Dienstag, 29. Oktober 2013

Nicht wegwerfen - daraus näh ich noch was!

Kurz vorweg: das Stoffpaket hat sich auf die Reise gemacht. Ich mag es gern einfach und daher hat Cäcilia, die sich am schnellsten gemeldet hat, den ganzen Stoff erhalten und damit Platz für neuen in meinem Lager geschaffen. Einen lieben Dank :-)

Die Überschrift ist eigentlich eines meiner schlimmsten "Ausmist"-Dilemmas. Besonders beim Kleiderschrank ausmisten. Zuerst habe ich alle Sachen aussortiert, die ich nicht mehr trage und schon lange nicht mehr getragen habe. Dann habe ich den entstandenen "Daraus-wird-noch-was"-Stapel gleich noch einmal ausmisten müssen und mich dabei für die Kleidungsstücke entschieden, die mir irgendwie am Herzen lagen. Alle anderen kamen wirklich weg.

Und damit aus dem "Daraus näh ich noch was" kein "Irgendwann" wird, habe ich gleich zugeschnitten. Natürlich fürs Kind. 6 T-Shirts wurden dabei zu 3 Shirts. Der Schnitt ist aus der Ottobre. Zweimal Fireman (3/13) mit verlängerten Ärmeln in Größe 86 und einmal Modell 12 aus 4/2013 in Gr. 92. Ich war größenwahnsinnig und hätte das Kind vielleicht vorher vermessen sollen. Unser Zwerg wächst nämlich gar nicht und ich könnte es mir langsam wieder abgewöhnen immer die nächste Größe zu nähen, wenn Saisonwechsel ist...

Bei allem Tatendrang habe ich die Ursprungsshirts mal wieder nicht dokumentiert. Hier also nur das Ergebnis. Der Raglanschnitt eignet sich übrigens sehr für das Recyceln von T-Shirts, da man viel von dem Motiv retten kann, wenn man keinen kleinen Halsausschnitt mit auf den Stoff bekommen muss.

Nr. 1 ist gleichzeitig mein Favorit weil eines meiner liebsten Bandshirts recycelt wurde.
Nr. 2 ist eigentlich noch ganz neu. Es handelt sich um ein woot-Überraschungsshirts und weil der Mann schon so viele woot-Shirts besitzt, ist es nicht überraschend, dass er dieses schon besaß.. Jetzt können Vater und Sohn im Partnerlook rumlaufen.
Das waren mal zwei Shirts von mir. Das braune habe ich eigentlich kaum getragen. Der Stoff ist so dünn, dass ich mich beim Nähen fragte, ob es sich überhaupt lohnt. Den Saum habe ich daher extra schlampig ohne Messen, Stecken, Bügeln genäht und man erkennt keinen Unterschied...
Da ich befürchte, dass ich größentechnisch bald den Überblick verlieren werde, habe ich die Größe wieder rein gestempelt. Und damit es Kita-tauglich ist, den Namen gleich mit dazu.

Und nun versuche ich, den tollen Scooter-Jersey von Lillestoff NICHT zu kaufen. Schwer. Sehr schwer!

Montag, 21. Oktober 2013

Stoffpaket sucht Adressaten

Mein Mann würde mein Hobby ja am liebsten abschaffen, damit wir wieder mehr Platz haben in unserer kleinen 2-Raumwohnung. Und ein bisschen Recht hat er ja: ohne mein Hobby hätten wir sehr viel mehr Platz. Um ihm ein bisschen entgegenzukommen, habe ich mal mein Stofflager inspiziert.

Anlass waren dabei eigentlich 2 Meter Riley Blake Stoff, den ich 2011 mal gekauft hatte. Jedes Mal, wenn ich meine Stoffberge nach einem geeigneten Stoff durchsuchte, vielen sie mir in die Hände und mir fiel absolut kein Anlass ein, bei dem ich diese einmal vernähen könnte. Sie sind mir einfach zu pink. Irgendwie.

2 x 0.5 Meter
plus 1 Meter = 2 Meter
Und weil ich gerade dabei war, habe ich gleich noch nachgesehen, was es sonst noch so für Stoffe gibt, für die jemand anderes vielleicht eine bessere Verwendung hat.
Herausgekommen ist ein ganz schöner Stapel. Im letzten Jahr hatte ich schon einmal den unteren braunen Stoff verschenken wollen. Leider hatte sich die Interessentin nicht wieder gemeldet und so hat er noch ein wenig länger bei mir ausgeharrt. Den Rock, den ich daraus genäht habe, liebe ich nach wie vor. Er hält im Winter in Kombination mit einer Thermoleggings schön warm. Viel wärmer als ne Jeans :-)
1 Meter Chiffon Farbe Puder von Stoff&Stil
1 Meter elastischer "Hemdenstoff" und ein Reststück von Stoffe.de
ca. 2x2 Meter Ikea-Baumwollbettwäsche
diverse Baumwollstücke
Stücke von original 70er-Jahre Bettwäsche (ebay)
ein paar Reststoffe meiner Projekte.
Der ganze Stapel befindet sich nun in einem Windelkarton und ist quasi abfahrbereit. Wenn ich jetzt nur noch wüsste, welche Adresse ich drauf schreiben soll.

Ich möchte die Stoffe verschenken. Gern können sie auch gewerblich genutzt werden. Hauptsache in meinem Schrank ist wieder Platz und aus den Stoffen wird vielleicht doch noch etwas Schönes. Stoffe, die nicht gefallen, können auch weiterverschenkt werden.

Bitte hinterlasst mir einfach einen Kommentar mit einer Kontaktmöglichkeit oder schreibt mir eine Mail.

Samstag, 12. Oktober 2013

"Ode an den Body" oder so ähnlich

Draußen wird es langsam kalt, nass und ungemütlich. Und somit wird es Zeit für warme Sachen. So ein Baby, dass schon lange kein Baby mehr ist, trägt da natürlich einen langärmligen Body drunter. Da ich die letzten Bodys ja quasi für den Sommer mit kurzen Ärmeln genäht hatte, kamen die also nicht mehr länger in Frage. Es mussten neue her.

Auch wenn ich im Januar eigentlich ganz froh war, dass ich erst einmal keine Bodys nähen brauche, so musste ich doch wieder feststellen, dass ich Bodys eigentlich am liebsten nähe. Im Januar waren die Bodys noch in Größe 74, im Juni nähte ich noch einen Fuchsbody in Größe 80 und die aktuelle "Kollektion" ist schon in Größe 86. Bei dieser Größe ist schon fast Schluss auf dem Schnittmusterbogen. Größe 92 kann es noch geben und dann muss ich mir ein neues Lieblingskleidungsstück für meinen Sohn suchen und ich denke nicht, dass ich Boxershorts nähen werde...

Der Schnitt ist aus der Ottobre 6/2012 und ich habe keine Anpassungen gemacht. Alle drei Bodys sind aus schönem dicken Interlock genäht und haben alle viel zu lange Ärmel. Nachdem das Geburtstagsshirt an den Armen nämlich gerade etwas knapp wird (ich müsste mal ein paar Bündchen annähen), war ich sehr großzügig mit der Nahtzugabe und habe diese dann auch nur pi-x-Daumen umgeklappt.

Ich habe die Bodys komplett ohne Schnickschnack genäht, obwohl ich gern so ein Stück Webband am Halsbündchen mitgefasst hätte, wie es in der Ottobre 4/2013 gezeigt wird. Aber dafür war ich beim Nähen einfach zu sehr in Fahrt. Wie das eben so ist, wenn man gleich mehrere gleiche Kleidungsstücke näht. Dafür habe ich jetzt große Freude an meinen Stempeln gefunden, mit denen ich den Namen meines Sohnes und die Kleidergröße direkt auf die linke Seite des Rückenteils gestempelt habe. Irgendwann musste ich einsehen, dass es doch sinnvoll ist, die Kleidergröße mit anzugeben. Vieles weiß ich noch aus dem Kopf und kann es im Zweifel auch auf meinem Blog nachlesen (wie praktisch), aber ich denke, dass man irgendwann auf jeden Fall den Überblick verlieren wird und so ein Stempelaufdruck kratzt ja auch nicht im Nacken :-)

Nun habe ich also fürs Baby genäht und ich versuche weiter am Vorsatz "eins für mich, eins fürs Baby" festzuhalten. Für mich habe ich aktuell die gern getragene Valeska der Schwangerschaft "nicht-schwangerschaftstauglich" umgenäht und eigentlich wollte ich sie auch an diesem Mittwoch zeigen, da ich lustigerweise genau das gleiche Outfit anhatte, wie an dem 9. Mai letztes Jahr, nur eben ohne Bauch. Aber ich werde es nachholen, genauso wie die ganzen anderen Sachen, die ich schon lange hier zeigen wollte. Als nächstes werde ich endlich einen Rock aus dem Zelt nähen oder vielleicht auch schon einen Walk-Rock. Und somit bleibe ich weiter gefangen im Konflikt: Bloggen oder Nähen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die KiTa-Tasche, die jetzt meine Handtasche ist

Zur Reihe der Dinge, die ich für mein Kind nähen wollte, bevor ich überhaupt schwanger war, gesellt sich auch die KiTa-Tasche. Mein Sohn geht nun seit einem Monat in die Kita, also eigentlich sollte er längst eine solche Tasche besitzen. Ich habe sogar eine genäht, aber dann habe ich entschieden, dass es doch meine Tasche ist. Grund ist nicht allein der pure Egoismus, den eine Mutter ja eher selten auslebt, sondern die Tasche ist für den kleinen Kerl auch einiges zu groß und überhaupt muss er ja jetzt, wo er seine ersten eigenen Schritte macht, nicht gleich anfangen, sein Zeug selbst zu tragen.

Vielleicht sieht man der Tasche an, dass es eine KiTa-Tasche ist, aber das ist mir egal. Ich fühl mich eh noch ziemlich kindisch. Da hat das Muttersein nix dran ändern können.

Für die Applikation (vom Stoffdesign "En Route" von BORA via Lillestoff abgeschaut) habe ich Jerseyreste verwendet, weil ich diese wirklich in allen denkbaren Farben vorrätig habe. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Applikation so schön plastisch wirkt (Unter dem Mund befindet sich eine Lage Interlock und zwei Lagen Sweat...). Die restlichen Stoffe sind mal wieder ein Stück von meinem Zelt, aus dem ich auf jeden Fall noch eine Amy nähen möchte. Die Tasche fasst sich nämlich so schön weich an, da muss man einfach Kleidung draus nähen. Wahrscheinlich liegt das an den Regentagen, die das Zelt von einst auf dem Campingplatz stand.

Genäht habe ich die Tasche nach der Anleitung für die Tasche Martina von Martina und bei den Maßen habe ich mir die Trinkflasche und die Vesperdose zur Hand genommen und dann noch großzügig Platz dazu gegeben, damit später auch noch ein Spielzeug mit reingepasst hätte. Für eine KiTa-Tasche hätte ich mich vielleicht eher an den Maßen eines T-Shirts für meinen Sohn orientieren sollen, um eine Vorstellung davon zu haben, wie klein der Rücken eines Einjährigen ist, aber egal. Ich möchte mich ja nicht beschweren, dass ich jetzt eine neue Handtasche habe und für meinen Sohn möchte ich dann doch lieber einen Rucksack nähen. Bei Pinterest habe ich dafür auch schon eine Anleitung gefunden. Mit dem Nähen warte ich jetzt aber, bis er ins Kindergartenalter kommt. Also noch zwei Jahre. Bis dahin tragen wir ihm seine Tasche gern :-)