Dienstag, 18. September 2012

Going wild with Wimpel

Vor einigen Tagen beobachtete ich meinen Sohn dabei, wie er interessiert den Himmel seines Stubenwagens betrachtete und dabei jedoch schnell das Interesse verlor. Mir war sofort klar, dass da was Interessanteres her musste. Etwas Buntes! 


Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich tat,  aber ich nahm meinen Stoffreste-Beutel (den mit den ganz kleinen Schnipseln, kleiner als 10x10 Zentimeter) und setzte mich an meine Overlockmaschine. Herausgekommen ist dabei diese wilde Wimpelkette. Es ist wirklich faszinierend wie groß die Augen eines so kleinen Babys werden können und eine Freude obendrein, mit so wenig Aufwand so viel Aufmerksamkeit zu erwecken. 


Seit die Wimpelkette hängt, hör ich es nun regelmäßig glucksen und brabbeln, wenn das Baby wach wird. Und wenn es dann Hunger bekommt und wild mit den Ärmchen und Beinchen zappelt, dann bewegt sich die Kette sogar und zaubert noch in der Not ein Lächeln auf Babys Gesicht. Hach, ich bin entzückt und ein Mobilé oder Spielebogen brauchen wir gar nicht. 



Man kann die Wimpelkette sicher auch ordentlich nähen, aber dann hat man weniger Zeit, um mit dem Baby zu spielen, den Spätsommer zu genießen oder eine Babymütze zu stricken (davon bald mehr. :-)

Mittwoch, 12. September 2012

Ein kleiner Strick-Krimi mit Happy End

Nachdem ich die erste Hose vorsichtshalber in Größe 62 gestrickt hatte und dann überraschenderweise so fix fertig war, bestellte ich schnell neue Wolle, um noch eine kleine Hose in Größe 56 anzufertigen. Doch die Rechnung hatte ich ohne das Baby gemacht. Denn während ich in der Schwangerschaft quasi den ganzen Tag strickend auf dem Balkon verbrachte, war es mir nun kaum möglich eine Runde zu stricken, ohne dass sich das kleine Würmchen beschwerte. Wenn ich wollte, dass das Baby wach wird, so brauchte ich nur nach den Nadeln greifen und schon war es um die himmlische Ruhe geschehen. Und so zogen die Tage ins Land. Allein der Maschenanschlag benötigte DREI! Tage. Sorgenvoll beäugte ich das Wachstum des Winzlings und hoffte im Stillen, er möge sich doch unterdurchschnittlich schnell entwickeln.

Aber wie es nun mal der Lauf der Dinge ist, kamen auch wieder bessere Tage und ein paar längere Autofahrten in die Heimat und nun kann ich nach einem Monat und drei Tagen voller Stolz verkünden: ich habe es geschafft, schneller zu stricken als mein Sohn zu wachsen vermag.

Zum Glück habe ich nicht lang gewartet, um diese Fotos zu machen, denn leider wurde Junior bereits neu eingekleidet. Dies allerdings bringt mich zu dem folgenden Bild:

Als ich meinen Sohn in den Stubenwagen legte, musste ich sofort an das Bild denken, dass ich gemacht hatte, als ich die Hose und die Stubenwagenverkleidung genäht hatte. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor und dabei sind wir erst seit sieben Wochen zu dritt.



Samstag, 8. September 2012

Der Schnuller und wir

Das ich Schnuller für mein Baby nicht mag, wusste ich auch erst seitdem ich ein eigenes Baby habe und so wurden wir in den letzten sechs Wochen ziemlich häufig gefragt:"Wo ist denn der Schnuller?".

Ziemlich genervt informierten wir uns schließlich über Vor- und Nachteile der Schnullereinführung und nun haben wir eine neue Geheimwaffe, falls mal wieder gar nichts geht und unser Knirps mal wieder keinen Schlaf findet.

Auf die Frage nach dem Schnuller antworte ich ab heute:"Hier, in meinem Pyramidentäschchen!"

Genäht aus Baumwollstoff und mit Wachstuch gefüttert. Nach der ausführlichen Anleitung von Butzelmännchen. Aufgrund mangelndem Vorstellungsvermögen ist die Tasche vielleicht etwas groß für einen Schnuller, da ich einfach die 13 Zentimeter Kantenlänge aus der Anleitung zugeschnitten habe. 3-4 Zentimeter weniger hätten sicher auch gereicht.



Mittwoch, 5. September 2012

"Packt warme Sachen ein...

...am Abend wird es kalt." So stand es in der Einladung zur Grillfeier. Doch unser Baby hat doch gar keine Jacke! Als ich begann für unser Baby zu nähen, bin ich fest davon ausgegangen, dass ich in Größe 56 keine Jacke brauchen werde. Aber so schnell wächst der kleine Wurm dann doch nicht. Also wieder Verständnis vom Liebsten geerntet und los ging's.

Als Stoff musste ein alter Pulli und ne Fleeceweste von mir herhalten. Der Schnitt ist aus der aktuellen Ottobre 4/2012 Modell 6 "Kapuzenjacke". Ich habe allerdings nur die Kapuze gefüttert und andere Taschen genäht, da mir die Handschuhform zu winterlich erschien. Und weil ich die Jacke nicht gefüttert habe, habe ich die Halsausschnittsnaht schön mit einem Bündchenstreifen versäubert. Der Aufhänger musste mitgefasst werden, weil unser Baby von einer lieben Freundin so einen niedlichen Kleiderhaken geschenkt bekommen hat. Leider ist der aber noch nicht an der Wand.

 

Die KamSnaps haben mich mal wieder einige Nerven gekostet. Weil der Stoff so dick ist, halten sie teilweise sehr schlecht. Wahrscheinlich drück ich sie einfach nicht stark genug zusammen. Der Einfassstreifen ist an den Rundungen leider etwas zu stark gedehnt, so dass sich der Rand nach außen klappt. Außerdem ist die Kapuze nach meinem Geschmack viel zu groß. Sie wird zwar im Stirnbereich mit Framilonband gerafft, ist aber im Ganzen viel zu locker. Für eine Babyjacke würde ich eine kopfumschließende Größe bevorzugen. Aber ich lerne ja mit jedem Stück dazu. Und jetzt, wo das Baby da ist, kann ich ja ganz individuelle Passformkorrekturen vornehmen.

Dienstag, 4. September 2012

Nicht ohne meine U-Heft-Hülle

Bevor mein Blog vollends verwaist, zeige ich euch mal fix meine U-Heft-Hülle.

Letzte Woche war es schon so weit: Unser Zwerg ist fünf Wochen alt und die U3 stand an. Aber doch nicht mit diesem einfachen gelben Heft! Da muss noch ne Hülle drum! Der Papa hatte Verständnis und zog los zu einem langen Spaziergang mit unserem Junior und ich hatte mal wieder Zeit fix etwas zu nähen.

Wobei fix hier auch relativ ist. Die Fragen nach dem Stoff und dem Motiv sind gar nicht so schnell zu beantworten. Und dann habe ich auch noch exakter als exakt arbeiten wollen. Die Hülle soll ja passen und nicht zu groß sein. Das führte dazu, dass sie erstmal zu klein war.

 

Der angesetzte Streifen auf der Rückseite resultiert auch nur daraus, dass ich den Leinenstoff zu knapp zugeschnitten hatte. Am Ende finde ich das aber gerade toll. Wie der Zufall eben manchmal so mitmischt. Die applizierte Giraffe ist frei nach der Vorlage für unsere Quietschegiraffe gezeichnet. In die Seitennaht habe ich außerdem noch ein Stück Webband zwischengefasst, weil ich das einfach immer wieder so schön finde.

Bei meiner Mutterpasshülle hatte ich ja gar keine Ahnung, wie ich die Hülle nähen soll. Dieses Mal ging ich nach einem Tutorial vor und verstärkte außerdem den Oberstoff, so dass ich das U-Heft ohne Plasteumschlag in die Hülle tun kann und trotzdem alles schön stabil ist.