Montag, 10. August 2015

Veränderung

Laut .Meike von Crafteln ist das Thema Veränderung in mehreren Blogs gerade präsent und genau wie sie, finde ich es immer wieder spannend, wenn ein Thema von mehreren Blogs aufgegriffen wird und eine schöne Meinungs-/Gedankensammlung daraus resultiert. Daher möchte ich den Gedanken hier ebenfalls aufgreifen. Hier gehts zum Text von .Meike.

Dass sich während einer Schwangerschaft Veränderungen ergeben, ist jetzt nicht gerade abwegig. Während der letzten neun Monate hat sich aber weit mehr verändert, als es noch bei der ersten Schwangerschaft der Fall war. Im Dezember machte ich den Test und bereits im Januar konnte ich viele Teile meiner Alltagsgarderobe nicht mehr tragen. Mir kam dann eine Freundin zur Hilfe, die mir einen Großteil ihrer Umstandssachen borgte. Mein Kleiderschrank war somit nicht nur binnen weniger Wochen stark reduziert, nein, auch mein eigener Stil war mehr oder weniger auf Pause. Ich trug einfach, was passte. Und das waren zwei schwarze Hosen, ein schwarzer Rock und diverse Stillshirts in dunkelblau, koralle und pink. 

Heute, 7 Monate später, bin ich nach wie vor fasziniert davon, wie einfach das Leben dadurch wird, wenn sich alle Kleidungsstücke untereinander kombinieren lassen. Außerdem ist es auch ungemein praktisch, wenn die Farbpalette und das Material es zulassen, dass man alle Teile gemeinsam in die Waschmaschine steckt. Und praktisch und einfach sind zwei gute Eigenschaften, die mir in der nächsten Zukunft sehr gelegen kommen werden.

Während der vergangenen neun Monate habe ich viel über die Kleidungsstücke nachgedacht, die ich mir nähen möchte, wenn die Stillzeit vorbei ist und sich meine Figur wieder dem Normalzustand annähert. Aber diese Zeit liegt noch immer in weiter Zukunft und darum fasste ich den Entschluss mir ein paar praktische Sachen fürs Wochenbett zu nähen. 

Bei Sinje konnte ich während der vergangenen Wochen immer wieder Kleidungsstücke in "Grau" bewundern und damit wuchs meine Sympathie für diese "Farbe". Unwillkürlich wurde ich im Stoffladen von grauen Stoffballen angezogen. Bei meinem Besuch bei Stoff und Stil, wo ich mir eigentlich nur 55 Zentimeter grauen Sweat kaufen wollte, kam dann gleich ein kleiner Stapel gut zueinander passender Stoffe mit und die Idee der "Kollektion Grau" war geboren. 
1. Viskose Jersey (ausverkauft) 2. Rib Jersey 3. Single Jersey 4. Sweat 5. Stretch-Baumwolljersey (ausverkauft)
Heute beendete ich mein Nähprojekt. Es sind dabei 5 Kleidungsstücke entstanden: 4 Oberteile und ein Paar graue Shorts. Bei der aktuellen Wettervorhersage für die nächsten 14 Tage bin ich mit diesen Teilen gut bedient.
1. Shirt Ottobre 2/15 2. Tanktop Joana 3. Shirt Ottobre 2/15 4. Shorts Ottobre 2/15 5. Stoff von Stoff und Stil 6. Tanktop Joana
Ich habe das Gefühl, dass ich mit "Grau" zurück auf "Null" gehe. Quasi ein Reset im Kleiderschrank. Und von hier aus habe ich nun die Möglichkeit mich völlig neu zu erfinden. Mit schwindender Körperfülle werden sicher auch einige der alten Kleidungsstück zurück in meinen Schrank finden, aber wohl nicht alle. Ich bin ein großer Fan der Idee einer minimalistischen Garderobe und bin gespannt, was die weitere Beschäftigung mit meinem Kleiderschrank noch bringen wird. Ich erinnere mich, dass ich nach der ersten Schwangerschaft ganz ähnliche Gedanken hatte, aber noch ganz andere Farben meinen Kopfkleiderschrank dominierten. Heute steht mir der Sinn nach mehr Ruhe und ich denke, dass man dies mit Grau sehr gut ausdrücken kann. Für mich ist dies keineswegs langweilig.

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