Mittwoch, 31. Oktober 2012

Currygelber Me Made Mittwoch

Ich nehme zwar nicht an einem SWAP teil und einen vollständigen Plan habe ich auch noch nicht, aber dennoch habe ich mir vorgenommen, ein paar gut kombinierbare Teile mit Bürotauglichkeit zu nähen. Nun muss ich erst Ende Februar wieder ins Büro und hab noch etwas Zeit. Das erste Teil ist indes bereits fertig und ich bin sehr stolz. Das Shirt besticht durch seinen Schnitt, den tollen Stoff und auch seine Farbe. Vom Liebsten bekam ich dafür einmal mehr das höchste aller Komplimente:"Na, das sieht doch ganz professionell aus."

Tragebilder gibt es leider wieder nur als Spiegelselbstportrait, aber ich habe immerhin die Spiegelreflex und nicht das Handy genommen.

Es ist wieder das Shirt (11. Cool Grey) aus der Ottobre 5/2012. Diesmal mit 3/4-Ärmeln und ohne Stillfunktion. Der Tipp von Claudia ist echt gut: mit einem Hemdchen darunter klappt das auch prima und so ist dieses Shirt auch für die Zeit danach. Ich habe das Shirt auch etwas kürzer gemacht. Die vorgesehene Länge von 67 Zentimetern ist für meine Körpergröße von 155 Zentimetern doch sehr reichlich. 
Besonders gefällt mir an meinem neuen Shirt auch, dass mein kleines Label farblich perfekt passt und so noch einen kleinen Akzent setzt.
Bei den Falten habe ich mir dieses Mal auch noch einmal richtig Mühe gegeben. Leider mit dem Resultat, dass mir diese doch etwas zu gleichmäßig geraten sind. Für den Halsausschnitt habe ich einen schmalen Streifen wie ein Bündchen angenäht und dann die Naht mit einer Covernaht von rechts abgesteppt. Ich nenne das die Schnabelina-Methode, da ich sie im Tutorial für die Regenbogenbodys gelernt habe. Da ich für meine Coverlock natürlich nicht das passende gelbe Garn habe, habe ich beiges Garn verwendet, was gar nicht so schlecht aussieht.
Die Saumnähte sind mir mit der Coverlock teilweise richtig gut gelungen. Leider nur teilweise, aber ich habe noch immer Hoffnung mit der richtigen Portion Geduld noch zum Profi zu werden.



Als nächstes wird ein Rock genäht, denn der braune Rock, den ich heute zu meinem Shirt trage, ist nicht me-made und außerdem habe ich den geeigneten Stoff zufällig gerade geschenkt bekommen.

Ob es noch andere Curry-Queens heute zu sehen gibt, kann man wie jeden Mittwoch hier sehen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern.




Montag, 29. Oktober 2012

Retro-Pulli fürs Baby

Da es ja nun mittlerweile zu kalt ist, um das Baby nur mit einem Body zu bekleiden, musste unbedingt ein Pulli her. Okay, eigentlich braucht es mehr als nur einen Pulli und ich gebe zu, ich arbeite nicht sehr effizient. Wie dem auch sei: es ist EIN neuer Pulli entstanden. So ganz neu ist er nicht, da ich mal wieder etwas von mir recycelt habe und zwar eine alte Sweatjacke in klassischem babybraun.

Das Foto ist vielleicht nicht das beste, aber immerhin habe ich endlich mal daran gedacht, bevor ich die Schere angesetzt habe. Die Jacke ist gar nicht so oft getragen worden und musste nun daran glauben. Der Stoff ist noch wirklich gut in Schuss und sogar ein wenig samtig.

Als Schnitt habe ich wieder White Rabbit aus der Ottobre Frühjahrsausgabe 2011 gewählt. Als ich den Dschungelpulli nähte, gefielen mir die Bündchen so gut, dass ich unbedingt noch mehr Pullis nach diesem Schnitt nähen wollte. Als Bündchenstoff wählte ich ein sonniges Gelb aus meiner Lieferung von Michas Stoffecke. Wieder einmal schön Retro in den Farben :-)

So sieht nun das Ergebnis aus:



Der Saum ist sogar ganz ordentlich gecovert und in mir wächst langsam die Hoffnung, dass ich mit ein bisschen Übung, noch ganz gute Ergebnisse erzielen werde. Und es hat sich doch tatsächlich wieder eine Freihandapplikation auf den Pulli geschlichen. Dachte ich doch während der Schwangerschaft noch, dass ich dazu keine Zeit haben werde, muss ich nun sagen: ich kann einfach nicht anders und soviel Zeit muss sein. Freihandsticken mit der Nähmaschine ist für mich wie malen und ich liebe die naive Kunst von Kinderbildern. Ich hoffe ja, dass ich da noch viel von meinem Kind lernen werde, wenn es erstmal gelernt hat, einen Stift zu halten.
Hach, der Pulli passt gerade perfekt. Vergangene Wochen wurde festgestellt, dass mein kleines Baby nun schon 61 Zentimeter groß ist und vielleicht hätte ich diese Information dahingehend nutzen sollen und den Pulli nicht noch einmal in Größe 62 zu nähen. Aber wie man auf dem Bild sehen kann, sind die Ärmelbündchen noch gekrempelt. Wir können den Pulli daher hoffentlich ein paar Mal anziehen. Die nächsten Stoffe sind jedenfalls schon rausgesucht und als nächstes werde ich wohl gleich drei/vier Pullis parallel nähen. Mal sehen, wie das so klappt mit der Effizienz. Bei den beiden Anton-Anzügen hatte ich zwar zwei zugeschnitten, diese dann aber dennoch hintereinander genäht, weil ich einfach keine Lust hatte, 8 Kanten nacheinander einzufassen. Ich brauche wohl auch Abwechslung.

Freitag, 26. Oktober 2012

Cap Craft Along Teil 3 von 4

Stricken scheint superbabytauglich, Bloggen hingegen weniger, daher erst heute mein Bericht zum Cap Craft Along von Hella aka Miss Margerite.

Und weil das mit dem Stricken und Baby so gut funktioniert, ist meine Mütze sogar schon fertig. Am Wochenende konnte ich noch auf dem Balkon stricken bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Am Montagabend war die Mütze dann fertig und am Dienstagmorgen trat sie bereits in ihren Dienst und wärmte meinen Kopf auf dem Weg zur Gemüsefrau.

Die Mütze ließ sich wirklich schnell stricken. Es gab auch mit der englischen Anleitung keinerlei Probleme und das doppelte Bündchen ist wirklich der Hit. Ich mag beim Rundstricken den Übergang bei der ersten Runde nicht so besonders. Der wird bei mir immer irgendwie schief. Da das Bündchen aber nach innen geschlagen und dort festgenäht wird, sieht man davon nix mehr. Und daher ist diese Mütze meiner Meinung nach ein 1A-Anfängerprojekt und dabei macht sie mehr her als ein einfacher Schal.


Und weil die Mütze so fix gestrickt ist und sich aus dem Rest der Wolle nix wirklich Sinnvolles mehr stricken lässt, stricke ich die Mütze nochmal als Miniaturausgabe für die Innocent-Smoothies. Da tu ich sogar noch was Gutes. Mal sehen, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

Endlich wieder MeMadeMittwoch

Eigentlich ist bei mir ja, seit ich in Elternzeit bin, quasi jeden Tag MeMadeMittwoch und doch habe ich es bis heute nicht geschafft, mal wieder dabei zu sein.
Da der Mann das Haus morgens zeitig verlässt und in Ermangelung eines Fernauslösers, präsentiere ich mich heute wieder auf einem stylischen Handy-Spiegel-Selbstporträt.



Mein Outfit ist vorallem funktional und zwar für mich in meiner Funktion als Mama. Das gepunktete Shirt mit eingebauter Stillfunktion habe ich euch ja schon vorgestellt. Die Valeska ist auch nicht neu, aber mit dem bequemen Gummibund und weil es halt ein Rock ist, eignet sich dieses Kleidungsstück prima zum Spielen am Boden. Dass ich nun zu diesem Outfit grüne Stulpen trage, die wiederum tatsächlich neu sind, liegt allein daran, dass Stulpen prima gegen kalte Finger helfen und das ist ja wichtig, wenn man dem kleinen Baby tröstend (heute war der zweite Impftermin) über die Wange streichen möchte. Dieses Paar ist außerdem erst der Prototyp, entstanden aus einem Loopschal, den ich zu eng/kurz genäht hatte. Die Wendeöffnungen sind gar nicht erst geschlossen, der Linke ist ein wenig zu eng, doch zur Erprobung reicht es und bei Tauglichkeit werde ich Wendestulpen in allen Farben und Mustern nähen, sodass ich immer das passende Paar zum Outfit kombinieren lässt.

Was die anderen MeMade-Damen tragen, kann man nun seit einigen Wochen auf einer eigenen Seite nachschauen. Auf MeMadeMittwoch.blogspot.de haben sie sich alle versammelt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der MeMade-Crew für ihr Engagement bedanken. Ich weiß nicht mehr genau, wo es genau seinen Anfang nahm, aber irgendwann bin ich bei Catherine auf den MeMadeMittwoch gestoßen und habe dadurch eine Menge inspirierender Blogs entdeckt und schließlich selbst zum Bloggen gefunden. Besonders freue ich mich darüber, dass die MeMade-Regeln nun mehr Beachtung finden, denn ich habe mich so manches Mal geärgert, besonders zu Zeiten als es noch keine Bildchen gab, wenn ich auf einem Blog gelandet bin, der mir Kindersachen oder Ähnliches präsentierte. Liebe MeMade-Crew macht weiter so und ein herzliches Dankeschön.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Meine Spezialität: Bodys

Es ist mal wieder ein Body fertig geworden. Ich liebe es diese Teile zu nähen und noch mehr liebe ich es, diese meinem Sohn anzuziehen. Dieses Modell habe ich bewusst schlicht gehalten, da ich bei den vorherigen Modellen (siehe weiter unten) am liebsten keinen Pulli drüberziehen wollte. Sie sind einfach zu hübsch. Aber es ist ja Herbst, also dieses Mal schlicht. 

  
Bei dem Body handelt es sich um einen Regenbogenbody von Schnabelina in Größe 62. Nachdem ich bisher nach einem abgewandelten Ottobre-Schnitt genäht hatte, wollte ich mal dieses kostenlose Schnittmuster probieren, nachdem schon viele Bloggerinnen einen Body genäht haben. Beim Schnittmustervergleich war ich erstmal etwas erstaunt, da dieses sogar etwas kürzer war, als die Größe 56 aus der Ottobre. Der Test am Modell hat allerdings bewiesen, dass der Body 1A passt. Leider ist er bereits wieder in der Wäsche. Da gab es wohl doch mal wieder ein mittelgroßes Malheure.

Und dann ist es gerade wieder so warm, dass es gar nicht unbedingt eines Pullis bedarf. Darum kommt zur Zeit ein ganz anderer Body zum Einsatz: der Affenbody.


Also ich präsentiere die Bodys hier in absteigender Reihenfolge. Der Affenbody, genäht in Größe 56 nach Ottobre, entstand im September. Der Affenjersey stand aus Kirstins Überraschungspaket. Die Bündchen habe ich bei diesem Modell bereits nach der Methode von Schnabelina genäht. Das geht wirklich schnell, allerdings hatte ich zunächst Bedenken, da die Kam Snaps allein an der Bündchenware festgemacht werden. Aber sie halten sehr gut, auch nach häufigen Öffnen und Schließen.

Und ein weiterer Body ist seit der Geburt meines Sohnes entstanden. Im August war dies das erste richtige Nähprojekt, nachdem der erste Body, den ich sehr gern angezogen habe, bereits nach dem ersten Tragen schlimme Gebrauchsspuren zeigte. 

Von dem Campingjersey hatte ich zwar eigentlich noch etwas übrig, aber da mein Campingshirt ohnehin zu kurz geraten war, beschloss ich es kurzer Hand zu recyceln. Während der Schwangerschaft hatte ich das Shirt noch häufig zum Schlafen an und so wärmt der Jersey nun weiter das Baby :-) Der Body ist auch nach dem Ottobreschnitt in Größe 50 entstanden. Im Grunde genauso genäht, wie der Prototyp, nur das ich hier zum ersten Mal Kam Snaps anstelle der Jerseydrücker von Prym ausprobierte. Wie ihr sehen könnt, bin ich bei Kam Snaps geblieben. Also wirklich eine gute Alternative, auch wenn das Anbringen der Drücker für mich immer noch mehr einem Glücksspiel und weniger Können gleicht.

Zum Vergleich habe ich einmal alle drei Bodys übereinander gelegt. Es sind die Größen 50, 56 und 62 und alle drei werden von meinem Sohn noch getragen. Der Campingbody hat inzwischen etwas kurze Ärmel und die Ärmel des Regenbogenbodys sind noch etwas lang. 


Ich werde auf jeden Fall noch mehr Bodys nähen und in Zukunft dafür den Regenbogenbody-Schnitt nutzen. Als nächstes werde ich noch einmal die gleiche Stoffkombination nähen, wie für den ersten Body. Der gestreifte Jersey fühlte sich einfach so kuschelig an, dass der unbedingt wieder in den Kleiderschrank muss.

Montag, 15. Oktober 2012

Cap Craft Alonge Teil 2: Meine Wahl

Okay, meine Wahl stand ja eigentlich schon fest, da ich die Anleitung extra dafür gekauft habe, aber die Modelle der anderen haben meine Entscheidung ein wenig ins Wanken gebracht. Da das aber bestimmt nicht die letzte Mütze sein wird, werte ich die Sammlung von letzter Woche einfach mal als Inspirationsquell :-)

Ich werde also Aesderina von Jane Richmond, welche im Übrigen auch eine tolle Anleitung für eine Kinderjacke im Angebot hat, stricken. Diese Entscheidung war demnach kein Problem. Schwieriger war dann die Farbwahl. Ursprünglich wollte ich wieder bei Lanade bestellen. Und zwar Big Merino. Allerdings gab es da vor kurzem eine Rabattaktion, welche den Bestand wohl etwas geschmälert hatte. Die Farbe, die mir so vorschwebte, war aber ohnehin nicht dabei und so ereignete es sich, dass ich mal wieder vor Ort einen mir bekannten Stoffladen aufsuchte, der auch Wolle führte. Bisher war das für mich ja kein Thema. Ich bin zwar mal an der Wolle vorbeigeschlichen, aber ohne entsprechendes Geschick wurde ich dort bisher noch nicht zum Kauf verführt ;-) Hach, das war ein wirklich toller Ausflug. Zum ersten Mal seit der Geburt meines Sohnes schwang ich meinen Hintern mal wieder aufs Fahrrad. Solange der Junge nicht sitzen kann, sind Fahrradausflüge wohl eher selten. Aber egal, ich schweife ab...

Ich war auf der Suche nach "Worsted Weight Yarn". Dies entspricht wohl einer Maschenprobe von 16 Maschen und 21,5 Reihen. Ich fand dann "Champ" von ONline. Der Beschreibung nach müsste das das Pendant zur Big Merino von Drops sein. Den Farbton würde ich Pistazie nennen. Wenn meine Sachen nicht dazu passen werden, nähe ich einfach neue. Ha ha. ;-)


Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich schon mal eine Maschenprobe gemacht. Die Wolle strickt sich so gut, dass es mir geradezu in den Fingern juckt. Wahrscheinlich werde ich nächste Woche bereits fertig sein. Ach nein, ich vergaß: ich habe ja einen 12 Wochen alten süßen Fratz, der da auch noch ein Wort mitzureden hat.

Generell denke ich aber, dass die Mütze ein Selbstgänger ist, wie Hella so schön sagt. Meine Anleitung ist in englischer Sprache, aber eine erste Sichtung ergab, dass ich wohl nicht das Wörterbuch zücken muss. Mir scheint, es wird recht einfach. Mal sehen, was ich beim 3. Teil dazu zu sagen habe.

Und jetzt gucke ich mal bei Hella, für was die anderen Mitstreiter sich so entschieden haben und ob vielleicht noch mehr Strickliesl zusammengekommen sind.

Freitag, 12. Oktober 2012

Mein Baby gehört zu mir

Ich glaube, alle Filmzitate, die ich so kenne, stammen aus Dirty Dancing...
Hier ein schlechtes Handy-Spiegel-Selbstportrait als Beweis, dass dieser Ausspruch heute bei uns Programm ist:



Dass mein Baby zu mir gehört, lässt sich ganz klar an den Punkten erkennen :-) Es gibt nun schon ein paar Kleidungsstücke im Kleiderschrank, die deutlich zeigen, dass wir zwei zusammen gehören. Allerdings schreit das dann doch auch nach: Guckt alle her - ich kann nähen! Oder? An dieser Stelle fand ich es aber okay, weil dezent.


Das Shirt ist aus der aktuellen Ottobre (5/2012) Modell "Cool Grey". Ich habe hier mal den Schnitt für eine stilltaugliche Variante abgewandelt. Bei den derzeitigen Temperaturen ist die Methode "T-Shirt hoch" langsam nicht mehr so empfehlenswert. Die Anleitung habe ich hier gefunden. Auf jeden Fall sehr praktisch. Allerdings muss ich mir erstmal wieder abgewöhnen, das T-Shirt im Ganzen hochzuziehen ;-) Ich finde die überlappende Methode besser als Aufknöpfen. In meinem Kleiderschrank habe ich einige Shirts mit Knopfleiste gefunden, die theoretisch auch stilltauglich sind. Mit aufgeknöpften Shirt kam ich mir aber irgendwie nackt vor. Schiebt man das T-Shirt zum Beispiel nach oben, dann hat man schließlich das Baby vor der Brust und darüber das T-Shirt. Knöpft man auf, ist da nix. Bei meinem neuen Shirt schiebe ich somit nur die Hälfte hoch. Für mich die ideale Lösung. Der verwendete Stenzojersey ist aber irgendwie nicht von bester Qualität. Ich habe schon extra eine kleinere Nadel verwendet und dennoch kann ich bereits kleine Löcher neben der Seitennaht finden. Die Farbe (orangerot) ist für mich ebenso etwas gewöhnungsbedürftig. Darum ist dieses Shirt jetzt erst einmal ein praktisches Probeshirt und ich werde noch weitere nach dieser Methode fertigen. Bis dahin freue ich mich, dass ich so gut zur Kapuze meines Sohnes passe. Den Pulli habe ich übrigens schon mal hier gezeigt und auch die hübsche Cordhose war hier bereits im Blog zu sehen.

Den Schnitt finde ich generell sehr chic durch den etwas anderen Ausschnitt. Eigentlich mag ich ja gar keine V-Ausschnitte, aber hier gefällt es mir sehr gut. Den Saum und die Ärmel habe ich mit dem Coverstich meiner Coverlock genäht und nach allem Fluchen über Zwillingsnadeln muss ich leider feststellen, dass sich auch so eine Covernaht nicht von allein näht. Es braucht sicher auch hier etwas Übung. Da ich derzeit nicht so oft dazu komme, etwas für mich zu nähen, hatte ich eigentlich versucht einmal wirklich ganz akkurat zu nähen. Das war dann aber mangels Cover-Erfahrung nicht drin. Der Stoff für den zweiten Versuch liegt aber schon bereit. Bei einem meiner abendlichen Spaziergänge mit Baby im Tragetuch bin ich nämlich mal zu Siebenblau gegangen. Um weißes Garn zu holen. Ihr kennt das sicher ;-) Als ich den currygelben, feinen Jersey sah, hab ich den schnell eingesackt und fluchtartig den Laden verlassen. (Nicht ohne zu bezahlen, versteht sich) Was nützt es, meterweise Stoff zu kaufen, wenn dann die Zeit fehlt. Darum habe ich mir an diesem Tag vorgenommen, für mich nur noch die schönsten Stoffe zu kaufen und mir dann beim Nähen viel Mühe zu geben. Mal sehen, ob das klappt.

Oh, nein: beim Raussuchen des Stoffes für den Link habe ich gerade diesen Stoff entdeckt. Jetzt muss ich mich aber ranhalten, damit ich den bald auch noch kaufen kann. Kennt ihr auch diese Angst, dass der Stoff nicht mehr verfügbar sein könnte? Dabei begegnen mir ständig neue Stoffe, die ich unbedingt haben möchte. Da bräuchte ich mir eigentlich keine Sorgen machen.

Montag, 8. Oktober 2012

Cap Craft Along mit Miss Margerite

So ganz ohne Stricken oder zu schließenden Wendeöffnungen finde ich es nun doch etwas öde auf der Couch und so entschloss ich mich beim Cap Craft Along mitzumachen.


Heute also der erste Teil: Wünsche und Anregung
Dazu lässt sich sagen, dass ich einfach etwas nähen möchte, weil ich gerade Spaß daran gefunden habe. In meinem Reader fand sich vor einiger Zeit ein Eintrag von Tasia (Sewaholic) in dem sie all die Mützen zeigte, die sie unterwegs quer durch Amerika gestrickt hatte. So stieß ich auf Jane Richmond. Tasia hat unter anderem das Modell Aesderina gestrickt. 

Dieses finde ich auch geeignet für mein nächstes Projekt. Es hat kein kompliziertes Muster, so dass die englische Anleitung kein Problem sein dürfte. Das gedoppelte Bündchen finde ich dabei sehr interessant und ich bin gespannt, ob das die Ohren schön warm hält. 

Eigentlich bin ich nun nur noch auf der Suche nach schöner Wolle. Dass es dieses Modell wird, da bin ich mir eigentlich schon ziemlich sicher. Ich werde bestimmt wieder Wolle von Drops nehmen. Da ich nicht auf der Suche nach der einen Mütze für alles bin, kann ich mich farblich eigentlich austoben. Ich habe eine magenta-graufarbene Jacke und einen grauen Mantel, aber ich hätte gern eine gelbe oder grüne Mütze. Also werde ich dann wohl den grauen Mantel öfter tragen. Aber das muss ich ja erst nächste Woche entscheiden :-) 

Freitag, 5. Oktober 2012

Antonmania oder Ach, wie doch die Zeit vergeht

Als ich vor einigen Jahren meine Diplomarbeit schrieb, da kam mir diese Arbeit zunächst vor wie ein unüberwindbarer Berg. Doch Schritt für Schritt kam ich voran, Seite um Seite wuchs das Dokument und dann war ich tatsächlich am Ziel.
Und so ähnlich war das jetzt auch mit meinen Antons. Noch in der Schwangerschaft schnitt ich gleich zwei Exemplare in Größe 62 zu, um effizienter arbeiten zu können. Doch dann fehlte mir ein wenig die Motivation, etwas zu nähen, das ich dem Baby nicht gleich anziehen kann und dann war das Baby da und die Fertigstellung der beiden Anzüge schien ein Ding der Unmöglichkeit geworden zu sein. Bis ich mich an meinen Diplom-Berg erinnerte und wieder begann in kleinen Schritten zu nähen. Da kam es schon mal vor, dass in einer Woche nur der Zwickel genäht wurde. Aber dieser ist ja bekanntlich auch sehr kniffelig. 

Nun denn, ich habe es geschafft:



Einmal mit Beleg und Einfassstreifen. Hier habe ich zum ersten Mal die Jersey-Drücker von Prym mit der Prym Variozange angebracht. An dem Anzug finde ich sie okay, aber generell hätte ich liebe kleinere Drücke. Diese hier haben einen Durchmesser von 10 Milimetern. Bereits in der Schwangerschaft hatte ich angefangen, diesen Anton zusammenzunähen. Über die Zeit hat die Garnfarbe der Overlock dreimal gewechselt und da ich zu den kurzen Näh-Gelegenheiten kaum Zeit zum Umfädeln habe, sind die Nähte im Inneren hellblau, schwarz und weiß.



Der zweite Anton ist mit Bündchen und Einfassstreifen. Hier habe ich mir mit dem Zwickel besondere Mühe gegeben und ihn vorher mit Heftgarn geheftet. Das Garn ließ sich nach dem Nähen ganz leicht wieder herausziehen. Der Aufwand hat sich gelohnt. An dieser Stelle des Nähen's stellte ich fest, dass ich eine ganz neue Gelassenheit an den Tag legte, da ich ja wusste, dass ich nicht fertig werden würde. Meine vorherige Herangehensweise "Egal, ich lass das jetzt so. Hauptsache fertig." ist einem "Der Weg ist das Ziel" gewichen. Ich glaube, das könnte meinen Ergebnissen doch sehr zu Gute kommen. Der schöne Wal-Jersey stammt übrigens aus den Zeiten, als ich Sparfuchs noch halbe Meter für mich bestellt hatte. Ich habe ihn sogar schon mal im Blog gezeigt, nämlich hier. Wenn man genau hinschaut, kann man die Wale links im Bild erkennen. Sie sind nicht so gut zu sehen, da der Stoff dort auf links liegt. 

Leider kann ich die Antons nicht am Modell zeigen. Sie sind noch etwas groß und ich wollte sie nicht nur testweise anziehen, da unser Zwerg gerade kein großer Freund des Eingekleidet-werdens ist.

Und das Plüschige, auf dem ich die beiden Anzüge fotografiert habe? Das ist unsere neue Lieblingskuscheldecke. Feinster grauer Kuschelfleece und ein schöner Riley Blake Stoff ergeben zusammen genau die richtige Decke für kühlere Herbsttage. Hach, ich liebe diese bunten Kreise. Sie geben der grauen Decke etwas Besonderes. Ein schnelles Projekt, das ich nur empfehlen kann. Ich habe die beiden Stoffe rechts auf rechts zusammengenäht, eine Wendeöffnung gelassen, gewendet und dann die Öffnung von Hand geschlossen. Ich hatte noch überlegt, den Rand knapp abzusteppen, aber ich glaube, dass eine Naht auf dem Kuschelfleece nicht so hübsch wäre und so gefällt mir die Decke sehr gut.