Sonntag, 24. März 2013

SWAP-Sunday: Gedanken zum Plan

Als Mitte September letzten Jahres der SWAP 12/13 von Immi, Mema und Rong startete, war mein Baby gerade zwei Monate alt und meine damaligen Körpermaße ließen mich an alles nur nicht an das Nähen von Kleidung für mich denken. Aber dennoch verfolgte ich die Fortschritte der einzelnen Teilnehmerinnen mit großem Interesse. Umso gespannter war ich dann natürlich auch auf den Ausgang.  Bei Rong las ich nun kürzlich zusammenfassend, dass fast alle Pläne, während der 5 Monate Änderungen erfahren hätten. Sehr ermutigend fand ich den folgenden Satz:

Pläne sind nur theoretische Entwürfe und müssen während der Umsetzung immer wieder verändert und angepasst werden. (http://mypatternmyfashion.blogspot.de/2013/03/swap-1213-abschlussbericht.html)

Mein eingeschobenes März-Projekt wird sicher nicht das Ende meiner Änderungen sein. Darum habe ich meinen Plan noch einmal "bereinigt":

Natürlich möchte ich auch weiterhin Sachen nähen, die sich gut kombinieren lassen. Dass sich meine neue Strickjacke gut mit meinem bisherigen Kleiderschrank kombinieren lässt, konnte ich am Mittwoch ja schon erfolgreich demonstrieren und man sieht es auch auf dem kleinen Bild. Und so bin ich sehr zuversichtlich, dass sich auch meine weiteren Kleidungsstücke gut einpassen werden, auch wenn ich jetzt noch nicht so richtig weiß, was ich nun tatsächlich nähen möchte. Damit das gut gelingt, habe ich mir deshalb weitere Gedanken gemacht. Allerdings nicht über Stoffe oder Schnitte sondern über Farben. Und Folgendes ist dabei rausgekommen:
Vielen Dank an .Meike von Crafteln für die Wortschöpfung "Kopfkleiderschrank"
Ich liebe Gelb und Grün, Petrol lässt sich gut zu Braun kombinieren und mit Rot setze ich gern Akzente. Damit die Garderobe nicht zu dunkel wird, kann auch noch mehr Naturfarbenes (wie meine Strickjacke) meinen Kleiderschrank bevölkern. Generell ist meine Sommergarderobe farbenfroher. Ich denke dabei nur an meine blauen Shorts, die ich gern mit meinem gelben Top kombiniert getragen habe.

So weit so gut. Welche Farbe mein Streifenshirt dann also haben wird, ist jedoch eine Frage für den nächsten Monat. Nächsten Sonntag wird es Feiertagsbedingt keinen SWAP-Sunday geben, aber im April geht es dann gleich weiter. Ich freue mich schon so auf mein Streifenshirt, denn obwohl ich die gestreiften Stoffe schon immer im Stoffladen gestreichelt habe, habe ich bisher noch keinen für mich gekauft.

Mittwoch, 20. März 2013

MeMade Mittwoch: ein Farbklecks im Schnee

Pünktlich zum WinterFrühlingsanfang habe ich mein Weihnachtskleid 2011 ausgeführt. Der plötzliche Wintereinbruch sorgte dafür, dass ich mein Fahrrad gegen den Bus tauschte. Diese Gelegenheit musste genutzt werden, mich mal wieder ganz schick zu machen. Auf dem Fahrrad ist das schmalgeschnittene Kleid und der gekaufte Mantel wirklich fehl am Platz.
In dem Kleid habe ich mich mal wieder wirklich gut angezogen gefühlt und ich bin motiviert, mir dieses Jahr unbedingt noch ein weiteres Bürokleid zu nähen. Das Kleid (Glendora) war in der Ottobre 6/2011 in verschiedenen Variationen enthalten. Das werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

Und was habe ich da unter dem Mantel noch drunter? Ha, das Kleid ist ja mit kurzen Ärmeln und da ich gelegentlich zu frösteln drohe, habe ich natürlich meine neue Strickjacke kombiniert. Ich bin sehr froh, dass ich meinen Mann heute zu einer kleinen Fotosession im Schnee motivieren konnte.
Die Jacke sieht auf dem Bild etwas schief aus, was aber nur daran liegt, dass ich, nachdem ich den Mantel ausgezogen habe, vergaß noch ein wenig an mir rumzuzubbeln. Mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden und ich möchte auch noch eine weitere Jacke nähen, wenn mir ein geeigneter Stoff in die Hände kommt. Die Ärmel könnte man noch etwas kürzen. Ansonsten bin ich von meinen pi x Daumen vorgenommenen Größenanpassungen am Schnitt schon zufrieden. Wie man auf dem Bild auch gut sehen kann, habe ich mit der Knopfwahl genau das erreicht, was ich mir vorgestellt habe: Sie sind sehr dezent, aber von nah betrachtet etwas Besonderes.

Und hier die Liste aller meiner MeMade-Teile in den oberen Bildern: Mütze, Tasche, Kleid und Strickjacke - Auch, wenn die Bilder von Dienstag sind, ein würdiger MeMade Mittwoch :-)

Wer sonst noch da draußen bunte Farbkleckse in die Schneelandschaft trägt, könnt ihr wie jeden Mittwoch wieder auf dem MeMadeMittwoch-Blog erleben.

Montag, 18. März 2013

Strickjacken-Update

  Eure Kommentare haben mich sehr motiviert, mich einfach mal an die Knopflöcher zu setzen. Mir macht eigentlich der Stoff nicht so sehr Angst. Meine Nähmaschine hat eine Knopflochautomatik und einen speziellen Knopfloch-Fuß mit einer langen Schiene, so dass ein Verrutschen des Stoffes quasi nicht möglich ist. Angst macht mir mehr die Tatsache, dass ich fünf Knopflöcher nähen muss und diese möglichst in einem gleichen Abstand gerade untereinander gearbeitet werden sollten. Um die Angst abzuschütteln, habe ich mir einfach gesagt, dass es viel zu viel Zeit rauben würde, wenn ich versuchen täte 100% genau zu arbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich dies erreichte, ist gefühlt nicht sehr hoch und der Ärger wäre dann beim Verfehlen des Ziels auch größer. Es gibt doch diese lustige 20/80-Regel, die man in jedem Zeitmanagementkurs lernt (in 20% der Zeit erledigt man 80% der Arbeit). Auf meine Knopflöcher angewendet, interpretiere ich sie wie folgt: mit 20% meiner Anstrengung werde ich die Knopflöcher zu 80% gerade arbeiten und die restlichen 20% Ungenauigkeit fallen beim Tragen nicht mehr auf. 

So nahm ich mir den Druck (wir reden hier immer noch von meinem Hobby!) und die Knopflöcher waren fertig, während die Tagesschau lief. Eins der Knopflöcher ist ein wenig aus der Reihe getanzt. Aber da kann ich ja behaupten, das soll so ;-) Doch dann stellte sich heraus, dass die Knöpfe das eigentliche Problem sind. Die müssen nämlich von Hand angenäht werden und ich hab dazu keine Technik. Ich näh die einfach irgendwie an und hoffe, dass sie möglichst lang halten.

Aber irgendwann waren sie dann tatsächlich alle dran und meine Strickjacke ist fertig. Yeah! Fertig! :-)

Ich bin sehr überrascht wie gut das Gesamtergebnis dann geworden ist. Zwischenzeitlich hatte ich schon arge Zweifel. Besonders bei der Anprobe ohne Blende hatte ich die Befürchtung, die Jacke wäre vielleicht zu klein und die Knöpfe würden später aufsperren. Aber der Fall ist glücklicherweise nicht eingetreten. Zum Beweis werde ich morgen mal versuchen meinen Mann zu einer Fotosession zu motivieren. Bis dahin muss ich euch leider noch etwas vertrösten. 

Und Elke, Rita und Hella: ich bin gespannt auf eure Werke. Im Vorfeld hatte ich ja versucht, andere bereits genähte Exemplare der Strickjacke im Netz zu finden, aber entweder bin ich diesmal wirklich fix oder meine Suchanfrage war einfach ungeeignet ;-)

Sonntag, 17. März 2013

SWAP-Sunday #5: reine Knopf-Sache

  Eigentlich war ich ja guter Dinge, dass ich euch heute meine fertige Strickjacke (Burda 3/13 Modell 107) präsentieren könnte, aber dann kam eine plötzliche Nähunlust angesichts der 5 Knopflöcher. Und dabei war ich so euphorisch. Die Blende war an zwei Abenden angebracht und ich freute mich auf meinen Knopfkauf im Nähkontor. Ich hatte eine vage Vorstellungung, von einem besonderen Knopf, der zunächst unscheinbar sich kaum von der Stofffarbe abhebt und erst bei näherer Betrachtung seine Schönheit/ Einzigartigkeit offenbart. Dass ich diesen Knopf im Nähkontor finden würde, war gar nicht die Frage. Ich musste eher aufpassen, dass ich nicht zuviele in die engere Auswahl nehme, damit ich mich am Ende überhaupt entscheiden kann. Zum Glück stand mir Nina beratend zur Seite. Ich hab auch ein paar Bilder von den angeren Kandidaten gemacht. Los geht's:
#1 schlicht, graubraun und glänzend 

#2 naturfarben, mit geschliffenem Wirbelwind

#3 ähnlich #2, aber heller und mit schlichterem Schliff

#4 die kleine Mokka-Bohne

Und wie hättet ihr euch entschieden?

Nachdem wir Knopf #2 aufgelegt hatten, war ich eigentlich schon überzeugt. Er variiert die Farbe je nach Blickwinkel ein wenig und passt sehr gut zum naturbelassenen Leinenjersey. Die Mokkabohnen muss ich mir aber unbedingt noch für ein weiteres Projekt merken. Die sind wirklich hübsch.

Die Knöpfe sind also da, nur die Knopflöcher nicht. Aber es ist ja auch erst Mitte März - kein Grund zur Eile. Was allerdings langsam knapp wird, ist die Zeit zum Leeren des Bauchmuskeltäschchens. Ich hatte mir vorgenommen, dass bis Ostern zu schaffen. Ich hab heute mal durchgezählt: es sind noch 33 Zettelchen enthalten und auf 9 von ihnen steht die 50. Eigentlich noch zu schaffen. Ich war nur in den letzten Tagen sehr faul. Ich nehme mir also vor, ab heute jeden Tag mindestens 3 Zettel abzuarbeiten. Und los! Ich bin dann mal auf der Matte...

Donnerstag, 14. März 2013

Neue Puschen braucht der Frühling

Der Grund, warum ich neue Puschen für mein Baby nähen musste, waren eigentlich die dicken Frotteestrumpfhosen. Einige von euch werden es vielleicht wissen: Väter sind bei der Kleidungsfrage nicht sehr geduldig und wenn etwas schwierig anzuziehen ist, wird es eben nicht angezogen.

Babys erste Puschen wurde aber auch in der Tat langsam etwas eng. Ich hatte von vornherein beim Messen den Fehler gemacht, dass ich vergaß, dass das Schnittteil bereits inklusive Nahtzugabe war und somit waren die ersten Puschen von Anfang an nicht sehr groß.

Also musste neue her. Frühlingsfrische. Ich hatte bei Manu-Faktur drei DIN A3 Bögen Leder in sonnengelb, lindgrün und dunkelbraun bestellt. Man kann die Farbe am Bildschirm ja so schlecht einschätzen und es werden sicher noch mehr Puschen benötigt. Frühlingsfrisch erschien mir dann das lindgrüne Leder. Die ersten Puschen hatte ich ja nur mit Webband verziert, da ich ja noch nicht wusste, ob sich die Mühe einer Applikation überhaupt lohnen würde. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, sich mit Lederresten so richtig auszutoben. Aber welches Motiv soll denn da auf die Puschen? Da hat man alle Möglichkeiten und möchte ja keins der typischen Jungs-Puschen-Motive applizieren - Autos, Bagger und Co. kann ich auch einfacher haben.

Bei Frühling denkt man ja eigentlich sofort an Blumen. Warum sollten Jungs eigentlich keine Blumen mögen?
Am Ende musste ich aber feststellen, dass ich für die Blume vielleicht nicht unbedingt pinkes Leder hätte verwenden sollen. Jetzt sehen die Puschen irgendwie so aus, als hätte ich ein typisches Mädchenmodell gewählt.. Leider fliegt der Marienkäfer auch von der Blume fort. Als ich das Motiv angeordnet habe, hatte ich den linken und rechten Fuß vertauscht.

Die Puschen sind jetzt schon in Größe 20/21. Ich dachte mir, wenn sie noch zu groß sind, kann ich die 18/19 immer noch nähen. Und so kam es dann auch. Die Puschen halten zwar gut am Fuß und auch der Papa kann sie leicht anziehen, aber es sieht schon ein wenig ulkig aus.

Also gleich noch das gelbe Leder zur Hand genommen und noch einmal darüber nachgedacht, wie man die nun verzieren könnte. Obst schien mir da sehr geeignet und bei dem sonnigen Gelb kam mir die Ananas in den Sinn. Damit es nicht zu einseitig wird, gesellt sich noch eine Erdbeere und eine Himbeere dazu. Ich hoffe, ihr hättet es auch ohne meine Hilfe erkannt ;-)
Die fruchtigen Puschen sind dann doch eher das, was ich mir unter geschlechtsneutral vorgestellt habe. Aber wenn der Bub da rausgewachsen ist, bekommt er trotzdem ne pinke Blume an die Füße ;-)

Und hier noch einmal alle drei Modelle im Größenvergleich (20/21, 18/19 & 16/17):
Ich kann nicht unbedingt behaupten, dass das letzte Exemplar leichter zu nähen gewesen wäre, als das erste. Es wird zwar mit den größeren Puschen etwas einfacher, aber ich bin dennoch froh, dass ich erst einmal kein Leder vernähen muss. Das ist echt eine nervenaufreibende Geschichte. Es lohnt sich aber dennoch. Auch, wenn die kleinen braunen Puschen immer etwas kniffelig anzuziehen waren, hab ich sie meinem Baby voller Stolz angezogen.

Sonntag, 10. März 2013

SWAP-Sunday #4: auf gutem Weg

  So eine Jacke ist ja schnell genäht und wenn ich die Abende zur Zeit nicht lieber strickend auf der Couch verbringen würde, wäre sie sicher schon fertig. 
Diese Woche habe ich die Teile zugeschnitten und zusammen gesetzt. Wer ein paar Shirts genäht hat, beherrscht das sicher im Schlaf. Allerdings hat Burda hier wieder die Ärmelnähte erst genäht und dann eingesetzt. Warum man das bei einem einteiligen Ärmel machen sollte, ist mir ja ein wenig unverständlich, aber ich habe mich mal daran gehalten. Mit dem Ergebnis bin ich auch zufrieden. Ob die Nähte aufeinandertreffen, fühlt sich für mich ja immer ein wenig wie Glücksspiel an ;-)



Wie man sehen kann, ist der Saum auch schon gecovert. Nun brauche ich nur noch die Blende anzusetzen und die Knopfleiste zu arbeiten. Gesteckt ist die Blende auch schon, ich weiß nur noch nicht, ob ich sie mit dreifachem Geradstich oder mit der Overlock annähe. Burda empfiehlt einen elastischen Spezialstich, aber eigentlich frage ich mich, ob man den wirklich braucht. Die Blende ist mit Gewebeeinlage versehen und daher sowieso nicht mehr sehr elastisch.

Und wenn die Blende dann dran ist, besuche ich das Nähkontor, denn dort finde ich garantiert die perfekten Knöpfe. Darauf freue ich mich schon sehr und daher ist es auch eine super Motivation, die Blende so schnell wie möglich fertig zu bekommen.

Alles in allem kann ich nach zwei Wochen auf Arbeit sagen, dass ich doch noch gut Zeit zum Nähen habe. Ich arbeite nur 30 Stunden und wenn ich dann nach Hause komme, freue ich mich auf mein Baby. Wenn das dann friedlich im Bettchen schlummert, fühle ich mich voller Energie. Und jetzt, wo alle drei Maschinen in Wohnzimmerschränken untergebracht sind, kann mich auch nichts mehr aufhalten. Ach, halt - die Schnittmuster sind noch im Schlafzimmer...

Sonntag, 3. März 2013

SWAP Sunday #3: März Strickjacke

  Mein Nähplan wurde im Februar ja so gut erfüllt, dass ich eigentlich sehr entspannt bin. Für März gibt es mit der Strickjacke eine kleine Planabweichung, aber dennoch bin ich guter Dinge, dass ich am Ende diesen Jahres einen guten Stapel kombinierbarer MeMade-Kleidung haben werde. Obwohl man das vielleicht nicht daran festmachen sollte, dass man ein Shirt genäht hat. Ein Kleid oder Mantel ist da ja ne ganz andere Dimension ;-)

Nun also zur Strickjacke. Der Schnitt ist kopiert und ich habe sogar eine professionelle Größenanpassung vorgenommen, nachdem ich in der Februar-Burda zufällig darüber gestolpert bin. In der Burda Nähschule, die in meinem Bücherregal steht, ist das zwar genauso erklär (Die "gewusst wie" Rubrik ist doch bestimmt 1:1 aus dem Buch übernommen.), aber ich habe es mir bisher nie genau angesehen. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich bisher nach dem lästigen Schnittkopieren auch gar nicht die Lust und darum immer nur pauschal die Ärmel um mehrere Zentimeter gekürzt. Aber da ich mir für dieses Jahr "nur" elf Kleidungsstücke für mich vorgenommen habe, habe ich erstaunlicherweise plötzlich Lust, den gesamten Entstehungsprozess zu zelebrieren. Na, wenn das mal nix ist! ;-)


Dass ich den Leinenjersey von Siebenblau verwenden möchte, hatte ich ja bereits erwähnt. Als ich am Montag nach meinem ersten Arbeitstag auf dem Weg zum PEKiP noch etwas Zeit hatte, hielt ich daher gleich mal auf der Pappelallee. Siebenblau liegt nämlich zuuuuufällig genau auf dem Weg, wenn man zunächst einen kleinen Abstecher auf die Schönhauser macht ;-) Im Laden habe ich mich mal wieder kaum getraut, mich weiter umzusehen. Nur kurz den Leinenjersey befühlt, für gut befunden und schnell wieder raus. Also nach dem Bezahlen und mit dem Stoff.

Gewaschen ist der Stoff nun auch schon. Die benötigte Einlage habe ich bei meinem Samstagsspaziergang auch gleich im Nähkontor gefunden - es kann nun also losgehen. Wir haben in unserer kleinen Zweizimmerwohnung auch ein paar Optimierungsmaßnahmen vorgenommen. So schön ich meinen Nähplatz im Schlafzimmer fand, war es doch sehr ungünstig. Immer wenn das Baby schlief, konnte ich nicht nähen. Nun sind meine drei Maschinen in ihren eigenen Schrank im Wohnzimmer gezogen. Nun muss ich zwar wieder alles aufräumen nach dem Nähen, aber da ich meine Nähzeiten sowieso genau planen muss, ist das gar kein Problem. Am Schlafanzug hatte ich es mal getestet: Overlock raus, Schulternaht schließen, Overlock wieder weg - 5 Minuten.

Mit dem Zuschnitt wird das heute aber nix mehr. Der Jersey muss noch gebügelt werden und das Bügeleisen ist im Schlafzimmer...

Freitag, 1. März 2013

Jetzt ist Frühling

Heute ist der 1. März - für mich offiziell der Zeitpunkt, an dem die warmen Wintertage zu kalten Frühlingstagen werden. Und darum wird es auch höchste Zeit mein Winterstrickprojekt abzuschließen.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich es auch langsam satt: links - links - rechts - rechts - links - links - rechts - rechts... Die Einzelstücke waren dann auch nur längliche Lappen. Also ich bevorzuge es doch, alles in einem Stück zu stricken. Da kann man wenigstens zwischendurch auch schon mal erkennen, was es werden soll. Aber ich will mich nicht beschweren - dieses Strickprojekt hat mich doch tatsächlich durch den gesamten Winter begleitet - eine Babyjacke aus dem Buch "Kuschelweiches für Babys und Kleinkinder". Genaugenommen habe ich sogar schon Anfang November begonnen. Uiuiui - Stricken ist ganz schön zeitaufwändig. Aber das Strickmuster dankt dies - es ist nämlich in Größe 74/86. Durch das Rippmuster und Umschlagbündchen wächst die Jacke also lange mit. Wir machen hier schon unsere Witze, dass unser Baby sie noch zur Einschulung tragen wird. Was vielleicht gar nicht so unrealistisch ist - in Berlin ist das ja recht früh. ;-)

Genug der Worte, hier ein Bild:
 Sie ist nicht perfekt, aber auf jeden Fall ein praktisches Basicteil. Lange habe ich überlegt, ob ich den roten Reißverschluss nehmen soll oder die Jacke doch lieber komplett neutral belasse. Als ich den Zipper dann aber angehalten habe, war ich so froh, nach soviel Grau endlich mal wieder etwas Farbe zu sehen, dass die Entscheidung dann gar nicht so schwer fiel. Eigentlich ist die Jacke noch nicht ganz fertig. Ich habe den Reißverschluss gekürzt und bis jetzt fehlt oben noch der Stopper, damit der Zipper nicht abzuziehen geht. Außerdem bin ich noch am Überlegen, ob ich von innen noch eine Blende anbringe und wie ich den Hals vor dem Reißverschluss clever schützen kann. Leider war in dem Buch an der Stelle, wo es zur Blende kam, ein Fehler. Ich habe das Buch aus der Bibliothek, weshalb es nicht die aktuellste Ausgabe ist. Nachdem man für die Blende die entsprechende Anzahl an Maschen aufgenommen hat, kam direkt der Satz zum Abketteln. An der Stelle habe ich also ein wenig improvisiert.

Zum Glück bin ich aber nicht so streng. Jetzt ist Frühling und darum ist das Winterprojekt fertig - Basta! Die erste Anprobe war auch erfreulich, aber so ein "Ganzkörperbündchen" muss ja passen.

Das hier verwendete Baby Merino Garn von Drops wird jetzt gegen Safran (auch von Drops, auch wieder in Grau, allerdings Hellgrau) getauscht und dann geht's los mit der Latzhose. Yeah!