Samstag, 24. August 2013

Was ist eigentlich aus diesem SWAP geworden?

Diese Frage stellte ich mir dieser Tage beim Anblick meines Kleiderschranks.
Spontan fiel mir als Grund für mein, nennen wir es mal "Scheitern", die Tatsache ein, dass ich auch für meinen Sohn nähe. Die Sachen für meinen Sohn sind einfach so verführerisch. Sie sehen niedlich aus, sind meist schnell mit der Overlock genäht und wenn sie etwas zu groß geraten, dann wächst der Knirps noch rein. Beim Versuch meinen Plan umzusetzen, sind mir einfach zu viele schöne Jerseys begegnet.
Mein nächster Erklärungsversuch betrifft das Farbschema. Ja, das Schema, das ich mir ausgesucht habe, gefällt mir nach wie vor, doch bei den angebotenen Stoffen spiegeln sich eben auch aktuelle Trends. Currygelb wird nicht ewig Trendfarbe sein. Ist sie es überhaupt noch? Das Problem ist dabei nicht, dass ich keine Stoffe mehr in diesem Farbton finden kann, sondern mehr die Tatsache, dass es zu viele Stoffe in anderen Farben gibt. Das verführt mich, mein Schema zu verlassen und hat zur Folge, dass sich meine Sachen nicht mehr wie gewünscht kombinieren lassen.
Tja, und dann gibt es noch das Stofflager. Natürlich sind darin immer noch viele Stoffe enthalten, die ich einfach in zu kleiner Menge gekauft habe, um daraus ein sinnvolles Projekt für mich umzusetzen. Aber es gibt auch noch Stoffe, zum Beispiel den beerenfarbenen Leinen, den ich ursprünglich für mein Weihnachtskleid gekauft hatte, die in der Tat vernäht werden könnten. Und dieses Stofflager ist dann eben auch der Grund, warum ich mich etwas zurückhalte beim Stoffkauf. Das liegt nicht so sehr daran, dass ich sehr diszipliniert wäre. Nein, es ist eher das Problem mit dem mangelnden Platz, das mich vom Stoffkauf abhält.
Im Sommer konnte ich nun trotzdem erfreut feststellen, dass ich ein gutes Sortiment kombinierbarer Freizeit-Sommer-Kleidungsstücke in meinem Schrank habe. Und zu diesen Freizeit-Sommer-Kleidungsstücken ist in dieser Woche endlich ein Tanktop hinzugekommen. Bisher hatte ich immer die Joana als Tanktop genäht. Aber die Träger sind mir für ein Tanktop deutlich zu breit und der Armausschnitt zu schmal. Darum habe ich den Schnitt für mich optimiert und eines meiner liebsten Kauf-Tanktops zur Hand genommen und Armausschnitt und Trägerbreite übernommen. Arm- und Halsausschnitt habe ich außerdem wie beim Kaufshirt mit einem Jerseystreifen versäubert. Das kann ich mittlerweile im Schlaf (dank Babykleidung) und sieht meiner Meinung nach auch noch mehr nach Tanktop aus :-)
Hier könnt ihr nun mein neustes Sommer-Freizeit-Outfit sehen:
Die blaue Hose habe ich bereits 2011 genäht und hier vorgestellt. Von der Passform ist die Hose wirklich nicht der Hammer, aber in diesem Sommer habe ich sie dennoch sehr häufig getragen, weil ich meine einst liebste Kaufhose einfach nicht mehr finden kann.
Das Tanktop ist aus einem Orange-GrauRot-Hellblau-gestreiften Jersey von Stoff und Stil und fühlt sich sehr weich an. Ich bin sehr angetan von der Qualität, aber der Stoff wurde ja erst einmal gewaschen. Da ich das Shirt aber am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte, wird sich sicher bald zeigen, ob sich der Stoff bewähren kann.

Leider besteht mein Leben nicht nur aus Freizeit und Spielplatzbesuchen. Glücklicherweise konnte ich noch einen schnelles Rock-Projekt für meine Bürogarderobe realisieren. Dabei gibt es in meinem Kleiderschrank eigentlich keinen Rockmangel, aber einen Mangel an selbstgenähten, Fahrrad-tauglichen Röcken mit Taschen. Man nehme also: ein missglücktes Kleid mit Nahttaschen, eine Schere und ein schönes breites, am besten farbiges Gummiband (erhältlich im Nähkontor).
Die Schere ist nicht mit abgebildet und wie man sehen kann, ist das Kleid sogar gefüttert. Mit nur einem beherzten Schnitt und zwei Nähten (Im Idealfall, wenn man das Gummiband nicht erst zum Möbiusband näht) erhält man dann einen bürotauglichen, gefütterten Rock mit Taschen:
Möbiusband

Der Rock hat sich seit seiner Entstehung vor drei Wochen sehr bewährt. Aber nun wird es ja Herbst und es wird Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was ich in den nächsten Wochen selbstgenähtes im Büro und auf dem Spielplatz tragen kann. Der SWAP ist also nicht tot, er hatte nur eine laaaange Sommerpause :-) Der erste Schritt ist für mich nun das Ausmisten. Mit mehr Übersicht im Schrank näht es sich bestimmt auch gleich viel besser. Und damit ich auch dabei nicht den Überblick verliere, habe ich auch meine Nähschublade aufgeräumt. Als nächstes nähe ich jetzt die Kita-Tasche fertig. Da muss ich nicht nachdenken und das Risiko einer überstürzten Nähhandlung wird minimiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

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