Freitag, 4. Mai 2012

Stofffitzelchentausch - erster Streich

Als ich am 1. Mai aus dem Urlaub kam, hatte ich mein erstes Tauschpaket von Steffi im Briefkasten. Es war wirklich eine Freude, so schöne Post zwischen Rechnungen und Werbung vorzufinden. Und Tauschaktionen sind einfach mal empfehlenswert.


So tolle Stoffe und auch so schön abgestimmte Farbsets. Daraus möchte ich unbedingt etwas ganz Besonderes machen. Ich habe aber schon gemerkt, dass es mir wohl sehr schwer fallen wird, diese Schätze anzuschneiden. Denn es sind ja Stofffitzelchen und die muss man mit Bedacht verwenden ;)

Am 2. Mai war das Wetter, wie ich bereits berichtete, ausgesprochen toll und meine Laune entsprechend. Wie immer ging ich mit meinem magentafarbenen Stoffbeutel am Morgen los zum Bäcker und wie jedes Mal dachte ich mir: das ist schon peinlich - da kannst du nähen und kaufst deine Brötchen in so einem furchtbaren Werbebeutel!


Bisher konnte dieser Gedanke an der Tatsache nichts ändern. Aber es war der 2. Mai, die Sonne schien, ich hatte Stofffitzelchen, ich hatte eine Idee - ich hatte ZWEI WOCHEN nichts genäht!

Es ist ziemlich simpel:
Man nehme schönen Stoff, näht ihn von innen rechts auf links an und schneidet dann von vorn die Werbung aus. Diese Methode war mal in einer Burda vorgestellt, die mir in der Bibliothek über den Weg lief. Auf diese Weise entstanden die unteren beiden Streifen. Damit es nicht zu langweilig ist, habe ich ein bisschen Patchwork betrieben. Und auch, damit ich nicht zu große Stücken der neuen Stofffitzelchen verbrauche. Insgesamt konnte ich mich nur dazu durchringen drei kleine Stücken zu verwenden. Die anderen verwendeten Reste sind Stoffe, von denen ich noch jede Menge habe ;)

Als ich fertig war, meinte mein Stilberater: Da steht ja gar nicht Bäcker drauf! Ich war sowieso der Meinung, dass im oberen Teil noch etwas fehlt und Buchstaben fand ich auch eine gute Idee. Aber Bäcker oder Brötchen schien mir zu lang. Da hätte ich Fitzelbuchstaben nähen müssen und danach stand mir nicht der Sinn. Aber für B R O T . . . hat es gereicht (Freihand gestickt mit dem Stopffuß).




Nun ist es eine wahre Freude den Beutel zum Bäcker zu tragen. Ich überlege noch, ob ich noch ein Futter einnähe. Aber nachdem es knapp zwei Jahre dauerte, bis die Werbung vom Beutel verschwand, wird der Beutel wohl nicht so schnell zu einem Futter finden. ;)

Kommentare:

  1. Hallo Minnies,

    schöne Brottüte, finde dein Re-Style ist klasse geworden. Diese umgekehrte Applikation muss ich auch mal ausprobieren. Finde so ein Brottüte kommt auch gut ohne Futter aus :-)

    Das Stofftauschpaket sieht viel versprechend aus, weißt Du schon was Du mit den anderne Stücken machst?

    Lieber Gruß, Muriel

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    1. Hallo Muriel,

      Wahrscheinlich werde ich die Stoffe hüten wie einen Schatz ;) Aber dieses Crazy Patchwork, was du in deiner Antwort aufs Nähfragezeichen erwähnt hast, scheint mir auch einen Versuch wert und ich werde mal eine kleine Kinderwagendecke mit dieser Technik versuchen.

      Zurzeit habe ich aber auch wieder große Freude am Freihandsticken und habe gerade eine Buchhülle verschönert. Wenn das nur nicht immer so viel Zeit in Anspruch nehmen würde...

      Lieben Gruß
      minnies

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  2. Super Idee! Schaut echt toll aus, und so schön bunt!
    LG Steffi

    P.S.: Ich glaube, ich lade mir mal den Schnitt von dem Burda-Kleid runter... ;-)

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  3. Schöne Tüte, da schmeckt das Brot jetzt doch direkt doppelt gut, oder?
    Mein Brief ist auch endlich unterwegs... Allerdings nicht farblich sortiert und nicht brav in 4-Ecke geschnitten :-/ Ich hoffe Du freust Dich trotzdem :-D
    Lieben Gruß

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    1. Da kann ich bestimmt großzügig drüber hinweg sehen ;) Das mit den Rechtecken ist ja auch immer so ein Gewissenskonflikt. Man könnte ja genau die Ecke abschneiden, die man später ganz dringend gebrauchen könnte.

      Lieben Gruß
      minnies

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  4. Das sind wirklich wunderschöne Stöffchen
    Gruß
    Marie

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