Sonntag, 15. Dezember 2013

WKSA Teil 5 - Kurzreport

Heute nur ein kurzes Update, da ich es gestern leider nicht geschafft habe, den Text vorzubereiten. 

Ich bin in der letzten Woche gut vorangekommen mit meiner Taktik "schwierige Stellen als Tagesziel". Das ist eine Methode, die ich so ähnlich in einem Seminar zum Zeitmanagement gelernt habe. Also kleine Ziele setzen - "ich mach jetzt nur den Reißverschluss und dann hör ich auf." Das führt letztendlich dazu, dass man motiviert ist überhaupt anzufangen und vom Erfolg dann wiederum angespornt wird weiterzumachen. Toll, nicht wahr? 

Und hier das Resultat:
Weil ich mir für den Freitag nur den Reißverschluss vorgenommen hatte, bin ich selbst überrascht, wie exakt ich mit der nötigen Ruhe doch tatsächlich nähen kann. Zum ersten Mal treffen die Ecken wirklich aufeinander. Und auch an der Taillennaht sieht es ganz symmetrisch aus. Ich habe die Anleitung sehr aufmerksam gelesen und auch, als ich den Gedanken hatte "Das kann doch so gar nicht gehen", habe ich mich an diese gehalten. Und siehe da: Es geht doch und sieht dabei sogar richtig gut aus. Also, nicht dass ich mich selbst loben möchte. Eine richtige Schneiderin findet bestimmt noch Potenzial zum Meckern.

Daher mein Rat an alle anderen Zweifler da draußen: einfach mal probieren. Trennen kann man ja meistens immer noch.

Hier noch die Bilanz in Zusammenfassung:

Was ist nun noch zu tun?
- Oberstoff-Ärmel nähen und einsetzen
- Futterärmel einsetzen
- Reißverschluss einnähen und rückwärtige Naht schließen
- Futterrock nähen und mit Futter-Oberteil verbinden
- Kleid mit Futter "verheiraten"
- Das mit dem Hexenstich an Ärmeln und Saum verstehen und umsetzen
- FERTIG

Ob ich das mit dem Hexenstich nun wirklich mache, weiß ich allerdings noch nicht, da ich keinen Wollstoff verwendet habe, wie im Originalschnitt vorgesehen. Eventuell mache ich einen ganz normalen Saum, in dem ich, wie bei der Glendora das Futter mit fasse. 

Meine Arme kann ich nun noch ganz gut heben. Allerdings hebt sich auch das gesamte Kleid dabei. Es sitzt etwas lockerer als die Glendora, da ich beim ersten Versuch an der rückwärtigen Naht einen Zentimeter rausgenommen hatte. Der Old School Teacher ist damit zwar nicht so figurnah, aber ich kann meine Arme heben und das will ich nun nicht riskieren. 

Grundsätzlich denke ich, dass ich das Kleid gut fertig bekommen werde. Ich mache mir dabei mehr Gedanken, ob ich es schaffen werde, gute Fotos zu bekommen. Vielleicht schneit es ja noch Ende der Woche, denn einen Weihnachtsbaum als Kulisse werde ich wohl nicht finden und so könnte ich Bilder im Schnee machen.

Okay, der Text ist jetzt doch länger geworden, aber wirklich aussagekräftige Fotos gibt es dann wohl erst nächste Woche. Wie sich die anderen Mitstreiter/Innen diese Woche in Szene setzen, könnt ihr wieder hier sehen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

WKSA Teil 4 - Urlaubsbilanz

3 Tage Näh-Urlaub, oder kurz Nählaub, liegen hinter mir. Jeden Tag fragte mich mein Mann: "Und hast du geschafft, was du dir vorgenommen hast?". Jeden Tag war ich etwas ratlos, da ich gar nicht genau sagen konnte, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte.

Am ersten Tag, Montag, sah es so aus: erstmal alle Abnäher am Oberstoff nähen. Ich mag Abnäher nicht. Das heißt, ich nähe sie nicht gern. 12 Abnäher sind am Kleid verteilt. Für mich waren das 2 Stunden Arbeit. Danach war ich zum Mittag verabredet und der Näh-Tag war damit schon vorbei, da meine Verabredung auch näht und die Zeit wie im Flug verging und ich fast das Kind zu spät aus der Kita geholt hätte.

Am zweiten Tag, Donnerstag, hatte ich keine Verabredung. Ich konnte also von 9 bis 15 Uhr nähen. Ohne die Anleitung zu lesen, nähte ich die Teile des Oberstoffs zusammen. Die Seitennähte lies ich noch offen, denn ich hatte mich nun doch für Nahttaschen entschieden. Da ich das Problem bisher hatte, dass die Taschen immer etwas offen standen, wollte ich eigentlich noch mal los, um einen Futterstoff in ähnlichem Farbton zu besorgen. Aber die verlorene Zeit wäre es mir nicht wert gewesen. Daher überwand ich meine Abneigung vorm Futterzuschnitt und legte erst mal alle Teile auf, um zu sehen, ob mein aqua-farbenes Futter genügt, um auch die Taschenbeutel daraus zuzuschneiden. Es genügte. Nachdem ich die Taschenbeutel und auch die restlichen Futterteile zugeschnitten hatte, las ich erst einmal in meinem Burda-Nähbuch nach, wie das mit der Nahttasche nun genau ging. Ich überlegte hin und her und am Ende nähte ich einfach drauf los. Das Ergebnis fand ich schon ganz gelungen und so beendete ich den Nähtag vorzeitig, da ich mir unsicher war, ob ich auch die zweite Tasche so gut verstecken könnte und überhaupt: man muss ja auf Symmetrie achten und dafür fehlte mir nach 4 Stunden Nähen der Nerv.

Am dritten Tag, nachdem ich auf die Frage des Mannes mittlerweile vorbereitet war, nahm ich mir tatsächlich etwas vor. Und zwar wollte ich alle Abnäher am Futter nähen. Das waren auch nur 10. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ich während der nächsten Woche nach Arbeit Lust darauf haben werde und so wollte ich es einfach weg haben. Ich nähte dann noch die Belege an den Halsausschnitt und die Futteroberteile zusammen. Da ich diesmal die Anleitung gelesen hatte, wären als nächstes noch die Futterärmel dran gewesen, aber ich wollte lieber noch die zweite Nahttasche nähen.

Und so sieht es nun aus:
Was ist nun noch zu tun?
- Oberstoff-Ärmel nähen und einsetzen
- Futterärmel einsetzen
- Reißverschluss einnähen und rückwärtige Naht schließen
- Futterrock nähen und mit Futter-Oberteil verbinden
- Kleid mit Futter "verheiraten"
- Das mit dem Hexenstich an Ärmeln und Saum verstehen und umsetzen
- FERTIG

Vor den Ärmeln grusel ich mich ja ein wenig, denn dann wird sich zeigen, ob ich meine Arme heben können werde oder eben nicht.
Ansonsten bin ich ganz froh, dass ich diese Woche zumindest etwas zeigen kann, das an ein Kleid erinnert. Mit etwas Disziplin lässt es sich auf jeden Fall schaffen, das Kleid im vorgegebenen Zeitraum fertig zu bekommen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Sew-Along die magische Eigenschaft hat, die Zeit verfliegen zu lassen. Das hätte ich mal als Kind gebraucht, als sich allein die sechs Tage bis Nikolaus wie Kaugummi zogen.

Was sich bei den anderen in den letzten sieben Tagen ereignet hat, könnt ihr auch diese Woche wieder auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog verfolgen.

Sonntag, 1. Dezember 2013

WKSA Teil 3 - endlich ein bisschen angefangen

Ich will gar nicht so viele Worte verlieren, für etwas, das eigentlich nicht viel ist: Ich habe mit dem Zuschnitt begonnen.
An zwei Abenden habe ich mich dazu aufraffen können, den Stoff erst einmal zu bügeln. Das mit dem Zuschnitt war dann gar nicht so selbstverständlich wie angenommen. Daher hatte ich am Ende des ersten Abends das vordere Rockteil und einen Ärmel als Resultat. Am zweiten Abend habe ich dann den Leinenstoff in Häppchen geschnitten. Wir haben keinen sehr großen Esstisch und ich bin einfach kein großer Fan davon mit einem großen Stoffstück zu hantieren. Auf diese Weise habe ich es nun geschafft auch noch den zweiten Ärmel, die Belege und die beiden rückwärtigen Oberteile zuzuschneiden. Es fehlen also noch das vordere Oberteil und die rückwärtigen Rockteile.

Nachdem ich das vordere Rockteil zugeschnitten hatte, war ich sogar kurz motiviert schon einmal mit den Abnähern zu beginnen. Dann könnte ich heute tatsächlich behaupten, es wären erste Nähte geschafft.

Aber ich habe auch noch etwas anderes gemacht und zwar habe ich eine Größenanpassung am Schnitt vorgenommen. Die Ottobre-Schnitte sind ja für eine Körpergröße von 162-170 Zentimeter. Also leicht über meinen 155 Zentimetern. Bei meiner Burda-Strickjacke hatte ich schon mal eine Größenanpassung probiert. Ich kann jetzt nicht sagen, ob das einen großen Erfolg gebracht hat, da ich ja keinen Vergleich habe. Ich bin mal gespannt, wie es sich hier äußert. Nachdem ich nämlich gelesen habe, dass man die Arme nicht heben kann, wenn das Armloch zu groß ist, wollte ich es einfach mal probieren und habe das Armloch um 1,4 Zentimeter verkleinert (2 x 7 mm). Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt.

Die bevorstehenden 3 Urlaubstage sind diese Woche der Grund, warum ich nicht wirklich vorangekommen bin. "Das kann ich alles dann nächste Woche machen." Dann hoffe ich mal, dass diese 3 Tage nächste Woche der Grund dafür sein werden, dass ich euch zumindest ein ungefüttertes Kleid präsentieren kann und nicht nur eine Hand voll süßer kleiner Wickelbodys in Größe 56 (aus der aktuellen Ottobre... in unserem Freundeskreis gibt es bald Nachwuchs), die ich gerade viel lieber nähen möchte.

Ich denke, dass bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mehr Fortschritte zu vermelden sind. Guckt besser mal hier vorbei. :-)