Montag, 14. Dezember 2015

WKSA 2015 - Fortschritt

Heute ist eigentlich schon das vierte Treffen des Weihnachtskleid Sew Alongs, aber letzte Woche habe ich geschwänzt, weil ich nix wirklich zu erzählen hatte. In der letzen Woche bin ich aber weitergekommen. 

Am Montag habe ich die restlichen Teile des Schnittmusters vorbereitet. Der Schnitt Martha diente als Grundlage. Den Rockschnitt (6-Bahnen-Rock aus der Ottobre) musste ich noch kopieren und die einzelnen Schnittteile nach oben hin verlängern, so dass sie bis unter die Brust reichen. Die Ärmel habe ich mit Hilfe des gerade rumliegenden Schnitts Plantain T-Shirt auf volle Länge verlängert (die Martha hat 3/4-Ärmel) und den Ausschnitt habe ich vom Kleid Old School Teacher übernommen. 

Am Dienstag habe ich dann auch gleich den Zuschnitt vorgenommen. Und in meinem Kopf war das Kleid damit so gut wie genäht.

Am Mittwoch also schnell mal die Rockbahnen zusammenfügen. Aber gleich bei den ersten zwei Rockteilen den Fehler gemacht und die Teile Rechts auf Links zusammengenäht. Dann eben doch nicht "schnell mal" und erst einmal mit dem Baby gespielt.

Am Donnerstag habe ich dann die beiden Rockteile, die ich natürlich mit der Overlock zusammengenäht hatte, wieder mühsam getrennt. Mehr Zeit war auch nicht.

Am Freitag gönnte mir das Baby eine längere Nähpause und so wurden aus 12 Einzelteilen ein zusammenhängendes Kleid mit offenen Seitennähten.

Am Samstag habe ich den Einfachumschlager 1" an meine Coverlock montiert und ratzfatz die Armsäume genäht. Das ging wirklich schnell, aber ich muss das wohl auch noch etwas üben. 

Am Sonntag war der dritte Advent und es wurde mir auch langsam bewusst, dass bis Weihnachten wirklich nicht mehr lange hin ist. Aber Zeit zum Nähen war nicht.

Nach einer Woche war dann wieder Montag und es juckte mir in den Fingern. Wenn man die Seitennähte bei der Anprobe nur so mit der Hand zuhält, kann leicht der Eindruck entstehen, das Kleid wäre viel zu eng und wird später wie Wurstpelle sitzen. Heute morgen nähte ich dann also die Seitennähte und nun ja: So sieht es jetzt aus:


Ich weiß nicht, ob man wirklich was erkennen kann, aber so richtig glücklich bin ich nicht. Drei Monate nach einer Schwangerschaft ist halt nicht das gleiche, wie im 3. Monat schwanger und so sitzt es mir am Bauch doch etwas zu figurnah. Außerdem sähe es besser aus, wenn man das Rockteil in der Taille um ca. 3 Zentimeter kürzt und der ausgestellte Teil damit etwas höher rückt. Die Ärmel sind irgendwie auch einen Ticken zu kurz geraten. Das Oberteil sieht auf dem Foto noch nicht so optimal aus, aber nachdem ich die Stillöffnungen ausgeschnitten hatte, saß es noch besser. 

Bis Weihnachten muss ich das Kleid nun also noch bügeln und säumen und mir weiter einreden, dass der Bauch schon okay ist und auch gesehen werden darf. 

Als ich den Romanit im Nähkontor gekauft habe, habe ich auch noch einen Meter von dem Grün mitgenommen. Die beiden Stoffe passen gut zusammen und ich habe mir daraus eine Leggings genäht, um etwas Color Blocking zu betreiben. Optisch wirkt das aber gar nicht so grandios, wie ich mir das vorgestellt habe, da der Rock einfach zu weit fällt und das bisschen, was man von den Beinen dann noch sieht, gar nicht so hervorsticht. Ich bin mal gespannt, wie es dann aussieht, wenn der Rock gesäumt und somit noch ein bisschen kürzer ist. 

Die anderen Weihnachtskleid-Geschichten könnt ihr über den MeMadeMittwoch-Blog verfolgen.

Sonntag, 22. November 2015

WKSA 2015 - Stoff und Schnitt

Diese Woche habe ich mich mehr mit Covermaschinen auseinandergesetzt als mit dem Weihnachtskleid. Im Hinterkopf hatte ich aber, dass in einer meiner Ottobre-Zeitungen ein 6-Bahnenrock enthalten war. Und damit ich heute überhaupt Ergebnisse habe, habe ich mal nachgesehen, in welcher Ausgabe das war. Der Rock ist im Frühling/Sommer-Heft diesen Jahres gewesen. Ich denke, dass ich den einfach mal kopieren werde und dann mal schaue, ob es mit der Weite am Bund in etwa passt, so dass ich die Schnittteile nur ein wenig nach oben verlängere. Da ich das Kleid aus dehnbaren Material nähe, mache ich mir um die Passform keine großen Gedanken und habe so die Ruhe weg.

Als erstes werde ich aber diese Woche mal, wie von Mirabell vorgeschlagen, Reißverschlüsse in das Kleid vom letzten Jahr nähen. Da es nicht gefüttert ist und ich die Nahtzugabe auseinander gebügelt habe, stelle ich mir das nicht weiter zeitaufwändig vor und so habe ich auf jeden Fall schon mal ein stilltaugliches Kleid für die Festtage. Wenn dann der Plan vom neuen Kleid auch noch aufgeht, habe ich sogar 2 Kleider. Das Kleid von 2013 ist gefüttert und mit dem Futter verstürzt. Sonst hätte ich da auch gleich noch Reißverschlüsse eingenäht. Ich finde die Idee ja wirklich großartig. Auf DaWanda habe ich zufällig diese Woche auch ein Sweatshirt gefunden, welches Reißverschlüsse zum Stillen hatte. Vielleicht kann ich da auch noch was im Zusammenhang mit meiner ersten Martha reißen, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Weiter zum Stoff: ich werde mir am Dienstag mal den Romanit im Nähkontor ansehen. Auf der Webseite ist er nur in grün lieferbar, aber als ich letztens da war, gab es auch noch petrol im Regal. Als Alternative kann ich auch zu Stoff und Stil gehen. Von dort würde mich auch der Strick Jacquard in Antik Blau interessieren. Im Katalog ist aus dem Stoff ein Kleid genäht, das mir sehr gut gefällt. Jedoch ist der Farbton doch weniger festlich.

Es hat sich also im Vergleich zur letzten Woche nicht viel verändert, aber beim nächsten Treffen habe ich den Schnitt dann bestimmt fertig und den Stoff hier. Und wenn das erst einmal geschafft ist, ist das Kleid auch so gut wie zugeschnitten und quasi auch schon genäht.

Etwas Anschaulichere Stoff- und Schnittvorstellungen findet ihr sicher bei den anderen TeilnehmerInnen.

Sonntag, 15. November 2015

WKSA 2015 - Rückblick und Inspiration

Fast hätte ich es verpasst. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und jetzt nähen wir also schon unser Weihnachtskleid. Zum Glück habe ich mir bereits unterschwellig Gedanken gemacht. Dass ich wieder dabei bin, steht außer Frage. Es ist ja jetzt nach 4 Jahren eine richtige Tradition.  

Aber erst einmal zum Rückblick:
2011 nähte ich Glendora. Lange habe ich das Kleid nun nicht getragen, da es noch nicht wieder passt. Falls es das mal wieder tun wird, bleibt es aber ein Kleid für besondere Gelegenheiten. 
2012 nähte ich ein stillfreundliches Knotenkleid, nahm aber nicht am Sew Along teil. Nachdem ich in diesem Sommer die Ärmel kürzte, wurde es zu einem gern getragenem Alltagskleid. 
2013 nähte ich den Oldschool Teacher. Ein gern getragenes Leinenkleid für besondere Anlässe und Geschäftsreisen. 
2014 versuchte ich ein Kleid zu nähen, dass sich besser in meinen Alltag einfügt, Fahrrad-tauglich ist und auch während der ersten Schwangerschaftsmonate tragbar sein würde. Ich nähte den Oldschool Teacher nochmal aus tollem Romanit. Ich liebe dieses Kleid. Getragen habe ich es dieses Jahr nur nicht so oft, da ich nicht viel gearbeitet habe und es jetzt nicht stilltauglich ist. 

Das Weihnachtskleid 2015 wird hoffentlich das Beste aus allen bisher genähten Kleider zusammentragen und ungefähr so aussehen:

Der Ausschnitt des Oldschool Teachers gefiel mir schon die letzten Jahre. Die halben Ärmel werden zu 3/4-Ärmeln oder vielleicht auch ganz lang. Als Oberteil werde ich eine Martha mit Stillfunktion nähen, da mir die Falten besser gefallen als die Abnäher des Oldschool Teachers. Als Rockteil werde ich mal einen 6-Bahnenroch probieren. So kann ich die Nahttaschen an der Mittelnaht fixieren, damit der Taschenbeutel nicht runter hängt. Außerdem erhalte ich hoffentlich einen schön schwingenden Rock. Farblich wird es wohl in Richtung marine, bordeaux oder petrol gehen. Nix Aufregendes und somit hoffentlich eine sichere Bank.

Also angesichts des Materials mache ich mir eigentlich keine Sorgen, dass ich mein Ziel nicht erreichen werde. Aber es könnte natürlich sein, dass ich meine Pläne komplett über den Haufen werfe, nachdem ich mir angesehen habe, was die anderen TeilnehmerInnen geplant haben. Ich werde die kommende Woche mal versuchen, die Beiträge der anderen (bis jetzt 71) zu sichten (lesen wäre wohl ein etwas übertriebenes Vorhaben. Argh!).

Samstag, 24. Oktober 2015

Eine Martha zum noch wohler fühlen

Heute zeigte sich der Herbst von seiner goldenen Seite. Ideale Bedingungen also um mich in meiner zweiten, verbesserten Martha fotografieren zu lassen.

Die Materialkombination ist die gleiche wie beim ersten Kleid (Sommersweat und Jersey). Dass ich mich in diesem Kleid noch wohler fühle, liegt am breiteren Brustband. Ich habe das Band nun in 10 Zentimeter breit zugeschnitten, um eine endgültige Breite von circa 4 Zentimetern zu erhalten. Außerdem habe ich es nicht ganz so lang zugeschnitten, wie das Oberteil breit ist, so dass es noch besser anliegt und nicht so leicht nach oben rutschen kann. Das Kleid eignet sich so auch hervorragend, um mit dem Sohn um die Wette zu rennen. Und so habe ich jetzt endlich Kleider, die in mein aktuelles Leben passen. Kleider sind wirklich großartig - kein großes Grübeln vorm Kleiderschrank und kein entblößter Rücken, egal wie aktiv der Alltag ist.
Diesmal keine Thermoleggings sondern selbstgenäht aus graumelierten Ribjersey von Stoff und Stil
Tatsächlicher Farbton
Als das Kleid vor einer Woche fertig wurde, hatte ich große Lust gleich wieder loszuziehen und noch eine weitere Farbe von dem Sommersweat zu kaufen, um noch eine Martha ohne gemusterten Jersey, mit Puffärmeln und eventuell mit Kapuze zu nähen, doch dann kam mein Paket mit Nosh-Jerseys vom Stoffbüro und ich habe mir ein paar Schnittmuster plotten lassen. Gerade habe ich mein erstes Plantain T-Shirt zugeschnitten und brauche jetzt noch einen guten Basic-Rock. Derzeit besteht meine aktive Garderobe aus 4 Kleidern (2x Knotenkleid, 2x Martha), 2 Strickjacken (1x gekauft, 1x Wickeljacke Ottobre 5/12) und 4 Leggings (petrol, dunkelblau-meliert, grau-meliert, curry). Es wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um den Kleiderschrank mal komplett leer zu räumen und die ausgeräumten Kleidungsstücke erst dann wieder einzuräumen, wenn sie mir und auch zum aktuellen Leben passen. Das heißt insbesondere für die Kleider, die gerade nicht stilltauglich sind, dass sie draußen bleiben. Dadurch wird der Kleiderschrank sehr übersichtlich und es wäre die Gelegenheit die Garderobe zu überdenken. Ansatzweise habe ich das ja schon nach der ersten Schwangerschaft gemacht. Mal sehen wohin es mich diesmal bringt.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Willkommenset nach Lybstes

Als Sinje auf Twitter neulich Werbung für die Aktion von Lybstes machte, war mir sofort klar, dass ich auch etwas beisteuern möchte.
Das Schnittmuster war schnell ausgedruckt und es gab auch nur 2 Seiten, die zusammengeklebt werden mussten. Da meine Tochter so gut ist und vormittags auch mal 2-3 Stunden am Stück schläft, waren zwei Sets schnell zugeschnitten und genäht.


Der Eulen-Jersey ist noch aus dem Paket von Kirstin, das ich vor mehr als drei Jahren bekam. 

Diese Sets zu nähen hat mir in vielerlei Hinsicht Freude gemacht. Zum einen kann ich damit etwas Sinnvolles beitragen und zum anderen ist es auch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man etwas kann. Es ist toll, ein Schnittmuster zur Hand zu nehmen und einfach zu wissen, was zu tun ist ohne eine Anleitung zu benötigen. Gerade jetzt in der Elternzeit, wenn der Alltag vom Baby dominiert wird, ist es schön sich daran zu erinnern, dass man noch mehr kann als Windeln wechseln. Herausforderungen beim Nähen sind natürlich super um Neues zu lernen, aber es ist auch gut sich ab und an auf das zu besinnen, was man schon kann. Für das schnelle Erfolgserlebnis in der Mittagspause. 

Und wenn ich niemanden brauche, der ein Foto von mir macht, dann kann ich sogar öfter Bloggen. Yeah!

Werdet ihr jetzt auch so ein tolles Set nähen? Es würde mich ja interessieren, ob es jemanden gibt, der aufgrund dieses Posts auch eins näht.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ich habe auch plotten lassen

Ich hänge bei Twitter in letzter Zeit häufig 2-3 Tage hinterher. Das ist eigentlich ungünstig, da Twitter ja von der Aktualität lebt und man bei 2 Tagen Verzug eben zu spät von einer Verlosung/Veranstaltung/Sendung/... erfährt. Aber beim Thema Plotten muss ich sagen, dass es auch Vorteile haben kann, wenn man hinterherhängt. Dann sind die Probleme nämlich schon gelöst, wenn man sie gerade erst erkannt hat. 

Das war nämlich so:
Am 15. Oktober hat Meike vom Plotten gebloggt. Den Artikel habe ich aber erst am 16. gelesen und bevor ich mir darüber Gedanken machen konnte, wie das denn nun mit den Schnittmustern in DIN A4 funktionieren könnte, erhielt ich eine E-Mail-Benachrichtigung, dass Frau Drehumdiebolzeningenieur zu diesem Thema gebloggt hat. Noch während ich den Artikel las, erwähnte ich gegenüber dem am Computer sitzenden Mann, dass ich Inkscape benötige und schwups war es auch schon installiert. Ich klickte gleich mal probeweise ein Schnittmuster zusammen (den Ärmel vom Sorbetto-Top) ohne den Rand zu entfernen. Und als ich mich dann ernsthaft hinsetzte und den Rock "Amy" von Jolijou zusammenklicken wollte, da hatte Frau Drehumdiebolzeningenieur ihren Artikel auch schon mehrfach editiert, so dass bei mir keine Fragen offen oder Probleme ungelöst blieben. Das von ihr erwähnte Plantain T-Shirt habe ich auch gleich noch auf A0 gebracht und zwei Schnittmuster von Grainline Studio gekauft, die sowieso schon in A0 daher kommen. Ich hatte also 4 Schnittmuster, die ich im Normalfall auf unzähligen DIN A4 Seiten hätte ausdrucken, ausschneiden und zusammenkleben müssen. Stattdessen packte ich die 4 Dateien in eine .zip-Datei, lud sie auf den Server von preiswertplotten.de und nicht einmal einen Tag später klingelte es an der Tür und der Paketbote überreichte mir meine gerollten Schnittmuster. Die sind so schön, die kann man sich sogar als Poster an die Wand hängen. Keine blöden Klebestellen und so präzise wie mit Inkscape habe ich ein Schnittmuster noch nie zusammengefügt bekommen. Das war bei mir immer eine etwas schiefe Angelegenheit. Aber ich denke, es wäre nicht nötig gewesen, sie gerollt liefern zu lassen. Ich möchte sie ja nicht wirklich als Poster an die Wand hängen und so habe ich 3 Euro mehr für den Versand zahlen müssen als Meike für ihren Brief. Genauere Angaben über die Preise und Co. hat Meike in ihrem 2. Teil zum Thema noch zusammengetragen.

Jetzt stellt sich mir nur die Frage, ob ich den Schnittmusterbogen zerschneide. Aber wahrscheinlich schon, denn die A0-Dateien habe ich ja und für 1,29 Euro pro A0-Seite kann ich das Schnittmuster ja neu plotten lassen, wenn ich doch eine andere Größe benötigen sollte. 

Und als nächstes heißt es jetzt also: Auf die Plätze, fertig - Nähen! Die 2. Martha ist übrigens schon fertig, aber als ich den Mann darum bat, Fotos zu machen, meinte er "Morgen wird es auch schön." Tja, das war am Sonntag und leider hat es am Montag dann zeitlich einfach nicht gepasst. So ist das, wenn man sich auf "Morgen" vertrösten lässt. Tzzzzz. 

Vielen Dank an Meike und Frau Drehumdiebolzeningenieur. Das hat großen Spaß gemacht und dabei habe ich noch gar nicht angefangen zu nähen! Wenn dass Plantain T-Shirt dann noch ein Hit wird, dann wäre das die Krönung.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Eine Martha zum Wohlfühlen

Anfangs hatte ich ein Problem mit dem Schnitt: Ich fand einfach nicht den richtigen Stoff. In meiner Vorstellung war ein Jersey zu dünn und ein Sweat zu dick. Aber jetzt habe ich den richtigen Stoff gefunden und die entstandene Martha ist ein richtiges Wohlfühlkleid.

Ich habe einen Sommersweat (die verwendete Farbe gibt es online nicht) aus 95% Baumwolle und 5% Elastan verwendet. Der Stoff fällt schwer, ist aber nicht zu dick. Und kombiniert habe ich den hellgraumelierten Stoff mit einem farbenfrohen Jersey von Stenzo (zum Beispiel hier zu bestellen, ich habe ihn bei der Traumbeere neben Stoff und Stil gekauft). 

Das Kleid ist genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Ich fühle mich rundum wohl, es lässt Bewegungsfreiraum, es ist stilltauglich und wärmt. Und die Stoffkombination macht mich außerdem glücklich. So glücklich, dass ich gleich losgezogen bin, um noch mehr von dem Sommersweat in anderer Farbe zu kaufen und ein weiteres Kleid zu nähen. Es gibt den Stoff noch in weiteren melierten Farbtönen und immer passend dazu ein glattes oder geripptes Bündchen. Ich habe das gerippte Bündchen verwendet und finde dies besonders am Saum sehr schön.
Wer kommt denn da?
Zur Stillfunktion der Martha muss ich sagen, dass es ganz gut funktioniert. Allerdings werde ich bei der nächsten Version das Band unter der Brust viel breiter machen. In der Anleitung ist von mindestens 4 Zentimetern die Rede und diese habe ich auch zugeschnitten. Wenn man das Band dann aber faltet und von einer Overlocknaht als Nahtzugabe ausgeht, bleibt nur noch ein 1,5 Zentimeter breites Band übrig. So passiert es, dass man den Stilleinsatz in Bewegung manchmal sieht. Zum Glück habe ich für den Stilleinsatz den gleichen Stoff verwendet. Die ausgeschnittenen Kreislöcher habe ich nachträglich außerdem mit einer Overlocknaht eingefasst und dabei Framilonband mitgefasst, damit es nicht so leiert. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, die Kreise nicht gleich in voller Größe auszuschneiden. Größer kann man sie immer noch machen.
Aber schön die Augen zuhalten, damit dich niemand erkennt.
Zur Zeit trage ich das Kleid in Kombination mit Thermoleggings. Ich finde, es ist bereits kalt genug, um diese kuschligen Dinger aus dem Schrank zu holen. Aber schwarz geht mir dann auf Dauer doch auf die Nerven und so werde ich bald auch noch mehr Leggings aus dem Ribjersey von Stoff und Stil in vielen Farben nähen. Aus dem curry-farbenen Ribjersey hatte ich mir im letzten Jahr bereits eine Leggings genäht, allerding nur in 3/4-Länge.
Ach komm, das reicht. Die Leute gucken schon.
Schnitt Kleid: Martha von Milchmonster
Stoff: Sommersweat, Bündchen und Stenzo-Jersey von der Traumbeere

Montag, 21. September 2015

Gedanken zur zukünftigen Garderobe

Seit nun fast vier Wochen haben sich meine Anforderungen an meine Garderobe geändert. Der runde Babybauch ist etwas geschrumpft und nun kein Babybauch mehr. Die Sachen müssen jetzt bequem und stilltauglich sein. Ich habe große Lust auf Kleider, da diese einfach unschlagbar unkompliziert sind. 

In meinem Schrank befanden sich zwei Kleider, die diese Anforderungen erfüllten. Einmal das Umstandskleid, welches ich 2012 genäht hatte und das Weihnachtskleid aus dem gleichen Jahr. Das Umstandskleid hat bereits sehr gelitten. Der Viskosejersey pillt und ist am Bauch bereits durchsichtig. An der Seitennaht hat es auch schon zwei kleiner Löcher. Mangels Alternativen wandert es aber dennoch immer wieder in die Wäsche- statt in die Mülltonne. Das Weihnachtskleid erfreute sich lange nur mäßiger Beliebtheit bis mir klar wurde, dass es die langen Ärmel sind, die mir daran missfielen. Es ist schon erstaunlich, was so eine kleine Veränderung bringen kann. Und nachdem ich das Weihnachtskleid mit kurzen Ärmeln in den vergangenen 4 Wochen fast ununterbrochen trug, hatte ich Lust mir ein weiteres Knotenkleid, diesmal aus Viskosejersey, zu nähen. 

Ich habe nun also zwei Knotenkleider im Schrank, die ich bevorzugt mit meinen Umstandsleggings (Ottobre 2/2008) trage und somit eine bequeme Position, um mir über meine zukünftige Garderobe Gedanken zumachen oder zumindest ist die Kleidung bequem, die ich trage, während ich in Tagträumen meinen zukünftigen Kleiderschrankinhalt erfinde.

Der Bauch ist noch rund und meine alten Sachen passen nicht. In den nächsten 6 Monaten brauche ich mir über Bürotauglichkeit keine Gedanken zu machen. Was also möchte ich tragen? 

In erster Linie werde ich wohl ein kleines Baby tragen, welches ganz entzückend in den selbstgenähten Sachen aussieht.
Diesen Body habe ich genäht, obwohl er maximal 3-4 Monate passen wird. Wenn es darum geht, etwas für mich zu nähen, das nur einen gewissen Zeitraum getragen wird, bin ich jedoch recht unmotiviert. Dabei ist es doch bei der Mehrzahl der Kleidungsstücke so. Man näht sie, man trägt sie und wenn es nicht die große Liebe ist, hört man irgendwann auf, die Sachen zu tragen. Manchmal ist es die große Liebe und dann fallen die Sachen eben irgendwann auseinander. Also wenn ich es nüchtern betrachte, nähe ich meine Kleidung nie für die Ewigkeit. Ich kann mir also in diesem Herbst Kleider nähen, die allein den Zweck erfüllen, dass ich mich wohl fühle. Sie brauchen weder ins Büro, noch aufs Fahrrad zu passen. Und bequem ist für mich dabei gleichbedeutend mit "aus Jersey". 

Viel weiter bin ich mit meinen Gedanken nun auch noch nicht gekommen. Ich habe mir noch während der Schwangerschaft das Schnittmuster Martha gekauft. Wahrscheinlich werde ich mir eine längere Martha nähen oder die Stilleigenschaft des Schnittmusters mit einem anderen Kleidschnitt kombinieren. Das Knotenkleid ist mir bei kühlen Temperaturen etwas zu offenherzig, aber vielleicht nähe ich mir auch endlich mal ein paar hübsche Tücher. Dann habe ich gleich ein paar Accessoires, wenn ich schon nicht so viele Kleidungsstücke im Schrank habe. 

Schnitt Kleid: Onion 2022 mit gebastelten Stilleinsatz
Stoff: Viskosejersey vom Nähkontor

Mittwoch, 12. August 2015

12 von 12 - Das erste Mal

Wie wohl viele andere auch habe ich in der Vergangenheit immer zu spät daran gedacht, dass man doch auch mal bei den 12von12 von Draußen nur Kännchen mitmachen könnte. Im Juli war es wieder mal zu spät, aber ich hatte mir vorgenommen im August unbedingt mitzumachen, wenn das Baby noch nicht da ist. So kann ich heute nämlich den Tag dokumentieren vor dem errechneten Termin.

Also los:
#1
Ich wache auf und mir fällt sofort ein, dass der 12. ist. Ich stehe auf, um ein geeignetes Motiv der Uhrzeit und des Datums zu finden.
#2
Es ist 8.30. Auf geht's zur Kita. Heute mit Laufrad.
#3
Kurz vor 9. Ich nutze die noch kühleren Temperaturen für eine vielleicht letzte Radtour mit Kugelbauch.
#4
Im Landschaftspark Herzberge finde ich zahlreiche Brombeeren am Wegesrand. Leider habe ich noch den Geschmack von Zahnpasta im Mund und der Genuss ist getrübt.
#5
Nach einer Stunde komme ich zum Rummelsburger See. Zeit und Gelegenheit für eine längere Pause.
#6
Wieder zurück füge ich eine weitere Seite meinem Schwangerschaftstagebuch hinzu. Der Sohn hat gesagt, dass Baby würde heute Nachmittag kommen. Wer weiß?
#7
Zum Mittag gibt es den restlichen Blumenkohl vom Wochenende. Eigentlich dachte ich, es wäre auch noch Kartoffelbrei über. Als ich den Fehler bemerke, ist es schon nach 12. Egal - dann eben mit Brot.
#8
Mittagsruhepause mit Jane Eyre. Ich lese das Buch, weil es in John Irvings "Gottes Werk und Teufels Beitrag" vorkam und es ist wirklich erfrischend etwas zu lesen, das so weit entfernt vom eigenen Leben und der heutigen Zeit ist.
#9
Ich bereite die Geburtsanzeigen für meine Großeltern vor. Beim Adressieren des Briefes nach Freital muss ich unwillkürlich an "HeimeOhneHass" denken.
#10
Noch mehr Vorbereitung auf die Geburt: wir fahren in die Bibliothek, um die bald fälligen Bücher neu auszuleihen.
#11
Aus mir wird auch kein Food-Blogger. Zum Abendessen gab es Eierkuchen. Die hier zu sehenden Reste wandern in den Kühlschrank.
#12
Gemeinsam mit dem Mann lasse ich die Tour vom Morgen noch einmal Revue passieren. Immerhin 26 Kilometer. Normalerweise ist er ja mein Tourguide und ich bin stolz, dass ich mir in den vergangenen Jahren dann wohl doch was gemerkt und auch ohne ihn eine schöne Runde gefunden habe.
Das war er also, der Tag vorm errechneten Termin. Das Warten geht weiter. Mal sehen, ob ich im September wieder dabei bin. Spaß gemacht hat es auf alle Fälle. Es ist gar nicht so einfach, die 12 Bilder auf den Tag zu verteilen, wenn man die Bilder immer sofort über Instagram teilt. Man weiß ja nicht, was der Tag noch bringen wird.

Montag, 10. August 2015

Veränderung

Laut .Meike von Crafteln ist das Thema Veränderung in mehreren Blogs gerade präsent und genau wie sie, finde ich es immer wieder spannend, wenn ein Thema von mehreren Blogs aufgegriffen wird und eine schöne Meinungs-/Gedankensammlung daraus resultiert. Daher möchte ich den Gedanken hier ebenfalls aufgreifen. Hier gehts zum Text von .Meike.

Dass sich während einer Schwangerschaft Veränderungen ergeben, ist jetzt nicht gerade abwegig. Während der letzten neun Monate hat sich aber weit mehr verändert, als es noch bei der ersten Schwangerschaft der Fall war. Im Dezember machte ich den Test und bereits im Januar konnte ich viele Teile meiner Alltagsgarderobe nicht mehr tragen. Mir kam dann eine Freundin zur Hilfe, die mir einen Großteil ihrer Umstandssachen borgte. Mein Kleiderschrank war somit nicht nur binnen weniger Wochen stark reduziert, nein, auch mein eigener Stil war mehr oder weniger auf Pause. Ich trug einfach, was passte. Und das waren zwei schwarze Hosen, ein schwarzer Rock und diverse Stillshirts in dunkelblau, koralle und pink. 

Heute, 7 Monate später, bin ich nach wie vor fasziniert davon, wie einfach das Leben dadurch wird, wenn sich alle Kleidungsstücke untereinander kombinieren lassen. Außerdem ist es auch ungemein praktisch, wenn die Farbpalette und das Material es zulassen, dass man alle Teile gemeinsam in die Waschmaschine steckt. Und praktisch und einfach sind zwei gute Eigenschaften, die mir in der nächsten Zukunft sehr gelegen kommen werden.

Während der vergangenen neun Monate habe ich viel über die Kleidungsstücke nachgedacht, die ich mir nähen möchte, wenn die Stillzeit vorbei ist und sich meine Figur wieder dem Normalzustand annähert. Aber diese Zeit liegt noch immer in weiter Zukunft und darum fasste ich den Entschluss mir ein paar praktische Sachen fürs Wochenbett zu nähen. 

Bei Sinje konnte ich während der vergangenen Wochen immer wieder Kleidungsstücke in "Grau" bewundern und damit wuchs meine Sympathie für diese "Farbe". Unwillkürlich wurde ich im Stoffladen von grauen Stoffballen angezogen. Bei meinem Besuch bei Stoff und Stil, wo ich mir eigentlich nur 55 Zentimeter grauen Sweat kaufen wollte, kam dann gleich ein kleiner Stapel gut zueinander passender Stoffe mit und die Idee der "Kollektion Grau" war geboren. 
1. Viskose Jersey (ausverkauft) 2. Rib Jersey 3. Single Jersey 4. Sweat 5. Stretch-Baumwolljersey (ausverkauft)
Heute beendete ich mein Nähprojekt. Es sind dabei 5 Kleidungsstücke entstanden: 4 Oberteile und ein Paar graue Shorts. Bei der aktuellen Wettervorhersage für die nächsten 14 Tage bin ich mit diesen Teilen gut bedient.
1. Shirt Ottobre 2/15 2. Tanktop Joana 3. Shirt Ottobre 2/15 4. Shorts Ottobre 2/15 5. Stoff von Stoff und Stil 6. Tanktop Joana
Ich habe das Gefühl, dass ich mit "Grau" zurück auf "Null" gehe. Quasi ein Reset im Kleiderschrank. Und von hier aus habe ich nun die Möglichkeit mich völlig neu zu erfinden. Mit schwindender Körperfülle werden sicher auch einige der alten Kleidungsstück zurück in meinen Schrank finden, aber wohl nicht alle. Ich bin ein großer Fan der Idee einer minimalistischen Garderobe und bin gespannt, was die weitere Beschäftigung mit meinem Kleiderschrank noch bringen wird. Ich erinnere mich, dass ich nach der ersten Schwangerschaft ganz ähnliche Gedanken hatte, aber noch ganz andere Farben meinen Kopfkleiderschrank dominierten. Heute steht mir der Sinn nach mehr Ruhe und ich denke, dass man dies mit Grau sehr gut ausdrücken kann. Für mich ist dies keineswegs langweilig.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Das 3. Geburtstagsshirt

Jetzt ist der Bub schon drei und in diesem Jahr war der Geburtstag auch ein richtiges Event. Zum ersten Mal konnte der Sohn richtig realisieren, dass nicht nur die Kinder in der Kita 3 Jahre werden, sondern auch er Geburtstag haben wird. Klug wie das Kind ist, stellte er am Abend vor dem großen Tag fest, dass er dann auch ein T-Shirt mit einer "3" benötigt und fragte an, ob ich ihm eins nähen würde. Natürlich war ich darauf vorbereitet. Am nächsten Morgen war er so schnell wie nie aus dem Schlafanzug geschält und zog das neue Shirt an und seit dem kommt es auch gar nicht mehr in den Schrank. Direkt von der Leine wird es wieder angezogen. Hach, drei ist ein tolles Alter!

In diesem Jahr habe ich mich mit der Gestaltung des T-Shirts etwas zurückgehalten und es ganz schlicht gemacht, da es zum Hemd kombinierbar sein sollte. Das Hemd wurde allerdings in der letzten Woche nicht benötigt, da es ausreichend warm war. Bei dem verwendeten Schnitt handelt es sich um "Birtday Fish" aus der Ottobre 3/2013. Die Vorlage für die 4 ist in der Zeitschrift enthalten. Die Ziffern 1 bis 10 findet ihr hier auf der Webseite der Ottobre. Der graue und grüne Jersey sind Reste von Leggings, die ich für mich genäht habe und stammt von Michas Stoffecke.


Da ich meine neue Nähmaschine so gern benutze, hatte ich, wie bereits in einem vorherigen Beitrag erwähnt, Anfang Mai beschlossen, dass es in diesem Jahr ein ganzes Geburtstagsoutfit geben sollte. In Kombination zum T-Shirt mit Hemd nähte ich noch die Hose Knickebocker, die auch in der Ottobre 3/2013 enthalten ist. Der abgebildete Junge in der Zeitung trägt sein Geburtstagsshirt auch mit dieser Hose und die vielen Steppnähte ließen mich viel Zeit mit meiner Nähmaschine verbringen. Die türkisfarbende Hose passt sehr gut zum T-Shirt, da ich die dekorativen Streifen am Shirt ebenfalls mit türkisfarbenden Jersey genäht habe. 
Vorderansicht
von hinten
Ursprünglich wollte ich auf die Hose einen Fisch applizieren, da die Farbe so schön an das Meer erinnert, aber dann kam der Papa auf die Idee, den Sohn zu fragen und der wünschte sich eine Schnecke. Nun denn, dann eben eine Schnecke. In der Kita haben sie aktuell das Projekt "Insekten" und seitdem stehen Schnecken hoch im Kurs. Selbst ich finde langsam Gefallen an diesen langsamen Tierchen.
Ja, wo ist denn die Schnecke?
Wie man sehen kann, ist die Knickebocker in Größe 98 an meinem Sohn noch keine Knickebocker, aber das stört nicht. Der leichte Popeline macht die Hose dennoch zu einer tollen Sommerhose und so passt sie sicher auch noch im nächsten Jahr.

Dieses Jahr gab es außerdem eine Geburtstagskrone, die sich der Sohn ebenfalls explizit gewünscht hat. Die Modelle, die ich bei einer kurzen Recherche gefunden habe, hatten mir nicht gefallen und so habe ich einfach selbst eine entworfen. Sie ist größenverstellbar und wird sicher noch ein paar Jahre passen. Die Zahl ist mit Klettband angebracht und somit auswechselbar. Da ich mein Volumenvliess nicht auf Anhieb finden konnte, habe ich die Krone einfach mit H250 verstärkt. Das funktioniert auch.

Montag, 13. Juli 2015

Noch mehr Sachen für den Sohn

Ich frage mich ja, was andere werdende Mütter so während des Mutterschutzes machen, wenn sie nicht leidenschaftlich gern nähen. Meine Wochentage verlaufen jedenfalls derzeit so: Kind in die Kita, ein bisschen spazieren, nähen, Mittag, ausruhen, Kind aus der Kita - oh, schon wieder eine Woche um...

Und so entstehen hier in kurzer Zeit allerhand Sachen für den Sohn. Langsam glaube ich aber, dass auch er genug im Schrank hat. Dass für das Baby genügend Sachen da sind, hatte ich ja bereits am Anfang des Jahres festgestellt. Ich werde wohl wieder zur Unterhosenproduktion übergehen, um die Zeit zu überbrücken.

Aber zurück zu den Sachen für den Sohn. Am Freitag habe ich eine gefütterte Sweatshirtjacke fertig gestellt und da es am Samstagmorgen 14 Grad kühl war, konnte ich gleich mal ein paar Tragefotos machen.

Ich hatte in meinen vorhandenen Ottobre-Heften nach einer gefütterten Jacke gesucht, um eine Anleitung für die richtige Verarbeitung zu haben. Letztendlich habe ich mich für Modell 15 aus der Ausgabe 6/2012 entschieden. Hier werden jedoch die Saumkante und die Kapuze mit einem Jerseystreifen eingefasst. Außerdem werden die Vorderteile links auf links aneinander genäht und dann erst der Reißverschluss eingesetzt, so dass man diesen von Innen sieht. Ich wollte aber, dass der Reißverschluss zwischengefasst und auch ansonsten die Jacke mit der Futterjacke verstürzt wird. Ich war schon kurz davor, mir das eBook von klimperklein zu kaufen, um eine gute Anleitung für eine professionelle Verarbeitung zu haben, aber dann bastelte ich einfach irgendwie rum und bekam es auch hin. Ich hatte ja bereits andere Jacken und Hosen gefüttert.

Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Ich habe sogar die beiden Kapuzen von Innen miteinander fixiert, damit sie schön ineinander gestülpt bleiben.

Und auch an den Aufhänger habe ich gedacht. Nur den Kinnschutz habe ich dann weggelassen, denn als dieser Arbeitsschritt an der Reihe war, war ich zu ungeduldig: ich wollte unbedingt den Reißverschluss einsetzen, um den unangenehmen Part etwas Dehnbares mit etwas Nicht-Dehnbaren zu verbinden, hinter mich zu bringen. An dieser Stelle musste ich auch tatsächlich trennen. Beim zweiten Versuch habe ich den Reißverschluss dann mit Stylefix eingesetzt und es hat problemlos funktioniert. Die Kapuzenansatznaht und die Taschen sind sogar einigermaßen auf einer Höhe.

Am Sohn ist die Jacke noch etwas reichlich, aber so näht man Sachen ja für Kinder. Hinein wachsen sie dann von ganz allein. Zur Sicherheit habe ich den Sohn gefragt, ob er mir seine Hände zeigen könnte. So sieht es ja aus, als wären sie in der Jacke verschwunden. Und, ja, kann er:

Alles kein Problem. Die Hose ist übrigens eine Frida recycelt aus einer alten Hose vom Papa. Zum Thema Frida werde ich bei Gelegenheit noch einmal einen Extra-Blogpost verfassen. Hier ist nämlich die große Frida-Liebe ausgebrochen. Und an den Schuhen könnt ihr erkennen, dass auch mein Sohn zu den Bobbycar-Fahrern gehört... 

Der verwendete Stoff für die Jacke ist von Michas Stoffecke. Ursprünglich hatte ich ihn für eine Jacke fürs Baby bestellt, aber dann dachte ich, wenn ich die in Größe 98 nähe, dann kann sie das Baby später ja immer noch tragen. Und somit ist ja alles, was ich derzeit für den Sohn nähe auch irgendwie "Nähen fürs Baby" ;-)

Dienstag, 30. Juni 2015

Ein Hemd für den Sohn

Seit ich meine neue Nähmaschine habe, kann kein Schnittmuster kompliziert genug sein. Gezielt habe ich mir in den vergangenen Wochen Schnitte herausgesucht, die aus mehr als 5 Schnittteilen bestehen und mir neue Herausforderungen bieten. Um meine neue Nähmaschine dabei auch gut nutzen zu können, stehen natürlich Projekte aus Webware im Fokus. Da ich aber gerade wenig motiviert bin für meinen Kugelbauch Kleidungsstücke zu nähen, war es also naheliegend den Sohn mit aufwändiger Kleidung auszustatten. Schnell war die Idee geboren, dass es in diesem Jahr nicht nur ein Geburtstagsshirt gibt, sondern gleich ein ganzes Outfit: Shirt, Hose und Hemd. Die Idee ist dabei, dass das langärmlige Hemd an einem kühlen Juli-Morgen auch gut als Jackenersatz dienen kann.

Hier nun also das Hemd. Ich nehme schon mal vorweg, dass das Hemd natürlich gleich in den Kleiderschrank gewandert ist. Bei dem Aufwand wäre es doch zu schade, wenn es einen ganzen Monat auf seinen ersten Einsatz warten müsste. Außerdem war der Juni ja alles andere als heiß und so konnte das Hemd zum Geburtstag der Oma zum ersten Mal ausgeführt werden. Hier ein etwas verwackeltes Tragefoto (ich hatte leider die Anweisung gegeben, der Sohn möge doch bitte in die Kamera winken, was er dann auch überschwänglich tat):
Der Sohn ist zur Zeit 93 Zentimeter groß und genäht habe ich das Hemd in Größe 98. Auf dem Bild habe ich daher die Ärmel umgeschlagen, was durch die kontrastfarbenen inneren Manschetten natürlich sehr cool aussieht.

Aber nun zum Hemd. Es handelt sich um das Hemd "Lenny" (Mod. 18) aus der Ottobre 6/2012. Das Hemd bietet alle Raffinessen eines klassischen Herren-Hemdes, würde ich sagen. Die Knopfleiste ist extra angesetzt und wird auf der Rückseite in einer Falte mitgefasst. Die Ärmel haben einen Schlitz mit Beleg. Unterkragen, innere Manschetten, innere Knopfleiste und der innere Kragensteg sind durch Kontraststoff abgesetzt. Es gibt eine Schulterpasse und das Rückenteil erhält Weite durch zwei kleine Fältchen.
Die Knopfleiste und die Verarbeitung der Manschetten/ Armschlitze war für mich neu. Aber die bebilderte Anleitung in der Ottobre ließ mich schnell erkennen, dass es dennoch kein Hexenwerk ist. Insgesamt war das Hemd dann auch in weniger als 4 Stunden zusammengesetzt. Den Saum hatte ich mir dann noch für später aufgehoben, damit ich ihn auch ordentlich nähe und dann kam natürlich noch die Königsdisziplin: Knopfkauf im Nähkontor. Bei jedem Projekt, das Knöpfe erfordert, ist das ja ein Highlight für mich und ich spare es mir ganz für den Schluss auf. Die Entscheidung hat auch eine halbe Stunde gedauert. Zuerst hatte ich diesen perfekten Knopf gefunden:
Der Knopf mit dem Segelboot musste unbedingt sein. Allerdings wäre es nach meinem Geschmack zuviel des Guten gewesen, nur diese Knöpfe zu verwenden. Die Segelboote sollten nur an die Manschetten. Während der Suche war ich schon kurz davor auf die tollen Knöpfe zu verzichten und einfach irgendwelche Knöpfe zu verwenden, doch dann fand Elke genau die richtigen schlichten Metallknöpfe, um mein Vorhaben zu retten.
Den Stoff für das Hemd habe ich erstmals gemeinsam mit meinem Sohn gekauft. Ich habe versucht, ihm die Auswahl etwas einzuschränken, damit er nicht total überfordert ist. Das geht mir ja selbst schon nicht anders. Am Ende konnte er sich zwischen Walfischen oder Booten entscheiden und als er die Boote wählte, blieb die Frage "hellblau oder dunkelblau". Er wählte dunkelblau und ich kombinierte dann noch den roten Vichykarostoff. Ursprünglich wollte ich ihn die Knöpfe aussuchen lassen, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich doch froh, dass ich das dann doch selbst übernommen habe. Außerdem bietet meine neue Nähmaschine die Möglichkeit für kleine Stickbilder (Auto, Katze, Elefant, Apfel...) Mein Sohn sollte sich am Ende ein Motiv aussuchen dürfen, welches ich auf die Brusttasche sticken wollte. Doch als ich das Hemd nähte, war der Sohn verreist und außerdem konnte ich mir dann zu den Booten keine geeignete Stickerei vorstellen. Und so malte ich einfach ein Boot rot und falls der Sohn dennoch etwas auf sein Hemd sticken möchte, dann machen wir das noch auf die innere Knopfleiste. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die Entscheidung dem Sohn zu überlassen, auch wenn das Kleidungsstück für ihn bestimmt ist. Zum Glück hat er mir das nicht übel genommen und das nächste Hemd kommt bestimmt.

Dienstag, 28. April 2015

Fürs Baby #3 - der 2. Wickelbody

Die Adapter für die Prym-Zange zur Montage der 3exter-Druckknöpfe sind schon längst geliefert worden und die Befestigung war in der Tat sehr viel entspannter, da die Knopfteile in den Adaptern "einrasten" und man die Zange so beliebig bewegen kann. Mit den Prym-Adaptern war das eher ein Balance-Akt, da die Teile immer wieder rausgefallen sind, bevor man die Zange schließen kann. Also falls hier jemand mitliest, der auch jedes Mal fluchen muss: die Anschaffung der Adapter lohnt sich wirklich.

Der Body war nach der Montage der Druckknöpfe jedoch noch nicht fertig, da der Stoff für die Ärmel nicht ganz gereicht hatte und ich daher noch kleine Bündchen anbringen musste. Meine Motivation war aber dahin, nachdem ich den Bestand der Babysachen geprüft hatte. Es sind tatsächlich 15 Bodies in den Größen 50/56 vorhanden. Das sind zwar nicht alles Wickelbodies und selbst genäht sind auch nicht alle, aber es macht einfach keinen Sinn Vorhandenes zu ersetzen, da die kleinen Sachen ja sowieso nur maximal 3 Monate genutzt werden. 

Am Freitag kam meine Motivation aber ganz überraschend zurück, denn ich habe eine neue Nähmaschine. Yeah! Zwar näht man Bündchen mit einer Overlock, wenn man eine besitzt und ich besitze ja eine, aber wenn man seine neue Nähmaschine auf Jersey-Tauglichkeit prüfen will, kann man die Bündchen ja auch mal mit dieser annähen. Und so wurde der Body nun doch noch ganz überraschend fertig.

Der entstandene Body entspricht eigentlich dem, den ich 2013 bereits für das Baby einer Freundin genäht hatte. Ich liebe den Good Old Times Jersey in Kombination mit den Ringeln. Das Geburtstagsshirt meines Sohnes ist auch aus dieser Stoffkombination genäht und so war der Junge auch felsenfest davon überzeugt, dass es sein T-Shirt sei und wollte den winzigen Body gleich anziehen. Schon komisch wie für einen 2 3/4-jährigen die Welt auszusehen scheint. Aus dem restlichen Stoff habe ich ihm aber auch gleich noch ein T-Shirt genäht, da die Zeit für das Geburtstagsshirt bald abgelaufen ist und er dann mit seinem Geschwisterchen im Partnerlook auftreten kann. Ob ich das dann allerdings wirklich so entzückend finde, wie es mir derzeit unter Hormoneinfluss scheint, wird sich zeigen.

Ansonsten bin ich leider nähtechnisch etwas ratlos. Das Baby hat von allem genug in den kleinen Größen, der Sohn wächst eher schleppend und hat ebenfalls genug und für mich mag ich nicht wirklich nähen, da die Sachen nur für einen begrenzten Zeitraum wären und ich mich eigentlich lieber mit meinem "Danach"-Kleiderschrank beschäftigen wöllte. Meine neue Maschine ist sooo toll und mir juckt es in den Fingern, aber ich weiß absolut nicht, was ich jetzt nähen könnte. Am besten ich nähe noch ein paar Schlübbis. Wenn ich dann etwas Erfahrung gesammelt habe, werde ich auch mal etwas zur Maschine schreiben. Es ist die Pfaff Performance 5.0 und sie wird auch gerade von den "Supertestern" getestet, aber in den bisherigen Berichten fand ich einfach nicht die Antworten, die für mich wichtig waren. Eines kann ich aber schon mit Sicherheit sagen: für kleine Jungs ist die Maschine absolut spannend. Sie hat einen Stift, ein Display und sie kann "Papa" schreiben. Durch die grenzenlose Faszination kann ich jetzt auch nähen, wenn der Sohn gerade nicht schläft. Ich muss allerdings dabei akzeptieren, dass ich ein kleines Äffchen habe, dass mir über die Schulter guckt und manchmal auch unaufgefordert die Nähgeschwindigkeit reguliert oder ähnliche Späße treibt.

Mittwoch, 18. März 2015

Fürs Baby #2 - Wickelbody

Wenn ich an die erste Zeit mit unserem Sohn zurückdenke, dann erinnere ich mich unter anderem daran, dass Bodies in kleinen Größen knapp waren und mein Mann die Wickelbodies bevorzugte, da man sie nicht über den Kopf ziehen muss. Bevor ich also den Kleidungsbestand gesichtet hatte, stand für mich fest, dass ich ein paar Wickelbodies nähen möchte. Eigentlich stand das sogar schon fest, bevor ich überhaupt wieder schwanger war, denn im Dezember 2013 nähte ich bereits für das Baby einer Freundin einen Wickelbody in Größe 56. Hätte ich damals ein kleines Baby gehabt, hätte ich es nie übers Herz gebracht, den entstandenen Body zu verschenken, so süß fand ich ihn.

Der Schnitt ist Modell Nr. 1 aus der Ottobre 6/2013. Der Stoff ist von Lillestoff. Diesen Stoff wollte ich auch schon haben, seit ich ihn zum ersten Mal vernäht auf dem Blog von Pauline sah und jetzt bot sich endlich die Gelegenheit. Denn eigentlich müsste ich keine neuen Stoffe kaufen. Die noch vorhandenen Stoffe meines Sohnes sind ideal für Kleidungsstücke in Größe 56 bis 74. Aber einen Stoff wollte ich dann doch extra fürs Baby kaufen und so ist es dieser farbenfrohe Streifenstoff geworden. Der macht richtig gute Laune. Ein Jammer, dass es es bis zur Geburt noch so lange hin ist.

Genäht ist so ein Body wirklich fix. Das Einfassen der Kante (ca. 1,70 Meter...) ist eine Strafarbeit. Aber das Anbringen der Knöpfe ist wirklich ein Fluch. Als ich bei diesem Arbeitsschritt angekommen war, hatte ich bereits einen 2. Body zugeschnitten. Ich glaube, ich hätte sonst keinen 2. genäht. Das Problem ist aber eigentlich nur, dass ich die Druckknöpfe von 3exter mit der Prymzange und den "Adaptern" von Prym Druckknöpfen anbringe. Seit einiger Zeit gibt es für die Zange aber Adapter direkt von 3exter. Bevor ich nun also die 9 Druckknöpfe an den 2. Body anbringe, warte ich die Lieferung ab. Vielleicht werde ich dann vom Fluch befreit. Ich werde davon berichten, wenn der 2. Body seine Knöpfe bekommen hat.

Montag, 9. März 2015

Fürs Baby #1 - die Krabbeldecke

Als ich im Herbst beim Herbst Quilt Sew Along einen großen Bettüberwurf aus meinen gesamten Stoffresten im Sinn hatte, bin ich an der unglaublichen Größe gescheitert. Zu dieser Zeit hatte ich dann die Vorstellung entwickelt, dass es bestimmt ganz toll wird, wenn wir unser zweites Kind erwarten und ich wieder eine kleine Krabbeldecke nähen könnte. Zu dieser Zeit hatte ich mir auch fest vorgenommen, dann einmal nur Stoffe für diese Decke zu kaufen. Ich wollte sogar ein Muster, zum Beispiel Dreiecke probieren, so wie ich es im Patchwork-Kurs gelernt hatte.

Doch dann kam wieder alles anders. Da ich die Stoffreste ja nicht zu diesem großen Bettüberwurf vernäht hatte, waren sie immer noch da. Zudem hatte ich mal wieder einen Artikel über die Vorzüge des Ausmistens gelesen und als Nähnerd hortet man ja recht viel und auch sehr schnell. Daher wollte ich dann lieber bereits vorhandenes vernähen. Wenn man mit vorhandenem auskommen will, ist es natürlich auch nicht so einfach, ein Muster umzusetzen und so habe ich mich wieder an Quadraten gehalten. 


Aus der Bibliothek habe ich zur Zeit das Buch "Mutter Glück" entliehen und dort war eine Krabbeldecke als Nähprojekt abgebildet, die aus 100 10x10 Zentimeter Quadraten besteht und so habe ich einfach, die bereits vorhandenen 10x10 und 20x20 Zentimeter Stoffstücke des Herbstprojekts genommen, ein paar weitere grüne Stoffe aus dem Vorrat ergänzt und entstanden ist das erste Projekt für's Baby. Den Rückseitenstoff musste ich allerdings noch dazu kaufen, da die vorhandenen grünen Stoffe nicht mehr ausreichend groß waren und ich die Rückseite nicht stückeln wollte. Dabei wäre diese Möglichkeit natürlich konsequenter im Sinne des Ausmistens gewesen. 



Um irgendeine Struktur in die Krabbeldecke zu bekommen, habe ich in jede Reihe 5 grüne Stoffe genommen und diese pfeilartig angeordnet. Ein wenig habe ich mich am Ende geärgert, dass ich die Decke nicht einfach diagonal getrennt habe, so dass in der oberen, linken Ecke die grünen Stoffe wären und der Rest ein buntes Chaos. Aber am Ende ist es einfach eine bunte Decke.

Eingefasst habe ich die Decke mit einem roten 7 Zentimeter breiten Streifen, so dass der Rand jetzt circa 1-1,5 Zentimeter breit ist. Den Streifen habe ich wie bereits bei der ersten Krabbeldecke für meinen Sohn zunächst mit der Maschine auf die rechte Stoffseite genäht und dann auf der linken Seite von Hand mit Matratzenstich befestigt. Für die 4 Meter habe ich etwas mehr als 5 Stunden gebraucht. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, warum ich mir das antue, aber eigentlich war es auch sehr entspannend, auf der Couch zu sitzen, Stich für Stich voranzukommen und nicht darüber nachdenken zu müssen, was man als nächstes nähen könnte. Das mache ich nämlich jetzt. Was mache ich denn nun als nächstes? Ich bin gerade dabei, mich zu einer seriellen Arbeitsweise zu, na ja, zwingen. Das entschleunigt irgendwie, aber bedarf bei mir jeder Menge Disziplin. Zugeschnitten ist ein Wickelbody in Größe 56. Die lange, einzufassende Kante ist sicher ähnlich meditativ, wie der Rand der Krabbeldecke, oder?

Sonntag, 1. März 2015

Die Schlübbi zum Kleid

Ich war gerade dabei, das Kleid "Old School Teacher" aus einem Jersey in Jeanslook (von Stoff und Stil) zu nähen, als ich letztens meinen Blog Post zum Thema Schlübbis schrieb. Nach dem Kommentar von Christina hatte ich dann gleich die Idee, eine passende Schlübbi zum Kleid zu nähen. Und nach dem Lesen der Kommentare bei Meike hatte ich sogar Lust, die Idee mit dem gezickzackten Beinsaum in die Tat umzusetzen. Und tatsächlich: heute ich trage ich ein Kleid mit passender Schlübbi. Schon cool und sehr motivierend, dass jetzt so weiter zu tun.

Der gezickzackte Beinsaum ist übrigens wirklich genial. Da der Stoff Elastan enthält, leiert nix und die Schlübbi ist ratzfatz genäht. Und das ist ein großer Pluspunkt, um die Anzahl selbstgenähter Schlübbis im Schrank zukünftig zu erhöhen.

Ich habe den Rand einfach pi x Daumen 0.5 Zentimeter umgeschlagen, mit einpaar Stecknadeln fixiert und im Zickzack losgerattert. Die Schlübbi ist komplett mit der normalen Nähmaschine genäht und wie so oft bei mir, wenn es um Jersey geht, auch ohne Bügeln. Am längsten hat eigentlich das Abmessen des Falzgummis gedauert.

Achso, und beim letzten Mal hatte ich mich geirrt. Ich habe das Schnittmuster von MakeBra verwendet. Als ich jetzt das Schnittmuster zur Hand nahm, ist mir das aufgefallen...

Nun noch ein paar Worte zum Kleid. Also genäht war es auch sehr fix, da sich der Saum so schön nach außen rollt und ich Ärmel und Saum jeweils ungesäumt gelassen habe. Ich habe das Aufrollen mit zwei kleinen Nähten an den Seiten fixiert und fertig. Ansonsten hat der "Old School Teacher" wieder einmal 12 Abnäher, aber da das Kleid ungefüttert ist, musste ich sie wenigstens nur einmal nähen.

Als heute Nachmittag die Sonne in unser Wohnzimmer schien, hatte ich spontan den Mann um eine kurze Fotosession gebeten und dann leider erst später gemerkt, dass sich der Beleg am Halsausschnitt nach außen gemogelt hat. Also der Kontrast am Hals gehört eigentlich nicht dazu.
Aber am Saum:

Ich habe das Kleid trotz Jersey komplett mit Geradstich genäht und konnte so die seitlichen Nähte schön aufbügeln, was beim Umklappen einen schönen Effekt hat, wie ich finde.

Am Ärmel ebenso:

Am Bauch wirft das Kleid ein paar ungewöhnliche Falten. Der Grund dafür ist aber auch der Grund, warum es hier Anfang des Jahres recht ruhig zuging:

Im August gibt es bei uns Nachwuchs und ich habe auch dieses Mal wieder stark mit Übelkeit zu kämpfen. Ich weiß, dass Nähen gegen die Übelkeit ganz gut hilft, aber man muss halt erst einmal zur Nähmaschine kommen... Hoffentlich ist es mit der Übelkeit bald vorbei, dann wird es hier wieder etwas belebter. Allerdings werde ich wohl wieder Kindersachen zeigen. Eine liebe Freundin hat mir nämlich eine Menge Umstandssachen geliehen und so ist die Motivation für mich zu nähen doch eher  gering, obwohl ich mir extra die Ottobre 2/2008 mit Umstandsmode bestellt hatte... Das Kleid vom Titelbild werde ich mir aber auf jeden Fall nähen. Das ist sicher super für einen heißen Sommer und der kommt hoffentlich.