Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 6 - Finale

Mein Kleid ist fertig, die Handnähte der Woche sind geschafft und Weihnachten ist auch bald ran. Irgendwie ist mir aber nicht sehr weihnachtlich zumute.
Das Kleid passt. Es passt nicht perfekt, sondern eher leger. Doch der Stoff, den man hier einmal besser im Detail sehen konnte, macht es in meinen Augen trotzdem schick. Ich denke, es wird mir besonders durch das dehnbare Material an Weihnachten gute Dienste leisten und hoffentlich auch im Alltag. Und das ist gerade die für mich spannendere Frage, weshalb die Begeisterung derzeit noch recht verhalten ist. Denn erst, wenn es sich im Alltag bewährt hat, werde ich vor Freude in die Luft springen. Ich nehme mal an, dass man das dann im nächsten Jahr hoffentlich an einem MeMadeMittwoch erleben kann.
Die Rückansicht zeigt noch einmal besser, dass das Kleid eher locker sitzt. Derzeit ist mir aber auch gar nicht nach einem engeren, passgenaueren Sitz. Nicht nur, dass es mehr Arbeit gemacht hätte, am Ende soll es ja auch noch nach Weihnachten gut passen. Außerdem ist das Kleid recht einfach zusammengenäht. Da der Stoff nicht franzt, habe ich auch auf das Versäubern verzichtet. Ich denke, dass ich es zu einem späteren Zeitpunkt leicht enger machen könnte. Aber vor Weihnachten scheint mir nicht der rechte Zeitpunkt für derartige Änderungen.
Zum Weihnachtsfest werde ich wohl nicht frieren, aber für den Alltag passt die Strickjacke, die ich schon in Kombination mit meinem Weihnachtskleid 2013 hier gezeigt hatte, auch gut zum neuen Weihnachtskleid. Als Strumpfhose habe ich nun eine Hudson Cover 300 in petrol. Da diese für Weihnachten vielleicht auch etwas zu warm ist, habe ich auch noch eine Cover 100 (die 100 steht für den DEN-Angabe) im gleichen Farbton bestellt.
Das Nähen dieses Kleides war in diesem Jahr für mich wirklich nicht sehr spannend. Nachdem ich den Schnitt jetzt zum 3. Mal genäht habe, kann ich mir aber trotzdem vorstellen, dass ich wieder dazu greifen werde, wenn sich der Romanit dafür gut eignet.

Um die Weihnachtsvorfreude nun doch noch etwas anzuheizen, werde ich mal schauen, was die anderen Mitnäherinnen zum Fest tragen werden. Und ich freue mich immerhin darüber, dass ich mein Ergebnis in diesem Jahr zum ersten Mal pünktlich präsentiere. Yeah! Ein Erfolg. Also hier gehts zum MeMadeMittwoch-Blog.

Das war es von mir für dieses Jahr. Ich wünsche erholsame Feiertage und einen guten Rutsch.

Sonntag, 14. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 5 - Schneckentempo

Im Laufe dieser Woche wurde mir klar, dass es nur noch weniger als eine Woche bis Weihnachten ist. Den Plan mit der Weihnachtsschlafhose habe ich daher wieder über Bord geworfen. Die Zeit vergeht so schnell, das ist unfassbar. Die meiste Zeit habe ich allerdings dafür verschwendet, zu staunen, was es für schöne Flanellstoffe gibt abseits vom Karo. Aber bei DaWanda war es nicht möglich, mehr als einen Meter zu bestellen und jetzt gebe ich den Plan einfach auf...
Nun, ich habe diese Woche nicht viel getan für die Fertigstellung des Weihnachtskleids. Es sieht quasi genauso aus, wie in der letzten Woche, nur dass die Halsausschnittblende nun vom Hexenstich anstatt von Stecknadeln befestigt ist.
In den kommenden Tagen werde ich mich weiter im Hexenstich üben und Ärmel und Kleid säumen. Ich freue mich schon auf die Präsentation des fertigen Kleides und dass der Anlass zum Tragen des neuen Kleides auch bald da ist. Das ist schon merkwürdig, wenn man sich an Weihnachten nicht mehr auf die Geschenke freut, sondern darauf, sein selbst genähtes Kleidungsstück zu tragen. Das hat auch etwas von Selbstdisziplin, wenn man es nicht sofort anzieht, sobald die wichtigsten Nähte geschlossen sind.

Mehr als nur Text könnt ihr bestimmt bei den anderen Teilnehmerinnen des WKSA auf dem MeMadeMittwoch-Blog finden, allen voran Dodo, die auch noch nicht fertig ist, aber immerhin den Rockteil zeigt.

Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 4 - Zwischenstand

Am Freitag hatte ich quasi live mein Weihnachtskleid zusammengenäht. Da ich den Schnitt nicht zum ersten Mal nähe, ist das ganze eigentlich auch gar nicht weiter interessant. Interessant ist eigentlich nur der Stoff, denn Romanit vernähe ich, wie ich schon häufiger erwähnt habe, zum ersten Mal.

Dem Kleid fehlen nun nur noch diverse Handnähte. Ich muss den Saum noch auf die endgültige Länge stecken und los geht es mit dem Hexenstich. Auf diese Arbeit freue ich mich schon, da ich sie entspannt auf der Couch erledigen kann. Wir haben heute den 7. Dezember. Ich habe also allen Grund entspannt zu sein. Und schon habe ich diese fixe Idee, dass ich eine Weihnachts-Schlafhose brauche. Ich habe in den vergangenen Wochen 3 Schlafhosen genäht und ich denke für den Winter würde eine Flanell-Schlafhose sich sehr gut eignen. Ich habe zu Weihnachten als Kind einmal einen Flanell-Schlafanzug bekommen aus rotem Karostoff. Eine Hose in dieser Art stelle ich mir vor. Ich denke, das ist auch kein untypisches Muster für Flanell und so bin ich guter Dinge, dass ich am Weihnachtsabend zu später Stunde von meinem super bequemen, eleganten Weihnachtskleid in noch bequemere Weihnachts-Schlafhosen schlüpfen kann.

Außer neuen Plänen ist hier also nichts passiert. Wie es bei den anderen aussieht, kann wie immer auf dem MeMadeMittwoch-Blog nachgelesen werden. Der aktuelle Stand scheint ja sehr unterschiedlich zu sein.

Samstag, 6. Dezember 2014

Herbstquilt Sew Along - Was ist eigentlich daraus geworden

In meinem letzten Beitrag zum Herbstquilt Sew Alone im September hatte ich bereits erwähnt, was am Ende das Projekt zu Fall brachte: nach Betrachten der anderen Beiträge mit ausgewählten Stoffen und vorgestellten Muster hatte ich viel mehr Lust einen richtigen Quilt zu nähen. Also eben einen mit ausgefuchsten Muster und einer selbst zusammengestellten Stoffauswahl und nicht so sehr Zufall und wahllos zusammengeschustert.
Dem Wunsch folgend ist jetzt aber kein Quilt entstanden, denn irgendwie hatte ich beim Nähen auch die ganze Zeit das Gefühl, meine Zeit zu verschwänden. Meine Herbstprojekte Rock, Blazer und Mantel hatte ich ja auch noch im Kopf und irgendwann sah ich einfach ein, dass ich lieber Sachen nähte.

Diese Einsicht kam aber keinesfalls beim Patchwork-Nähkurs. Im Nähkontor gab es passend zum Sew Along nämlich einen Patchwork-Nähkurs mit Birgit und der hat mir großen Spaß gemacht. Der Kurs fand an 2 Mittwochabenden statt und es ist schon erstaunlich, wie schnell man einen stressigen Arbeitstag vergisst, wenn die Nähmaschine anfängt zu surren und man Dreiecke und Co. verbindet.

Für den Nähkurs hatte ich mir dann 3 Fat Quarter gekauft, die ich farblich abgestimmt hatte. Außerdem war der Nähkurs so aufgebaut, dass alle Teilnehmerinnen zuerst das gleiche einfache Muster nähen. Im Nähkurs entstanden so vier Blöcke mit unterschiedlichem Muster. Ursprünglich war mein Plan, dass ich zu dem Nähkurs gehe, dabei ein paar wichtige Punkte lernen, nebenbei ein Kissen für meinen Sessel entsteht und ich im Nachgang meinen Quilt zu Ende nähe. Aber die Blöcke zusammen wären dann zu groß geworden und so entstanden erst einmal nur 4 Blöcke. Die Lust am Quilt war durch die vielen interessanten Muster, die man eigentlich nähen könnte, komplett dahin und ich nähte weiter an meinen Herbstprojekten.

Nach und nach entstanden dann aber doch noch Kissen und zwar 4. Jeden Block habe ich mit naturbelassenen Leinenstoff eingefasst und die Rückseite habe ich aus den Resten unserer alten Couch genäht. Das war praktisch, denn der Reißverschluss war schon drin. Da wir die Couch aber erst später entsorgt hatten, hatte ich diese Idee auch erst beim 2. Kissen und das erste Kissen hat eine andere Rückseite.


Ich finde es schön, nun 4 gleichartige aber nicht gleiche Kissen zu haben. Manchmal staune ich beim Betrachten der Couch darüber, dass in den Kissen soviel Arbeit steckt, obwohl es so einfach aussieht.


Für mich steht jetzt aber aufs Neue fest, dass ich lieber Sachen nähe. Nach dem Weihnachtskleid habe ich bereits Stoff für 2 Röcke und eine Bluse für mich bereit liegen. Wenn ich ein schnelles Erfolgserlebnis haben möchte, dann nähe ich dem Sohn eine Jeans aus zerschlissenen Hosen vom Mann. Und dennoch hätte ich gerne einen großen Quilt. Der Wunsch bleibt somit und wird mich noch weiter antreiben, es immer wieder mal zu probieren. Auch Birgit hat inzwischen den Sampler, den sie uns im Kurs noch unvollendet gezeigt hatte, fertig gestellt. Ok, es ist nicht der einzige Quilt, den sie in 10 Jahren genäht habe, aber ich finde es dennoch sehr beruhigend, dass so ein Quilt ruhig eine Weile liegen kann und dabei nichts von seiner Schönheit einbüßt.

In diesem Sinne, ich gehe mal den schönen Wollfleece für meinen Winterrock zuschneiden.

Freitag, 5. Dezember 2014

Live-Bloggen: Weihnachtskleid

Ich versuche es heute mal mit Live-Bloggen anstatt Statusupdates bei Twitter zu posten. Mal gucken, ob das so klappt. Ich probiere es mit der Blogger-App. 

9:21
Aktueller Stand: Abnäher am Oberteil sind genäht. Los geht es also mit den Abnähern am Unterteil. 8 Abnäher sind nicht viel und weil das Kleid nicht gefüttert ist, werden es auch nicht mehr. 

11:11 Uhr
Die Abnäher sind genäht, das Oberteil ist zusammengesetzt, die Ärmel sind drin und die Halsbelege sind angenäht. Ich nähe das Kleid trotz dehnbarem Stoff mit rückwärtiger Naht, so dass ich im Zweifel noch einen Reißverschluss einsetzen könnte. 
Jetzt gehts ans Unterteil. Ich muss jetzt erst einmal schwarzen, dünnen Stoff suchen gehen, damit ich die Nahttaschen nähen kann. 
Alles in allem komme ich gut voran. Der Stoff lässt sich wirklich prima verarbeiten. Ich nähe das Kleid mit der normalen Nähmaschine und Geradstich. Eine erste Anprobe mit Ärmel hat keinen Komfortverlusst ergeben. 

12:20 Uhr
Die Zeit rast. Die erste Nahttasche ist genäht. Ich habe keinen passenden Futterstoff und weil ich ausnahmsweise mal keine Kontrastfarbe wollte, habe ich die Taschenbeutel aus einem Rest schwarzem Viskosejersey genäht. Der erste Eindruck ist positiv. Mal sehen, ob sich daraus noch Probleme ergeben.


14 Uhr
Nach einer kurzen Mittagspause das Kleid zusammen genäht. Es sind nur noch die Säume zu nähen und der Halsbeleg von Hand zu heften. Der Nähpart ist quasi beendet und ich denke schon jetzt sagen zu können, dass der Schnitt für Romanit gut geeignet ist. Fahrradfahren kann ich mir auch gut vorstellen. 
Jetzt also nur noch aufräumen und dann ist der Nähurlaub auch schon wieder vorbei.