Montag, 13. Juli 2015

Noch mehr Sachen für den Sohn

Ich frage mich ja, was andere werdende Mütter so während des Mutterschutzes machen, wenn sie nicht leidenschaftlich gern nähen. Meine Wochentage verlaufen jedenfalls derzeit so: Kind in die Kita, ein bisschen spazieren, nähen, Mittag, ausruhen, Kind aus der Kita - oh, schon wieder eine Woche um...

Und so entstehen hier in kurzer Zeit allerhand Sachen für den Sohn. Langsam glaube ich aber, dass auch er genug im Schrank hat. Dass für das Baby genügend Sachen da sind, hatte ich ja bereits am Anfang des Jahres festgestellt. Ich werde wohl wieder zur Unterhosenproduktion übergehen, um die Zeit zu überbrücken.

Aber zurück zu den Sachen für den Sohn. Am Freitag habe ich eine gefütterte Sweatshirtjacke fertig gestellt und da es am Samstagmorgen 14 Grad kühl war, konnte ich gleich mal ein paar Tragefotos machen.

Ich hatte in meinen vorhandenen Ottobre-Heften nach einer gefütterten Jacke gesucht, um eine Anleitung für die richtige Verarbeitung zu haben. Letztendlich habe ich mich für Modell 15 aus der Ausgabe 6/2012 entschieden. Hier werden jedoch die Saumkante und die Kapuze mit einem Jerseystreifen eingefasst. Außerdem werden die Vorderteile links auf links aneinander genäht und dann erst der Reißverschluss eingesetzt, so dass man diesen von Innen sieht. Ich wollte aber, dass der Reißverschluss zwischengefasst und auch ansonsten die Jacke mit der Futterjacke verstürzt wird. Ich war schon kurz davor, mir das eBook von klimperklein zu kaufen, um eine gute Anleitung für eine professionelle Verarbeitung zu haben, aber dann bastelte ich einfach irgendwie rum und bekam es auch hin. Ich hatte ja bereits andere Jacken und Hosen gefüttert.

Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Ich habe sogar die beiden Kapuzen von Innen miteinander fixiert, damit sie schön ineinander gestülpt bleiben.

Und auch an den Aufhänger habe ich gedacht. Nur den Kinnschutz habe ich dann weggelassen, denn als dieser Arbeitsschritt an der Reihe war, war ich zu ungeduldig: ich wollte unbedingt den Reißverschluss einsetzen, um den unangenehmen Part etwas Dehnbares mit etwas Nicht-Dehnbaren zu verbinden, hinter mich zu bringen. An dieser Stelle musste ich auch tatsächlich trennen. Beim zweiten Versuch habe ich den Reißverschluss dann mit Stylefix eingesetzt und es hat problemlos funktioniert. Die Kapuzenansatznaht und die Taschen sind sogar einigermaßen auf einer Höhe.

Am Sohn ist die Jacke noch etwas reichlich, aber so näht man Sachen ja für Kinder. Hinein wachsen sie dann von ganz allein. Zur Sicherheit habe ich den Sohn gefragt, ob er mir seine Hände zeigen könnte. So sieht es ja aus, als wären sie in der Jacke verschwunden. Und, ja, kann er:

Alles kein Problem. Die Hose ist übrigens eine Frida recycelt aus einer alten Hose vom Papa. Zum Thema Frida werde ich bei Gelegenheit noch einmal einen Extra-Blogpost verfassen. Hier ist nämlich die große Frida-Liebe ausgebrochen. Und an den Schuhen könnt ihr erkennen, dass auch mein Sohn zu den Bobbycar-Fahrern gehört... 

Der verwendete Stoff für die Jacke ist von Michas Stoffecke. Ursprünglich hatte ich ihn für eine Jacke fürs Baby bestellt, aber dann dachte ich, wenn ich die in Größe 98 nähe, dann kann sie das Baby später ja immer noch tragen. Und somit ist ja alles, was ich derzeit für den Sohn nähe auch irgendwie "Nähen fürs Baby" ;-)

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