Mittwoch, 18. März 2015

Fürs Baby #2 - Wickelbody

Wenn ich an die erste Zeit mit unserem Sohn zurückdenke, dann erinnere ich mich unter anderem daran, dass Bodies in kleinen Größen knapp waren und mein Mann die Wickelbodies bevorzugte, da man sie nicht über den Kopf ziehen muss. Bevor ich also den Kleidungsbestand gesichtet hatte, stand für mich fest, dass ich ein paar Wickelbodies nähen möchte. Eigentlich stand das sogar schon fest, bevor ich überhaupt wieder schwanger war, denn im Dezember 2013 nähte ich bereits für das Baby einer Freundin einen Wickelbody in Größe 56. Hätte ich damals ein kleines Baby gehabt, hätte ich es nie übers Herz gebracht, den entstandenen Body zu verschenken, so süß fand ich ihn.

Der Schnitt ist Modell Nr. 1 aus der Ottobre 6/2013. Der Stoff ist von Lillestoff. Diesen Stoff wollte ich auch schon haben, seit ich ihn zum ersten Mal vernäht auf dem Blog von Pauline sah und jetzt bot sich endlich die Gelegenheit. Denn eigentlich müsste ich keine neuen Stoffe kaufen. Die noch vorhandenen Stoffe meines Sohnes sind ideal für Kleidungsstücke in Größe 56 bis 74. Aber einen Stoff wollte ich dann doch extra fürs Baby kaufen und so ist es dieser farbenfrohe Streifenstoff geworden. Der macht richtig gute Laune. Ein Jammer, dass es es bis zur Geburt noch so lange hin ist.

Genäht ist so ein Body wirklich fix. Das Einfassen der Kante (ca. 1,70 Meter...) ist eine Strafarbeit. Aber das Anbringen der Knöpfe ist wirklich ein Fluch. Als ich bei diesem Arbeitsschritt angekommen war, hatte ich bereits einen 2. Body zugeschnitten. Ich glaube, ich hätte sonst keinen 2. genäht. Das Problem ist aber eigentlich nur, dass ich die Druckknöpfe von 3exter mit der Prymzange und den "Adaptern" von Prym Druckknöpfen anbringe. Seit einiger Zeit gibt es für die Zange aber Adapter direkt von 3exter. Bevor ich nun also die 9 Druckknöpfe an den 2. Body anbringe, warte ich die Lieferung ab. Vielleicht werde ich dann vom Fluch befreit. Ich werde davon berichten, wenn der 2. Body seine Knöpfe bekommen hat.

Montag, 9. März 2015

Fürs Baby #1 - die Krabbeldecke

Als ich im Herbst beim Herbst Quilt Sew Along einen großen Bettüberwurf aus meinen gesamten Stoffresten im Sinn hatte, bin ich an der unglaublichen Größe gescheitert. Zu dieser Zeit hatte ich dann die Vorstellung entwickelt, dass es bestimmt ganz toll wird, wenn wir unser zweites Kind erwarten und ich wieder eine kleine Krabbeldecke nähen könnte. Zu dieser Zeit hatte ich mir auch fest vorgenommen, dann einmal nur Stoffe für diese Decke zu kaufen. Ich wollte sogar ein Muster, zum Beispiel Dreiecke probieren, so wie ich es im Patchwork-Kurs gelernt hatte.

Doch dann kam wieder alles anders. Da ich die Stoffreste ja nicht zu diesem großen Bettüberwurf vernäht hatte, waren sie immer noch da. Zudem hatte ich mal wieder einen Artikel über die Vorzüge des Ausmistens gelesen und als Nähnerd hortet man ja recht viel und auch sehr schnell. Daher wollte ich dann lieber bereits vorhandenes vernähen. Wenn man mit vorhandenem auskommen will, ist es natürlich auch nicht so einfach, ein Muster umzusetzen und so habe ich mich wieder an Quadraten gehalten. 


Aus der Bibliothek habe ich zur Zeit das Buch "Mutter Glück" entliehen und dort war eine Krabbeldecke als Nähprojekt abgebildet, die aus 100 10x10 Zentimeter Quadraten besteht und so habe ich einfach, die bereits vorhandenen 10x10 und 20x20 Zentimeter Stoffstücke des Herbstprojekts genommen, ein paar weitere grüne Stoffe aus dem Vorrat ergänzt und entstanden ist das erste Projekt für's Baby. Den Rückseitenstoff musste ich allerdings noch dazu kaufen, da die vorhandenen grünen Stoffe nicht mehr ausreichend groß waren und ich die Rückseite nicht stückeln wollte. Dabei wäre diese Möglichkeit natürlich konsequenter im Sinne des Ausmistens gewesen. 



Um irgendeine Struktur in die Krabbeldecke zu bekommen, habe ich in jede Reihe 5 grüne Stoffe genommen und diese pfeilartig angeordnet. Ein wenig habe ich mich am Ende geärgert, dass ich die Decke nicht einfach diagonal getrennt habe, so dass in der oberen, linken Ecke die grünen Stoffe wären und der Rest ein buntes Chaos. Aber am Ende ist es einfach eine bunte Decke.

Eingefasst habe ich die Decke mit einem roten 7 Zentimeter breiten Streifen, so dass der Rand jetzt circa 1-1,5 Zentimeter breit ist. Den Streifen habe ich wie bereits bei der ersten Krabbeldecke für meinen Sohn zunächst mit der Maschine auf die rechte Stoffseite genäht und dann auf der linken Seite von Hand mit Matratzenstich befestigt. Für die 4 Meter habe ich etwas mehr als 5 Stunden gebraucht. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, warum ich mir das antue, aber eigentlich war es auch sehr entspannend, auf der Couch zu sitzen, Stich für Stich voranzukommen und nicht darüber nachdenken zu müssen, was man als nächstes nähen könnte. Das mache ich nämlich jetzt. Was mache ich denn nun als nächstes? Ich bin gerade dabei, mich zu einer seriellen Arbeitsweise zu, na ja, zwingen. Das entschleunigt irgendwie, aber bedarf bei mir jeder Menge Disziplin. Zugeschnitten ist ein Wickelbody in Größe 56. Die lange, einzufassende Kante ist sicher ähnlich meditativ, wie der Rand der Krabbeldecke, oder?

Sonntag, 1. März 2015

Die Schlübbi zum Kleid

Ich war gerade dabei, das Kleid "Old School Teacher" aus einem Jersey in Jeanslook (von Stoff und Stil) zu nähen, als ich letztens meinen Blog Post zum Thema Schlübbis schrieb. Nach dem Kommentar von Christina hatte ich dann gleich die Idee, eine passende Schlübbi zum Kleid zu nähen. Und nach dem Lesen der Kommentare bei Meike hatte ich sogar Lust, die Idee mit dem gezickzackten Beinsaum in die Tat umzusetzen. Und tatsächlich: heute ich trage ich ein Kleid mit passender Schlübbi. Schon cool und sehr motivierend, dass jetzt so weiter zu tun.

Der gezickzackte Beinsaum ist übrigens wirklich genial. Da der Stoff Elastan enthält, leiert nix und die Schlübbi ist ratzfatz genäht. Und das ist ein großer Pluspunkt, um die Anzahl selbstgenähter Schlübbis im Schrank zukünftig zu erhöhen.

Ich habe den Rand einfach pi x Daumen 0.5 Zentimeter umgeschlagen, mit einpaar Stecknadeln fixiert und im Zickzack losgerattert. Die Schlübbi ist komplett mit der normalen Nähmaschine genäht und wie so oft bei mir, wenn es um Jersey geht, auch ohne Bügeln. Am längsten hat eigentlich das Abmessen des Falzgummis gedauert.

Achso, und beim letzten Mal hatte ich mich geirrt. Ich habe das Schnittmuster von MakeBra verwendet. Als ich jetzt das Schnittmuster zur Hand nahm, ist mir das aufgefallen...

Nun noch ein paar Worte zum Kleid. Also genäht war es auch sehr fix, da sich der Saum so schön nach außen rollt und ich Ärmel und Saum jeweils ungesäumt gelassen habe. Ich habe das Aufrollen mit zwei kleinen Nähten an den Seiten fixiert und fertig. Ansonsten hat der "Old School Teacher" wieder einmal 12 Abnäher, aber da das Kleid ungefüttert ist, musste ich sie wenigstens nur einmal nähen.

Als heute Nachmittag die Sonne in unser Wohnzimmer schien, hatte ich spontan den Mann um eine kurze Fotosession gebeten und dann leider erst später gemerkt, dass sich der Beleg am Halsausschnitt nach außen gemogelt hat. Also der Kontrast am Hals gehört eigentlich nicht dazu.
Aber am Saum:

Ich habe das Kleid trotz Jersey komplett mit Geradstich genäht und konnte so die seitlichen Nähte schön aufbügeln, was beim Umklappen einen schönen Effekt hat, wie ich finde.

Am Ärmel ebenso:

Am Bauch wirft das Kleid ein paar ungewöhnliche Falten. Der Grund dafür ist aber auch der Grund, warum es hier Anfang des Jahres recht ruhig zuging:

Im August gibt es bei uns Nachwuchs und ich habe auch dieses Mal wieder stark mit Übelkeit zu kämpfen. Ich weiß, dass Nähen gegen die Übelkeit ganz gut hilft, aber man muss halt erst einmal zur Nähmaschine kommen... Hoffentlich ist es mit der Übelkeit bald vorbei, dann wird es hier wieder etwas belebter. Allerdings werde ich wohl wieder Kindersachen zeigen. Eine liebe Freundin hat mir nämlich eine Menge Umstandssachen geliehen und so ist die Motivation für mich zu nähen doch eher  gering, obwohl ich mir extra die Ottobre 2/2008 mit Umstandsmode bestellt hatte... Das Kleid vom Titelbild werde ich mir aber auf jeden Fall nähen. Das ist sicher super für einen heißen Sommer und der kommt hoffentlich.