Donnerstag, 23. Februar 2012

Motivationschub

Nachdem ich meinen Post gestern geschrieben hatte, war ich total motiviert, mein Ziel zu erreichen und die drei Projekte innerhalb der nächsten drei Monate zu verwirklich. Besonderen Anteil an diesem Motivationsschub hatten dabei die beiden Modelle aus der Burda. Was nützt es, wenn man Projekt-bezogen seinen Stoff kauft und dann ein Projekt nach dem anderen dazwischen schiebt? Also heißt es: erst die drei bereits geplanten Projekte und dann Neues planen. Aber im Grunde ist es bereits zu spät: ich hab jetzt fünf Projekte. Und immer wieder dazwischen etwas Klitzekleines.

Hier also das Resultat des Abends: Zuschnitt Sweatblazer (Knipmode 2/2012 Modell 3)
Ich will nicht sagen, dass der Zuschnitt Spaß gemacht hat, aber der Stoff ist so weich, dass es furchtbar schön ist, ihn die ganze Zeit anzufassen. Darum kann ich es auch gar nicht erwarten, dass er fertig ist, der Blazer. Ich möchte ihn nicht füttern und somit sind die gezeigten Teile wirklich alles, was ich brauche. Dieser Blazer ist bestimmt ganz schnell genäht ;) Leider nicht an diesem Wochenende.

Und dieses süße Teil, möchte ich euch auch nicht vorenthalten:
Dieser Body in Größe 50 ist am Freitag/Samstag entstanden. Der geringelte Stoff stammt aus meinem Überraschungspaket von Kirstin. Er ist so weich, dass daraus unbedingt ein Body werden wollte und Bodys kann man nicht zu viele haben, habe ich gehört. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich es endlich mal geschafft habe, so ein süßes Stück Webband in der Seitennaht mitzufassen. Bisher ist es mir immer erst eingefallen, wenn die Seitennähte geschlossen waren und so richtig ein Grund zum Auftrennen ist es dann ja doch nicht. Die gelbe Bündchenware hatte ich noch übrig. Ich hatte nicht sehr viel davon, darum ist es unten vielleicht ein bisschen zu viel gedehnt, aber eigentlich hatte ich mich an die Formel gehalten... Derzeit ist es untenrum auch noch etwas luftig, aber die passenden Druckknöpfe sind bestellt. Mir schienen KamSnaps an dieser Stelle eher ungeeignet. Habt ihr vielleicht einen Tipp, wo man diese Prym Mini 8mm günstig bekommt? Ich habe sie jetzt beim Fadenverstand bestellt (und dazu noch eine Menge anderen nützlichen Krimskrams....), aber wenn ich noch viele Bodys nähen will, sind 10er Packungen doch ganz schöne Verpackungsverschwendung...
Bei dem Schnitt handelt es sich um Bert (Modell 7 Ottobre 1/2012) kombiniert mit dem Shirt der Zwergenmode. Ich mag einfach diese Ausschnittform und dieses Mal habe ich auch die Zipfel richtig rum gelegt.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Meine Stoffbestellung bei Stoff und Stil

Ich habe es vielleicht nicht geschafft, wirklich bis März mit dem Stoffkaufverbot durchzuhalten, aber ich bin dennoch sehr stolz auf mich, denn ich habe eine durchdachte Bestellung aufgegeben.
Und so saß ich an einem kühlen Februar-Samstag mit meiner neuen Knipmode auf der Couch und durchblätterte sie noch einmal, um mir ein paar Projekte rauszusuchen, die auch für den wachsenden Bauch geeignet sein könnten. Dann nahm ich mir einen Zettel und einen Stift und heraus kam dabei das:
Ich notierte mir zunächst die Modelle und den zugehörigen Bedarf an Stoff und Co. Im Anschluss nahm ich mir dann den Stoff und Stil-Katalog vor und durchsuchte ihn nach geeigneten Material. Ich habe wirklich alles gefunden und mir die Bestellnummern neben den von mir kunstvoll nachgeahmten Modellskizzen notiert. Danach schnappte ich mir meinen Rechner und tippte alles ein. Den Jeansrock ließ ich schließlich weg, da ich den zwar toll finde, er aber nun wirklich nicht zum Mitwachsen taugt.

Dies ist also meine Stoffwahl.
Ganz links: Sweatshirtstoff in rosa für den Blazer. Das war wirklich ein Wagnis. Auf dem Bild sah der Stoff altrosa aus, die Farbe nennt sich aber nur rosa. Nach meinem Empfinden ist es aber in der Tat eher altrosa und somit auch das, was ich wollte. Eigentlich wollte ich noch einen marine-farbenen Sweatshirtstoff zur Sicherheit mitbestellen, aber der war zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar und somit hat hier der Zufall für mich entschieden.
Daneben folgt ein Viskosestoff für den tollen Rock und das zugehörige cremefarbene Futter.
Der dunkelblaue Stoff ist im Grunde der gleiche, wie für den Rock und daraus soll dann das Kleid werden. Der dunkle Futterstoff ist allerdings absolut ungeeignet. Ich dachte, ich probier mal, was der Unterschied zwischen Polyester Futter und Acetat Futter ist. Im Katalog steht zu dem Polyester Futter: "leichtes Futter mit unendlich vielen Anwendungsmöglichkeiten". Ich würde mal sagen, Kleidung gehört nicht zu diesen Anwendungsmöglichkeiten. Dieses Futter würde ich eher für eine Tasche verwenden. Aber ich wasche es mal. Vielleicht fühlt es sich dann anders an.
Der Sweatshirtstoff und der rote Viskosestoff für den Rock sind bereits einmal in der Wäsche gewesen und auch im Trockner. Sie sind jetzt unheimlich weich und ich freu mich schon sehr auf meinen Rock und den Blazer.
Das sind also meine drei Projekte, die ich in den nächsten drei Monaten umsetzen möchte. Hoffentlich bin ich schneller, denn ich habe gerade eine alte Burda entliehen. In dieser Ausgabe von Juni 2010 gibt es ein paar Umstandsmodelle - "Schwanger sein und im Job gut aussehen..." steht auf dem Titel. Und diese beiden Modelle möchte ich daher auch noch gern nähen:
Das Kleid wird in beige gezeigt und das Shirt in schwarz. Ich würde aber lieber Farbe wählen. Zumindest für das Kleid oder was meint ihr?

Donnerstag, 16. Februar 2012

Live-Blogging: Die Angst beim Waschgang

20.45 Uhr Er hat überlebt! Kurz gebügelt und anprobiert - er ist der Alte geblieben. Das er über der Brust spannt, hat andere Gründe ;) Und ich nehme mir nun natürlich vor, IMMER ALLE Stoffe vorzuwaschen.
20.15 Uhr Schnittteile sorgsam ausgeschnitten. Die Waschmaschine zeigt "Ende" an.
19.40 Uhr Es befinden sich nun neun Schnittteile auf 2,05 Metern Backpapier aufgezeichnet, während der Blazer unschuldig im Wasser wartet
19.02 Uhr Während der Blazer sein Schaumbad nimmt, kopiere ich den Schnitt vom KnipMode-Blazer
18.37 Uhr Ich verabschiede mich von meinem Blazer und werfe den Feinwaschgang an.




Zur Erklärung:
Frau Tulpe schreibt zum verarbeiteten Stoff 30° Feinwäsche. Der Stoff ist auch genauso vorgewaschen. Die unbekannte ist das Futter. Hab ich es ebenso sorgsam vorgewaschen? In der Reinigung hätte ich ihn aufgrund der fehlenden Pflegehinweise auf eigene Verantwortung abgegeben und erst drei Werktage später wieder gesehen. Ich habe mich daher entschieden, in diesen schweren Stunden bei meinem Blazer zu bleiben und auf mein Glück zu hoffen...

Mittwoch, 15. Februar 2012

Me Made Mittwoch #15 - Wiedergefunden

Heute trage ich natürlich meine neue umfunktionierte Umstandshose. Also nicht 100% selbst gemacht, sondern "nur" optimiert. Aus diesem Grund habe ich mich bewusst für ein 100%-MeMade-Oberteil entschieden und zwar eine Tunika, die eigentlich mal eine Bluse werden sollte. Ich mag Baumwollstoffe, aber der hohe Bügelaufwand führte gerade bei diesem Teil dazu, dass es lange Zeit unbeachtet im Schrank zubrachte. Heute ist Freigang.
Und so sah ich dann also aus:
Die Hose ist wirklich sehr bequem und ich bin froh, wieder eine gut passende Hose zu besitzen.
Hier noch ein Bild vom Bund:
Wie man sehen kann, habe ich noch einen Gürtel getragen, damit die Hose auch beim Fahrradfahren noch an Ort und Stelle bleibt.

Und da ich heute ja wirklich spät dran bin, reihe ich mich nun als Nummer 164 bei Cat ein! Wo liegt eigentlich der Teilnehmerrekord?

Dienstag, 14. Februar 2012

Meine Hose, deine Hose

So, heute also noch die beiden unvollendeten Projekte von gestern - eine Hose für mich und eine in klitzeklein.

Die Hose für mich ging ganz schnell.
Hier zur Erinnerung noch mal das Bild, wie sie vorher aussah:
Der Bund war recht fix abgetrennt und dann habe ich einfach Bündchenware dran genäht. Ich hab den Schlauch gleich unverändert gelassen. Da ich mir bei der Länge unsicher war, habe ich auch einfach alles dran genäht. Es sind ca. 40 Zentimeter. Die Hose ist super bequem und wenn die Schwangerschaft vorbei ist, kann ich den alten Bund auch einfach wieder dran nähen, wenn ich denn unbedingt möchte :)

Ursprünglich wollte ich den Bund doppelt nehmen, aber ich bin immer noch unsicher, was die Länge betrifft und darum lass ich einfach alles dran und krempel den Bund einfach wie gewünscht um.
Leider ist der Fotograf mal wieder außer Haus, aber wenn ich Glück habe, macht er morgen ein Bild für den MeMadeMittwoch.

Nachdem ich die Hose für mich wirklich schnell fertig hatte, habe ich mich dazu entschlossen, doch noch eine normale Hose und keine Kuschelhose für den Zwerg zu nähen. Aus meinem Überraschungspaket von Kirstin ist mir ein kleines Stück Jersey besonders ins Auge gestochen und dieser sollte zu Bündchen verarbeitet werden. Es war eins der kleinen Reststücken und es hatte das perfekte Grün und mit meinen braunen Knittercord kombiniert zu werden, den ich noch von meiner Amy übrig habe.

Ich bin ganz verliebt in diese knuffige Hose.
In meiner Overlock ist immer noch das rote Garn ;)

Und hier noch die hübschen grün-weiß-gestreiften Bündchen von nah:
 Diese Hose ist nun in Größe 50/56 und ich bin ganz froh, da ich es kaum erwarten kann, sie angezogen zu sehen.

Es ist gar nicht so einfach, sich für einen der schönen Jerseys zu entscheiden. Bisher musste ich immer mit dem Vorlieb nehmen, was da war und nun habe ich die volle Auswahl. :)

Ich muss allerdings erneut feststellen, dass ich wirklich eine super lahme Nähtante bin. Für diese einfach Hose habe ich 2 Stunden gebraucht. Ich frag mich langsam, ob am Abend die Uhren schneller ticken...

Montag, 13. Februar 2012

Schnell mal ein Bauchband nähen

Die Kleiderfrage am Morgen sorgt seit einiger Zeit für schlechte Laune, da es draußen zu kalt ist und meine Sachen übereinander getragen einfach mal zu eng geworden sind. Wie schön wäre es, wenn man einfach im T-Shirt ins Büro gehen könnte... 
Heute morgen hatte ich dann die Lösung: mein Blazer! Ich bin heute also im T-Shirt ins Büro. Blazer drüber und ich wurde sogar verwundert gefragt, warum ich heute so förmlich gekleidet sei. :) 
Damit es unterm T-Shirt nicht zieht, wollte ich mir heute schnell ein Bauchband nähen. Das ist sicher auch möglich, aber nicht bei mir...
Es ist 18 Uhr. Gerade nach Hause gekommen, schnappe ich mir sogleich den Rechner und schau mir noch einmal die tolle Anleitung von Hella an. Die Maße hab ich schnell auf ein Stück Packpapier übertragen, ausgeschnitten und den Jersey herausgekramt. Ich habe tatsächlich Viskosejersey da. Auch dieser ist ganz fix mit dem Rollschneider zu geschnitten und die Seitennähte sind mit der Ovi auch sehr schnell genäht. Doch irgendwie ging das Ganze bis hierhin gar nicht so schnell, wie es mir vorkam. Es ist bereits 18.45 Uhr! Und jetzt noch säumen. Ich mag Säumen nicht. Da muss man akkurat arbeiten, sonst sieht man es sofort. Ich habe daher mit dem oberen Saum begonnen - den sieht man nicht. Damit es nicht so einfach ist, habe ich natürlich auch ein rotes Garn für meinen mausgrauen Jersey gewählt. In der Ovi war die Farbe gerade drin und da mir der Kontrast so schön gefiel, behielt ich auch das Garn in der Nähmaschine. So sieht man besonders schön meinen Wellengang... Es ist ja nicht so, dass ich mir keine Mühe gegeben hätte, aber irgendwie ist gerade Nähen einfach nicht mein Ding.
Das war aber noch gar nicht der Knackpunkt an der ganzen Geschichte. Bis hier hin sind vielleicht 90 Minuten vergangen. Der letzte Schritt ist nun nur noch den Gummi für die Raffung zu befestigen, falls man Raffung mag - und ich mag Raffung. Das Problem war nur, dass die Nadel der Ovi rechts war und ich eine Nahtzugabe von circa 4 Millimetern hatte und daran einen Gummi von 6 Millimetern befestigen wollte. Eine echte Herausforderung und ich habe mich nicht meisterlich geschlagen. 
Mangels Fotograf und Licht hier nur ein Bild vom Objekt. Trotz aller Macken mag ich das Band trotzdem. Der verwendete Jersey war aber eigentlich nicht so gut geeignet, da er zu dünn ist und alles darunter liegende deutlich abzeichnet. Alles in allem habe ich für dieses einfache Teil 2 Stunden gebraucht. Und dabei wollte ich es wirklich nur schnell nähen, bevor ich mich dieser Hose widme:
Der Bund soll ab und durch Bündchenware ersetzt werden. Ich habe hier noch eine Jeans, bei der ich etwas Ähnliches vor habe. Die Hosen habe ich eigentlich nur aus diesem Grund aufgehoben. Ich hab das noch aus dem Film Juno in Erinnerung. Da gibt es eine Szene, in der die Mutter den Bund einer Jeans entfernt, um diese zur Umstandshose umzufunktionieren. Als ich den Film sah, konnte ich noch nicht nähen und fand es total faszinierend, was die Mutter da tat :) 
Das war mein eigentliches Projekt für heute Abend. Das Bauchband war nur eingeschoben und nun ist meine ganze Nähzeit dafür draufgegangen. Eine Kuschelhose der Zwergenverpackung wollte ich heute auch noch nähen. Der Tag hat einfach zu wenige Stunden, aber das kennt ihr ja sicher.

Freitag, 10. Februar 2012

Die Überraschung auf dem Esstisch


Wenn man im Internet Stoff kauft, ist es immer wieder eine große Freude, wenn dieser dann geliefert wird und man ihn zum ersten Mal in echt sehen und befühlen kann. Wie groß ist dann erst die Freude, wenn eine liebe Bloggerin dir einen Pampers-Karton gefüllt mit Stoffen schickt? Riesengroß natürlich! Vielen lieben Dank Kirstin :)
Ich kam also nach Hause versuchte meine Spannung etwas zu zügeln. Zuerst den Esstisch frei räumen und dann ordentlich den Karton öffnen. Die *räusper* ähm versehentliche Lieferung von Stoff und Stil ignorieren wir hier einfach mal. Die Tüte wird vorerst nicht geöffnet. Ich habe mein selbstauferlegtes Stoffkaufverbot nur gebrochen, um sicher zu sein, dass die ausgesuchten Stoffe auch im März noch verfügbar sind. Die Tüte also weit zur Seite gelegt.

Was wusste ich über den Inhalt des Kartons? Er enthält bestimmt keine Pampers. Er enthält Stoffe für Kindersachen. Er ist schwer. Er sprengt quasi den Karton. Und wo der Karton nun schon zu platzen drohte, befreite ich also flux den verborgenen Schatz.
Obenauf lag eine Tüte mit vielen kleineren Jerseystücken und Bündchenware für Applikationen und kleinere Teile. Eine sagenhafte Auswahl von der ich bisher nur träumen konnte. Die Freude mehrte sich und mit einem breiten Lachen im Gesicht widmete ich mich dem, was noch verborgen im Karton schlummerte. Schicht um Schicht entnahm ich viele tolle Stoffe, die ich bisher nur bei Michas Stoffecke bewunderte, aber noch nicht bestellt habe (es gab das ja dieses "Verbot" bis März...). Sogar Webbänder waren mit dabei. Als ich fertig war, sah der Esstisch dann so aus:
So viele neuer Stoff und so viele Ideen, was daraus alles werden könnte. Unser Baby wird sicher nicht frieren und immer toll angezogen sein. Ich freue mich schon, euch die ersten neuen Teile zu präsentieren. Danke, danke, danke - liebe Kirstin. Diese Freude kann man einfach nicht in Worte fassen.

Hier die einzelnen Stapel noch einmal von Nahem:
Sterne, Streifen, TöffTöff, Affen und Eulen - hach, wie schön und so viele Möglichkeiten.
Ein paar unifarbene Stoffe, Frottee, Strickstoff, Sweatshirtstoff. 
Und eine große Menge Kombistoffe. Ihr werdet also einiges in nächster Zeit zu sehen bekommen. Da rückt das Nähen für sich selbst doch weit in den Hintergrund. Aber ich habe die Knipmode ja nicht umsonst gekauft und in der Stoff und Stil - Tüte schlummern nur Stoffe für mich. Dazu aber ein anderes Mal mehr. 

Ich streichle jetzt noch ein wenig meine neuen Schätze und freue mich darüber, dass ich mit dem Nähen und Bloggen begonnen habe. :)

Sonntag, 5. Februar 2012

Aus groß wird klein - die Zweite

Laut meinem Vorsatz "One for you, one for me" wäre ich eigentlich an der Reihe gewesen. Aber ich hatte da diese Idee im Kopf und die konnte einfach nicht mehr warten.

In meine Altkleidersammlung ist vor einiger Zeit auch dieser Pulli gewandert:
Vor kurzem ist er mir dann wieder in die Hände gefallen, als ich meine Sammlung nach brauchbaren Stoffen durchsucht habe. Da ich diesen Pulli geliebt habe, sollte daraus der gleiche Pulli in klein werden.

Beim Zuschnitt ist dann wieder zum Vorschein gekommen, was mir schon mehrmals beim Recycling aufgefallen ist: Der Stoff war total verzogen. Da ich die Schrift behalten wollte, stellte sich mir dann die Frage: schiefer Schriftzug oder schief zuschneiden. Das ist für mich immer ein Gewissenskonflikt, da ich ja ordentlich arbeiten möchte und es somit besser machen möchte, als die Industrie vor mir. Ich entschied mich also für einen schiefen Schriftzug, in der Hoffnung, dass man es nicht so sehr sieht ;)

Hier das Resultat:
Der Schnitt ist ein weiteres Teil aus der Zwergenverpackung. An der Seite sind jeweils Längsstreifen von Bündchenware eingearbeitet. Das war beim Ursprungsmodell genauso und ging auch gar nicht anders, da selbst für die Größe 62/68 an den Seiten nicht genug Platz war, wenn man die Schnittteile wirklich im Fadenlauf auflegte. Durch diese Streifen ist der Pulli an der Seite aber extra dehnbar, was ja auch nicht schlecht ist.

Ursprünglich war die Kapuze mit dem Sweatshirtstoff gedoppelt, aber das war mir zu dick, darum habe ich einen orange-weiß-gepunkteten Jersey verwendet. Die Originalkaputze hatte einen Extrastreifen, den ich ebenso wiederverwendete, in dem ich das Schnittteil einfach auf der gesamten Kapuze auflegte. Somit sparte ich mir sogar eine Naht :) Den Bündchenstreifen an der Kapuzenkante habe ich ebenso recycelt.

Der ursprüngliche Pulli hatte noch ein kleines Markenschild an der linken Seitennaht und eigentlich wollte ich es auch weiterverwenden, doch dann ist es mir leider erst wieder eingefallen, als die Seitennähte bereits geschlossen waren. Es ist immer das gleiche. Mal sehen, wann ich beginne eher daran zu denken. Wegen dem Schild wollte ich die Naht aber nicht noch einmal auftrennen.
Am Hals habe ich mir dann die Mühe gemacht, auch mal einen Jerseystreifen mit zu fassen, so dass die Naht nicht am Hals kratzen kann.
Ich finde ja, das ist die Französische Naht der dehnbaren Stoffe und sieht so hübsch aus.

Das Ergebnis ist wieder so entzückend, dass ich es fast schade finde, dass ich jetzt meinen großen Pulli nicht mehr habe, um im Partnerlook zu gehen. Das wäre sicher putzig ;) Außerdem sieht er tatsächlich fast so aus, wie das Ursprungsmodell. Nur die Taschenform habe ich von der Zwergenverpackung übernommen. Das Original hatte eine Tasche, die von der Form her aussah, wie ein Football.

Ich frage mich allerdings, warum ich die ganze Zeit über das Bedürfnis habe, in Größe 62/68 zu nähen. Vielleicht liegt es am kalten Winter draußen. Größe 50/56 würde ja bedeuten, für den Sommer zu nähen und wer macht das schon gern, bei -10 Grad vor der Tür???

Freitag, 3. Februar 2012

Wenn minnies mal nicht daheim ist...

...und die große, weite Welt bereits, dann...
Na ja, ganz so dramatisch ist es nicht. Ich war in Brüssel.
Also im Ausland. Und was macht man im Ausland?

Am liebsten würde ich die Frage nun mit "man besucht ein Stoffgeschäft" beantworten, aber so gut vorbereitet war ich nun auch nicht. Immerhin, ich habe einen Zeitungskiosk gefunden. Ich liebe ausländische Zeitungen. Früher, vor meiner Nähzeit, habe ich mir gern Frauenzeitschriften gekauft und diese dann unter dem Vorwand gelesen, dass man dabei ja sein Französisch oder Englisch aufbessert. Diese Zeiten sind lange vorbei. Jetzt bin ich auf der Jagd nach Kreativ-Zeitungen, genauer Nähzeitschriften. In Brüssel sieht die aktuelle Burda viel schöner aus. Sie hat ein Cover in schönen kräftigen Farben und noch die alte Aufmachung mit Heftklammern anstelle der jetzigen Leimbindung.
Quelle: periplus.co.id/ Abgebildet ist die UK-Ausgabe, aber die französische sieht genauso aus
Aber die Burda hat mich eigentlich nicht interessiert. Ich finde die Umstandsschnitte nicht sehr ausgefallen.

Was mich aber angesprochen hat, war diese schöne Zeitung aus den Niederlanden:
Mitgenommen habe ich die Knipmode erst einmal nur, weil die Gelegenheit eben günstig war. Aber der Blazer auf dem Cover hat mich auch gleich angesprochen.
Ich habe mir vorgenommen, noch einen weiteren Versuch "Sweat-Blazer" zu starten. Im letzten Jahr hatte ich ja bereits einen genäht, diesen jedoch mit nicht dehnbarer Baumwolle gefüttert. Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich aber noch gar keine Ahnung, wie man zweiteilige Ärmel richtig einsetzt und das mit dem Einhalten hatte ich großzügig überlesen. Da die Armausschnitte dadurch viel zu eng geworden sind, hatte ich dann irgendwann wutentbrannt einfach das Futter eingeschnitten. Letztendlich ist der Blazer zurück in die Stoffkiste gewandert und wird nun wohl zu Kindersachen verarbeitet werden. Nichtsdestotrotz ich werde einen neuen Versuch starten und das Knip-Modell scheint mir dazu geeignet.

Dieser Jeansrock hat mich auch angesprochen:
Dies wäre dann der erste Versuch, einen richtigen "Hosenstall" zu nähen, auch wenn es keine Hose ist ;)
Was ich an der Knipmode so toll finde, ist, dass der gleiche Schnitt in der Zeitung nicht nur einmal umgesetzt ist. Der Rock zum Beispiel ist auch in einem helleren Farbton abgebildet und hätte mich so gar nicht angesprochen. Für die Burdaschnitte findet man ja im Netz auch gute Umsetzungen, so dass man sich ein objektiveres Bild von den Schnitten machen kann (Die gewählten Muster/Stoffe im Heft sprechen mich selten an), aber es ist doch viel besser, wenn die Zeitschrift selbst mehr Anregung mit gibt. In der Knipmode werden die Modelle auch gleich noch mit verschiedenen Kaufsachen und untereinander gemixt. Das macht Burda nur teilweise. Ich bin jedenfalls begeistert.

Und als ich dann endlich wieder daheim war, was erwartete mich dort? - die ideale Ergänzung! Der neue Stoff & Stil-Katalog kam wie gerufen. Die neuen Frühlingsstoffe sind sehr verführerisch und ich muss schon sagen, bis die Ware aus Dänemark hier eintrudelt, ist doch bestimmt schon März, oder?? Ich werde mal versuchen, direkt für die Projekte den Stoff zu bestellen, die ich auch plane, in der nächsten Zeit umzusetzen. Mal sehen wie das zur Abwechslung klappt. Nicht immer planlos drauf los :)