Sonntag, 17. November 2013

WKSA Teil 1 - noch kann man mich zu den Strebern zählen

Ich muss gestehen, dass ich etwas nervös bin. Nachdem in den vergangenen Monaten das Bloggen etwas in den Hintergrund gerückt ist, ist das Vorhaben beim Weihnachtskleid-Sew-Along mitzumachen etwas gewagt. Aber da ich sowieso vorhatte, dieses Jahr wieder ein Kleid für das Weihnachtsfest zu nähen und der Einladungstext derart motivierend war, lasse ich mich nun dazu hinreißen und hoffe, dass ich auch in den nächsten Wochen Samstags die Zeit finden werde, den Text vorzubereiten und natürlich auch tatsächlich ein Weihnachtskleid zu nähen.

Beim ersten Treffen kann man mich außerdem fast zu den Strebern zählen, denn mir ist ganz klar, welches Kleid ich nähen werde und der Stoff ist auch schon da. Dazu kommt, dass auch der Schnitt bereits kopiert ist, da ich das Kleid so ähnlich bereits genäht habe und zwar beim Weihnachtskleid-Sew-Along 2011. In der Ottobre 5/2011 war ein Basic-Kleidschnitt, der in 4 Variationen genäht werden kann. 2011 entschied ich mich für "Glendora". In diesem Jahr möchte ich es noch etwas einfacher gestalten und werde das Modell "Old-School Teacher" nähen. Es ist im Grunde das gleiche Kleid nur ohne Kragen und Ärmelaufschlag. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich nicht vielleicht den Aufschlag trotzdem ergänze. So schlicht lässt es sich bestimmt besser mit einem Blazer oder einer Strickjacke kombinieren. Das ist mit dem Kragen der Glendora schon schwieriger.


Die Glendora wird von mir nicht sehr häufig getragen, da sie sich im Alltag leider nicht bewährt. Sie ist nicht fahrradtauglich und hat keine Tasche. Doch ich liebe sie dennoch, denn bei einem Geschäftstreffen bin ich mit nur einem Kleidungsstück perfekt angezogen. Ich wurde in ihr sogar schon auf Französisch angesprochen, da man mich für eine Französin hielt. Neulich war ich mit ihr in Brüssel und da beschloss ich, dass ich unbedingt noch so ein Kleid brauche. Im Januar werde ich wieder in Brüssel sein und da kann ich ja schlecht das gleiche Kleid wieder anziehen. Nun bin ich am überlegen, wie ich das Kleid für den Alltag optimieren kann und ob es das überhaupt nötig hat. Denn auch wenn die Glendora nicht "alltagstauglich" ist, so ziehe ich sie doch immer an, wenn die Gelegenheit günstig ist. Wie z.B. wenn der Neuschnee es zu gefährlich macht, um mit dem Fahrrad zu fahren oder eben, wenn man sowieso mit dem Flugzeug unterwegs ist. Eine Tasche möchte ich aber unbedingt ergänzen. Die Frage nach dem Wie konnte ich bisher aber noch nicht beantworten. Nahttaschen in der Seitennaht kommen für mich nicht in Frage, da ich sie bisher nicht so perfekt hinbekommen habe, dass sie nicht aufsperren. Die Teilungsnaht sitzt meines Erachtens zu weit oben, um in diese Naht horizontale Taschen zu integrieren. Dann kommt ja noch dazu, dass ich in diese Tasche ja etwas hineintun möchte. In den meisten Fällen wird das ein Taschentuch sein. Das gibt dann eine Beule. Vielleicht werde ich eine aufgesetzte Tasche in einem anderen Stoff wählen. Dann wäre die Tasche sowieso ein Hingucker und wenn sie gefüllt ist, würde das nicht weiter stören. Bei Nahttaschen will man ja eher verhindern, dass die Taschen wahrgenommen werden.

Als Stoff werde ich nun den "Bio-Leinen im Farbton stumpfes Pink" von Hilco vernähen, den ich bereits 2011 im Stoffekontor für das Weihnachtskleid 2011 gekauft hatte.
Um den Kleiderschnitt fahrradtauglich zu machen ohne die Form zu verändern, könnte man, wie von Catherine vorgeschlagen, eine Dior-Falte probieren. Das kann ich mir bei dem Leinenstoff aber nicht wirklich vorstellen. Ich hatte dazu die Idee, an einer Seite etwas Bündchenstoff einzusetzen, den ich dann auch an der Tasche verwende. Aber ich befürchte, dass das Kleid dadurch zu sportlich werden würde und mir in Zukunft nicht für Geschäftstermine dienen könnte.

Die beiden angedachten Veränderungen kann ich aber auch noch gut integrieren, wenn das Kleid so gut wie fertig ist, darum brauche ich mir dazu jetzt gar keine Gedanken zu machen. Stattdessen gucke ich mal, ob man bei den anderen Teilnehmerinnen schon etwas Inspiration bekommt. Diese werden in diesem Jahr schön säuberlich auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog zusammengetragen.

Kommentare:

  1. Prima, dann bin ich ja nicht die einzige die den schnitt von 2011 wiederholt.
    Viele grüsse
    Elke

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  2. Oh toll, da näht noch eine Fleißige das Old-School-Teacher. Toll.
    Deine Glendora hab ich schon gespeichert. Tolles Teil.
    LG Dana

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  3. Old-school-teacher mit Tasche? Eine aufgesetzte Tasche oder zwei kann ich mir gut vorstellen. Das Kleid ist ja sehr schlicht und bekommt so einen schönen Blickfang. Um es fahrradfahrtauglich zu machen würde ich hinten einen tiefen Schlitz einarbeiten. Diorfalte ginge ganz gut. Ich habe bei meinen Kleidern Gehfalten eingearbeitet. Damit geht Fahrradfahren wenn die Schlitze hinten hoch genug anfängt. Irgendwo im Netz (bei langsamnähen) gibt es dieses Kleid auch mit einem Rock, der unten weiter wird (A Linie) und dann an den Seiten Nahttaschen hat. Das sah auch ganz gut aus. Ich bin gespannt auf das Endprodukt. Gruß MemA

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    1. Oh, danke für den Tipp. Ich habe gerade mal gegoogelt und es auch gleich gefunden: http://langsamnaehen.wordpress.com/2013/05/02/tupfenkleid-endlich/
      Sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus mit einem A-Linien-Rock. Ich hätte gedacht, dass das die Erscheinung maßgeblicher verändern würde. Und die Nahttaschen werde ich vielleicht doch probieren.

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  4. Gegen das Aufsperren von Nahttaschen hilft es sie etwas abzunähen. Es ist wirklich nicht schwer.

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