Mittwoch, 7. August 2013

minnies allein daheim - Tag 1

"minnies allein daheim" - der Name ist hier gerade Programm. Papa und Sohn sind auf Abenteuerreise und während ich zuvor befürchtete, dass ich vor lauter Sehnsucht deprimiert auf der Couch sitzen würde, sieht die Realität aktuell ganz anders aus. Ich stehe unter Strom! So viele Möglichkeiten - ich weiß gar nicht, was ich zuerst tun soll. Darum ging ich gestern erst einmal Stoff shoppen. Ganz klare Vermeidungstaktik: Angst vor der leeren Wohnung. 

Zuhause angekommen, erst einmal ein T-Shirt vom Liebsten zerschneiden: Konfrontationstaktik. Ein neuer Schlafanzug fürs Baby, das gar kein Baby mehr ist.



Nachdem der Schlafanzug (Ottobre 1/2013 Modell 5 Gr. 86, Länge wurde durch vorhandenen Stoff bestimmt) fertig war, hatte ich mich bereits ein wenig an die neue Freiheit gewöhnt und dann kam der beste Part: Ich hab einfach alles stehen lassen. Auf dem Esstisch! Heute morgen habe ich dann einfach auf dem Balkon gefrühstückt und so sieht es hier gerade aus, wie man sich das bei einem alleinlebenden Nähnerd vielleicht vorstellen mag (Vorsicht, jetzt bekommt ihr Einblick in die dunkle Seite der minnies). Kurz: Hier sieht's aus! Das könnt' ihr euch gar nicht vorstellen. Das Bügelbrett quer im Raum, überall Stoffberge, Nähutensilien, Schnittmusterteile und ich mittendrin! Das Chaos aus der Nähschublade hat sich quasi über die halbe Wohnung verteilt. Hier nur  zwei Beweisbilder:
In der Maschine dreht schon der nächste Stoff seine Runden


Und weil das gestern so gut funktioniert hat, habe ich heute nach Arbeit gleich wieder einen Stopp im Stoffladen meines Vertrauens (Nähkontor - hier läuft übrigens gerade ne Verlosung für Testkäufer im neuen Onlineshop) gemacht. Die heutige Beute trocknet bereits, dank Super-15-Minuten-Programm auf dem Balkon.

So und nun hole ich unser altes Familienzelt aus dem Keller, um das Chaos perfekt zu machen. Das Zelt hat seine Jahre auf dem Campingplatz längst gezählt und bevor es entsorgt werden konnte, wies ich meine Eltern entrüstet darauf hin, dass der Stoff bestens für Taschen und andere Dinge, die was aushalten müssen, geeignet ist. Allerdings habe ich das Zelt bestimmt 15 Jahre nicht gesehen. Ich bin mal gespannt, ob Erinnerung und Realität zusammenpassen. Auf jeden Fall ist der Plan, es für ein Knautschbilderbuch, wie es Hella kürzlich genäht hat, zu verwenden und für einen Kita-Rucksack und eine Tasche für mich, einen Rock, eine Hose.... Na mal gucken, ob mich die Realität gleich aus meinen Träumen reißt... Mehr dazu morgen. Jetzt muss ich dringend weitermachen. Die Zeit verfliegt...

Kommentare:

  1. :D Viel Spaß noch in der Nähnerd-Single-Wohnung!

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  2. Sehr witzig, kommt mir bekannt vor. So war ich während des Mutterschutzes unterwegs. Da hingen auch immer nur neue Stoffe an den Wäscheleinen aber keine gewaschenen Kleider... ;-)Viel Spaß noch, genieß die Zeit!

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  3. Das klingt alles sehr spannend und nach viel Spaß!
    Genieß` deine Zeit allein. Bin auf das Zelt gespannt - deine frische Wäsche sieht ja schon mal richtig herbstlich kuschelig aus.

    Liebe Grüße von Kirstin

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