Sonntag, 15. Dezember 2013

WKSA Teil 5 - Kurzreport

Heute nur ein kurzes Update, da ich es gestern leider nicht geschafft habe, den Text vorzubereiten. 

Ich bin in der letzten Woche gut vorangekommen mit meiner Taktik "schwierige Stellen als Tagesziel". Das ist eine Methode, die ich so ähnlich in einem Seminar zum Zeitmanagement gelernt habe. Also kleine Ziele setzen - "ich mach jetzt nur den Reißverschluss und dann hör ich auf." Das führt letztendlich dazu, dass man motiviert ist überhaupt anzufangen und vom Erfolg dann wiederum angespornt wird weiterzumachen. Toll, nicht wahr? 

Und hier das Resultat:
Weil ich mir für den Freitag nur den Reißverschluss vorgenommen hatte, bin ich selbst überrascht, wie exakt ich mit der nötigen Ruhe doch tatsächlich nähen kann. Zum ersten Mal treffen die Ecken wirklich aufeinander. Und auch an der Taillennaht sieht es ganz symmetrisch aus. Ich habe die Anleitung sehr aufmerksam gelesen und auch, als ich den Gedanken hatte "Das kann doch so gar nicht gehen", habe ich mich an diese gehalten. Und siehe da: Es geht doch und sieht dabei sogar richtig gut aus. Also, nicht dass ich mich selbst loben möchte. Eine richtige Schneiderin findet bestimmt noch Potenzial zum Meckern.

Daher mein Rat an alle anderen Zweifler da draußen: einfach mal probieren. Trennen kann man ja meistens immer noch.

Hier noch die Bilanz in Zusammenfassung:

Was ist nun noch zu tun?
- Oberstoff-Ärmel nähen und einsetzen
- Futterärmel einsetzen
- Reißverschluss einnähen und rückwärtige Naht schließen
- Futterrock nähen und mit Futter-Oberteil verbinden
- Kleid mit Futter "verheiraten"
- Das mit dem Hexenstich an Ärmeln und Saum verstehen und umsetzen
- FERTIG

Ob ich das mit dem Hexenstich nun wirklich mache, weiß ich allerdings noch nicht, da ich keinen Wollstoff verwendet habe, wie im Originalschnitt vorgesehen. Eventuell mache ich einen ganz normalen Saum, in dem ich, wie bei der Glendora das Futter mit fasse. 

Meine Arme kann ich nun noch ganz gut heben. Allerdings hebt sich auch das gesamte Kleid dabei. Es sitzt etwas lockerer als die Glendora, da ich beim ersten Versuch an der rückwärtigen Naht einen Zentimeter rausgenommen hatte. Der Old School Teacher ist damit zwar nicht so figurnah, aber ich kann meine Arme heben und das will ich nun nicht riskieren. 

Grundsätzlich denke ich, dass ich das Kleid gut fertig bekommen werde. Ich mache mir dabei mehr Gedanken, ob ich es schaffen werde, gute Fotos zu bekommen. Vielleicht schneit es ja noch Ende der Woche, denn einen Weihnachtsbaum als Kulisse werde ich wohl nicht finden und so könnte ich Bilder im Schnee machen.

Okay, der Text ist jetzt doch länger geworden, aber wirklich aussagekräftige Fotos gibt es dann wohl erst nächste Woche. Wie sich die anderen Mitstreiter/Innen diese Woche in Szene setzen, könnt ihr wieder hier sehen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

WKSA Teil 4 - Urlaubsbilanz

3 Tage Näh-Urlaub, oder kurz Nählaub, liegen hinter mir. Jeden Tag fragte mich mein Mann: "Und hast du geschafft, was du dir vorgenommen hast?". Jeden Tag war ich etwas ratlos, da ich gar nicht genau sagen konnte, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte.

Am ersten Tag, Montag, sah es so aus: erstmal alle Abnäher am Oberstoff nähen. Ich mag Abnäher nicht. Das heißt, ich nähe sie nicht gern. 12 Abnäher sind am Kleid verteilt. Für mich waren das 2 Stunden Arbeit. Danach war ich zum Mittag verabredet und der Näh-Tag war damit schon vorbei, da meine Verabredung auch näht und die Zeit wie im Flug verging und ich fast das Kind zu spät aus der Kita geholt hätte.

Am zweiten Tag, Donnerstag, hatte ich keine Verabredung. Ich konnte also von 9 bis 15 Uhr nähen. Ohne die Anleitung zu lesen, nähte ich die Teile des Oberstoffs zusammen. Die Seitennähte lies ich noch offen, denn ich hatte mich nun doch für Nahttaschen entschieden. Da ich das Problem bisher hatte, dass die Taschen immer etwas offen standen, wollte ich eigentlich noch mal los, um einen Futterstoff in ähnlichem Farbton zu besorgen. Aber die verlorene Zeit wäre es mir nicht wert gewesen. Daher überwand ich meine Abneigung vorm Futterzuschnitt und legte erst mal alle Teile auf, um zu sehen, ob mein aqua-farbenes Futter genügt, um auch die Taschenbeutel daraus zuzuschneiden. Es genügte. Nachdem ich die Taschenbeutel und auch die restlichen Futterteile zugeschnitten hatte, las ich erst einmal in meinem Burda-Nähbuch nach, wie das mit der Nahttasche nun genau ging. Ich überlegte hin und her und am Ende nähte ich einfach drauf los. Das Ergebnis fand ich schon ganz gelungen und so beendete ich den Nähtag vorzeitig, da ich mir unsicher war, ob ich auch die zweite Tasche so gut verstecken könnte und überhaupt: man muss ja auf Symmetrie achten und dafür fehlte mir nach 4 Stunden Nähen der Nerv.

Am dritten Tag, nachdem ich auf die Frage des Mannes mittlerweile vorbereitet war, nahm ich mir tatsächlich etwas vor. Und zwar wollte ich alle Abnäher am Futter nähen. Das waren auch nur 10. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ich während der nächsten Woche nach Arbeit Lust darauf haben werde und so wollte ich es einfach weg haben. Ich nähte dann noch die Belege an den Halsausschnitt und die Futteroberteile zusammen. Da ich diesmal die Anleitung gelesen hatte, wären als nächstes noch die Futterärmel dran gewesen, aber ich wollte lieber noch die zweite Nahttasche nähen.

Und so sieht es nun aus:
Was ist nun noch zu tun?
- Oberstoff-Ärmel nähen und einsetzen
- Futterärmel einsetzen
- Reißverschluss einnähen und rückwärtige Naht schließen
- Futterrock nähen und mit Futter-Oberteil verbinden
- Kleid mit Futter "verheiraten"
- Das mit dem Hexenstich an Ärmeln und Saum verstehen und umsetzen
- FERTIG

Vor den Ärmeln grusel ich mich ja ein wenig, denn dann wird sich zeigen, ob ich meine Arme heben können werde oder eben nicht.
Ansonsten bin ich ganz froh, dass ich diese Woche zumindest etwas zeigen kann, das an ein Kleid erinnert. Mit etwas Disziplin lässt es sich auf jeden Fall schaffen, das Kleid im vorgegebenen Zeitraum fertig zu bekommen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Sew-Along die magische Eigenschaft hat, die Zeit verfliegen zu lassen. Das hätte ich mal als Kind gebraucht, als sich allein die sechs Tage bis Nikolaus wie Kaugummi zogen.

Was sich bei den anderen in den letzten sieben Tagen ereignet hat, könnt ihr auch diese Woche wieder auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog verfolgen.

Sonntag, 1. Dezember 2013

WKSA Teil 3 - endlich ein bisschen angefangen

Ich will gar nicht so viele Worte verlieren, für etwas, das eigentlich nicht viel ist: Ich habe mit dem Zuschnitt begonnen.
An zwei Abenden habe ich mich dazu aufraffen können, den Stoff erst einmal zu bügeln. Das mit dem Zuschnitt war dann gar nicht so selbstverständlich wie angenommen. Daher hatte ich am Ende des ersten Abends das vordere Rockteil und einen Ärmel als Resultat. Am zweiten Abend habe ich dann den Leinenstoff in Häppchen geschnitten. Wir haben keinen sehr großen Esstisch und ich bin einfach kein großer Fan davon mit einem großen Stoffstück zu hantieren. Auf diese Weise habe ich es nun geschafft auch noch den zweiten Ärmel, die Belege und die beiden rückwärtigen Oberteile zuzuschneiden. Es fehlen also noch das vordere Oberteil und die rückwärtigen Rockteile.

Nachdem ich das vordere Rockteil zugeschnitten hatte, war ich sogar kurz motiviert schon einmal mit den Abnähern zu beginnen. Dann könnte ich heute tatsächlich behaupten, es wären erste Nähte geschafft.

Aber ich habe auch noch etwas anderes gemacht und zwar habe ich eine Größenanpassung am Schnitt vorgenommen. Die Ottobre-Schnitte sind ja für eine Körpergröße von 162-170 Zentimeter. Also leicht über meinen 155 Zentimetern. Bei meiner Burda-Strickjacke hatte ich schon mal eine Größenanpassung probiert. Ich kann jetzt nicht sagen, ob das einen großen Erfolg gebracht hat, da ich ja keinen Vergleich habe. Ich bin mal gespannt, wie es sich hier äußert. Nachdem ich nämlich gelesen habe, dass man die Arme nicht heben kann, wenn das Armloch zu groß ist, wollte ich es einfach mal probieren und habe das Armloch um 1,4 Zentimeter verkleinert (2 x 7 mm). Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt.

Die bevorstehenden 3 Urlaubstage sind diese Woche der Grund, warum ich nicht wirklich vorangekommen bin. "Das kann ich alles dann nächste Woche machen." Dann hoffe ich mal, dass diese 3 Tage nächste Woche der Grund dafür sein werden, dass ich euch zumindest ein ungefüttertes Kleid präsentieren kann und nicht nur eine Hand voll süßer kleiner Wickelbodys in Größe 56 (aus der aktuellen Ottobre... in unserem Freundeskreis gibt es bald Nachwuchs), die ich gerade viel lieber nähen möchte.

Ich denke, dass bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mehr Fortschritte zu vermelden sind. Guckt besser mal hier vorbei. :-)

Sonntag, 24. November 2013

WKSA Teil 2 - der Vorsprung schrumpft

Mein Fortschritt diese Woche ist folgender: Ich habe den Futterstoff und einen Reißverschluss gekauft! Juhuu, alle Materialien zusammen.
Da man das Futter ja nicht sieht, habe ich mich einfach mal anhand des Materials entschieden. Dieser Viskose-Futterstoff war der erste, den mir Nina gezeigt hatte und ich fand sofort, dass die Farbe, die ich spontan als "aqua" bezeichnen würde, einen frischen Kontrast gibt. Der Reißverschluss ist lilafarben. Ich konnte ihn gerade nicht mit aufs Foto nehmen, weil er sich im Schlafzimmer befindet, wie auch das Bügeleisen, warum die Stoffe nicht gebügelt sind. Aber wären sie gebügelt, dann wäre das Kleid sicher auch schon zugeschnitten...

Aber man kann dennoch nicht sagen, ich wäre weitestgehend untätig geblieben. Es gibt Dinge, die für das Weihnachtskleid notwendig sind und die man dennoch nicht direkt mit dem Kleid in Verbindung bringen kann.
  • Ich habe Puschen genäht:

Das war sozusagen ein notwendiges Nähprojekt, da die Füße des Sohnes einfach zu schnell wachsen.
  • Ich habe ein Geburtstagsshirt fast fertig genäht:

Das Shirt ist für meinen Neffen, der am 12.12. seinen 8. Geburtstag feiert. Da ich Angst hatte, ich hätte mir mit Kleid und Shirt zuviel vorgenommen, musste ich das Shirt unbedingt gleich nähen. Es fehlt nur noch das Halsbündchen und der Saum. Also die Sorge ist so gut wie vom Tisch.
  • Ich habe mir für den 4. bis 6. Dezember 3 Tage Urlaub genommen.
Um ganz sicher zu gehen, dass ich das mit dem Kleid auch wirklich hinbekomme, habe ich mir etwas Puffer gegönnt. 3 Tage à 6 Stunden Nähzeit sollten doch wirklich ausreichend sein. Beim 4. Teil des Sew Alongs kann ich dann hoffentlich schon tragbare Ergebnisse zeigen. Und mit dem Puffer wage ich mich dann vielleicht an eine knifflige Taschenlösung. Ich denke da zum Beispiel an Paspeltaschen, da man diese ja beliebig anordnen kann und auf keine Naht angewiesen ist, ähnlich wie bei aufgesetzten Taschen.

Leider habe ich es noch gar nicht geschafft, mir einen Überblick über die anderen Teilnehmer auf dem MeMadeMittwoch-Blog zu verschaffen. Das werde ich diese Woche hoffentlich nachholen können. Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich dieses Jahr wieder mit dabei bin, auch wenn die Woche nach wie vor viel zu kurz ist für all die Dinge, die man so schaffen möchte.

Sonntag, 17. November 2013

WKSA Teil 1 - noch kann man mich zu den Strebern zählen

Ich muss gestehen, dass ich etwas nervös bin. Nachdem in den vergangenen Monaten das Bloggen etwas in den Hintergrund gerückt ist, ist das Vorhaben beim Weihnachtskleid-Sew-Along mitzumachen etwas gewagt. Aber da ich sowieso vorhatte, dieses Jahr wieder ein Kleid für das Weihnachtsfest zu nähen und der Einladungstext derart motivierend war, lasse ich mich nun dazu hinreißen und hoffe, dass ich auch in den nächsten Wochen Samstags die Zeit finden werde, den Text vorzubereiten und natürlich auch tatsächlich ein Weihnachtskleid zu nähen.

Beim ersten Treffen kann man mich außerdem fast zu den Strebern zählen, denn mir ist ganz klar, welches Kleid ich nähen werde und der Stoff ist auch schon da. Dazu kommt, dass auch der Schnitt bereits kopiert ist, da ich das Kleid so ähnlich bereits genäht habe und zwar beim Weihnachtskleid-Sew-Along 2011. In der Ottobre 5/2011 war ein Basic-Kleidschnitt, der in 4 Variationen genäht werden kann. 2011 entschied ich mich für "Glendora". In diesem Jahr möchte ich es noch etwas einfacher gestalten und werde das Modell "Old-School Teacher" nähen. Es ist im Grunde das gleiche Kleid nur ohne Kragen und Ärmelaufschlag. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich nicht vielleicht den Aufschlag trotzdem ergänze. So schlicht lässt es sich bestimmt besser mit einem Blazer oder einer Strickjacke kombinieren. Das ist mit dem Kragen der Glendora schon schwieriger.


Die Glendora wird von mir nicht sehr häufig getragen, da sie sich im Alltag leider nicht bewährt. Sie ist nicht fahrradtauglich und hat keine Tasche. Doch ich liebe sie dennoch, denn bei einem Geschäftstreffen bin ich mit nur einem Kleidungsstück perfekt angezogen. Ich wurde in ihr sogar schon auf Französisch angesprochen, da man mich für eine Französin hielt. Neulich war ich mit ihr in Brüssel und da beschloss ich, dass ich unbedingt noch so ein Kleid brauche. Im Januar werde ich wieder in Brüssel sein und da kann ich ja schlecht das gleiche Kleid wieder anziehen. Nun bin ich am überlegen, wie ich das Kleid für den Alltag optimieren kann und ob es das überhaupt nötig hat. Denn auch wenn die Glendora nicht "alltagstauglich" ist, so ziehe ich sie doch immer an, wenn die Gelegenheit günstig ist. Wie z.B. wenn der Neuschnee es zu gefährlich macht, um mit dem Fahrrad zu fahren oder eben, wenn man sowieso mit dem Flugzeug unterwegs ist. Eine Tasche möchte ich aber unbedingt ergänzen. Die Frage nach dem Wie konnte ich bisher aber noch nicht beantworten. Nahttaschen in der Seitennaht kommen für mich nicht in Frage, da ich sie bisher nicht so perfekt hinbekommen habe, dass sie nicht aufsperren. Die Teilungsnaht sitzt meines Erachtens zu weit oben, um in diese Naht horizontale Taschen zu integrieren. Dann kommt ja noch dazu, dass ich in diese Tasche ja etwas hineintun möchte. In den meisten Fällen wird das ein Taschentuch sein. Das gibt dann eine Beule. Vielleicht werde ich eine aufgesetzte Tasche in einem anderen Stoff wählen. Dann wäre die Tasche sowieso ein Hingucker und wenn sie gefüllt ist, würde das nicht weiter stören. Bei Nahttaschen will man ja eher verhindern, dass die Taschen wahrgenommen werden.

Als Stoff werde ich nun den "Bio-Leinen im Farbton stumpfes Pink" von Hilco vernähen, den ich bereits 2011 im Stoffekontor für das Weihnachtskleid 2011 gekauft hatte.
Um den Kleiderschnitt fahrradtauglich zu machen ohne die Form zu verändern, könnte man, wie von Catherine vorgeschlagen, eine Dior-Falte probieren. Das kann ich mir bei dem Leinenstoff aber nicht wirklich vorstellen. Ich hatte dazu die Idee, an einer Seite etwas Bündchenstoff einzusetzen, den ich dann auch an der Tasche verwende. Aber ich befürchte, dass das Kleid dadurch zu sportlich werden würde und mir in Zukunft nicht für Geschäftstermine dienen könnte.

Die beiden angedachten Veränderungen kann ich aber auch noch gut integrieren, wenn das Kleid so gut wie fertig ist, darum brauche ich mir dazu jetzt gar keine Gedanken zu machen. Stattdessen gucke ich mal, ob man bei den anderen Teilnehmerinnen schon etwas Inspiration bekommt. Diese werden in diesem Jahr schön säuberlich auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog zusammengetragen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Nicht wegwerfen - daraus näh ich noch was!

Kurz vorweg: das Stoffpaket hat sich auf die Reise gemacht. Ich mag es gern einfach und daher hat Cäcilia, die sich am schnellsten gemeldet hat, den ganzen Stoff erhalten und damit Platz für neuen in meinem Lager geschaffen. Einen lieben Dank :-)

Die Überschrift ist eigentlich eines meiner schlimmsten "Ausmist"-Dilemmas. Besonders beim Kleiderschrank ausmisten. Zuerst habe ich alle Sachen aussortiert, die ich nicht mehr trage und schon lange nicht mehr getragen habe. Dann habe ich den entstandenen "Daraus-wird-noch-was"-Stapel gleich noch einmal ausmisten müssen und mich dabei für die Kleidungsstücke entschieden, die mir irgendwie am Herzen lagen. Alle anderen kamen wirklich weg.

Und damit aus dem "Daraus näh ich noch was" kein "Irgendwann" wird, habe ich gleich zugeschnitten. Natürlich fürs Kind. 6 T-Shirts wurden dabei zu 3 Shirts. Der Schnitt ist aus der Ottobre. Zweimal Fireman (3/13) mit verlängerten Ärmeln in Größe 86 und einmal Modell 12 aus 4/2013 in Gr. 92. Ich war größenwahnsinnig und hätte das Kind vielleicht vorher vermessen sollen. Unser Zwerg wächst nämlich gar nicht und ich könnte es mir langsam wieder abgewöhnen immer die nächste Größe zu nähen, wenn Saisonwechsel ist...

Bei allem Tatendrang habe ich die Ursprungsshirts mal wieder nicht dokumentiert. Hier also nur das Ergebnis. Der Raglanschnitt eignet sich übrigens sehr für das Recyceln von T-Shirts, da man viel von dem Motiv retten kann, wenn man keinen kleinen Halsausschnitt mit auf den Stoff bekommen muss.

Nr. 1 ist gleichzeitig mein Favorit weil eines meiner liebsten Bandshirts recycelt wurde.
Nr. 2 ist eigentlich noch ganz neu. Es handelt sich um ein woot-Überraschungsshirts und weil der Mann schon so viele woot-Shirts besitzt, ist es nicht überraschend, dass er dieses schon besaß.. Jetzt können Vater und Sohn im Partnerlook rumlaufen.
Das waren mal zwei Shirts von mir. Das braune habe ich eigentlich kaum getragen. Der Stoff ist so dünn, dass ich mich beim Nähen fragte, ob es sich überhaupt lohnt. Den Saum habe ich daher extra schlampig ohne Messen, Stecken, Bügeln genäht und man erkennt keinen Unterschied...
Da ich befürchte, dass ich größentechnisch bald den Überblick verlieren werde, habe ich die Größe wieder rein gestempelt. Und damit es Kita-tauglich ist, den Namen gleich mit dazu.

Und nun versuche ich, den tollen Scooter-Jersey von Lillestoff NICHT zu kaufen. Schwer. Sehr schwer!

Montag, 21. Oktober 2013

Stoffpaket sucht Adressaten

Mein Mann würde mein Hobby ja am liebsten abschaffen, damit wir wieder mehr Platz haben in unserer kleinen 2-Raumwohnung. Und ein bisschen Recht hat er ja: ohne mein Hobby hätten wir sehr viel mehr Platz. Um ihm ein bisschen entgegenzukommen, habe ich mal mein Stofflager inspiziert.

Anlass waren dabei eigentlich 2 Meter Riley Blake Stoff, den ich 2011 mal gekauft hatte. Jedes Mal, wenn ich meine Stoffberge nach einem geeigneten Stoff durchsuchte, vielen sie mir in die Hände und mir fiel absolut kein Anlass ein, bei dem ich diese einmal vernähen könnte. Sie sind mir einfach zu pink. Irgendwie.

2 x 0.5 Meter
plus 1 Meter = 2 Meter
Und weil ich gerade dabei war, habe ich gleich noch nachgesehen, was es sonst noch so für Stoffe gibt, für die jemand anderes vielleicht eine bessere Verwendung hat.
Herausgekommen ist ein ganz schöner Stapel. Im letzten Jahr hatte ich schon einmal den unteren braunen Stoff verschenken wollen. Leider hatte sich die Interessentin nicht wieder gemeldet und so hat er noch ein wenig länger bei mir ausgeharrt. Den Rock, den ich daraus genäht habe, liebe ich nach wie vor. Er hält im Winter in Kombination mit einer Thermoleggings schön warm. Viel wärmer als ne Jeans :-)
1 Meter Chiffon Farbe Puder von Stoff&Stil
1 Meter elastischer "Hemdenstoff" und ein Reststück von Stoffe.de
ca. 2x2 Meter Ikea-Baumwollbettwäsche
diverse Baumwollstücke
Stücke von original 70er-Jahre Bettwäsche (ebay)
ein paar Reststoffe meiner Projekte.
Der ganze Stapel befindet sich nun in einem Windelkarton und ist quasi abfahrbereit. Wenn ich jetzt nur noch wüsste, welche Adresse ich drauf schreiben soll.

Ich möchte die Stoffe verschenken. Gern können sie auch gewerblich genutzt werden. Hauptsache in meinem Schrank ist wieder Platz und aus den Stoffen wird vielleicht doch noch etwas Schönes. Stoffe, die nicht gefallen, können auch weiterverschenkt werden.

Bitte hinterlasst mir einfach einen Kommentar mit einer Kontaktmöglichkeit oder schreibt mir eine Mail.

Samstag, 12. Oktober 2013

"Ode an den Body" oder so ähnlich

Draußen wird es langsam kalt, nass und ungemütlich. Und somit wird es Zeit für warme Sachen. So ein Baby, dass schon lange kein Baby mehr ist, trägt da natürlich einen langärmligen Body drunter. Da ich die letzten Bodys ja quasi für den Sommer mit kurzen Ärmeln genäht hatte, kamen die also nicht mehr länger in Frage. Es mussten neue her.

Auch wenn ich im Januar eigentlich ganz froh war, dass ich erst einmal keine Bodys nähen brauche, so musste ich doch wieder feststellen, dass ich Bodys eigentlich am liebsten nähe. Im Januar waren die Bodys noch in Größe 74, im Juni nähte ich noch einen Fuchsbody in Größe 80 und die aktuelle "Kollektion" ist schon in Größe 86. Bei dieser Größe ist schon fast Schluss auf dem Schnittmusterbogen. Größe 92 kann es noch geben und dann muss ich mir ein neues Lieblingskleidungsstück für meinen Sohn suchen und ich denke nicht, dass ich Boxershorts nähen werde...

Der Schnitt ist aus der Ottobre 6/2012 und ich habe keine Anpassungen gemacht. Alle drei Bodys sind aus schönem dicken Interlock genäht und haben alle viel zu lange Ärmel. Nachdem das Geburtstagsshirt an den Armen nämlich gerade etwas knapp wird (ich müsste mal ein paar Bündchen annähen), war ich sehr großzügig mit der Nahtzugabe und habe diese dann auch nur pi-x-Daumen umgeklappt.

Ich habe die Bodys komplett ohne Schnickschnack genäht, obwohl ich gern so ein Stück Webband am Halsbündchen mitgefasst hätte, wie es in der Ottobre 4/2013 gezeigt wird. Aber dafür war ich beim Nähen einfach zu sehr in Fahrt. Wie das eben so ist, wenn man gleich mehrere gleiche Kleidungsstücke näht. Dafür habe ich jetzt große Freude an meinen Stempeln gefunden, mit denen ich den Namen meines Sohnes und die Kleidergröße direkt auf die linke Seite des Rückenteils gestempelt habe. Irgendwann musste ich einsehen, dass es doch sinnvoll ist, die Kleidergröße mit anzugeben. Vieles weiß ich noch aus dem Kopf und kann es im Zweifel auch auf meinem Blog nachlesen (wie praktisch), aber ich denke, dass man irgendwann auf jeden Fall den Überblick verlieren wird und so ein Stempelaufdruck kratzt ja auch nicht im Nacken :-)

Nun habe ich also fürs Baby genäht und ich versuche weiter am Vorsatz "eins für mich, eins fürs Baby" festzuhalten. Für mich habe ich aktuell die gern getragene Valeska der Schwangerschaft "nicht-schwangerschaftstauglich" umgenäht und eigentlich wollte ich sie auch an diesem Mittwoch zeigen, da ich lustigerweise genau das gleiche Outfit anhatte, wie an dem 9. Mai letztes Jahr, nur eben ohne Bauch. Aber ich werde es nachholen, genauso wie die ganzen anderen Sachen, die ich schon lange hier zeigen wollte. Als nächstes werde ich endlich einen Rock aus dem Zelt nähen oder vielleicht auch schon einen Walk-Rock. Und somit bleibe ich weiter gefangen im Konflikt: Bloggen oder Nähen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die KiTa-Tasche, die jetzt meine Handtasche ist

Zur Reihe der Dinge, die ich für mein Kind nähen wollte, bevor ich überhaupt schwanger war, gesellt sich auch die KiTa-Tasche. Mein Sohn geht nun seit einem Monat in die Kita, also eigentlich sollte er längst eine solche Tasche besitzen. Ich habe sogar eine genäht, aber dann habe ich entschieden, dass es doch meine Tasche ist. Grund ist nicht allein der pure Egoismus, den eine Mutter ja eher selten auslebt, sondern die Tasche ist für den kleinen Kerl auch einiges zu groß und überhaupt muss er ja jetzt, wo er seine ersten eigenen Schritte macht, nicht gleich anfangen, sein Zeug selbst zu tragen.

Vielleicht sieht man der Tasche an, dass es eine KiTa-Tasche ist, aber das ist mir egal. Ich fühl mich eh noch ziemlich kindisch. Da hat das Muttersein nix dran ändern können.

Für die Applikation (vom Stoffdesign "En Route" von BORA via Lillestoff abgeschaut) habe ich Jerseyreste verwendet, weil ich diese wirklich in allen denkbaren Farben vorrätig habe. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Applikation so schön plastisch wirkt (Unter dem Mund befindet sich eine Lage Interlock und zwei Lagen Sweat...). Die restlichen Stoffe sind mal wieder ein Stück von meinem Zelt, aus dem ich auf jeden Fall noch eine Amy nähen möchte. Die Tasche fasst sich nämlich so schön weich an, da muss man einfach Kleidung draus nähen. Wahrscheinlich liegt das an den Regentagen, die das Zelt von einst auf dem Campingplatz stand.

Genäht habe ich die Tasche nach der Anleitung für die Tasche Martina von Martina und bei den Maßen habe ich mir die Trinkflasche und die Vesperdose zur Hand genommen und dann noch großzügig Platz dazu gegeben, damit später auch noch ein Spielzeug mit reingepasst hätte. Für eine KiTa-Tasche hätte ich mich vielleicht eher an den Maßen eines T-Shirts für meinen Sohn orientieren sollen, um eine Vorstellung davon zu haben, wie klein der Rücken eines Einjährigen ist, aber egal. Ich möchte mich ja nicht beschweren, dass ich jetzt eine neue Handtasche habe und für meinen Sohn möchte ich dann doch lieber einen Rucksack nähen. Bei Pinterest habe ich dafür auch schon eine Anleitung gefunden. Mit dem Nähen warte ich jetzt aber, bis er ins Kindergartenalter kommt. Also noch zwei Jahre. Bis dahin tragen wir ihm seine Tasche gern :-)

Dienstag, 17. September 2013

Jetzt aber mal in die Puschen kommen

Beim vierten Mal ist es nur noch halb so schlimm und ich sehe es schon auf mich zukommen: Puschen muss ich jetzt immer im Doppelpack nähen. Denn wenn das Kind in die Kita kommt, braucht man ja alles doppelt, aber wem erzähl ich das?

Aus den gelben Puschen ist mein Sohn Anfang des Sommers rausgewachsen, aber das war nicht schlimm, denn im Sommer konnte er die meiste Zeit barfuß umherlaufen/krabbeln. Als es kühler wurde, kamen die grünen Puschen mit in die Kita. Für Zuhause mussten dann relativ schnell neue Puschen her, daher hatte ich keine große Motivation für eine ausgefallene Applikation. Das erste Paar, hatte ich ja nur mit Webband verziert, was zwar schnell geht, aber die Stelle, an der vier Lagen Leder UND noch das Webband aufeinander treffen, hielt mich davon ab, diese Variante noch einmal zu probieren. Bei meinem ersten Entwurf (ich zeichne mir dazu immer den Umriss des vorderen Schnittteils und mal dann eben rein, was mir in den Sinn kommt), zeichnete ich eine Banane, was auch gut zu dem braunen Leder gepasst hätte und was Hella bei meinem letzten Puschen-Post auch vorgeschlagen hatte. Aber dann wollte ich es lieber doch noch einfacher. Daher entschied ich mich für meine derzeitige Lieblingsapplikation: der Stern.
Das Leder hatte ich noch da, denn bei meiner letzten Bestellung hatte ich gleich für drei Paar Leder berechnet. Die Sternapplikation habe ich mit festem Jeansgarn aufgenäht und weil ich wirklich nicht sehr motiviert war und ich die Puschen auch nur nähte, weil das Kind nun eben wieder etwas an die Füße brauchte, wechselte ich das Garn zum Nähen nicht. Die dadurch entstandenen Kontrastnähte gefallen mir aber wirklich gut. Manchmal hat Faulheit eben auch sein Gutes.
Das tollste an selbstgenähten Puschen ist ja, dass das Kind immer etwas Selbstgenähtes trägt. Ich habe sehr viele Sachen geerbt, so dass es derzeit keinen großen Bedarf an selbstgenähten Sachen gibt. Im Winter trägt der Sohn drinnen außerdem die meiste Zeit nur Strumpfhosen. Die sind einfach praktischer, weil sie nicht hochrutschen. Dann freue ich mich umso mehr, dass die Schuhe von mir sind. :-) Und die nächsten Puschen nähe ich am besten bald, bevor der Bedarf da ist, damit ich wieder Muse für eine tolle Applikation finde. Andererseits finde ich die Sterne schon ganz cool. Na ja, so lange wird die 20/21 sowieso nicht mehr passen.

Mittwoch, 11. September 2013

MMM - Sommerheld im Herbst

Irgendwie ist es dieses Jahr ganz komisch: ich bin ganz verliebt in den Herbst. In das Regenwetter. In die kühle Luft. In das heruntergefallene Laub. Ich bin voller Vorfreude auf kuschelige Abende. Auf Mützenwetter. Auf heiße Teetassen. Scheinbar hat sich meine innere Einstellung damit angefreundet, dass ich optisch ein Herbsttyp bin und so fällt es mir nicht schwer, den Sommer hinter mir zu lassen.

Meinen liebsten Sommerrock, den ich kurz vor Ende des Sommers von einem misslungenen Keid einfach abgeschnitten hatte, trug ich heute einfach mit einer Strumpfhose. Und da der Rock gefüttert ist, war das auch gar kein Problem. Ich nenne den Rock meinen Sommerheld, weil sich der Viskosestoff (Frühjahr/Sommer-Kollektion 2012 von Stoff und Stil) 1a trägt und durch das wilde Blümchenmuster fällt es auch gar nicht auf, wenn man ihn nicht frisch gebügelt hat. Dadurch ist er immer einsatzbereit und super geeignet, um ihn im Urlaub direkt aus dem Koffer heraus anzuziehen.

Kombiniert habe ich den Rock heute mit einem, ich sag mal royalblauen, Kaufpulli. Die Farbe ist zwar nicht unbedingt passend für den Herbsttyp, aber ich kann die alten Sachen ja nicht ersatzlos aus meinem Kleiderschrank werfen.

Ob die anderen Damen bereits ihre Herbstgarderobe tragen oder auch sommerliche Kleidungsstücke herbsttauglich gestylt haben, könnt ihr wie immer auf dem MeMade-Blog nachlesen.

Mittwoch, 4. September 2013

MMM: Wo eins ein Farbklecks im Schnee

Kleine Farbstudie zum Me Made Mittwoch: Senfgelb vor Weiß wirkt anders als Senfgelb vor grün.
Die Tatsache, dass ich heute am Me Made Mittwoch teilnehme, hat ihre Ursache darin, dass ich mich beim Griff in den Kleiderschrank plötzlich über die darin enthaltenen Kleidungsstücke freute, ohne dass etwas Neues hinzugekommen wäre.

Den Rock habe ich am Anfang meiner Nähkarriere im Frühling 2011genäht. Er besteht aus einem relativ festen Baumwollstoff mit weißen Elefanten darauf. Der Schnitt ist improvisiert. Ein A-Linien-Rock mit Taschen. Am Bund habe ich ein petrolfarbenes Bündchen angebracht, in dass ich zwei Ösen getackert habe, um eine gelbe Kordel hindurchzuziehen. Der Saum ist im Lagenlook mit einem Schrägband eingefasst und einem weiteren gelben Saumstreifen.

Das Top ist ebenso bereits im Jahr 2011 genäht worden und ich hatte es hier schon einmal an einem Mittwoch getragen.

Die Strickjacke ist gekauft und vervollständigt mein Outfit.

Und die Tasche sollte eigentlich gar nicht für mich sein. Sie ist wieder ein Stück vom Zelt und ich werde sie noch genauer vorstellen, wenn sie wirklich fertig ist. Der Tragegurt ist nämlich von meiner Wickeltasche gemopst (wirklich praktisch, wenn man für die Befestigung Karabinerhaken verwendet).
Nun aber genug der Worte. Jetzt schnell noch ne Runde bei den anderen Me-Made-Damen drehen, bevor der Abend in die Nacht übergeht ;-)

Mittwoch, 28. August 2013

Der MeMadeMittwoch ist zurück

Und in meinen Feedreader kehrt endlich wieder Leben ein. Aber auch meine Twitter-Timeline ist in letzter Zeit recht belebt, seitdem ich entdeckt habe, dass ich auch dort eine Vielzahl an Nähnerds tummeln. Und weil ich Frau Drehumdiebolzening. heute dazu riet, dass man auch Schluffikleider beim MeMadeMittwoch zeigen sollte, gehe ich mit gutem Beispiel voran und zeige meine Schluffihose*.

Meine Schluffihose* sollte eigentlich eine Spielplatzhose werden, aber der verwendete orangene Mini-Wolkenjersey hat der Hose einen starken Schlafhosencharakter verliehen und daher trage ich die Hose nun zuhause zum Nähen, Lümmeln und Lesen und wenn ich ganz müde gehe, dann lass ich die Schluffihose auch mal eine Schlafhose sein.

Der verwendete Schnitt ist aus der Ottobre 5/2011 Modell 5, meiner ersten Ottobre überhaupt. Die Schnittteile sind auf dem Schnittbogen aus zwei Teilen zusammengesetzt. Für meine 3/4-Hose habe ich einfach das zweite Schnittteil weggelassen und ein Bündchen angenäht. Da die Hose Taschen hat, ist der Schnitt auch sehr zu empfehlen.

Leider eignet sich dieses Modell nun nicht, um auf den Spielplatz zu gehen, aber ich habe mir orangenen unifarbenen Interlock besorgt und die Teile sind auch schon zugeschnitten, aber erst einmal werde ich die Kita-Tasche für meinen Sohn fertigstellen. Seit zwei Tagen läuft die Eingewöhnung nun schon und das Kind ist immer noch ohne Tasche...

Also schnell an die Nähmaschine und später noch eine Runde bei den anderen MMM-Teilnehmer, die heute von Wiebke eingeladen sind ihre selbstgenähte Erwachsenenkleidung an der Person zu präsentieren.

*Namensgebung frei nach @drehumdiebolzening.

Samstag, 24. August 2013

Was ist eigentlich aus diesem SWAP geworden?

Diese Frage stellte ich mir dieser Tage beim Anblick meines Kleiderschranks.
Spontan fiel mir als Grund für mein, nennen wir es mal "Scheitern", die Tatsache ein, dass ich auch für meinen Sohn nähe. Die Sachen für meinen Sohn sind einfach so verführerisch. Sie sehen niedlich aus, sind meist schnell mit der Overlock genäht und wenn sie etwas zu groß geraten, dann wächst der Knirps noch rein. Beim Versuch meinen Plan umzusetzen, sind mir einfach zu viele schöne Jerseys begegnet.
Mein nächster Erklärungsversuch betrifft das Farbschema. Ja, das Schema, das ich mir ausgesucht habe, gefällt mir nach wie vor, doch bei den angebotenen Stoffen spiegeln sich eben auch aktuelle Trends. Currygelb wird nicht ewig Trendfarbe sein. Ist sie es überhaupt noch? Das Problem ist dabei nicht, dass ich keine Stoffe mehr in diesem Farbton finden kann, sondern mehr die Tatsache, dass es zu viele Stoffe in anderen Farben gibt. Das verführt mich, mein Schema zu verlassen und hat zur Folge, dass sich meine Sachen nicht mehr wie gewünscht kombinieren lassen.
Tja, und dann gibt es noch das Stofflager. Natürlich sind darin immer noch viele Stoffe enthalten, die ich einfach in zu kleiner Menge gekauft habe, um daraus ein sinnvolles Projekt für mich umzusetzen. Aber es gibt auch noch Stoffe, zum Beispiel den beerenfarbenen Leinen, den ich ursprünglich für mein Weihnachtskleid gekauft hatte, die in der Tat vernäht werden könnten. Und dieses Stofflager ist dann eben auch der Grund, warum ich mich etwas zurückhalte beim Stoffkauf. Das liegt nicht so sehr daran, dass ich sehr diszipliniert wäre. Nein, es ist eher das Problem mit dem mangelnden Platz, das mich vom Stoffkauf abhält.
Im Sommer konnte ich nun trotzdem erfreut feststellen, dass ich ein gutes Sortiment kombinierbarer Freizeit-Sommer-Kleidungsstücke in meinem Schrank habe. Und zu diesen Freizeit-Sommer-Kleidungsstücken ist in dieser Woche endlich ein Tanktop hinzugekommen. Bisher hatte ich immer die Joana als Tanktop genäht. Aber die Träger sind mir für ein Tanktop deutlich zu breit und der Armausschnitt zu schmal. Darum habe ich den Schnitt für mich optimiert und eines meiner liebsten Kauf-Tanktops zur Hand genommen und Armausschnitt und Trägerbreite übernommen. Arm- und Halsausschnitt habe ich außerdem wie beim Kaufshirt mit einem Jerseystreifen versäubert. Das kann ich mittlerweile im Schlaf (dank Babykleidung) und sieht meiner Meinung nach auch noch mehr nach Tanktop aus :-)
Hier könnt ihr nun mein neustes Sommer-Freizeit-Outfit sehen:
Die blaue Hose habe ich bereits 2011 genäht und hier vorgestellt. Von der Passform ist die Hose wirklich nicht der Hammer, aber in diesem Sommer habe ich sie dennoch sehr häufig getragen, weil ich meine einst liebste Kaufhose einfach nicht mehr finden kann.
Das Tanktop ist aus einem Orange-GrauRot-Hellblau-gestreiften Jersey von Stoff und Stil und fühlt sich sehr weich an. Ich bin sehr angetan von der Qualität, aber der Stoff wurde ja erst einmal gewaschen. Da ich das Shirt aber am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte, wird sich sicher bald zeigen, ob sich der Stoff bewähren kann.

Leider besteht mein Leben nicht nur aus Freizeit und Spielplatzbesuchen. Glücklicherweise konnte ich noch einen schnelles Rock-Projekt für meine Bürogarderobe realisieren. Dabei gibt es in meinem Kleiderschrank eigentlich keinen Rockmangel, aber einen Mangel an selbstgenähten, Fahrrad-tauglichen Röcken mit Taschen. Man nehme also: ein missglücktes Kleid mit Nahttaschen, eine Schere und ein schönes breites, am besten farbiges Gummiband (erhältlich im Nähkontor).
Die Schere ist nicht mit abgebildet und wie man sehen kann, ist das Kleid sogar gefüttert. Mit nur einem beherzten Schnitt und zwei Nähten (Im Idealfall, wenn man das Gummiband nicht erst zum Möbiusband näht) erhält man dann einen bürotauglichen, gefütterten Rock mit Taschen:
Möbiusband

Der Rock hat sich seit seiner Entstehung vor drei Wochen sehr bewährt. Aber nun wird es ja Herbst und es wird Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was ich in den nächsten Wochen selbstgenähtes im Büro und auf dem Spielplatz tragen kann. Der SWAP ist also nicht tot, er hatte nur eine laaaange Sommerpause :-) Der erste Schritt ist für mich nun das Ausmisten. Mit mehr Übersicht im Schrank näht es sich bestimmt auch gleich viel besser. Und damit ich auch dabei nicht den Überblick verliere, habe ich auch meine Nähschublade aufgeräumt. Als nächstes nähe ich jetzt die Kita-Tasche fertig. Da muss ich nicht nachdenken und das Risiko einer überstürzten Nähhandlung wird minimiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Mittwoch, 21. August 2013

Noch ein Stück vom Zelt

Mein Sohn hat zum Geburtstag ein Pixibuch geschenkt bekommen. Neben Mutterpass- und U-Heft-Hülle ist auch eine Pixibuchhülle tolles kleines Nähprojekt. Und da Teile vom Zelt hier immer noch im Wohnzimmer rumliegen, habe ich auch nicht lange überlegt, aus welchem Stoff ich die Hülle nähe - ich nähe sie aus dem Zelt. Das Farbschema ist das gleiche wie beim Fotoalbum: außen blau und innen orange.


Ich hatte lange Zeit überlegt, wie ich die Außenseite gestalten könnte und hatte auch schon eine brauchbare Vorlage für eine Zelt-Applikation gefunden. Aber dann habe ich mich endlich mal durchgerungen, bei PeppAuf das Buchstaben-Stempelset zu bestellen. Schließlich kommt der Junge ja bald in die Kita und da muss alles markiert werden. Und Größenangaben in den genähten Kleidungsstücken sind vielleicht auch nicht verkehrt, darum habe ich auch gleich noch das Zahlenset und drei Stoffmalstifte mit in den Warenkorb gelegt.
Da der Name meines Sohnes keine doppelten Buchstaben hat, konnte ich aus den einzelnen Stempeln mit Hilfe eine Haushaltsgummis gleich einen praktischen Namensstempel basteln. Die Außenseite ist jetzt immer noch schlicht, aber es kann auf keinen Fall zu Verwechslungen kommen. Die orangene Gummilitze ist übrigens vom Nähkontor und weil dieses kürzlich seinen Onlineshop eröffnet hat, kann ich jetzt auch das Produkt direkt verlinken. Es gibt sie noch in vielen anderen Farben und weil ich mich im Laden nicht entscheiden konnte, habe ich jetzt auch noch gelbe und türkise Gummilitze in meiner Nähschublade.

Der aufmerksame Betrachter des obenstehenden Bildes wird es vielleicht erkennen: mein Label befindet sich verkehrt herum auf der falschen Seite. Nicht, dass es da wirklich Regeln für gebe, aber wenn man die Pixibuchhülle so zuklappt ist die Gummilitze auf der Rückseite. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Es war mir jedenfalls nicht Ärgernis genug, um das Label abzutrennen und von Hand neu anzunähne oder gar wegzulassen.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen: es ist ein Stück vom Zelt. Achso und die Anleitung für die Hülle gibt es hier zu finden. Ein schnelles Projekt, dass sich auch gut zum Verschenken eignet. Das habe ich mit der folgenden Hülle auch getan.
Bei dieser Hülle hat das mit der Orientierung des Labels und der Gummilitze zum Glück gut geklappt. Die Stoffe stammen noch von meinem Besuch bei der Glücksmarie im Februar letzten Jahres. Die Künstlermappe hatte ich dann doch nicht genäht *räusper*

Samstag, 10. August 2013

minnies nicht mehr allein

Ich muss gestehen, dass mich die Frage mit dem Zelt dann doch nicht locker ließ und ich nicht mehr entspannt nähen konnte, bevor es wieder im Sack verstaut war. Bevor ich das tat, schnitt ich noch großzügig etwas vom Stoff heraus. So passte es auch gleich viel besser und ich habe direkt einen kleinen Vorrat für die nächsten Projekte. Denn auch, wenn der Stoff über die Jahre nicht fleckenlos geblieben ist, so haben die genähte Werke doch einen ganz besonderen Charakter. Und genau diesen mag ich am allerliebsten an meinem äh dem neuen Knautsch-Fotobuch meines Sohnes.
Am Ende sind fast alle verwendeten Materialien vom Zelt. Ich habe mich fast schon etwas geärgert, dass ich im Cover ein gekauftes Webband zwischengefasst habe. Aber seht selbst:
Vorderseite mit appliziertem Hund
Innen ganz schlicht
Das orangene Band ist von einem alten Pulli von mir.
Rückseite auch ganz schlicht
Ich kann das eBook von Tanja sehr empfehlen. Es sind zwar recht viele Einzelschritte,besonders, wenn man ungeduldig ist und es nicht erwarten kann, das fertige Werk in den Händen zu halten. Aber der Aufwand lohnt sich. Es empfiehlt sich außerdem, ausreichend Stylefix im Haus zu haben. Das erleichtert die Arbeit ungemein.

Donnerstag, 8. August 2013

minnies allein daheim - das Zelt (Tag 2)

Als ich in den Keller kam, war ich zunächst überrascht. Zum Einen war der Sack größer und schwerer als erwartet und zum Anderen war er blau.
Das Zelt meiner Erinnerung war aber orange. Na ja, die Farbe des Sackes muss ja jetzt noch nichts über das Zelt sagen. Also erst einmal auspacken.
Und da zeigte sich eine leuchtend orangene Innenkabine mit einem wasserfesten dunklen Boden. Und da wurde es mir auch wieder klar: das Dach war blau. Die Reißverschlüsse gelb. Ich hoffe, dass man da vielleicht den ein oder anderen noch nutzen kann, weil der Zipper ist doch wirklich stylish.
Zur Belüftung hat das Zelt auch noch solche Gittereinsätze und Fenster natürlich aus Folie.
Aus dem Gitter kann man bestimmt auch noch was Tolles machen und die Folienfenster sind fest eingeplant für mein Knautsch-Bilderbuch. Leider ist die Folie nicht mehr ganz klar, aber man kann die Bilder dennoch gut erkennen und darum werde ich sie trotzdem benutzen, um das Recycling-Projekt konsequent durchzuziehen.
Und weil das Zelt auch ein Label hat, welches ich ganz bestimmt auf einem meiner nächsten Projekte platzieren werde, konnte ich auch ein Bild vom aufgebauten Zelt finden. Also so in der Art sah unser Zelt auch mal aus:
(Quelle: Ebay Kleinanzeigen)
Ich habe mich also hoch motiviert durch meinen Berg gewühlt und mir ein paar Stoffteile für mein Knautsch-Bilderbuch herausgeschnitten. Danach sah es, wie bereits angekündigt, nicht besser aus in unserer Küche. Ich bin noch am Grübeln, wie ich das Zelt nun wieder in den Sack bekomme, aber habe das Problem erst einmal auf später verschoben.

Hier noch ein kleiner Einblick, wie weit ich gestern nach dem Zuschnitt gekommen bin:
Das Cover mit appliziertem Hund (unser Sohn hat in der Kita einen Hund als Symbol) ist schon fertig. Ich habe hier etwas Volumenflies unter die Applikation gebügelt, damit sie schön plastisch ist. Und weil mir das so gut gefallen hat, habe ich auch gleich noch einen Streifen unter mein Label gebügelt. Ich bin ein großer Fan und kann nur empfehlen, das auch mal ausprobieren. Gibt gleich noch ein wenig mehr her.

So, jetzt muss ich mich aber beeilen. Mein Single-Dasein wird in wenigen Stunden wieder beendet sein und ich weiß nicht, ob ich wirklich aufräumen soll oder lieber bis zur letzten Minute im liebgewonnenen Chaos weiter nähe...