. September 2015

Gedanken zur zukünftigen Garderobe

Seit nun fast vier Wochen haben sich meine Anforderungen an meine Garderobe geändert. Der runde Babybauch ist etwas geschrumpft und nun kein Babybauch mehr. Die Sachen müssen jetzt bequem und stilltauglich sein. Ich habe große Lust auf Kleider, da diese einfach unschlagbar unkompliziert sind. 

In meinem Schrank befanden sich zwei Kleider, die diese Anforderungen erfüllten. Einmal das Umstandskleid, welches ich 2012 genäht hatte und das Weihnachtskleid aus dem gleichen Jahr. Das Umstandskleid hat bereits sehr gelitten. Der Viskosejersey pillt und ist am Bauch bereits durchsichtig. An der Seitennaht hat es auch schon zwei kleiner Löcher. Mangels Alternativen wandert es aber dennoch immer wieder in die Wäsche- statt in die Mülltonne. Das Weihnachtskleid erfreute sich lange nur mäßiger Beliebtheit bis mir klar wurde, dass es die langen Ärmel sind, die mir daran missfielen. Es ist schon erstaunlich, was so eine kleine Veränderung bringen kann. Und nachdem ich das Weihnachtskleid mit kurzen Ärmeln in den vergangenen 4 Wochen fast ununterbrochen trug, hatte ich Lust mir ein weiteres Knotenkleid, diesmal aus Viskosejersey, zu nähen. 

Ich habe nun also zwei Knotenkleider im Schrank, die ich bevorzugt mit meinen Umstandsleggings (Ottobre 2/2008) trage und somit eine bequeme Position, um mir über meine zukünftige Garderobe Gedanken zumachen oder zumindest ist die Kleidung bequem, die ich trage, während ich in Tagträumen meinen zukünftigen Kleiderschrankinhalt erfinde.

Der Bauch ist noch rund und meine alten Sachen passen nicht. In den nächsten 6 Monaten brauche ich mir über Bürotauglichkeit keine Gedanken zu machen. Was also möchte ich tragen? 

In erster Linie werde ich wohl ein kleines Baby tragen, welches ganz entzückend in den selbstgenähten Sachen aussieht.
Diesen Body habe ich genäht, obwohl er maximal 3-4 Monate passen wird. Wenn es darum geht, etwas für mich zu nähen, das nur einen gewissen Zeitraum getragen wird, bin ich jedoch recht unmotiviert. Dabei ist es doch bei der Mehrzahl der Kleidungsstücke so. Man näht sie, man trägt sie und wenn es nicht die große Liebe ist, hört man irgendwann auf, die Sachen zu tragen. Manchmal ist es die große Liebe und dann fallen die Sachen eben irgendwann auseinander. Also wenn ich es nüchtern betrachte, nähe ich meine Kleidung nie für die Ewigkeit. Ich kann mir also in diesem Herbst Kleider nähen, die allein den Zweck erfüllen, dass ich mich wohl fühle. Sie brauchen weder ins Büro, noch aufs Fahrrad zu passen. Und bequem ist für mich dabei gleichbedeutend mit "aus Jersey". 

Viel weiter bin ich mit meinen Gedanken nun auch noch nicht gekommen. Ich habe mir noch während der Schwangerschaft das Schnittmuster Martha gekauft. Wahrscheinlich werde ich mir eine längere Martha nähen oder die Stilleigenschaft des Schnittmusters mit einem anderen Kleidschnitt kombinieren. Das Knotenkleid ist mir bei kühlen Temperaturen etwas zu offenherzig, aber vielleicht nähe ich mir auch endlich mal ein paar hübsche Tücher. Dann habe ich gleich ein paar Accessoires, wenn ich schon nicht so viele Kleidungsstücke im Schrank habe. 

Schnitt Kleid: Onion 2022 mit gebastelten Stilleinsatz
Stoff: Viskosejersey vom Nähkontor

1 Kommentar:

  1. Uh, herzlichen Glückwunsch zur kleinen Maus! Na, da wünsche ich euch alles Gute fürs Leben zu Viert!
    Viele Grüße
    Christina

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