Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 6 - Finale

Mein Kleid ist fertig, die Handnähte der Woche sind geschafft und Weihnachten ist auch bald ran. Irgendwie ist mir aber nicht sehr weihnachtlich zumute.
Das Kleid passt. Es passt nicht perfekt, sondern eher leger. Doch der Stoff, den man hier einmal besser im Detail sehen konnte, macht es in meinen Augen trotzdem schick. Ich denke, es wird mir besonders durch das dehnbare Material an Weihnachten gute Dienste leisten und hoffentlich auch im Alltag. Und das ist gerade die für mich spannendere Frage, weshalb die Begeisterung derzeit noch recht verhalten ist. Denn erst, wenn es sich im Alltag bewährt hat, werde ich vor Freude in die Luft springen. Ich nehme mal an, dass man das dann im nächsten Jahr hoffentlich an einem MeMadeMittwoch erleben kann.
Die Rückansicht zeigt noch einmal besser, dass das Kleid eher locker sitzt. Derzeit ist mir aber auch gar nicht nach einem engeren, passgenaueren Sitz. Nicht nur, dass es mehr Arbeit gemacht hätte, am Ende soll es ja auch noch nach Weihnachten gut passen. Außerdem ist das Kleid recht einfach zusammengenäht. Da der Stoff nicht franzt, habe ich auch auf das Versäubern verzichtet. Ich denke, dass ich es zu einem späteren Zeitpunkt leicht enger machen könnte. Aber vor Weihnachten scheint mir nicht der rechte Zeitpunkt für derartige Änderungen.
Zum Weihnachtsfest werde ich wohl nicht frieren, aber für den Alltag passt die Strickjacke, die ich schon in Kombination mit meinem Weihnachtskleid 2013 hier gezeigt hatte, auch gut zum neuen Weihnachtskleid. Als Strumpfhose habe ich nun eine Hudson Cover 300 in petrol. Da diese für Weihnachten vielleicht auch etwas zu warm ist, habe ich auch noch eine Cover 100 (die 100 steht für den DEN-Angabe) im gleichen Farbton bestellt.
Das Nähen dieses Kleides war in diesem Jahr für mich wirklich nicht sehr spannend. Nachdem ich den Schnitt jetzt zum 3. Mal genäht habe, kann ich mir aber trotzdem vorstellen, dass ich wieder dazu greifen werde, wenn sich der Romanit dafür gut eignet.

Um die Weihnachtsvorfreude nun doch noch etwas anzuheizen, werde ich mal schauen, was die anderen Mitnäherinnen zum Fest tragen werden. Und ich freue mich immerhin darüber, dass ich mein Ergebnis in diesem Jahr zum ersten Mal pünktlich präsentiere. Yeah! Ein Erfolg. Also hier gehts zum MeMadeMittwoch-Blog.

Das war es von mir für dieses Jahr. Ich wünsche erholsame Feiertage und einen guten Rutsch.

Sonntag, 14. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 5 - Schneckentempo

Im Laufe dieser Woche wurde mir klar, dass es nur noch weniger als eine Woche bis Weihnachten ist. Den Plan mit der Weihnachtsschlafhose habe ich daher wieder über Bord geworfen. Die Zeit vergeht so schnell, das ist unfassbar. Die meiste Zeit habe ich allerdings dafür verschwendet, zu staunen, was es für schöne Flanellstoffe gibt abseits vom Karo. Aber bei DaWanda war es nicht möglich, mehr als einen Meter zu bestellen und jetzt gebe ich den Plan einfach auf...
Nun, ich habe diese Woche nicht viel getan für die Fertigstellung des Weihnachtskleids. Es sieht quasi genauso aus, wie in der letzten Woche, nur dass die Halsausschnittblende nun vom Hexenstich anstatt von Stecknadeln befestigt ist.
In den kommenden Tagen werde ich mich weiter im Hexenstich üben und Ärmel und Kleid säumen. Ich freue mich schon auf die Präsentation des fertigen Kleides und dass der Anlass zum Tragen des neuen Kleides auch bald da ist. Das ist schon merkwürdig, wenn man sich an Weihnachten nicht mehr auf die Geschenke freut, sondern darauf, sein selbst genähtes Kleidungsstück zu tragen. Das hat auch etwas von Selbstdisziplin, wenn man es nicht sofort anzieht, sobald die wichtigsten Nähte geschlossen sind.

Mehr als nur Text könnt ihr bestimmt bei den anderen Teilnehmerinnen des WKSA auf dem MeMadeMittwoch-Blog finden, allen voran Dodo, die auch noch nicht fertig ist, aber immerhin den Rockteil zeigt.

Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA 14 Teil 4 - Zwischenstand

Am Freitag hatte ich quasi live mein Weihnachtskleid zusammengenäht. Da ich den Schnitt nicht zum ersten Mal nähe, ist das ganze eigentlich auch gar nicht weiter interessant. Interessant ist eigentlich nur der Stoff, denn Romanit vernähe ich, wie ich schon häufiger erwähnt habe, zum ersten Mal.

Dem Kleid fehlen nun nur noch diverse Handnähte. Ich muss den Saum noch auf die endgültige Länge stecken und los geht es mit dem Hexenstich. Auf diese Arbeit freue ich mich schon, da ich sie entspannt auf der Couch erledigen kann. Wir haben heute den 7. Dezember. Ich habe also allen Grund entspannt zu sein. Und schon habe ich diese fixe Idee, dass ich eine Weihnachts-Schlafhose brauche. Ich habe in den vergangenen Wochen 3 Schlafhosen genäht und ich denke für den Winter würde eine Flanell-Schlafhose sich sehr gut eignen. Ich habe zu Weihnachten als Kind einmal einen Flanell-Schlafanzug bekommen aus rotem Karostoff. Eine Hose in dieser Art stelle ich mir vor. Ich denke, das ist auch kein untypisches Muster für Flanell und so bin ich guter Dinge, dass ich am Weihnachtsabend zu später Stunde von meinem super bequemen, eleganten Weihnachtskleid in noch bequemere Weihnachts-Schlafhosen schlüpfen kann.

Außer neuen Plänen ist hier also nichts passiert. Wie es bei den anderen aussieht, kann wie immer auf dem MeMadeMittwoch-Blog nachgelesen werden. Der aktuelle Stand scheint ja sehr unterschiedlich zu sein.

Samstag, 6. Dezember 2014

Herbstquilt Sew Along - Was ist eigentlich daraus geworden

In meinem letzten Beitrag zum Herbstquilt Sew Alone im September hatte ich bereits erwähnt, was am Ende das Projekt zu Fall brachte: nach Betrachten der anderen Beiträge mit ausgewählten Stoffen und vorgestellten Muster hatte ich viel mehr Lust einen richtigen Quilt zu nähen. Also eben einen mit ausgefuchsten Muster und einer selbst zusammengestellten Stoffauswahl und nicht so sehr Zufall und wahllos zusammengeschustert.
Dem Wunsch folgend ist jetzt aber kein Quilt entstanden, denn irgendwie hatte ich beim Nähen auch die ganze Zeit das Gefühl, meine Zeit zu verschwänden. Meine Herbstprojekte Rock, Blazer und Mantel hatte ich ja auch noch im Kopf und irgendwann sah ich einfach ein, dass ich lieber Sachen nähte.

Diese Einsicht kam aber keinesfalls beim Patchwork-Nähkurs. Im Nähkontor gab es passend zum Sew Along nämlich einen Patchwork-Nähkurs mit Birgit und der hat mir großen Spaß gemacht. Der Kurs fand an 2 Mittwochabenden statt und es ist schon erstaunlich, wie schnell man einen stressigen Arbeitstag vergisst, wenn die Nähmaschine anfängt zu surren und man Dreiecke und Co. verbindet.

Für den Nähkurs hatte ich mir dann 3 Fat Quarter gekauft, die ich farblich abgestimmt hatte. Außerdem war der Nähkurs so aufgebaut, dass alle Teilnehmerinnen zuerst das gleiche einfache Muster nähen. Im Nähkurs entstanden so vier Blöcke mit unterschiedlichem Muster. Ursprünglich war mein Plan, dass ich zu dem Nähkurs gehe, dabei ein paar wichtige Punkte lernen, nebenbei ein Kissen für meinen Sessel entsteht und ich im Nachgang meinen Quilt zu Ende nähe. Aber die Blöcke zusammen wären dann zu groß geworden und so entstanden erst einmal nur 4 Blöcke. Die Lust am Quilt war durch die vielen interessanten Muster, die man eigentlich nähen könnte, komplett dahin und ich nähte weiter an meinen Herbstprojekten.

Nach und nach entstanden dann aber doch noch Kissen und zwar 4. Jeden Block habe ich mit naturbelassenen Leinenstoff eingefasst und die Rückseite habe ich aus den Resten unserer alten Couch genäht. Das war praktisch, denn der Reißverschluss war schon drin. Da wir die Couch aber erst später entsorgt hatten, hatte ich diese Idee auch erst beim 2. Kissen und das erste Kissen hat eine andere Rückseite.


Ich finde es schön, nun 4 gleichartige aber nicht gleiche Kissen zu haben. Manchmal staune ich beim Betrachten der Couch darüber, dass in den Kissen soviel Arbeit steckt, obwohl es so einfach aussieht.


Für mich steht jetzt aber aufs Neue fest, dass ich lieber Sachen nähe. Nach dem Weihnachtskleid habe ich bereits Stoff für 2 Röcke und eine Bluse für mich bereit liegen. Wenn ich ein schnelles Erfolgserlebnis haben möchte, dann nähe ich dem Sohn eine Jeans aus zerschlissenen Hosen vom Mann. Und dennoch hätte ich gerne einen großen Quilt. Der Wunsch bleibt somit und wird mich noch weiter antreiben, es immer wieder mal zu probieren. Auch Birgit hat inzwischen den Sampler, den sie uns im Kurs noch unvollendet gezeigt hatte, fertig gestellt. Ok, es ist nicht der einzige Quilt, den sie in 10 Jahren genäht habe, aber ich finde es dennoch sehr beruhigend, dass so ein Quilt ruhig eine Weile liegen kann und dabei nichts von seiner Schönheit einbüßt.

In diesem Sinne, ich gehe mal den schönen Wollfleece für meinen Winterrock zuschneiden.

Freitag, 5. Dezember 2014

Live-Bloggen: Weihnachtskleid

Ich versuche es heute mal mit Live-Bloggen anstatt Statusupdates bei Twitter zu posten. Mal gucken, ob das so klappt. Ich probiere es mit der Blogger-App. 

9:21
Aktueller Stand: Abnäher am Oberteil sind genäht. Los geht es also mit den Abnähern am Unterteil. 8 Abnäher sind nicht viel und weil das Kleid nicht gefüttert ist, werden es auch nicht mehr. 

11:11 Uhr
Die Abnäher sind genäht, das Oberteil ist zusammengesetzt, die Ärmel sind drin und die Halsbelege sind angenäht. Ich nähe das Kleid trotz dehnbarem Stoff mit rückwärtiger Naht, so dass ich im Zweifel noch einen Reißverschluss einsetzen könnte. 
Jetzt gehts ans Unterteil. Ich muss jetzt erst einmal schwarzen, dünnen Stoff suchen gehen, damit ich die Nahttaschen nähen kann. 
Alles in allem komme ich gut voran. Der Stoff lässt sich wirklich prima verarbeiten. Ich nähe das Kleid mit der normalen Nähmaschine und Geradstich. Eine erste Anprobe mit Ärmel hat keinen Komfortverlusst ergeben. 

12:20 Uhr
Die Zeit rast. Die erste Nahttasche ist genäht. Ich habe keinen passenden Futterstoff und weil ich ausnahmsweise mal keine Kontrastfarbe wollte, habe ich die Taschenbeutel aus einem Rest schwarzem Viskosejersey genäht. Der erste Eindruck ist positiv. Mal sehen, ob sich daraus noch Probleme ergeben.


14 Uhr
Nach einer kurzen Mittagspause das Kleid zusammen genäht. Es sind nur noch die Säume zu nähen und der Halsbeleg von Hand zu heften. Der Nähpart ist quasi beendet und ich denke schon jetzt sagen zu können, dass der Schnitt für Romanit gut geeignet ist. Fahrradfahren kann ich mir auch gut vorstellen. 
Jetzt also nur noch aufräumen und dann ist der Nähurlaub auch schon wieder vorbei. 

Sonntag, 30. November 2014

WKSA 2014 Teil 1 bis 3 - Rückblick, Überlegung und Stoff

Die Herbstprojekte sind abgeschlossen, der Baum ist geschmückt, die neue Pyramide hat ihre ersten Runden gedreht - höchste Zeit an Weihnachten zu denken und damit an das Weihnachtskleid.

Ich bin seit 2011 beim WKSA dabei, hatte 2012 aber nicht dazu gebloggt. Seit 2011 finde ich es auch toll, am Weihnachtsabend etwas Besonderes tragen zu können, ohne darüber lange nachdenken zu müssen. Ok, bei der Schnittwahl musste ich erst einmal nachdenken. Aber ich bin ein Ottobre-Fan und die Winterausgabe 2011 hatte den richtigen Schnitt. Zuerst hatte ich die Glendora genäht, 2012 entschied ich mich für ein Onion Knotenkleid, wegen der Stilltauglichkeit und 2013 dann Old School Teacher.
Das Kleid vom letzten Jahr gefällt mir nach wie vor sehr gut, nur leider passt es nicht in mein Leben. Als ich Anfang des Jahres die Fahrradtauglichkeit testen wollte, ist der Futterstoff ausgerissen. Das war ein großes Drama. Ich hing das Kleid in den Schrank und traute mich gar nicht mehr, den Schaden zu begutachten. Ich habe keine Ahnung, wie man das reparieren kann. In meiner Fantasie wurde der Schaden zu dem immer größer. Irgendwann überwand ich meine Angst und ich habe es jetzt zur Traumabewältigung auch für euch fotografiert:
Wie gesagt: das Kleid passt nicht in mein Leben. Es ist nicht fahrradtauglich und ich kann darin auch nicht uneingeschränkt mit meinem Sohn toben. Ich trage das Kleid höchstens auf Geschäftsreisen und die vermeide ich seit ich Mutter bin so gut es geht. Dennoch habe ich kürzlich aus einem weichen Strickstoff aus dem Nähkontor noch eine Jacke dazu genäht. Die kurzen Ärmel sind für mich nämlich ebenfalls nicht geeignet.
Ich hatte die Jacke schon bei Twitter gezeigt. Die Wickeljacke ist auch aus der Ottobre und zwar die Winterausgabe 2012. Damit das Kleid endlich mal wieder rauskann, werde ich dieses Outfit nächste Woche zur Weihnachtsfeier anziehen. Ich freue mich schon richtig darauf, auch wenn das heißt, dass ich an diesem Tag auf mein Fahrrad verzichten muss.

Da mir der Schnitt sehr gut gefällt, habe ich mir weiter Gedanken gemacht, wie ich ihn ändern kann, um ihn für mein Leben anzupassen. Im letzten Jahr hatte ich die Nahttaschen ergänzt und dieses Jahr werde ich versuchen, das Kleid aus Romanit zu nähen. Der dehnbare Stoff ermöglicht dann hoffentlich das Fahrradfahren und Toben. Den richtigen Stoff habe ich im Nähkontor gefunden. Es handelt sich um einen schwarzen Romanit mit bunten kleinen Knötchen. Die petrolfarbene Jacke wird dann sicher auch zu diesem Kleid passen und somit werde ich die Ärmel kurz lassen.
Auf dem Bild erkennt man die Knötchen gut, auch wenn das Schwarz nicht richtig schwarz dargestellt wird. Auf dem folgenden Bild ist der Farbton besser getroffen und ihr könnt sehen, dass ich bereits zugeschnitten habe. Da ich einen erprobten Schnitt nähe, mache ich mir eigentlich keine Sorgen, dass ich das Kleid bis zum 21.12. nicht fertig bekomme. Der Baum zum Fotografieren steht ja auch schon hier. Mal sehen, ob ich es dann dieses Jahr schaffe, mein fertiges Kleid auch zum Finale zu präsentieren. Das wäre dann eine Premiere in diesem Jahr.
Zu dem schwarzen Kleid lassen sich später auch super farbige Strumpfhosen kombinieren. Falls also jemand von euch eine super Online-Quelle kennt, wäre ich für Tipps sehr dankbar. Ich habe bereits ein paar Anbieter ausprobiert, bin aber noch nicht vollständig zufrieden.

Ob die anderen Teilnehmer bereits das 2. Kleid nähen, Plätzchen essen oder auch erst anfangen, könnt ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog sehen. Ich finde es grandios, dass die Idee des Weihnachtskleid Sew Along nun schon in die 4. Runde geht und es eine ganze Crew gibt, die sich darum kümmert. Ich habe gerade gestern den Podcast von Muriel und .Meike gehört und so ist mir gerade noch bewusster wie toll es ist, dass der Me Made Mittwoch - Blog entstanden ist. Von daher:

Vielen Dank an die Me Made Mittwoch - Crew. Ihr seid wunderbar!


Freitag, 28. November 2014

Herbstprojekt Nr. 1 - der Fischgrät-Rock

Zwei Blog-Posts in einer Woche - hier ist was los!

Aber ich wollte die Innenansicht des Fischgrat-Rocks nicht schuldig bleiben, daher hier extra für Ottilie noch ein paar Worte und Bilder zum Rock.
Wie ihr sehen könnt: das Futter ist pink. Es handelt sich allerdings nicht um klassischen Futterstoff, sondern um Viskose von Stoff und Stil, die im Katalog unter Futterstoffen aufgeführt ist. Ich mag den Griff des Stoffes, aber er ist natürlich nicht so glatt, wie z.B. Acetat-Futter. Die Verwendung als Rockfutter kann ich daher nicht wirklich empfehlen. Es geht, aber es könnte auch besser sein.
Zum Saum wollte ich noch erzählen, dass es der erste Saum ist, den ich von Hand mit Hexenstich umgenäht habe. An dem Abend war meine Freundin mit ihrem Rock zu Besuch. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch keine eigene Nähmaschine. Wir hatten gemeinsam jeweils unseren Rock bei einem Nähkurs im Nähkontor begonnen und sind in 5 Stunden bei dem vielen Geschnatter zwischendurch natürlich nicht fertig geworden. Sie war also zu Besuch, um an ihrem Rock weiterzunähen und besetzte somit meine Nähmaschine. Und so saß ich dabei, gab ab und an ein paar Tipps und nähte den Saum. Es war wirklich entspannend. Ich hoffe, dass es nicht nur daran lag, dass ich es zum ersten Mal gemacht habe, aber die Tatsache, dass man auf der rechten Seite nichts sieht, hat mich schon sehr motiviert. Ich glaube, diese Art von Handarbeit hat auch etwas von Stricken. Es ist irgendwie geselliger. Man muss sich auch nicht sonderlich konzentrieren. Also mein Tipp, wenn ihr mal wieder einen nicht enden wollenden Saum von Hand nähen müsst: ladet euch ein paar Freunde ein und quatscht nebenbei - der Saum ist schneller fertig, als dass der Gesprächsstoff ausgeht. Vorausgesetzt ihr ladet die richtigen Freunde ein ;-)

Lieben Gruß
minnies


Mittwoch, 26. November 2014

MeMadeMittwoch - Rock, Blazer, Mantel

Mein "Herbst-Mantra" ist tatsächlich Wirklichkeit geworden und am Sonntag habe ich meinen Mann doch sogar motiviert bekommen, draußen Fotos zu machen. Es schien zwar nicht die Sonne, aber es war dennoch hell genug, um euch meinen neuen Mantel in seiner Farbe recht wirklichkeitsgetreu zeigen zu können.

"Rock, Blazer, Mantel" - das war mein Mantra, das mich die letzten drei Monate begleitete und mir den Weg wies, um nun ein Outfit zu besitzen, dass voll und ganz businesstauglich ist. Zusammen mit meiner Working Mum kann ich nun wirklich stilvoll reisen.

Hier noch einmal zur Erinnerung mein Plan vom 27. August:
Rock: Modell Nr. 11 aus Ottobre 5/2013 in Fischgrät von Frau Tulpe
Sweatblazer: Modell Nr. 10 aus Ottobre 2/2014 aus curryfarbenen Sweatshirtstoff von Stoff und Stil
Mantel: wahrscheinlich Modell Nr. 18 oder 19 aus Ottobre 5/2012 in einer leuchtenden Farbe

Ich bin ja wirklich sehr stolz, denn ich habe mich tatsächlich zu 100% an meinen Plan gehalten. Beim Mantel ist es Modell 19 geworden.

Ich habe den Mantel aus bordeauxfarbenen Mantelwolle mit Kaschmir genäht. Im Schnittmuster war nicht angegeben, dass der Mantel zusätzlich zum Futterstoff noch anderweitig gefüttert werden müsste. Erst als das Ende bereits nah war, wurde mir bewusst, dass für den Schnitt im Original ein Steppstoff verwendet wurde. Nun ja, der Mantel ist groß genug, so dass auch noch eine Fleecejacke darunter Platz hat und so ist der Mantel auch schon im Herbst und bis in den Frühling nutzbar. Der Mantel besitzt Taschen mit Nahtverdeckten Reißverschlüssen. Diese zu nähen war die reinste Freude, da der Reißverschluss geradezu in der Mantelwolle verschwindet und somit fast nicht zu sehen ist. Generell war das Nähen ein großes Vergnügen. Gefüttert ist der Mantel mit türkisfarbenen Futterstoff, was mich jedes Mal glücklich macht, wenn ich den Mantel an- oder ausziehe.
Die riesige Kapuze ist auch echt der Hit. Darunter kann man sich super verstecken, wenn einen der Herbstwind ärgern möchte.
Im Schnitt sind noch Druckknöpfe vorgesehen. Da man diese aber am Schluss anbringt, kann ich sie immer noch anbringen, wenn ich den Eindruck gewinne, dass sie fehlen. Derzeit fehlen sie mir nicht. Den Saum habe ich auch nicht mit Hexenstich fixiert. Die Länge, die sich ergab, als ich das Futter mit dem Mantel verbunden hatte, gefiel mir so wie sie war und die weiche Kante am Saum finde ich auch sehr schön. Darum hatte ich auch hier keinen Bedarf.

Unter dem Mantel trage ich meinen Sweatblazer in Kombination mit dem Fischgrätrock und einer bordeauxfarbenen Joana aus Viskosejersey von Stoff und Stil. Die jeansblaue Leggings ist auch selbstgenäht, passt aber eigentlich nicht zum Outfit. Ich muss zugeben, dass ich das Outfit nur schnell "übergeworfen" hatte, damit wir die Fotos machen können. Es ist schließlich ein Business-Outfit und die Fotos entstanden am Sonntag.

Der Rock ist natürlich ein echtes Basic-Teil und somit nicht besonders aufregend. Es war aber trotzdem toll, den Rock zu nähen, da die Ottobre bei der Verarbeitung so einige Schritte aufwies, die man von aufwändigeren Kaufröcken kennt. Zum Beispiel wird am oberen Ende des verdeckten Reißverschlusses am Bund ein Knopf angebracht. Nein, nicht ein Knopf - 2 Knöpfe! Ein normaler Knopf, für den man aus Futterstoff eine winzige Schlaufe näht und ein Druckknopf. Es kostet einiges an Überwindung, diesen Schritt nicht einfach wegzulassen... Außerdem ist der innere Bundstreifen mit Futterstoff versäubert. Der Bundstreifen wird erst von außen rechts auf rechts mit dem Rock samt Futterock verbunden und dann nach innen umgeklappt und von außen durchgesteppt. Daher ist die versäuberte Kante später im Rock zu sehen.

Also von der Verarbeitung gefällt mir der Rock wirklich sehr. Leider ist er einen Tick zu eng an der Hüfte. Wahrscheinlich hat sich der ein oder andere Keks seit August dorthin gemogelt. Nun ja, wenn ich mal viel Muse habe, dann werde ich versuchen, an den Seiten noch ein paar Millimeter rauszulassen. Bis dahin ziehe ich ihn aber so an. Ach ja: das Futter ist Pink!

Soviel zur Herbstgarderobe. Jetzt ist schon fast Weihnachten und der Weihnachtskleid Sew Along auf dem MeMadeMittwoch-Blog ist längst gestartet. Der Stoff liegt schon bereit und ich hoffe, dass ich es diese Woche auch mal schaffe, meinen Plan mitzuteilen.

Bis dahin ist aber noch etwas Zeit und so schaue ich jetzt erst einmal beim MeMadeMittwoch vorbei. Dort zeigt Anni als Gastbloggerin ihren neuen Pulli nach dem Raglanschnitt aus der Ottobre 5/2013. Nach diesem Schnitt habe ich gerade, bevor ich mit diesem Blogpost begann, meinen neuen Pulli genäht. Denn mein neues Motto ist: Nicht nähen ODER bloggen - Nähen UND Bloggen!


Mittwoch, 22. Oktober 2014

MeMadeMittwoch - grün

Ich glaube, die Stoffläden sind wirklich ganz clever, wenn sie zusätzlich auch Nähkurse anbieten. So macht es auch das Nähkontor und wenn ich es auch schaffe, täglich mit dem Fahrrad daran vorbeizufahren ohne jedes Mal anzuhalten, so ist es doch schwer darin einen Nähkurs zu besuchen ohne Stoff mitzunehmen. Besonders clever ist es, wenn die Nähkursleiterin einen Pulli trägt, den sie aus Stoff genäht hat, den es zufällig im Nähkontor zu kaufen gibt. In meinem Fall habe ich zwar nicht genau diesen Stoff gekauft (auch, wenn ich seitdem ziemlich häufig an diesen lustigen gesprenkelten Sweat denken muss),  aber ich habe mir einen Doubleface-Strick mitgenommen ohne zu wissen, was ich daraus nähen möchte.
Vielleicht habe ich meinen "Foto"-Ort in unseren neuen Wohnung endlich gefunden.
Der Strickstoff ist auf der linken Seite (linke Maschen; auf der Webseite wird die farbige Seite als rechte Seite angegeben) grün und auf der rechten Seite grau. Da der Stoff sehr fein ist, schimmert das Grau aber auch grün. Darum ist das auch ein grüner MeMadeMittwoch (ich steh auch auf einem grünen Teppich - passt also).

Nun hatte ich den Stoff also mitgenommen, allein weil es sich um einen Doubleface handelt und ich diesen folglich BRAUCHTE. Aber was macht man denn mit einem Doubleface, um dieser Eigenschaft auch Rechnung zu tragen? Irgendwie musste das grün nach draußen.
Dass ich den Halsausschnittstreifen auf links wenden würde, das war für mich ziemlich schnell klar, aber irgendwie war mir das nicht genug. Ein graues Shirt mit grünem Halsausschnitt kann ja jeder! Da ich aber nicht weiter wusste, fing ich erst einmal an, das Shirt zu nähen. Es handelt sich um eine Joana. Da der Stoff aber sehr fein ist, wollte ich das Shirt nicht so körpernah und habe die Seiten etwas ausgestellt. Den Ausschnitt habe ich vorn etwas angehoben und die Schulternähte habe ich auf ein Inch reduziert nach einer Anleitung für ein U-Boot-Shirt aus meinem "Sew U - Home Stretch"-Buch.
Als ich das Shirt zusammengesetzt hatte, stellte ich plötzlich fest, dass ich schon fertig bin. Denn wie es so die Eigenschaft von feinen Jersey ist, so rollt sich auch der Rand dieses Doubleface auf. Durch diesen Effekt kommt das Grün quasi von selbst auf die rechte Seite. Das ist genau das richtige Maß in meinen Augen und außerdem war ich so auch ziemlich schnell fertig mit meinem Projekt "Zwischen Blazer und Mantel". Die Ärmel habe ich hier noch etwas hochgekrempelt. Da bin ich ja flexibel, wie viel Grün ich zeigen möchte.

Weitere Bestandteile meines heutigen Outfits sind eine dunkelblaue Valeska (2011), meine jeansblau-melierte Leggings und unter meinem neuen Pulli trage ich noch ein Joana-Tanktop mit offener Kantenversäuberung. Leider finde ich die Anleitung nicht mehr, aber es wurde schon mal von jemand anderes beim MeMadeMittwoch gezeigt und ich habe es genau so nachgenäht (gleicher Maxi Dots Stoff, aber mit grüner Kante). Und auf der Couch kann man noch mein 1. Patchwork-Kissen sehen. Den Block hatte ich im Nähkurs mit Birgit, die ich wahrscheinlich nicht mehr vorstellen muss, weil sie letzte Woche Gast-Gastgeberin beim MeMadeMittwoch war, genäht. Dazu gibt es aber mehr, wenn die anderen 3 Kissen ebenfalls unsere Couch zieren können und dazu müssen sie erst einmal genäht werden. Das werde ich jetzt aber nicht mehr anfangen, denn es ist schon 21 Uhr und unter Eltern ist das schon verdammt spät. Ich werde jetzt also nur mal kurz beim MeMadeMittwoch-Blog vorbeischauen und eh ich mich versehe, ist es 23 Uhr und ich bin morgen früh hundemüde.

Montag, 13. Oktober 2014

Herbstprojekt Nr. 2 - der Sweat-Blazer

Schon ein bisschen blöd, mit der Nr. 2 zu beginnen, aber so ist das jetzt halt...

Erinnert ihr euch an meinen Post von Ende August? Ich hatte meine Working Mum vorgestellt, die übrigens ihr Sache sehr gut macht, und drei Projekte erwähnt: Rock, Blazer und Mantel. Und ich muss euch sagen, das war eine meiner besten Ideen.

Ich habe ja schon oft versucht, mit Plan zu nähen. Ihr erinnert euch vielleicht auch an das letzte Jahr... Und mehr und mehr klappt das auch. Ich habe nicht mehr diese Eile und auch nicht so sehr den Bedarf nach tausend neuen Sachen. Das Kind ist auch gut ausgestattet. Ich habe also alle Zeit der Welt, um mich meinem Projekt zu widmen: Rock, Blazer und Mantel - das ist schon fast zu einem Mantra geworden. Nachdem der Rock fertig war, ging ich direkt zum Blazer über, daher war auch keine Zeit zum Bloggen. Jetzt ist der Blazer gerade gestern fertig geworden und der Stoff für einen Mantel ist noch nicht da, beziehungsweise habe ich mich damit noch gar nicht weiter beschäftigt. Irgendwie ist es noch ziemlich warm... Wie dem auch sein - es ist kein Stoff da, ich kann bloggen.

Bisher habe ich mich tatsächlich an meinen Plan gehalten. Der Rock Nr. 11 aus der Ottobre 5/2013 ist entstanden und der Blazer ist auch Nr. 10 aus der Ottobre 2/2014 wie angekündigt. Auch bei den Stoffen habe ich mich nicht umentschieden. Obwohl ich schon sagen muss, dass der curryfarbene Sweat mich dann doch etwas ausgebremst hatte. Ich wusste plötzlich nicht, ob ich nicht vielleicht doch lieber einen farblosen Blazer haben wöllte. Erst als ich einen den Erfahrungsbericht von der Kleenen gelesen hatte, die wo eine Frau (ich finde den Beitrag leider nicht mehr, aber der Blazer war erst rot und dann glaube ich, braun oder so) den fertigen Blazer einfach gefärbt hat, ist die Motivation zurückgekehrt. Wenn mir curry doch zu gelb ist, färb ich ihn einfach.

So, genug der vielen Worte, kommen wir endlich mal zum Blazer:
Der Blazer ist vielleicht etwas groß, aber so ist er auf jeden Fall bequem. Ich störe mich nicht an der Weite. Ich bin mit der Verarbeitung dieses Mal wirklich sehr zufrieden. Dies ist der 3. Sweat-Blazer und ich hoffe, wir werden es eine Weile miteinander aushalten. Die ersten beide Versuche waren wahrscheinlich immer etwas missglückt, weil es sich nicht um Sweat-Blazer-Schnitte handelte und ich nicht so richtig wusste, wie ich vorgehen sollte. Ich habe mir wirklich große Mühe gegeben und so bin ich sehr glücklich über den gleichmäßigen Saum. Den habe ich sogar mit einer Zwillingsnadel genäht, weil ich meine Cover gerade zur Overlock umgebaut hatte und außerdem das senffarbene Garn verwenden wollte und ... ach ich weiß auch nicht, was ich mir dabei gedacht hatte. Jedenfalls hatte ich offensichtlich vergessen, was an Zwillingsnadeln so blöd ist. Als ich gerade das 1. Vorderteil und das Rückenteil abgesteppt hatte und über die letzte Seitennaht ratterte, sprang mir die Nadel entgegen und ich hatte keinen Ersatz im Haus. Also habe ich den Knopfkauf kurzerhand vorgezogen und welch ein Zufall, im Nähkontor gab es ein kleines MMM-Treffen. So eine Zwillingsnadel ist ja schnell gekauft, aber bei der Knopfwahl kann etwas Unterstützung nicht schaden und ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob ich die Enten mitgenommen hätte.
Das Gelb am Bauch der Ente hatte mich schließlich überzeugt. Es entspricht ziemlich genau dem Farbton des Sweatshirtstoffs. Wären allerdings Lucy und Lotti Katzkowski nicht da gewesen, hätte ich mir die Enten vielleicht gar nicht so genau angesehen.
Und ohne Lottis Tipp mit den Gegenknöpfen wäre ich wahrscheinlich auch vor den Ösen zurückgeschreckt. Nochmal vielen Dank dafür. Mit solchen Knöpfen hatte ich nämlich bisher keine guten Erfahrungen macht und ich wollte wirklich nicht, dass die Knöpfe so traurig herunterhängen und die Enten die ganze Zeit auf Tauchstationen gehen müssen. Aber mit den Gegenknöpfen funktioniert es wirklich gut. Man kann auf dem Bild ja gut erkennen, dass die Enten ihr Schwänzchen nicht in die Höh strecken. Und auf dem ersten Bild erkennt man auch wieder gut, dass die Knöpfe ihren ganzen Charme erst aus der Nähe versprühen. Die Enten sind somit auch nicht zu dominant.
Hier auch noch ein Detailbild der Abnäher und Seitennaht. Das die Nähte so gut zusammenpassen, ist bestimmt ein Seiteneffekt vom Patchworkkurs, den ich vor zwei Wochen im Nähkontor besucht hatte.

Nach der Begegnung im Nähkontor habe ich auch die Ärmellänge noch einmal neu bedacht. Da alle Nähte mit normalen Geradstich genäht sind, konnte ich die Bündchen einfach wieder abtrennen und habe dann die Ärmel um 6 Zentimeter gekürzt. Das ist die einzige Änderung, die ich vorgenommen habe. Ich bin, was Anpassungen betrifft, immer etwas ratlos. Wahrscheinlich hätte ich auch in der Taillennaht etwas Länge und an den Teilungsnähten am Vorderteil auch noch etwas Weite reduzieren können.

Ich hoffe, der Blazer und ich, wir werden gute Freunde. An sich ist der Schnitt wirklich leicht zu nähen. Die Reißverschlüsse an den Saumbündchen sind mal etwas Anderes. Ich wollte es unbedingt ausprobieren, auch wenn ich befürchte, dass mich die Metallzipper irgendwann nerven könnten.

Und hier noch die Links zu den beiden ersten Sweat-Blazern: Blau (2011 - das waren noch Zeiten...) und Altrosa (2012 mit Baby im Bauch). Sie sind schon längere Zeit aus meinem Kleiderschrank ausgezogen.

Wie der Blazer mit dem Rock kombiniert werden kann, werde ich hoffentlich auch bald zeigen. Aber ich habe auch noch zwei Strickstoffe aus dem Nähkontor mitgenommen und ich befürchte, dass ich erst einmal wieder hinter der Nähmaschine anzutreffen bin, bis ich weiß, was ich jetzt eigentlich für einen Mantel will. Ich sollte mal bei den Sew-Alongs der vergangenen Zeit und dem aktuellen vorbeischauen...

Mittwoch, 24. September 2014

MeMadeMittwoch - fuchsia

Ich probiere mal eine neue Tür als Kulisse...

Also am Anfang, als ich mit Bloggen anfing, war der MeMadeMittwoch für mich eine Herausforderung im Sinne von: "Was kann ich denn anziehen, das ich selbst gemacht habe?". Heute ist die Frage eher "Wie kann ich mich am besten in meinem Outfit fotografieren?" - das Outfit ist dabei an den meisten Tagen sowieso überwiegend selbst gemacht.

Technisch sind wir ganz gut ausgestattet, doch irgendwie beschäftige ich mich nur Dienstags in Vorbereitung auf den MMM mit der Kamera und das ist, kritisch betrachtet, vielleicht nicht ganz zielführend. Und so seht ihr auf dem oberen Bild die Küchentür links im Bild in voller Schärfe, während ich im Hintergrund verschwimme. Also auf mein Talent zu Fotografieren möchte ich mal nicht weiter eingehen. Beachtenswert ist dabei viel mehr wie umständlich und dabei drahtlos ich das Bild hier auf den Blog bekommen habe. Und das war wie folgt:

Ich habe die Kamera im Flur positioniert. Mit der EOS-App auf meinem iPhone habe ich per Fernauslöser ein Bild von mir gemacht. Dabei konnte ich auf dem iPhone quasi in Echtzeit sehen, was die Kamera sieht. Das Bild habe ich dann in der App von der Kamera direkt auf mein iPhone kopiert. Dort habe ich es noch kurz bearbeitet und anschließend in der Dropbox in den öffentlichen Ordner gelegt. Den öffentlichen Link zum Foto habe ich schließlich hier eingebunden. Ach, Wunder der Technik.

Und jetzt komme ich mal etwas näher, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
Ich trage eine Joana. Das ist quasi der Schnitt, der 2011 auf dem MMM solange gezeigt wurde, bis ich ihn unbedingt auch haben musste. Quasi das Pendant zur Amy. In den letzten 3 Jahren habe ich einige Exemplare in den verschiedenen Ausführungen genäht, aber keine weitere Langarmversion (das weiße Shirt habe ich längst aussortiert). Diese Joana ist aus geringeltem Stretchjersey von Michas Stoffecke. Der Stoff ist sehr zu empfehlen. Genau richtig für Langarmshirts in den verschiedensten Farben für den Herbst/ Winter.

Am Anfang musste ich den Schnitt einfach nur haben, weil ihn scheinbar jeder hatte, aber er hat sich auch bewährt und zwar vor allem in Kombination mit dem Sorbetto Top. Die Ausschnitte der beiden Tops passen einfach unschlagbar zusammen. Und da dieser doch recht weit ist, wärme ich meinen Hals noch mit einem schönen Loops.

Loops sind wahrscheinlich auch so Dinge, bei denen jeder, der einen genäht hat, denkt, man bräuchte darauf nicht weiter eingehen. Aber ich denke, das ist ein Irrtum. Bis es zu diesem Loop kam, habe ich einiges an Ausschuss produziert und dieser hat mich jedes Mal so demotiviert, dass es auch 3 Jahre gedauert hat, bis ich endlich die richtigen Maße für mich raushabe. Also hier mein Geheimnis für euch exklusiv: 30 Zentimeter hoch sollte der Loop sein und 2 x Kopfumfang lang. Genäht habe ich ihn aus einem weichen Viskose-Seide-Gemisch (online konnte ich ihn leider nicht finden) aus dem Nähkontor in Kombination eines Viskosefutterstoffs von Stoff und Stil.

Die Hose ist wieder meine graue Jeans, die ich hier schon mal näher beschrieben habe.

Letzte Woche war es ja noch recht warm, heute ist dann wohl der erste wirkliche Herbst-MeMadeMittwoch. Bin gespannt, ob die anderen Teilnehmer bereits ausreichend vorbereitet sind auf die kühlerwerdenden Temperaturen - schaut doch mal vorbei. Ich bin es wohl noch nicht, denn mein geplanter Mantel und Sweatblazer sind bis jetzt nur eine Idee.

Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch - petrol

Es ist wieder MeMadeMittwoch. Ich war ja schon vor 2 Wochen bereit und freue mich, dass die Sommerpause nun vorbei ist. Wie man an dem Foto allerdings sehen kann, hätte ich die Pause mal besser nutzen sollen, um mich mit der neuen Kamera vertraut zu machen. Aber na gut, fangen wir mal so an, damit die Steigerungskurve um so steiler wird.

Mein heutiges Mittwochsoutfit habe ich bereits am Montag fotografiert und ich guck so merkwürdig, weil ich an diesem Abend gerade vom Zahnarzt kam und mein Gesicht noch etwas betäubt war. Der Zahnarztbesuch war unangenehm und in der Beschäftigung mit meinem Hobby fand ich doch tatsächlich Trost und Ablenkung, so dass es gar nicht mehr so schlimm war.

Das Outfit besteht aus einem Langarmshirt (Ottobre 5/2012 Modell 8) aus petrolfarbenen Viskosejersey, einer Amy aus braunem Fischgrätstoff und einer petrolfarbenen Leggings (Ottobre 2/2011 Modell 6) aus Stretchjersey. Ich mag dieses Outfit, da es recht unkompliziert ist und auch sehr gut zeigt, dass ich mich mit meinen genähten Sachen langsam meinem Kopfkleiderschrank nähere. Der Rock und auch das Shirt sind doch recht einfache Basics ohne Schnickschnack und somit leicht und vielfältig zu kombinieren. Die Leggings rundet meiner Meinung nach das Outfit ab. 

Nachdem ich den letzten Winter eigentlich ununterbrochen in schwarzen Thermoleggings rumlief, überfiel mich im Frühjahr der Drang nach Farbe. Zunächst nähte ich eine petrolfarbene Leggings aus dem gleichen Viskosejersey, aus dem auch das Shirt ist. Anfangs nutzte ich den Leggingsschnitt, der beim Farbenmix-Pulli Helena dabei ist. Die Leggings war für mich aber nicht sehr zufriedenstellend, vielleicht war auch der Viskosejersey ungeeignet. In meinen Blogfavoriten fand ich dann wieder den Eintrag vom Einchen. Einchen zeigte schon häufiger bunte Leggings und ich glaube, da kam die Idee dann auch her. Sie nutzt auch den Schnitt vom Pulli Helena, aber dazu verwendet sie Stretchjersey. Nachdem ich mir die erste Leggings aus dem Stoff von Michas Stoffecke genäht hatte, bestellte ich gleich noch weitere Farben und besitze nun eine petrol-farbene und eine jeansblaue lange Leggings und 3/4-Leggings in rot, sonnengelb, senfgelbe und grün. 

Nun da die Sommerpause vorbei ist, bin ich mal gespannt, was es bei den anderen Damen auf dem MeMade-Blog Neues oder Altes zu sehen gibt. Es ist manchmal vielleicht ganz hilfreich, nicht zu vielen Inspirationseinflüssen ausgesetzt zu sein, um sein Ziel besser im Blick behalten zu können, aber auf Dauer ist es auch ganz schön langweilig, wenn man dabei immer nur um sich selbst kreist.

Sonntag, 14. September 2014

Herbstquilt Sew Along #2 - die Stoffauswahl

Beim 2. Treffen zum gemeinsamen Herbstquilt-Nähen mit Marja Katz geht es um die ausgewählten Stoffe. Wie ich bereits letzte Woche erwähnte, dient mein Quilt dem Aufräumen meines Stoffvorrats, daher sind meine Stoffe sehr wild gemixt.

Bei den Stoffen handelt es sich um Reste von Projekten, um Stofffitzelchen vom Tausch 2012, Stoffe, die ich in zukleinen Mengen gekauft habe und auch einige Stücke von ehemaligen Kleidungsstücken meines Mannes und von mir.

Da ich ausschließlich Reste verwende, bestimmt die Stoffgröße, ob ich daraus 20x20 cm, 10x10 cm oder nur 5x5 cm Quadrate zuschneiden kann. Derzeit liegt die Anzahl der kleinen Quadraten deutlich vorn.

Ich vermute, ich werde doch mehr der kleinen Quadrate vernähen müssen, als mir lieb ist. Da fällt mir ein, dass ich euch noch den Tipp mitgeben möchte, die Klinge des Rollschneiders zu wechseln, wenn ihr beim Zuschnitt öfter die Zähne zusammenbeißt. Es ist doch erstaunlich, wie schnell man vergisst, mit welcher Freude man einen neuen Rollschneider benutzt.
Nun kam mir beim Anblick der vielen bunten Stoffe die Idee, dass der Quilt vielleicht doch zu wild wird, um ihn als Überwurf für das Bett zu nutzen. Dazu kommt, dass ich nach dem Anblick der Stoffe von Antonia große Lust habe, noch einen Quilt aus farblich abgestimmten Stoffen mit einem richtigen Muster zu nähen. Diese Idee ist auch daher so attraktiv, da ich dann den riesigen Quilt nicht aus so kleinen Quadraten nähen müsste. Und ein Quilt für die Couch müsste doch bestimmt nicht soooo groß sein, oder?

In der nächsten Woche geht es um den Zuschnitt. Mal sehen, wohin mich meine Überlegungen noch bringen werden. Außerdem habe ich mich zum Patchwork-Nähkurs im Nähkontor angemeldet. Wahrscheinlich werde ich da erst einmal einen Kissenbezug nähen, um mal ein richtiges Muster auszuprobieren. Ich hole mir quasi schon mal Inspiration für mein nächstes Patchwork-Projekt.

Sonntag, 7. September 2014

Herbstquilt Sew Along #1 - Muster

Als bei Twitter vor einiger Zeit die Idee kursierte, einen Herbstquilt Sew Along zu starten, war ich gleich Feuer und Flamme und schnitt fleißig Quadrate zu noch bevor der Sew Along offiziell ausgerufen wurde. Vor einiger Zeit gab ich einer Freundin Tipps für ihren ersten Quilt und erinnerte mich dabei daran, wie schön entspannend das Einfassen am Ende bei meinem ersten und bisher einzigen Mini-Quilt war. Und da ich von meiner Anfangsnähzeit noch viele Patchworkstoffe habe, die zu klein sind, um irgendetwas Sinnvolles daraus zu nähen, fand ich die Idee gut, einfach einen riesigen Quilt daraus zu machen. Kunterbunt halt. Quasi ein Aufräumprojekt. Das würde vielleicht besser zum Frühling passen, aber auf den muss ich ja nun nicht wirklich warten.

Glücklicherweise sind in meiner Blogliste einige vertreten, die auch beim Herstquilt Sew Along von Maria Katz mitmachen, sonst hätte ich den ersten Termin glatt verpasst.

Also los geht's mit dem ersten Thema: Muster, Muster, Muster! 
Mein Beitrag wird hier vielleicht nicht viel Inspiration für die anderen Teilnehmer bieten, da Quadrate ja nun nicht sonderlich originell sind, aber ein paar Gedanken habe ich mir schon gemacht. Generell finde ich Quadrate in der Größe 5x5 Zentimeter sehr schön. Da ich aber eine Tagesdecke für unser 1,80x1,80 Bett nähen möchte, würde ich wahrscheinlich nicht fertig werden. Darum mische ich 5x5 Quadrate mit 10x10 und 20x20 Quadraten.
kürzlich aussortierte Kleidung wurde direkt in Quadrate geschnitten
Bei der Anordnung bin ich aber noch unschlüssig und darum habe ich erst einmal begonnen 16 5x5 Quadrate zu 20x20 Blöcken zusammenzusetzen. 5 solcher Blöcke sind bisher fertig geworden.
nicht 100% exakt, aber mit Charakter *haha*
Derzeit denke ich, dass ich unten in der linken Ecke die kleinen Quadrate versammeln werde und dann nach oben hin immer mehr größere Quadrate anordne, so dass in der oberen rechten Ecke nur 20x20 Zentimeter Quadrate auftauchen.

Am 2.11. soll laut Zeitplan der Quilt fertig sein. Da ich aber noch einen Sweatblazer, einen Businessrock und einen Mantel für mich, sowie einen Bademantel und einen Kuschelanzug fürs Kind auf dem Nähplan stehen habe, werde ich froh sein, wenn ich während des Sew Alongs das Top fertig bekomme. Dann sind die Stoffe ja schon mal ordentlich vernäht und für die Rückseite bräuchte ich sowieso neuen Stoff. Für das tatsächliche Quilten bräuchte ich wahrscheinlich noch einen weiteren Sew Along zur Motivation. Aber vielleicht sollte ich nicht gleich so pessimistisch einsteigen und erst einmal gucken, was so kommt.

In der nächsten Woche geht es dann um die Stoffe. Dann werde ich mal meinen Fundus durchsuchen. Ich bin schon gespannt, was da so schlummert. Bisher habe ich nur die Stoffe zugeschnitten, die sowieso schon aus diversen Gründen auf dem Zuschneidetisch rumlungerten. Dann wird es hier bis November hoffentlich wieder regelmäßig etwas zu lesen geben. Irgendwie komisch, ich befinde mich derzeit in einer Phase, in der ich denke, ich müsste auch meine Freizeit "managen"...

Mittwoch, 3. September 2014

HosenHerbst - September

Im Februar hatte ich mir meine erste Jeans genäht. Es war ein aufwändiges Projekt, aber irgendwie wurde es hier auf dem Blog noch gar nicht ausreichend gewürdigt. Da die erste Jeans natürlich noch nicht die perfekte Jeans ist, nehme ich jetzt den HosenHerbst von .Meike zum Anlass, um euch mein Ergebnis im Detail vorzustellen.

Monatsthema September
Passform I - Ansprüche 

Welche Passformmängel kenne ich von Kaufhosen oder selbst genähten Hosen? Zeigt her eure ungeliebten Hosen! Welche Anpassungen habe ich schon mal versucht, um Passformmängel zu beheben. Wie erkenne ich überhaupt Passformmängel und wie heißt mein Problem? Wo gibt es Informationen über Anpassungen? Wovor habe ich den meisten Respekt? 

Ich muss ja zugeben, dass ich mich, bevor ich mit dem Nähen der Jeans begann, gar nicht so ausdauernd mit dem Thema "Passform" beschäftigt habe, wie man das im ersten Moment vielleicht annehmen würde, ich habe nämlich tatsächlich eine einzige Jeans im Schrank, die mir passt. Ich habe also den Schnitt genommen und die Schnittteile pi x Daumen mit der Jeans abgeglichen. Dabei war ich allerdings etwas zu pessimistisch. 

Von vorn ist es noch gar nicht so zu erkennen und bis auf die Tatsache, dass das Bild etwas verwaschen ist, wäre ich mit diesem Ergebnis ganz zufrieden.
Von der Seite kann man es aber nicht leugnen: die Größenanpassung des Bundstreifens und der Sattelteile war einfach mal komplett unnötig. Die Weite, die ich bei der Schnittanpassung am Oberschenkel dazugegeben habe, hatte ich auch in die angrenzenden Teile übernommen. Und dabei ist das eigentlich genau das Problem, welches ich sonst mit Kaufhosen hatte: wenn der Oberschenkel passt, dann ist der Bund zu weit.
Wie ich bereits im Februar feststellte, hat die Hose Gürtelschlaufen und so kann ich sie trotzdem tragen.
Die ersten 3 Fotos hatte ich vor 2 Tagen gemacht, als ich die Hose gerade frisch aus dem Schrank genommen hatte. Bei Jeans oder vielleicht ist es bei Hosen generell ein Problem, dass sie sich noch etwas weiten, wenn man sie trägt. Nach 2 Tagen sieht die Hose an mir dann so aus:
Ich glaube, auf den Fotos kann man es gar nicht so gut erkennen, wie ich angenommen hatte. Aber besonders auf dem letzten Bild ist doch deutlich zu erkennen, dass am Bund zu viel Stoff ist. 

Die Bilder sind generell eine sehr gute Methode, um zu erkennen, was eigentlich das Problem ist. Wo wir bei der Frage wären, wie man Passformmängel erkennt. Das Buch "Pants for any body" habe ich bereits seit 3 Jahren im Schrank. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mal genauer darin zu blättern. Beim Nähen der Hose hätte ich sicher mit einer Nesselprobe das Problem schnell erkannt, aber damals wollte ich das Risiko nicht eingehen, dass ich die tatsächliche Hose am Ende gar nicht nähe. Und in der Tat ist jetzt ein halbes Jahr vergangen und ich habe keine weitere Hose genäht, obwohl ich nun ein angepasstes Schnittmuster vorliegen habe. Stattdessen habe ich mir ein paar Leggings genäht. Die sind nämlich auch eine gute Alternative in Kombination mit einem Rock, wenn einem eigentlich nach Hosen der Sinn steht. 

Das Nähen der Jeans hat mir aber auf jeden Fall klar gemacht, dass ich eigentlich keine "Problem"-Figur habe, wie es mir die Kaufkleidung bisher immer vermitteln wollte. Am Ende sind es doch nur ein paar Zentimeter, die meine Oberschenkel eben mehr Platz brauchen und nicht der Po oder die Hüften. 

Jeans: Ottobre 5/2012 Modell 9 "Lady Fit"
Strickjacke: Burda 3/2013 Modell 107 aus Bio Hanf-Jersey in Beere von Siebenblau. Die Farbe gibt es im Onlineshop leider nicht mehr, daher hab ich den Stoff in einem anderen Farbton verlinkt.

Mittwoch, 27. August 2014

"Nachdenken über die Herbstgarderobe" oder "Reisen mit Stil"

Ich hätte ja nicht gedacht, dass meine Entscheidung soviel Protest auslösen würde. Wenn ich mir allerdings meinen Blogpost von vor zwei Wochen nun noch einmal durchlese, muss ich auch zugeben, dass das alles in der Tat etwas unverständlich rüberkommt. Ich denke, es gibt noch mehr Gründe, die mich dazu gebracht haben, diese Entscheidung zu treffen, die aber unerwähnt blieben. Zum Beispiel die Tatsache, dass das Schreiben eines Blogposts auch Zeit und Vorbereitung bedarf. Wenn ich mich dabei auf weniger konzentriere, habe ich die Hoffnung, dass auch die Qualität steigt.
Nun, wie dem auch sei, ich habe jetzt ein Instagram-Widget auf meinem Blog eingebaut und werde dort all die Kindersachen posten, die ich nähe. Zur Zeit ist da ja auch gerade ein 6. Hugo zu sehen ;-)

Aber nun zum eigentlichen Thema: ich mache mir Gedanken, über meine Herbstgarderobe und damit ich währenddessen auch etwas Sinnvolles nähe, habe ich mir zwei Projekte rausgesucht, die für mich notwendig sind und viel Zeit benötigen: Die Umhängetasche "Working Mum" von Lillesol & Pelle und das Portemonnaie "Grete" von Machwerk.

Die Tasche war längst überfällig, denn wenn ich auf Geschäftsreise ging, benutzte ich zum Transport des Notebooks entweder ganz stillos einen Wanderrucksack oder die Umhängetasche vom Mann. Ein Zustand, der so nicht länger tragbar war. Die Tasche "Working Mum" schien dabei für mich die Lösung für das Problem, da sie genug Stauraum vorsieht und einen Weekender zu haben ist ja auch außerhalb der Berufstätigkeit eine sinnvolle Sache. Damit die Tasche auch wirklich businesstauglich ist, war die Stoffwahl entscheidend. Bei Stoff&Stil gab es einen schönen Polsterstoff und Kunstleder. Im Innenleben hingegen durfte es ruhig bunt sein. Der Apfelstoff, den ich bei Volksfaden bestellt hatte, war eigentlich für eine Bluse für mich bestimmt, aber die Äpfel waren dann doch zu groß. Der orangefarbene Stoff ist wieder ein Stück vom Zelt.
Beim Nähen des Innenteils stellte ich schnell fest, dass die Tasche (ich nähte die kleinere Variante, die sich aber nur in der Tiefe unterscheidet) riesig sein würde. Ich hatte bereits das Laptop-Fach eingenäht, als ich es bemerkte. Da ich aber befürchtete, dass mir die Tasche am Ende nicht gefällt, wenn sie gar zu groß ist, beschloss ich ein bisschen von der Breite wegzunehmen. Als Entscheidungshilfe nutzte ich mein privates Notebook: ich legte es in das Fach und markierte die Breite. Am Ende nahm ich 6,5 Zentimeter von der Breite weg und noch mal ca. 3 Zentimeter von der Gesamthöhe. Theoretisch hätte ich das Laptop-Fach auch in der Höhe reduzieren können, um auch die Gesamthöhe noch um weitere 3 Zentimeter einzukürzen, aber das war mir der Aufwand dann doch nicht wert.
Die Reißverschlusstasche auf der Rückseite, ist die erste dieser Art, die ich genäht habe und ich bin ganz angetan. Der verwendete Reißverschluss ist pink, weil ich den gerade da hatte und an dem Abend, an dem ich die Rückseite genäht hatte, unbedingt weiter machen wollte.
An den Seiten hat die Tasche Gummibänder, um die Weite zu regulieren, ich sehe es aber mehr als optisches Detail. Den Tunnel habe ich auch aus dem Kunstleder gefertigt, da ich mich nicht für einen anderen Stoff entscheiden konnte. Die Befürchtung, dieser würde dadurch zu steif werden, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Das verwendete Gummi und der Kordelstopper sind von einer Hose von mir recycelt und ich bin tatsächlich mal ganz froh, dass ich derlei Zeug immer aufhebe.
Das Hauptfach wird zusätzlich zur Klappe noch mit einem teilbaren Reißverschluss geschlossen. Der verwendete Reißverschluss stammt von einer alten Sweatjacke von mir. Auch hier also wieder etwas Recycling. Die Enden werden laut Anleitung mit KamSnaps an der Tasche befestigt, aber ich habe darauf verzichtet. Ich denke, dass ich die nicht sehr oft verschließen würde, da es dann sehr aufwändig wird, die Tasche zu öffnen.
Damit ihr sehen könnt, wie groß die von mir bereits verkleinerte Tasche tatsächlich ist, habe ich euch noch ein "Tragefoto" gemacht. Also ich bin 1,55 Meter groß und habe bereits meine Witze gemacht, dass ich mit dieser Tasche das Kind direkt mit zur Arbeit nehmen könnte. Meine Tasche hat also in etwa die Maße 39x36x12 anstatt 45x40x12. Ach und die Klappe habe ich ca. 6 Zentimeter länger gemacht. Ich bin ganz zufrieden mit meiner Tasche und nächste Woche kommt dann der erste Einsatz.

Passend zur Tasche habe ich mir auch noch ein Portemonnaie genäht. Den Schnitt musste ich unbedingt haben, als er letztes Jahr im November veröffentlicht wurde und dann hat es doch fast ein ganzes Jahr gedauert, bis ich mich endlich mal durchrang das kniffelige Ding anzugehen.
Genäht habe ich "Grete" aus dem gleichen Polsterstoff wie die Tasche. Wie schön, dass ich selbst nähen kann ;-) Eigentlich wollte ich den Stern aus dem braunen Kunstleder applizieren, aber dann war ich zu schnell mit dem Aufbügeln der Einlage. Irgendwie traute ich mich nicht, auf den verstärkten Stoff auch noch Kunstleder aufzunähen. Nachdem ich das ganze Ding allerdings durch meine Nähmaschine gequält habe, wäre das wohl noch unter "Kinderspiel" abzubuchen. An der buckeligen Naht kann man schon erkennen, dass ich in den Ecken so meine Probleme hatte. Ich schiebe das aber zu 100% auf den verwendeten Reißverschluss. Es ist keine gute Idee, die Meterware mit der breiten Raupe zu verwenden - nur so als Tipp am Rande :-)
Im Inneren wollte ich eigentlich auch den orangefarbenen Zeltstoff verwenden, aber davon hatte ich kein genügend großes Stück oben und extra in den Keller gehen wollte ich nicht, da ich den rotgepunkteten Stoff zur Hand hatte. Dabei hatte ich extra einen passenden orangefarbenen Endlos-Reißverschluss bestellt (seit der Reißverschlusstasche waren ein paar Tage ins Land gegangen..).
Der Vollständigkeit halber hier noch die Rückansicht. Auch sehr schlicht.

Hier mein neues "Business"-Ensemble:
"Und was ist mit der Herbstgarderobe?" könnte man mich jetzt vielleicht fragen. Also da bin soweit gekommen:
Ich brauche einen gefütterten "Fischgrät"-Rock, einen Sweatblazer und einen Mantel. In dieser Reihenfolge oder anders. Mal gucken. Drei Projekte mit aufsteigender Komplexität. Die Schnitte habe ich bereits auserwählt und teilweise auch die Stoffe. Für den Sweatblazer werde ich gleich noch eine Panikbestellung an Stoff und Stil abschicken, denn der curryfarbene Sweatshirtstoff ist nicht mehr im Herbstkatalog. Ahhhhhhhh!

Rock: Modell Nr. 11 aus Ottobre 5/2013 in Fischgrät von Frau Tulpe
Sweatblazer: Modell Nr. 10 aus Ottobre 2/2014 aus curryfarbenen Sweatshirtstoff von Stoff und Stil
Mantel: wahrscheinlich Modell Nr. 18 oder 19 aus Ottobre 5/2012 in einer leuchtenden Farbe

Die genannten Projekte sollte ja reichen, um die nächsten Monate sinnvoll zu überbrücken. Höchstwahrscheinlich kommt auch noch ein Weihnachtskleid hinzu. Ich denke dabei an ein schönes Romanit-Kleid. Aber dazu kann ich mir ja mehr Gedanken machen, wenn der Sew-Along angekündigt wird :-) Eine schöne Tradition!