Dienstag, 29. Mai 2012

Liebster Blog


Es ist schon eine Weile her, da hat die liebe Lila Päng mir einen Blog Award verliehen. Darüber freue ich mich sehr, denn das schönste am Bloggen ist doch, wenn es Leser gibt, die sich für das interessieren, was man so schreibt. Schließlich geht die Zeit, die ich mit Bloggen verbringe ja auch von meiner Nähzeit ab *lach*. Schwierig ist beim Erhalt eines Awards eigentlich nur die Weitergabe. Ich lese eigentlich recht viele Blogs, doch die meisten Bloggerinnen haben doch schon einen recht großen Leserkreis und Sinn und Zweck ist es ja, auf unbekannte Blogs aufmerksam zu machen. Also habe ich mir mal ein paar Gedanken zu den Blogs gemacht, die ich so lese und warum ich gerade diese lese. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich über Beiträge von der Hausmaus und von Ulrike immer ganz besonders freue. Beide Blogs treffen genau meinem Geschmack. Nicht nur die gezeigten Kleidungsstücke sind auf jeden Fall sehenswert, auch die Blog-Gestaltung selbst ist sehr geschmackvoll. Beide schreiben nicht sehr viele Einträge und so ist jeder neue Post ein kleines Geschenk.
Nun hoffe ich natürlich, dass ihr beide euch über den Award freut. Es ist vielleicht ein wenig gegen die Regel, den Award "nur" an zwei Bloggerinnen weiter zu geben, aber das ist hoffentlich nicht so schlimm :)


Zu diesem Award:
Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen. Es ist schwer, sich in der Unmenge von Weblogs hervorzutun und zu etablieren. Eine regelmäßige Leserschaft ist wichtig, um in den Tiefen des www wahrgenommen zu werden. Das wissen wir alle und deswegen soll der Award an Blogger verliehen werden, die einen selbst inspirieren und weniger als 200 regelmäßige Leser in ihrer Mitgliederliste eingetragen haben.
Jeder, der einen Award erhalten hat, kann seine Freude an fünf weitere Blogger weiter geben, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen.
1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Verlinke deinen Nominator - als kleines Dankeschön.
3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.

Samstag, 19. Mai 2012

Guten Tag - Recycling eines Band-T-Shirts

Schon seit einiger Zeit liegt nun mein rotes "Wir sind Helden"-T-Shirt zerschnitten auf dem Recycling-Jersey-Haufen. Die beiden großen Aufdrucke "Guten Tag" und "Wir sind Helden" auf der Vorder- und Rückseite bereiteten mir großes Kopfzerbrechen. Dass das T-Shirt nur für ein Baby-Shirt reichen würde, war mir klar, aber ich wollte dem ungeborenen Wesen doch nicht meinen Musikgeschmack aufschwatzen ;)
Beim Stöbern im Internet fand ich ein T-Shirt bei dem an den Schultern ein Kontrastjersey angebracht war. Ich griff sofort nach einem Zeitungsblatt, um den bereits kopierten Zebrashirt-Schnitt aus der aktuellen Ottobre zu duplizieren. Den "Guten Tag"-Schriftzug konnte ich ja behalten und so maß ich am Vorderteil die Höhe ab, so dass der Schriftzug noch auf den Bauch passte. Mit meinem Kurvenlineal zog ich dann einen kleinen Bogen und zerschnitt das Schnittteil an der Stelle. Auf der Rückseite maß ich genau soviel ab, dass eben der "Wir sind Helden"-Schriftzug nicht genutzt wurde und zog wieder eine Kurve.
Mit meinem "Wir sind Helden"-Jersey bin ich dann zu meiner Jersey-Fundgrube, die ich dank Kirstin mein eigen nennen kann und fand einen schönen grünen Streifenjersey. Als Bündchen kombinierte ich einen petrol-farbenen Rest.
So motiviert habe ich mich schon lange nicht mehr an ein Babyshirt gesetzt. Die Bandeinfassung nervt mich irgendwie. Aber dieses Mal ging es sogar ganz gut und ich habe gelernt, dass man nicht unbedingt perfekt absteppen muss. Ich habe bisher immer versucht genau die Linie zwischen Bündchen und Shirt zu treffen, wenn ich den Bündchenstreifen von rechts abgesteppt habe. Aber eigentlich sieht es gar nicht so schlecht aus, wenn man knappkantig auf dem Bündchenstreifen neben dieser Linie näht.
Lange Rede kurzer Sinn: So sieht meine Interpretation des Ottobre-Shirts aus:
An der Seitennaht habe ich eins der neuen Labels zwischengefasst. Ich habe für mich den Trick entdeckt, dass ich das Label/Webband direkt beim Zuschnitt mit einer Nadel an die Seite pinne, damit ich es dann beim Nähen nicht vergessen kann. 
Als Druckknöpfe habe ich KamSnaps verwendet. Ich habe auch die Prym-Knöpfe da, aber nachdem ich die Anleitung gelesen hatte, hatte ich überhaupt keine Lust, den Hammer rauszuholen und die roten KamSnaps sehen doch super als Kontrast aus. Allerdings gehen die echt total schwer auf und ich habe jedes Mal Angst, dass ich das Bündchen abreise. Gibt es da einen Trick?

Ich bin total verliebt in dieses Shirt und die Farbkombination. Jedes Mal, wenn ich es betrachte, denke ich mir: wie gut, dass du das mit dem Nähen angefangen hast. Und wenn ich mir die Innennähte ansehe, bin ich meinem Liebsten auch gleich nochmal dankbar, dass er die Fadenspannung meiner Ovi optimiert hat. Jetzt kann ich mich auch mal an außenliegenden Nähten versuchen :)

Schnitt: Zebrashirt Gr. 62 Ottobre 03/2012 
Stoff: altes T-Shirt und Reste

Sonntag, 13. Mai 2012

"Nicht schön, aber selten!"

würde meine Mama zu dieser Mütze sagen. Und selten ist sie in der Tat, denn welches Baby hat schon das Glück, vom Papa eine Mütze genäht zu bekommen? Für mich war dieses Projekt allerdings eine harte Geduldsprobe und ich glaube, ich habe sie nicht bestanden ;) Aber ich habe wirklich nicht genäht. In den schlimmsten Momenten habe ich mir einfach die Augen zugehalten.

Manni trägt Probe (der zweite Stoßzahn ist kurz verloren gegangen, aber mittlerweile auch wieder aufgetaucht)
Dieses Mützchen ist also in Teamwork entstanden. Der Schnitt wurde mir von Hella empfohlen. Zuschnitt und Stoffwahl habe ich übernommen und genäht hat der Liebste. Und warum kringelt sich das Bindebändchen? Na, weil der Liebste dehnt was das Zeug hält, wenn man ihm sagt, dass er gedehnt nähen soll ;) Aber weil es ihm trotzdem Spaß gemacht hat, wird er auch die nächste Größe nähen inklusive Stoffwahl und Zuschnitt.

inklusive mitgefasstem Label
Bei diesem Experiment ist aber auch noch etwas anderes Gutes herausgekommen: Die Fadenspannung meiner Overlockmaschine ist endlich richtig eingestellt. Als ich sagte: Die Maschine ist halt doof! Da kann man nix besser einstellen, hat mir der Liebste natürlich nicht geglaubt und mir dann auch noch bewiesen, dass ich unrecht hatte. Man braucht halt nur etwas Geduld...

Mittwoch, 9. Mai 2012

Noch mehr tolle Post im Briefkasten

Gestern erreichte mich auch das Stoffpäckchen von me.anne. Nach einem langen Arbeitstag ist das echt ein toller Lohn so ein liebevoll geschnürtes Päckchen in der Post zu finden. Es war sogar noch ein Mama-Magazin zum abendlichen Schmökern beigelegt. Hach, ich hab mich sehr gefreut. Hab ich schon erwähnt, dass so ein Stofftausch sehr empfehlenswert ist? Könnte man glatt süchtig nach werden ;) Steffi und Anne - ich danke euch für's mitmachen. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Ist das nicht ein toller Anblick?

Ich habe jetzt auch einen konkreten Plan: ich werde Crazy Patchwork probieren. Den Begriff erwähnte Muriel in ihrer Antwort auf das Nähfragezeichen und da habe ich doch gleich mal gegoogelt und auch eine super Anleitung gefunden. Das Prinzip ist simpel: einfach alles zusammennähen ;)

Ansonsten nutze ich die hübschen Reste ja auch für Applikationen. Dafür habe ich mir jetzt ein Skizzenbuch zugelegt, in dem ich meine Ideen für zukünftige Applikationsmotive festhalten kann. Das war dann auch meine Beschäftigung im Urlaub - imaginäres Applizieren sozusagen ;) Das Skizzenbuch sah etwas trostlos aus und darum bekam es einen Umschlag:
von Vorn mit Kirsch-Applikation und eine Paspel

Mal wieder eine süße Biene vom Riley Blake Stoff

Innen mit Kontraststoff, damit die Paspel zwischengefasst werden konnte
Jetzt komme ich aber nicht mehr zum Skizzieren, weil ich mir das Büchlein immer nur von außen ansehe - ich bin sehr verliebt ;)

Außerdem fand sich gestern noch das in der Post:
Label von Dortex
Meine Labels schienen mir für die Babysachen etwas zu dunkel und darum habe ich mir die "helle Mischung" bestellt. Hinterher meinte mein Stilberater, ich hätte "Mutti made" oder so etwas drauf schreiben sollen. Hätte er es eher gesagt, hätte ich es vielleicht sogar gemacht. Man kann die Farbkombinationen nicht explizit auswählen. Es wird einfach zufällig gemischt. Da wir ja nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, fand ich das nicht so schlimm. Jetzt habe ich gleich konkrete Muster für die jeweilige Farbwirkung und wenn das Baby dann da ist, kann ich ja ganz speziell die passendste Farbkombination nachbestellen und vielleicht steht dann ja auch Mutti drauf ;)

Me Made Mittwoch #19: auf die Schnelle

Ich habe mal wieder eine Valeska genäht und es ist die erste "richtige" Valeska, denn bisher hatte der Stoff nie gereicht, um die Kräuselung an den Seiten tatsächlich in vorgesehenem Maße vorzunehmen. Diese Valeska ist außerdem etwas Besonderes, da sie aus einem Rock geschneidert ist, den ich von meiner Schwiegermutter vermacht bekommen habe. Ich gehe mal davon aus, dass der Stoff schon ziemlich alt ist und es sich dabei um ein Leinengemisch handelt. Dies ist also noch einmal ein seriöses (Umstands-) Kleidungsstück. Das richtige Outfit fürs Meeting ist ja jetzt nicht mehr so einfach in meinem Kleidungsschrank auffindbar.

Ich habe den Bund oben etwas höher gemacht, so dass ich ihn nach der Schwangerschaft ganz einfach krempeln kann. Die eingezogenen Gummis habe ich weggelassen und der Rock sitzt sehr bequem.

Mein Fotograf wollte nicht so wie ich, daher mein Gesichtsausdruck. Den Rocksaum halte ich so lässig fest, damit man eigentlich meinen super tollen neuen Unterrock bewundern kann, aber das sieht man dann doch nicht. Ich später werde separate Bilder nachreichen.

EDIT:
Hier die nachgereichten Detailfotos zum Rock. Farblich habe ich mich an meinem Blazer orientiert, bei dem ich zum gräulichen Fischgrät-Stoff lila Futter kombiniert hatte. Als Hingucker wollte ich dann aber doch noch einen anderen Stoff kombinieren und habe mich für einen roten Patchworkstoff von Riley Blake entschieden.

Mit authentischen Falten vom Bürotag

Dezentes Pünktchenfutter

Weniger dezente Kontrasttasche mit zarter lila Paspel

Unterrock aus Baumwollvoile von Stoff und Stil - Ich wollte unbedingt ausprobieren, was das für ein Stoff ist. Der Schnitt ist aus einem japanischen Nähbuch und besteht eigentlich nur aus zwei Rechtecken

Lustiger "Schlüpfer"-Gummi anstatt eines eingezogenen Gummis


Bei Catherine findet man wie immer die viiiiielen anderen MeMade-Damen.

Freitag, 4. Mai 2012

Stofffitzelchentausch - erster Streich

Als ich am 1. Mai aus dem Urlaub kam, hatte ich mein erstes Tauschpaket von Steffi im Briefkasten. Es war wirklich eine Freude, so schöne Post zwischen Rechnungen und Werbung vorzufinden. Und Tauschaktionen sind einfach mal empfehlenswert.


So tolle Stoffe und auch so schön abgestimmte Farbsets. Daraus möchte ich unbedingt etwas ganz Besonderes machen. Ich habe aber schon gemerkt, dass es mir wohl sehr schwer fallen wird, diese Schätze anzuschneiden. Denn es sind ja Stofffitzelchen und die muss man mit Bedacht verwenden ;)

Am 2. Mai war das Wetter, wie ich bereits berichtete, ausgesprochen toll und meine Laune entsprechend. Wie immer ging ich mit meinem magentafarbenen Stoffbeutel am Morgen los zum Bäcker und wie jedes Mal dachte ich mir: das ist schon peinlich - da kannst du nähen und kaufst deine Brötchen in so einem furchtbaren Werbebeutel!


Bisher konnte dieser Gedanke an der Tatsache nichts ändern. Aber es war der 2. Mai, die Sonne schien, ich hatte Stofffitzelchen, ich hatte eine Idee - ich hatte ZWEI WOCHEN nichts genäht!

Es ist ziemlich simpel:
Man nehme schönen Stoff, näht ihn von innen rechts auf links an und schneidet dann von vorn die Werbung aus. Diese Methode war mal in einer Burda vorgestellt, die mir in der Bibliothek über den Weg lief. Auf diese Weise entstanden die unteren beiden Streifen. Damit es nicht zu langweilig ist, habe ich ein bisschen Patchwork betrieben. Und auch, damit ich nicht zu große Stücken der neuen Stofffitzelchen verbrauche. Insgesamt konnte ich mich nur dazu durchringen drei kleine Stücken zu verwenden. Die anderen verwendeten Reste sind Stoffe, von denen ich noch jede Menge habe ;)

Als ich fertig war, meinte mein Stilberater: Da steht ja gar nicht Bäcker drauf! Ich war sowieso der Meinung, dass im oberen Teil noch etwas fehlt und Buchstaben fand ich auch eine gute Idee. Aber Bäcker oder Brötchen schien mir zu lang. Da hätte ich Fitzelbuchstaben nähen müssen und danach stand mir nicht der Sinn. Aber für B R O T . . . hat es gereicht (Freihand gestickt mit dem Stopffuß).




Nun ist es eine wahre Freude den Beutel zum Bäcker zu tragen. Ich überlege noch, ob ich noch ein Futter einnähe. Aber nachdem es knapp zwei Jahre dauerte, bis die Werbung vom Beutel verschwand, wird der Beutel wohl nicht so schnell zu einem Futter finden. ;)

Mittwoch, 2. Mai 2012

MeMadeMittwoch #18: Wieder zurück - Kleid immer noch grün

Ich bin wieder da und der Frühling in Berlin fühlt sich geradezu sommerhaft an. Ein Grund mehr das grüne Kleid gleich noch einmal anzuziehen und in den Baummarkt zu fahren, um den Balkon sommerfrisch zu machen.
Nachdem auf Lanzarote in den letzten zehn Tagen alles nur braun und blau war (nur vereinzelte Palmen und mein Kleid waren grün), ist man ja fast erschlagen von dem ganzen Grün in der Stadt. Aber das wirkt sich nur positiv auf meine Laune aus.
Ich hatte ja schon bei meinem letzten Beitrag erwähnt, dass es sich bei diesem Kleid um ein Burda-Umstandskleid handelt. Ich habe nach ähnlichem Schnitt auch schon das Shirt genäht, das ich hier immer noch nicht gezeigt habe, aber mich zu folgender Frage führt: Warum macht Burda immer alles so kompliziert?
Bei diesem Kleid handelt es sich um ein Jersey-Kleid, also ein dehnbares Material. Die Anleitung sieht für die Ärmel aber vor, dass man erst die Seitennaht an Kleid und Ärmel separat schließt, um im Anschluss den Ärmel eingehalten einzusetzen. Bei dem Shirt habe ich mich an die Anleitung gehalten. Man weiß ja nie, wozu so etwas gut sein kann. Allerdings war das Ergebnis gar nicht so berauschend. Die Naht wellt sich ein wenig und steht leicht ab. Beim Kleid habe ich es so gemacht, wie ich es von T-Shirts gewohnt bin: Schulternaht steppen, Ärmel annähen, Seitennaht vom Saum bis zum Ärmel in einem Rutsch overlocken - fertig. Sieht besser aus, geht schneller und alle sind zufrieden :)

Also falls irgendjemand auch diesen Schnitt nähen möchte: Ich sehe keinen Grund für die umständliche Burdamethode. Darüber hinaus sehe ich eigentlich auch keinen Grund für die geteilte Rückennaht. Klar macht der Schnitt hier eine Kurve, aber ob das bei einem elastischen Material unbedingt sein muss, ist mir dennoch ein Rätsel.

Und was die anderen MeMadeDamen an so einem tollen 2. Mai tragen, um den Frühling gebührend zu würdigen, hat Catherine wie immer hier zusammen getragen.