Samstag, 6. Dezember 2014

Herbstquilt Sew Along - Was ist eigentlich daraus geworden

In meinem letzten Beitrag zum Herbstquilt Sew Alone im September hatte ich bereits erwähnt, was am Ende das Projekt zu Fall brachte: nach Betrachten der anderen Beiträge mit ausgewählten Stoffen und vorgestellten Muster hatte ich viel mehr Lust einen richtigen Quilt zu nähen. Also eben einen mit ausgefuchsten Muster und einer selbst zusammengestellten Stoffauswahl und nicht so sehr Zufall und wahllos zusammengeschustert.
Dem Wunsch folgend ist jetzt aber kein Quilt entstanden, denn irgendwie hatte ich beim Nähen auch die ganze Zeit das Gefühl, meine Zeit zu verschwänden. Meine Herbstprojekte Rock, Blazer und Mantel hatte ich ja auch noch im Kopf und irgendwann sah ich einfach ein, dass ich lieber Sachen nähte.

Diese Einsicht kam aber keinesfalls beim Patchwork-Nähkurs. Im Nähkontor gab es passend zum Sew Along nämlich einen Patchwork-Nähkurs mit Birgit und der hat mir großen Spaß gemacht. Der Kurs fand an 2 Mittwochabenden statt und es ist schon erstaunlich, wie schnell man einen stressigen Arbeitstag vergisst, wenn die Nähmaschine anfängt zu surren und man Dreiecke und Co. verbindet.

Für den Nähkurs hatte ich mir dann 3 Fat Quarter gekauft, die ich farblich abgestimmt hatte. Außerdem war der Nähkurs so aufgebaut, dass alle Teilnehmerinnen zuerst das gleiche einfache Muster nähen. Im Nähkurs entstanden so vier Blöcke mit unterschiedlichem Muster. Ursprünglich war mein Plan, dass ich zu dem Nähkurs gehe, dabei ein paar wichtige Punkte lernen, nebenbei ein Kissen für meinen Sessel entsteht und ich im Nachgang meinen Quilt zu Ende nähe. Aber die Blöcke zusammen wären dann zu groß geworden und so entstanden erst einmal nur 4 Blöcke. Die Lust am Quilt war durch die vielen interessanten Muster, die man eigentlich nähen könnte, komplett dahin und ich nähte weiter an meinen Herbstprojekten.

Nach und nach entstanden dann aber doch noch Kissen und zwar 4. Jeden Block habe ich mit naturbelassenen Leinenstoff eingefasst und die Rückseite habe ich aus den Resten unserer alten Couch genäht. Das war praktisch, denn der Reißverschluss war schon drin. Da wir die Couch aber erst später entsorgt hatten, hatte ich diese Idee auch erst beim 2. Kissen und das erste Kissen hat eine andere Rückseite.


Ich finde es schön, nun 4 gleichartige aber nicht gleiche Kissen zu haben. Manchmal staune ich beim Betrachten der Couch darüber, dass in den Kissen soviel Arbeit steckt, obwohl es so einfach aussieht.


Für mich steht jetzt aber aufs Neue fest, dass ich lieber Sachen nähe. Nach dem Weihnachtskleid habe ich bereits Stoff für 2 Röcke und eine Bluse für mich bereit liegen. Wenn ich ein schnelles Erfolgserlebnis haben möchte, dann nähe ich dem Sohn eine Jeans aus zerschlissenen Hosen vom Mann. Und dennoch hätte ich gerne einen großen Quilt. Der Wunsch bleibt somit und wird mich noch weiter antreiben, es immer wieder mal zu probieren. Auch Birgit hat inzwischen den Sampler, den sie uns im Kurs noch unvollendet gezeigt hatte, fertig gestellt. Ok, es ist nicht der einzige Quilt, den sie in 10 Jahren genäht habe, aber ich finde es dennoch sehr beruhigend, dass so ein Quilt ruhig eine Weile liegen kann und dabei nichts von seiner Schönheit einbüßt.

In diesem Sinne, ich gehe mal den schönen Wollfleece für meinen Winterrock zuschneiden.

1 Kommentar:

  1. Hey, ich bin schwer begegeistert von Deinen Kissen und freue mich dass ich die Hilfestellung sein durfte.
    ganz wunderbar!!!

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