Mittwoch, 24. September 2014

MeMadeMittwoch - fuchsia

Ich probiere mal eine neue Tür als Kulisse...

Also am Anfang, als ich mit Bloggen anfing, war der MeMadeMittwoch für mich eine Herausforderung im Sinne von: "Was kann ich denn anziehen, das ich selbst gemacht habe?". Heute ist die Frage eher "Wie kann ich mich am besten in meinem Outfit fotografieren?" - das Outfit ist dabei an den meisten Tagen sowieso überwiegend selbst gemacht.

Technisch sind wir ganz gut ausgestattet, doch irgendwie beschäftige ich mich nur Dienstags in Vorbereitung auf den MMM mit der Kamera und das ist, kritisch betrachtet, vielleicht nicht ganz zielführend. Und so seht ihr auf dem oberen Bild die Küchentür links im Bild in voller Schärfe, während ich im Hintergrund verschwimme. Also auf mein Talent zu Fotografieren möchte ich mal nicht weiter eingehen. Beachtenswert ist dabei viel mehr wie umständlich und dabei drahtlos ich das Bild hier auf den Blog bekommen habe. Und das war wie folgt:

Ich habe die Kamera im Flur positioniert. Mit der EOS-App auf meinem iPhone habe ich per Fernauslöser ein Bild von mir gemacht. Dabei konnte ich auf dem iPhone quasi in Echtzeit sehen, was die Kamera sieht. Das Bild habe ich dann in der App von der Kamera direkt auf mein iPhone kopiert. Dort habe ich es noch kurz bearbeitet und anschließend in der Dropbox in den öffentlichen Ordner gelegt. Den öffentlichen Link zum Foto habe ich schließlich hier eingebunden. Ach, Wunder der Technik.

Und jetzt komme ich mal etwas näher, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
Ich trage eine Joana. Das ist quasi der Schnitt, der 2011 auf dem MMM solange gezeigt wurde, bis ich ihn unbedingt auch haben musste. Quasi das Pendant zur Amy. In den letzten 3 Jahren habe ich einige Exemplare in den verschiedenen Ausführungen genäht, aber keine weitere Langarmversion (das weiße Shirt habe ich längst aussortiert). Diese Joana ist aus geringeltem Stretchjersey von Michas Stoffecke. Der Stoff ist sehr zu empfehlen. Genau richtig für Langarmshirts in den verschiedensten Farben für den Herbst/ Winter.

Am Anfang musste ich den Schnitt einfach nur haben, weil ihn scheinbar jeder hatte, aber er hat sich auch bewährt und zwar vor allem in Kombination mit dem Sorbetto Top. Die Ausschnitte der beiden Tops passen einfach unschlagbar zusammen. Und da dieser doch recht weit ist, wärme ich meinen Hals noch mit einem schönen Loops.

Loops sind wahrscheinlich auch so Dinge, bei denen jeder, der einen genäht hat, denkt, man bräuchte darauf nicht weiter eingehen. Aber ich denke, das ist ein Irrtum. Bis es zu diesem Loop kam, habe ich einiges an Ausschuss produziert und dieser hat mich jedes Mal so demotiviert, dass es auch 3 Jahre gedauert hat, bis ich endlich die richtigen Maße für mich raushabe. Also hier mein Geheimnis für euch exklusiv: 30 Zentimeter hoch sollte der Loop sein und 2 x Kopfumfang lang. Genäht habe ich ihn aus einem weichen Viskose-Seide-Gemisch (online konnte ich ihn leider nicht finden) aus dem Nähkontor in Kombination eines Viskosefutterstoffs von Stoff und Stil.

Die Hose ist wieder meine graue Jeans, die ich hier schon mal näher beschrieben habe.

Letzte Woche war es ja noch recht warm, heute ist dann wohl der erste wirkliche Herbst-MeMadeMittwoch. Bin gespannt, ob die anderen Teilnehmer bereits ausreichend vorbereitet sind auf die kühlerwerdenden Temperaturen - schaut doch mal vorbei. Ich bin es wohl noch nicht, denn mein geplanter Mantel und Sweatblazer sind bis jetzt nur eine Idee.

Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch - petrol

Es ist wieder MeMadeMittwoch. Ich war ja schon vor 2 Wochen bereit und freue mich, dass die Sommerpause nun vorbei ist. Wie man an dem Foto allerdings sehen kann, hätte ich die Pause mal besser nutzen sollen, um mich mit der neuen Kamera vertraut zu machen. Aber na gut, fangen wir mal so an, damit die Steigerungskurve um so steiler wird.

Mein heutiges Mittwochsoutfit habe ich bereits am Montag fotografiert und ich guck so merkwürdig, weil ich an diesem Abend gerade vom Zahnarzt kam und mein Gesicht noch etwas betäubt war. Der Zahnarztbesuch war unangenehm und in der Beschäftigung mit meinem Hobby fand ich doch tatsächlich Trost und Ablenkung, so dass es gar nicht mehr so schlimm war.

Das Outfit besteht aus einem Langarmshirt (Ottobre 5/2012 Modell 8) aus petrolfarbenen Viskosejersey, einer Amy aus braunem Fischgrätstoff und einer petrolfarbenen Leggings (Ottobre 2/2011 Modell 6) aus Stretchjersey. Ich mag dieses Outfit, da es recht unkompliziert ist und auch sehr gut zeigt, dass ich mich mit meinen genähten Sachen langsam meinem Kopfkleiderschrank nähere. Der Rock und auch das Shirt sind doch recht einfache Basics ohne Schnickschnack und somit leicht und vielfältig zu kombinieren. Die Leggings rundet meiner Meinung nach das Outfit ab. 

Nachdem ich den letzten Winter eigentlich ununterbrochen in schwarzen Thermoleggings rumlief, überfiel mich im Frühjahr der Drang nach Farbe. Zunächst nähte ich eine petrolfarbene Leggings aus dem gleichen Viskosejersey, aus dem auch das Shirt ist. Anfangs nutzte ich den Leggingsschnitt, der beim Farbenmix-Pulli Helena dabei ist. Die Leggings war für mich aber nicht sehr zufriedenstellend, vielleicht war auch der Viskosejersey ungeeignet. In meinen Blogfavoriten fand ich dann wieder den Eintrag vom Einchen. Einchen zeigte schon häufiger bunte Leggings und ich glaube, da kam die Idee dann auch her. Sie nutzt auch den Schnitt vom Pulli Helena, aber dazu verwendet sie Stretchjersey. Nachdem ich mir die erste Leggings aus dem Stoff von Michas Stoffecke genäht hatte, bestellte ich gleich noch weitere Farben und besitze nun eine petrol-farbene und eine jeansblaue lange Leggings und 3/4-Leggings in rot, sonnengelb, senfgelbe und grün. 

Nun da die Sommerpause vorbei ist, bin ich mal gespannt, was es bei den anderen Damen auf dem MeMade-Blog Neues oder Altes zu sehen gibt. Es ist manchmal vielleicht ganz hilfreich, nicht zu vielen Inspirationseinflüssen ausgesetzt zu sein, um sein Ziel besser im Blick behalten zu können, aber auf Dauer ist es auch ganz schön langweilig, wenn man dabei immer nur um sich selbst kreist.

Sonntag, 14. September 2014

Herbstquilt Sew Along #2 - die Stoffauswahl

Beim 2. Treffen zum gemeinsamen Herbstquilt-Nähen mit Marja Katz geht es um die ausgewählten Stoffe. Wie ich bereits letzte Woche erwähnte, dient mein Quilt dem Aufräumen meines Stoffvorrats, daher sind meine Stoffe sehr wild gemixt.

Bei den Stoffen handelt es sich um Reste von Projekten, um Stofffitzelchen vom Tausch 2012, Stoffe, die ich in zukleinen Mengen gekauft habe und auch einige Stücke von ehemaligen Kleidungsstücken meines Mannes und von mir.

Da ich ausschließlich Reste verwende, bestimmt die Stoffgröße, ob ich daraus 20x20 cm, 10x10 cm oder nur 5x5 cm Quadrate zuschneiden kann. Derzeit liegt die Anzahl der kleinen Quadraten deutlich vorn.

Ich vermute, ich werde doch mehr der kleinen Quadrate vernähen müssen, als mir lieb ist. Da fällt mir ein, dass ich euch noch den Tipp mitgeben möchte, die Klinge des Rollschneiders zu wechseln, wenn ihr beim Zuschnitt öfter die Zähne zusammenbeißt. Es ist doch erstaunlich, wie schnell man vergisst, mit welcher Freude man einen neuen Rollschneider benutzt.
Nun kam mir beim Anblick der vielen bunten Stoffe die Idee, dass der Quilt vielleicht doch zu wild wird, um ihn als Überwurf für das Bett zu nutzen. Dazu kommt, dass ich nach dem Anblick der Stoffe von Antonia große Lust habe, noch einen Quilt aus farblich abgestimmten Stoffen mit einem richtigen Muster zu nähen. Diese Idee ist auch daher so attraktiv, da ich dann den riesigen Quilt nicht aus so kleinen Quadraten nähen müsste. Und ein Quilt für die Couch müsste doch bestimmt nicht soooo groß sein, oder?

In der nächsten Woche geht es um den Zuschnitt. Mal sehen, wohin mich meine Überlegungen noch bringen werden. Außerdem habe ich mich zum Patchwork-Nähkurs im Nähkontor angemeldet. Wahrscheinlich werde ich da erst einmal einen Kissenbezug nähen, um mal ein richtiges Muster auszuprobieren. Ich hole mir quasi schon mal Inspiration für mein nächstes Patchwork-Projekt.

Sonntag, 7. September 2014

Herbstquilt Sew Along #1 - Muster

Als bei Twitter vor einiger Zeit die Idee kursierte, einen Herbstquilt Sew Along zu starten, war ich gleich Feuer und Flamme und schnitt fleißig Quadrate zu noch bevor der Sew Along offiziell ausgerufen wurde. Vor einiger Zeit gab ich einer Freundin Tipps für ihren ersten Quilt und erinnerte mich dabei daran, wie schön entspannend das Einfassen am Ende bei meinem ersten und bisher einzigen Mini-Quilt war. Und da ich von meiner Anfangsnähzeit noch viele Patchworkstoffe habe, die zu klein sind, um irgendetwas Sinnvolles daraus zu nähen, fand ich die Idee gut, einfach einen riesigen Quilt daraus zu machen. Kunterbunt halt. Quasi ein Aufräumprojekt. Das würde vielleicht besser zum Frühling passen, aber auf den muss ich ja nun nicht wirklich warten.

Glücklicherweise sind in meiner Blogliste einige vertreten, die auch beim Herstquilt Sew Along von Maria Katz mitmachen, sonst hätte ich den ersten Termin glatt verpasst.

Also los geht's mit dem ersten Thema: Muster, Muster, Muster! 
Mein Beitrag wird hier vielleicht nicht viel Inspiration für die anderen Teilnehmer bieten, da Quadrate ja nun nicht sonderlich originell sind, aber ein paar Gedanken habe ich mir schon gemacht. Generell finde ich Quadrate in der Größe 5x5 Zentimeter sehr schön. Da ich aber eine Tagesdecke für unser 1,80x1,80 Bett nähen möchte, würde ich wahrscheinlich nicht fertig werden. Darum mische ich 5x5 Quadrate mit 10x10 und 20x20 Quadraten.
kürzlich aussortierte Kleidung wurde direkt in Quadrate geschnitten
Bei der Anordnung bin ich aber noch unschlüssig und darum habe ich erst einmal begonnen 16 5x5 Quadrate zu 20x20 Blöcken zusammenzusetzen. 5 solcher Blöcke sind bisher fertig geworden.
nicht 100% exakt, aber mit Charakter *haha*
Derzeit denke ich, dass ich unten in der linken Ecke die kleinen Quadrate versammeln werde und dann nach oben hin immer mehr größere Quadrate anordne, so dass in der oberen rechten Ecke nur 20x20 Zentimeter Quadrate auftauchen.

Am 2.11. soll laut Zeitplan der Quilt fertig sein. Da ich aber noch einen Sweatblazer, einen Businessrock und einen Mantel für mich, sowie einen Bademantel und einen Kuschelanzug fürs Kind auf dem Nähplan stehen habe, werde ich froh sein, wenn ich während des Sew Alongs das Top fertig bekomme. Dann sind die Stoffe ja schon mal ordentlich vernäht und für die Rückseite bräuchte ich sowieso neuen Stoff. Für das tatsächliche Quilten bräuchte ich wahrscheinlich noch einen weiteren Sew Along zur Motivation. Aber vielleicht sollte ich nicht gleich so pessimistisch einsteigen und erst einmal gucken, was so kommt.

In der nächsten Woche geht es dann um die Stoffe. Dann werde ich mal meinen Fundus durchsuchen. Ich bin schon gespannt, was da so schlummert. Bisher habe ich nur die Stoffe zugeschnitten, die sowieso schon aus diversen Gründen auf dem Zuschneidetisch rumlungerten. Dann wird es hier bis November hoffentlich wieder regelmäßig etwas zu lesen geben. Irgendwie komisch, ich befinde mich derzeit in einer Phase, in der ich denke, ich müsste auch meine Freizeit "managen"...

Mittwoch, 3. September 2014

HosenHerbst - September

Im Februar hatte ich mir meine erste Jeans genäht. Es war ein aufwändiges Projekt, aber irgendwie wurde es hier auf dem Blog noch gar nicht ausreichend gewürdigt. Da die erste Jeans natürlich noch nicht die perfekte Jeans ist, nehme ich jetzt den HosenHerbst von .Meike zum Anlass, um euch mein Ergebnis im Detail vorzustellen.

Monatsthema September
Passform I - Ansprüche 

Welche Passformmängel kenne ich von Kaufhosen oder selbst genähten Hosen? Zeigt her eure ungeliebten Hosen! Welche Anpassungen habe ich schon mal versucht, um Passformmängel zu beheben. Wie erkenne ich überhaupt Passformmängel und wie heißt mein Problem? Wo gibt es Informationen über Anpassungen? Wovor habe ich den meisten Respekt? 

Ich muss ja zugeben, dass ich mich, bevor ich mit dem Nähen der Jeans begann, gar nicht so ausdauernd mit dem Thema "Passform" beschäftigt habe, wie man das im ersten Moment vielleicht annehmen würde, ich habe nämlich tatsächlich eine einzige Jeans im Schrank, die mir passt. Ich habe also den Schnitt genommen und die Schnittteile pi x Daumen mit der Jeans abgeglichen. Dabei war ich allerdings etwas zu pessimistisch. 

Von vorn ist es noch gar nicht so zu erkennen und bis auf die Tatsache, dass das Bild etwas verwaschen ist, wäre ich mit diesem Ergebnis ganz zufrieden.
Von der Seite kann man es aber nicht leugnen: die Größenanpassung des Bundstreifens und der Sattelteile war einfach mal komplett unnötig. Die Weite, die ich bei der Schnittanpassung am Oberschenkel dazugegeben habe, hatte ich auch in die angrenzenden Teile übernommen. Und dabei ist das eigentlich genau das Problem, welches ich sonst mit Kaufhosen hatte: wenn der Oberschenkel passt, dann ist der Bund zu weit.
Wie ich bereits im Februar feststellte, hat die Hose Gürtelschlaufen und so kann ich sie trotzdem tragen.
Die ersten 3 Fotos hatte ich vor 2 Tagen gemacht, als ich die Hose gerade frisch aus dem Schrank genommen hatte. Bei Jeans oder vielleicht ist es bei Hosen generell ein Problem, dass sie sich noch etwas weiten, wenn man sie trägt. Nach 2 Tagen sieht die Hose an mir dann so aus:
Ich glaube, auf den Fotos kann man es gar nicht so gut erkennen, wie ich angenommen hatte. Aber besonders auf dem letzten Bild ist doch deutlich zu erkennen, dass am Bund zu viel Stoff ist. 

Die Bilder sind generell eine sehr gute Methode, um zu erkennen, was eigentlich das Problem ist. Wo wir bei der Frage wären, wie man Passformmängel erkennt. Das Buch "Pants for any body" habe ich bereits seit 3 Jahren im Schrank. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mal genauer darin zu blättern. Beim Nähen der Hose hätte ich sicher mit einer Nesselprobe das Problem schnell erkannt, aber damals wollte ich das Risiko nicht eingehen, dass ich die tatsächliche Hose am Ende gar nicht nähe. Und in der Tat ist jetzt ein halbes Jahr vergangen und ich habe keine weitere Hose genäht, obwohl ich nun ein angepasstes Schnittmuster vorliegen habe. Stattdessen habe ich mir ein paar Leggings genäht. Die sind nämlich auch eine gute Alternative in Kombination mit einem Rock, wenn einem eigentlich nach Hosen der Sinn steht. 

Das Nähen der Jeans hat mir aber auf jeden Fall klar gemacht, dass ich eigentlich keine "Problem"-Figur habe, wie es mir die Kaufkleidung bisher immer vermitteln wollte. Am Ende sind es doch nur ein paar Zentimeter, die meine Oberschenkel eben mehr Platz brauchen und nicht der Po oder die Hüften. 

Jeans: Ottobre 5/2012 Modell 9 "Lady Fit"
Strickjacke: Burda 3/2013 Modell 107 aus Bio Hanf-Jersey in Beere von Siebenblau. Die Farbe gibt es im Onlineshop leider nicht mehr, daher hab ich den Stoff in einem anderen Farbton verlinkt.