Dienstag, 17. September 2013

Jetzt aber mal in die Puschen kommen

Beim vierten Mal ist es nur noch halb so schlimm und ich sehe es schon auf mich zukommen: Puschen muss ich jetzt immer im Doppelpack nähen. Denn wenn das Kind in die Kita kommt, braucht man ja alles doppelt, aber wem erzähl ich das?

Aus den gelben Puschen ist mein Sohn Anfang des Sommers rausgewachsen, aber das war nicht schlimm, denn im Sommer konnte er die meiste Zeit barfuß umherlaufen/krabbeln. Als es kühler wurde, kamen die grünen Puschen mit in die Kita. Für Zuhause mussten dann relativ schnell neue Puschen her, daher hatte ich keine große Motivation für eine ausgefallene Applikation. Das erste Paar, hatte ich ja nur mit Webband verziert, was zwar schnell geht, aber die Stelle, an der vier Lagen Leder UND noch das Webband aufeinander treffen, hielt mich davon ab, diese Variante noch einmal zu probieren. Bei meinem ersten Entwurf (ich zeichne mir dazu immer den Umriss des vorderen Schnittteils und mal dann eben rein, was mir in den Sinn kommt), zeichnete ich eine Banane, was auch gut zu dem braunen Leder gepasst hätte und was Hella bei meinem letzten Puschen-Post auch vorgeschlagen hatte. Aber dann wollte ich es lieber doch noch einfacher. Daher entschied ich mich für meine derzeitige Lieblingsapplikation: der Stern.
Das Leder hatte ich noch da, denn bei meiner letzten Bestellung hatte ich gleich für drei Paar Leder berechnet. Die Sternapplikation habe ich mit festem Jeansgarn aufgenäht und weil ich wirklich nicht sehr motiviert war und ich die Puschen auch nur nähte, weil das Kind nun eben wieder etwas an die Füße brauchte, wechselte ich das Garn zum Nähen nicht. Die dadurch entstandenen Kontrastnähte gefallen mir aber wirklich gut. Manchmal hat Faulheit eben auch sein Gutes.
Das tollste an selbstgenähten Puschen ist ja, dass das Kind immer etwas Selbstgenähtes trägt. Ich habe sehr viele Sachen geerbt, so dass es derzeit keinen großen Bedarf an selbstgenähten Sachen gibt. Im Winter trägt der Sohn drinnen außerdem die meiste Zeit nur Strumpfhosen. Die sind einfach praktischer, weil sie nicht hochrutschen. Dann freue ich mich umso mehr, dass die Schuhe von mir sind. :-) Und die nächsten Puschen nähe ich am besten bald, bevor der Bedarf da ist, damit ich wieder Muse für eine tolle Applikation finde. Andererseits finde ich die Sterne schon ganz cool. Na ja, so lange wird die 20/21 sowieso nicht mehr passen.

Mittwoch, 11. September 2013

MMM - Sommerheld im Herbst

Irgendwie ist es dieses Jahr ganz komisch: ich bin ganz verliebt in den Herbst. In das Regenwetter. In die kühle Luft. In das heruntergefallene Laub. Ich bin voller Vorfreude auf kuschelige Abende. Auf Mützenwetter. Auf heiße Teetassen. Scheinbar hat sich meine innere Einstellung damit angefreundet, dass ich optisch ein Herbsttyp bin und so fällt es mir nicht schwer, den Sommer hinter mir zu lassen.

Meinen liebsten Sommerrock, den ich kurz vor Ende des Sommers von einem misslungenen Keid einfach abgeschnitten hatte, trug ich heute einfach mit einer Strumpfhose. Und da der Rock gefüttert ist, war das auch gar kein Problem. Ich nenne den Rock meinen Sommerheld, weil sich der Viskosestoff (Frühjahr/Sommer-Kollektion 2012 von Stoff und Stil) 1a trägt und durch das wilde Blümchenmuster fällt es auch gar nicht auf, wenn man ihn nicht frisch gebügelt hat. Dadurch ist er immer einsatzbereit und super geeignet, um ihn im Urlaub direkt aus dem Koffer heraus anzuziehen.

Kombiniert habe ich den Rock heute mit einem, ich sag mal royalblauen, Kaufpulli. Die Farbe ist zwar nicht unbedingt passend für den Herbsttyp, aber ich kann die alten Sachen ja nicht ersatzlos aus meinem Kleiderschrank werfen.

Ob die anderen Damen bereits ihre Herbstgarderobe tragen oder auch sommerliche Kleidungsstücke herbsttauglich gestylt haben, könnt ihr wie immer auf dem MeMade-Blog nachlesen.

Mittwoch, 4. September 2013

MMM: Wo eins ein Farbklecks im Schnee

Kleine Farbstudie zum Me Made Mittwoch: Senfgelb vor Weiß wirkt anders als Senfgelb vor grün.
Die Tatsache, dass ich heute am Me Made Mittwoch teilnehme, hat ihre Ursache darin, dass ich mich beim Griff in den Kleiderschrank plötzlich über die darin enthaltenen Kleidungsstücke freute, ohne dass etwas Neues hinzugekommen wäre.

Den Rock habe ich am Anfang meiner Nähkarriere im Frühling 2011genäht. Er besteht aus einem relativ festen Baumwollstoff mit weißen Elefanten darauf. Der Schnitt ist improvisiert. Ein A-Linien-Rock mit Taschen. Am Bund habe ich ein petrolfarbenes Bündchen angebracht, in dass ich zwei Ösen getackert habe, um eine gelbe Kordel hindurchzuziehen. Der Saum ist im Lagenlook mit einem Schrägband eingefasst und einem weiteren gelben Saumstreifen.

Das Top ist ebenso bereits im Jahr 2011 genäht worden und ich hatte es hier schon einmal an einem Mittwoch getragen.

Die Strickjacke ist gekauft und vervollständigt mein Outfit.

Und die Tasche sollte eigentlich gar nicht für mich sein. Sie ist wieder ein Stück vom Zelt und ich werde sie noch genauer vorstellen, wenn sie wirklich fertig ist. Der Tragegurt ist nämlich von meiner Wickeltasche gemopst (wirklich praktisch, wenn man für die Befestigung Karabinerhaken verwendet).
Nun aber genug der Worte. Jetzt schnell noch ne Runde bei den anderen Me-Made-Damen drehen, bevor der Abend in die Nacht übergeht ;-)