Sonntag, 19. Januar 2014

SWAP-Sunday #9: Blick zurück

Das letzte Jahr hatte mit einem Plan begonnen. Jeden Monat sollte ein Kleidungsstück entstehen. Der Plan hat genau bis Februar gehalten. Im März hatte ich dann schon etwas außer der Reihe genäht und im Mai hatte ich die Sache dann mehr oder weniger ganz verworfen.

Hintergrund für meinen Plan war aber, dass ich Kleidungsstücke für mich nähe, die ich im Alltag auch häufig anziehen kann und ich nicht ständig nur Sachen für das Kind fertige. Also auch wenn die Berichterstattung hier auf dem Blog relativ schnell verebbte, so hatte der Plan dennoch gewirkt.

Hier nun das Resümee:

Februar/ März/ April
geplant: Joana uni, Rock Fischgrät, Joana gestreift
entstanden: Langarmshirt Ottobre grün,  Strickjacke Ottobre ecru, Joana gemustert

Fazit: keins der Kleidungsstücke entspricht genau dem Plan, eins der Kleidungsstücke kann ich beruflich tragen, alle drei Kleidungsstücke werden gern und oft getragen = Erfolg.

Mai/ Juni/ Juli
geplant: Knotenkleid/ Sommerkleid/ Shorts Fischgrät
entstanden: Hippie-(Mutti-)Rock, Zelt, kleines Zelt

Fazit: weit entfernt vom Plan, Zelt im Sommer gern getragen und jetzt immer noch gern unter der Strickjacke. Gleiches gilt für das kleine Zelt. Der Schnitt gefällt mir dennoch sehr gut und ich werde weitere Zelte produzieren. Mutti-Rock im Sandkasten unpraktisch, aber trotzdem gern getragen. Die ersten beiden Kleidungsstücke sind Freizeitkleidung, das kleine Zelt trage ich unter einer Strickjacke auch beruflich = Teil-Erfolg

Juli/ August
geplant: Shorts Fischgrät/ Jeansrock
entstanden: Tanktop/ Schluffihose/ Schlüppi

Erklärung: die Entstehungszeit lässt sich nicht mehr 100% nachvollziehen, aber als sich der Rock als nicht Sandkastentauglich erwies, wurde eine Hose gebraucht. Das Tanktop steht schon länger auf meiner Liste und Unterwäsche wollte ich auch längst probieren. Tanktop trage ich gern, Hose ist aufgrund der Stoffwahl eine Schlafhose geworden, die ich auch brauchte und die Schlüppi ist nicht wirklich der Knüller. Der Zwickel zu schmal und insgesamt zu hoch geschnitten. Ich trage sie dennoch als Erinnerung, dass ich es noch mal versuchen muss.

Fazit = Lehrreich

September/ Oktober/ November/ Dezember
geplant: Langarm Ottobre/ Bluse 1/ Mantel/ Bluse 2
entstanden: Spielplatzhose/ Burda Shirt/ Weihnachtskleid/ Tanktop 2

Fazit: weeeeeeeit entfernt vom Plan, aber alles ein Erfolg. Mit dem orangenen Interlock ist die Hose für mich Spielplatztauglich und eignet sich 1A zum Toben und Burgen bauen. Das Burda-Shirt habe ich genäht, weil ich die Burda in der Bibliothek zufällig in der Hand hielt und das Modell mir bei Frau Comtesse bereits sehr zugesagt hat, Schnitt ist auch empfehlenswert. Beim Weihnachtskleid-Sew-Along musste ich einfach mitmachen und nach dem langen Nähen, brauchte ich ein schnelles Overlock-Erfolgsergebnis. Ich freue mich schon, mein Good-old-Times-Tanktop im Sommer zu einem leichten Rock zu tragen. = Erfolg auf der ganzen Linie

Leider fehlte mir einfach die Zeit alle Kleidungsstücke im Detail vorzustellen. Daher sind jetzt auch die Fotos eher so Husch-Husch entstanden und es fehlen die Angaben zu Stoff und Schnitt. Und alle Kleidungsstücke sind auch noch ungebügelt.... Falls jemand genauere Details haben möchte, beantworte ich die Fragen aber gern.

Neben den ganzen süßen Sachen, die ich für meinen Sohn genäht habe, sind also 13 Kleidungsstücke für mich entstanden. Und auch, wenn die Art und auch die Farbgebung teilweise stark vom Plan abweichen, so war der SWAP ein großer Erfolg. Dass die Stoffe nicht unbedingt die Farbe haben, die ich hier in mein Farbschema aufgenommen hatte, ist überwiegend der Tatsache geschuldet, dass ich entweder nicht sofort den richtigen Stoff vor Ort gefunden hatte und später im Jahr wollte ich dann vermehrt mit dem auskommen, was ich habe. Das war dann auch der Anstoß, endlich mal den Leinenstoff zu vernähen, den ich bereits 2011 gekauft hatte.

Wie es hier insgesamt im Jahr 2014 weitergeht, erfahrt ihr beim nächsten SWAP-Sunday, denn den werde ich beibehalten. Mal sehen, ob die Berichterstattung dieses Jahr weiter als bis in den Mai reicht...


Donnerstag, 9. Januar 2014

Wenn weder Decke noch Schlafsack eine Lösung ist...

...dann braucht man einen verdammt warmen Schlafanzug. Oder einen Schlaf-Overall.

Und einen solchen habe ich ganz fix aus einem Rest vom Kuschelfleece für diese Decke genäht. Und mit fix, meine ich wirklich fix. Ich habe mir bei jedem Arbeitsschritt gedacht, dass es nachts dunkel ist. Dieser Gedanke trug ungemein zur Entspannung bei. Und was soll ich sagen, am Ende sieht man es dem Anzug gar nicht an.

Als Schnittgrundlage habe ich den Kapuzenoverall aus der Ottobre 4/2012 in Größe 86 verwendet. Aber anstatt eines diagonal eingesetzten Reißverschlusses habe ich das Schnittteil 1 einfach an der vorderen Mitte gefaltet und jeweils 2x mit 3 Zentimeter Nahtzugabe an eben dieser Mitte zugeschnitten. Die Nahtzugabe habe ich dann mit der Overlock versäubert und einfach 1,5 Zentimeter umgeschlagen. Fixiert wird die Knopfleiste nur von den 7 Druckknöpfen, die ich zum Schließen angebracht habe. Die Kapuze habe ich weggelassen und die Ärmel sind genau so lang, wie ich Stoff übrig hatte. Den Halsausschnitt habe ich mit einem Bündchenstreifen versäubert und an die Arme habe ich auch noch schmale Bündchenstreifen angebracht. Und fertig ist der Schlaf-Overall. Quasi eine Decke zum Anziehen.

Angesichts der Geschwindigkeit, mit der ich den Anzug fertig gestellt habe, kann ich nun doch wieder darüber nachdenken, eventuell noch einmal einen Schlafanzug zu nähen (im Gegensatz zu diesem Modell). Das Nähen hat alles in allem 2 Stunden gedauert. Und da ist das Streicheln des kuscheligen Stoffs schon mitgerechnet.

Dienstag, 7. Januar 2014

WKSA Teil 6 - Finale oder Wo ist die Zeit geblieben?

Beim Warten auf den Schnee hab ich wohl etwas die Zeit vergessen und jetzt haben wir schon 2014. Der Schnee ist allerdings immer noch nicht in Sicht. Dafür habe ich am 3. Januar dann doch noch einen schicken Weihnachtsbaum gefunden, um mein Weihnachtskleid angemessen zu fotografieren. Es ist wieder der Weihnachtsbaum meiner Eltern, vor dem auch die Glendora vor zwei Jahren abgelichtet wurde (natürlich nicht der gleiche Baum, aber der gleiche Schmuck ;-)

Bitte entschuldigt die etwas lächerliche Pose, aber ich war froh, dass ich endlich meinen Mann dazu motiviert bekommen hatte, mich abzulichten und dann war noch nicht mal die richtige Kamera zur Hand - da wollte ich keine Ansprüche stellen. Das Kleid erkennt man ja eigentlich ganz gut. Es ist schlicht und beerenrot.

Am Ende habe ich das Kleid gefüttert wie einen Blazer. Also erst die Ärmel rechts auf rechts genäht. Dann am Saum ebenso, so weit es möglich war. Danach gewendet und die Wendeöffnung von Hand mit Matratzenstich geschlossen (Falls jemand genauere Informationen benötigt, werde ich versuchen eine Zeichnung zu machen ;-). Das Resultat ist noch viel besser als bei der Glendora, da ich den Saum nicht gesteppt habe und somit von außen keine Saumnähte erkennbar sind. Außerdem ist der Futterrock etwas länger, wie bei einem Blazer eben. Den Saum habe ich dann von Hand mit einzelnen Stichen geheftet. Das hat wirklich Spaß gemacht, weil es einfach professioneller wirkt.

Zu meinen Passformänderungen lässt sich sagen, dass es schon mal in die richtige Richtung geht. Ich habe von der Weite diesmal nichts weggenommen, weshalb es sehr bequem sitzt. Dennoch denke ich aber, dass es eine gute Figur macht. Die Armlöcher werde ich beim nächsten Mal (ja, ich werde das Kleid auf jeden Fall noch einmal nähen) noch kleiner machen. Beim Arme heben hebt sich nun das ganze Kleid und wenn ich mir dann den Sitz anschaue, verstehe ich auch, warum kleinere Armlöcher die Lösung sind. Glaube ich zumindest.
Das Kleid ist außerdem vielleicht 5 Zentimeter kürzer. Mir gefällt die Länge ganz gut und mit blickdichten Strumpfhosen fühle ich mich darin sehr wohl und gut angezogen. Entstanden ist die Länge ohne Spiegel. Ich hatte das Kleid etwas festgeheftet und dann versucht in der Balkontür etwas zu erkennen. Der große Spiegel ist im Schlafzimmer und dort schlief zu diesem Zeitpunkt natürlich das Kind. Bis zum Heiligabend wusste ich nicht genau, wie die Länge eigentlich wirkt, weil ich einfach keine Gelegenheit hatte, das Gesamtergebnis zu betrachten.

Ach und die Nahttaschen waren natürlich ein Segen. Die erste Tasche ist mir in der Tat besser gelungen als die Zweite. Ursprünglich wollte ich sogar nach der ersten Tasche aufhören. Eine ist immerhin besser als keine. Aber wenn man ein Kind hat, braucht man natürlich zwei Taschen. Insbesondere wenn man zusammen mit dem Kind Schnupfen hat, damit es nicht zur Taschentuchverwechslung kommt.

Leider ist die Linksammlung auf dem MeMadeMittwoch-Blog inzwischen geschlossen, aber wer es rechtzeitig geschafft hat, könnt ihr hier nachlesen oder habt ihr wahrscheinlich schon längst getan.

Ich wünsche euch ein tolles 2014!