Sonntag, 24. November 2013

WKSA Teil 2 - der Vorsprung schrumpft

Mein Fortschritt diese Woche ist folgender: Ich habe den Futterstoff und einen Reißverschluss gekauft! Juhuu, alle Materialien zusammen.
Da man das Futter ja nicht sieht, habe ich mich einfach mal anhand des Materials entschieden. Dieser Viskose-Futterstoff war der erste, den mir Nina gezeigt hatte und ich fand sofort, dass die Farbe, die ich spontan als "aqua" bezeichnen würde, einen frischen Kontrast gibt. Der Reißverschluss ist lilafarben. Ich konnte ihn gerade nicht mit aufs Foto nehmen, weil er sich im Schlafzimmer befindet, wie auch das Bügeleisen, warum die Stoffe nicht gebügelt sind. Aber wären sie gebügelt, dann wäre das Kleid sicher auch schon zugeschnitten...

Aber man kann dennoch nicht sagen, ich wäre weitestgehend untätig geblieben. Es gibt Dinge, die für das Weihnachtskleid notwendig sind und die man dennoch nicht direkt mit dem Kleid in Verbindung bringen kann.
  • Ich habe Puschen genäht:

Das war sozusagen ein notwendiges Nähprojekt, da die Füße des Sohnes einfach zu schnell wachsen.
  • Ich habe ein Geburtstagsshirt fast fertig genäht:

Das Shirt ist für meinen Neffen, der am 12.12. seinen 8. Geburtstag feiert. Da ich Angst hatte, ich hätte mir mit Kleid und Shirt zuviel vorgenommen, musste ich das Shirt unbedingt gleich nähen. Es fehlt nur noch das Halsbündchen und der Saum. Also die Sorge ist so gut wie vom Tisch.
  • Ich habe mir für den 4. bis 6. Dezember 3 Tage Urlaub genommen.
Um ganz sicher zu gehen, dass ich das mit dem Kleid auch wirklich hinbekomme, habe ich mir etwas Puffer gegönnt. 3 Tage à 6 Stunden Nähzeit sollten doch wirklich ausreichend sein. Beim 4. Teil des Sew Alongs kann ich dann hoffentlich schon tragbare Ergebnisse zeigen. Und mit dem Puffer wage ich mich dann vielleicht an eine knifflige Taschenlösung. Ich denke da zum Beispiel an Paspeltaschen, da man diese ja beliebig anordnen kann und auf keine Naht angewiesen ist, ähnlich wie bei aufgesetzten Taschen.

Leider habe ich es noch gar nicht geschafft, mir einen Überblick über die anderen Teilnehmer auf dem MeMadeMittwoch-Blog zu verschaffen. Das werde ich diese Woche hoffentlich nachholen können. Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich dieses Jahr wieder mit dabei bin, auch wenn die Woche nach wie vor viel zu kurz ist für all die Dinge, die man so schaffen möchte.

Sonntag, 17. November 2013

WKSA Teil 1 - noch kann man mich zu den Strebern zählen

Ich muss gestehen, dass ich etwas nervös bin. Nachdem in den vergangenen Monaten das Bloggen etwas in den Hintergrund gerückt ist, ist das Vorhaben beim Weihnachtskleid-Sew-Along mitzumachen etwas gewagt. Aber da ich sowieso vorhatte, dieses Jahr wieder ein Kleid für das Weihnachtsfest zu nähen und der Einladungstext derart motivierend war, lasse ich mich nun dazu hinreißen und hoffe, dass ich auch in den nächsten Wochen Samstags die Zeit finden werde, den Text vorzubereiten und natürlich auch tatsächlich ein Weihnachtskleid zu nähen.

Beim ersten Treffen kann man mich außerdem fast zu den Strebern zählen, denn mir ist ganz klar, welches Kleid ich nähen werde und der Stoff ist auch schon da. Dazu kommt, dass auch der Schnitt bereits kopiert ist, da ich das Kleid so ähnlich bereits genäht habe und zwar beim Weihnachtskleid-Sew-Along 2011. In der Ottobre 5/2011 war ein Basic-Kleidschnitt, der in 4 Variationen genäht werden kann. 2011 entschied ich mich für "Glendora". In diesem Jahr möchte ich es noch etwas einfacher gestalten und werde das Modell "Old-School Teacher" nähen. Es ist im Grunde das gleiche Kleid nur ohne Kragen und Ärmelaufschlag. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich nicht vielleicht den Aufschlag trotzdem ergänze. So schlicht lässt es sich bestimmt besser mit einem Blazer oder einer Strickjacke kombinieren. Das ist mit dem Kragen der Glendora schon schwieriger.


Die Glendora wird von mir nicht sehr häufig getragen, da sie sich im Alltag leider nicht bewährt. Sie ist nicht fahrradtauglich und hat keine Tasche. Doch ich liebe sie dennoch, denn bei einem Geschäftstreffen bin ich mit nur einem Kleidungsstück perfekt angezogen. Ich wurde in ihr sogar schon auf Französisch angesprochen, da man mich für eine Französin hielt. Neulich war ich mit ihr in Brüssel und da beschloss ich, dass ich unbedingt noch so ein Kleid brauche. Im Januar werde ich wieder in Brüssel sein und da kann ich ja schlecht das gleiche Kleid wieder anziehen. Nun bin ich am überlegen, wie ich das Kleid für den Alltag optimieren kann und ob es das überhaupt nötig hat. Denn auch wenn die Glendora nicht "alltagstauglich" ist, so ziehe ich sie doch immer an, wenn die Gelegenheit günstig ist. Wie z.B. wenn der Neuschnee es zu gefährlich macht, um mit dem Fahrrad zu fahren oder eben, wenn man sowieso mit dem Flugzeug unterwegs ist. Eine Tasche möchte ich aber unbedingt ergänzen. Die Frage nach dem Wie konnte ich bisher aber noch nicht beantworten. Nahttaschen in der Seitennaht kommen für mich nicht in Frage, da ich sie bisher nicht so perfekt hinbekommen habe, dass sie nicht aufsperren. Die Teilungsnaht sitzt meines Erachtens zu weit oben, um in diese Naht horizontale Taschen zu integrieren. Dann kommt ja noch dazu, dass ich in diese Tasche ja etwas hineintun möchte. In den meisten Fällen wird das ein Taschentuch sein. Das gibt dann eine Beule. Vielleicht werde ich eine aufgesetzte Tasche in einem anderen Stoff wählen. Dann wäre die Tasche sowieso ein Hingucker und wenn sie gefüllt ist, würde das nicht weiter stören. Bei Nahttaschen will man ja eher verhindern, dass die Taschen wahrgenommen werden.

Als Stoff werde ich nun den "Bio-Leinen im Farbton stumpfes Pink" von Hilco vernähen, den ich bereits 2011 im Stoffekontor für das Weihnachtskleid 2011 gekauft hatte.
Um den Kleiderschnitt fahrradtauglich zu machen ohne die Form zu verändern, könnte man, wie von Catherine vorgeschlagen, eine Dior-Falte probieren. Das kann ich mir bei dem Leinenstoff aber nicht wirklich vorstellen. Ich hatte dazu die Idee, an einer Seite etwas Bündchenstoff einzusetzen, den ich dann auch an der Tasche verwende. Aber ich befürchte, dass das Kleid dadurch zu sportlich werden würde und mir in Zukunft nicht für Geschäftstermine dienen könnte.

Die beiden angedachten Veränderungen kann ich aber auch noch gut integrieren, wenn das Kleid so gut wie fertig ist, darum brauche ich mir dazu jetzt gar keine Gedanken zu machen. Stattdessen gucke ich mal, ob man bei den anderen Teilnehmerinnen schon etwas Inspiration bekommt. Diese werden in diesem Jahr schön säuberlich auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog zusammengetragen.