Mittwoch, 12. August 2015

12 von 12 - Das erste Mal

Wie wohl viele andere auch habe ich in der Vergangenheit immer zu spät daran gedacht, dass man doch auch mal bei den 12von12 von Draußen nur Kännchen mitmachen könnte. Im Juli war es wieder mal zu spät, aber ich hatte mir vorgenommen im August unbedingt mitzumachen, wenn das Baby noch nicht da ist. So kann ich heute nämlich den Tag dokumentieren vor dem errechneten Termin.

Also los:
#1
Ich wache auf und mir fällt sofort ein, dass der 12. ist. Ich stehe auf, um ein geeignetes Motiv der Uhrzeit und des Datums zu finden.
#2
Es ist 8.30. Auf geht's zur Kita. Heute mit Laufrad.
#3
Kurz vor 9. Ich nutze die noch kühleren Temperaturen für eine vielleicht letzte Radtour mit Kugelbauch.
#4
Im Landschaftspark Herzberge finde ich zahlreiche Brombeeren am Wegesrand. Leider habe ich noch den Geschmack von Zahnpasta im Mund und der Genuss ist getrübt.
#5
Nach einer Stunde komme ich zum Rummelsburger See. Zeit und Gelegenheit für eine längere Pause.
#6
Wieder zurück füge ich eine weitere Seite meinem Schwangerschaftstagebuch hinzu. Der Sohn hat gesagt, dass Baby würde heute Nachmittag kommen. Wer weiß?
#7
Zum Mittag gibt es den restlichen Blumenkohl vom Wochenende. Eigentlich dachte ich, es wäre auch noch Kartoffelbrei über. Als ich den Fehler bemerke, ist es schon nach 12. Egal - dann eben mit Brot.
#8
Mittagsruhepause mit Jane Eyre. Ich lese das Buch, weil es in John Irvings "Gottes Werk und Teufels Beitrag" vorkam und es ist wirklich erfrischend etwas zu lesen, das so weit entfernt vom eigenen Leben und der heutigen Zeit ist.
#9
Ich bereite die Geburtsanzeigen für meine Großeltern vor. Beim Adressieren des Briefes nach Freital muss ich unwillkürlich an "HeimeOhneHass" denken.
#10
Noch mehr Vorbereitung auf die Geburt: wir fahren in die Bibliothek, um die bald fälligen Bücher neu auszuleihen.
#11
Aus mir wird auch kein Food-Blogger. Zum Abendessen gab es Eierkuchen. Die hier zu sehenden Reste wandern in den Kühlschrank.
#12
Gemeinsam mit dem Mann lasse ich die Tour vom Morgen noch einmal Revue passieren. Immerhin 26 Kilometer. Normalerweise ist er ja mein Tourguide und ich bin stolz, dass ich mir in den vergangenen Jahren dann wohl doch was gemerkt und auch ohne ihn eine schöne Runde gefunden habe.
Das war er also, der Tag vorm errechneten Termin. Das Warten geht weiter. Mal sehen, ob ich im September wieder dabei bin. Spaß gemacht hat es auf alle Fälle. Es ist gar nicht so einfach, die 12 Bilder auf den Tag zu verteilen, wenn man die Bilder immer sofort über Instagram teilt. Man weiß ja nicht, was der Tag noch bringen wird.

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