Donnerstag, 6. Dezember 2012

Auf jeden Fall warm sollen sie sein

  Die Füße natürlich. Hier stapeln sich mittlerweile doch tatsächliche die fertigen Projekte. Nur sind das alles Kindersachen, wo ich doch eigentlich vor hatte, mich wieder mehr auf Erwachsenenkleidung, im Speziellen Kleidung für mich ;-) , zu konzentrieren. Nun ja, es ist nun mal so wie es ist: in meiner Brust schlägt jetzt ein Mama-Herz. Darum also warme Babyfüße.
Eigentlich wollte ich keine Socken für meinen Sohn stricken, da sich Oma und Tante förmlich darum reißen, dies zu tun. Doch dann habe ich mir, auf der Suche nach einer Anleitung für eine gestrickte Latzhose, das Buch "Kuschelweiches für Babys und Kleinkinder" ausgeliehen und darin ist auch die Anleitung für Socken. Das musste ich dann einfach ausprobieren. Was soll ich sagen: ich kann jetzt verstehen, warum meine Schwester so gern Socken fürs Baby strickt. Das geht nämlich schnell und die fertigen, winzigen Socken sind einfach so süß.

Am fertigen Socken hatte ich dann aber bemerkt, dass ich die Abnahmen hätte anders verteilen müssen. Aber das ist ja nicht so schlimm. Das nächste Mal weiß ich es dann. 
Und was trägt der Kleine da für ne tolle Hose? Na klar, die Merinohose, mein erstes Strickprojekt. Di Hose passt nun prima und ich kann die Anleitung nur empfehlen. Und im Hintergrund kann man sie auch schon erahnen: der Junge hat nicht nur Socken bekommen, sondern auch Lederpuschen.

Ich hatte sie bei Klimperklein schon immer gesehen und erst vor kurzem gab es mal wieder eine ganze Ladung fertig gestellter Puschen in Paulines Blog. Sie empfiehlt auf ihrer Seite Manu-Faktur für die Lederbeschaffung. Im Onlineshop gab es auch gleich das eBook und so bestellte ich mir mal zum Testen eine kleine Lederauswahl.
Der Schnitt besteht aus 3 Teilen und ist im Grunde gar nicht schwer. Ich habe die Puschen in Größe 16/17 genäht, was allerdings ganz schön fummelig ist. Gehen wir mal davon aus, dass das mit den größeren Modellen einfacher wird ;-) Erst saß ich da und habe lange überlegt, was ich denn für ein originelles Motiv applizieren könnte, aber dann entschied ich mich es erst einmal einfach zu halten. Man weiß ja nie, ob das erste Paar überhaupt was wird... Darum hab ich einfach einen Streifen "En route"-Webband drauf genäht. Mir gefallen die Puschen so sehr gut. Durch das Webband wurde dann die dickste Stelle aber tatsächlich noch dicker: 4 Lagen Leder + 1 Lage Webband. Ich kann jetzt nicht sagen, dass meine Maschine ohne Probleme drüber gerattert wäre, aber immerhin: sie hat es geschafft. 



Die Puschen hat mein Baby jetzt eigentlich fast immer an. Ich finde, er hat damit bei seinem Versuch, voran zu kommen, auch mehr Bodenhaftung. Die nützt ihm zwar noch nicht viel, aber irgendwann wird er schon vom Fleck kommen. In der Babytrage sind die Füßchen so auch schön lange warm. Leder ist halt noch mal was anderes als so ne Socke ;-)

Und nun möchte ich mich erst einmal verabschieden für dieses Jahr. Vielleicht schaffe ich es noch, mir für das Weihnachtsfest ein Kleid zu nähen, aber ich werde es wohl nicht schaffen, auch noch darüber zu schreiben. Und um nicht ständig diesen "Du solltest mal wieder was im Blog veröffentlichen"-Gedanken zu haben, pausiere ich hier mal im Dezember und versuche mich dem Weihnachtsstress zu entziehen und alles ganz entspannt anzugehen. Im nächsten Jahr werde ich dann hoffentlich mal wieder etwas mehr für diejenigen Leser unter euch haben, die mit Babyzeugs nichts anfangen können. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest.

Liebe sara (http://ichmagnaehen.blogspot.de) sag mir doch bitte noch, wo ich den Stoff hinschicken kann. Er wartet schon auf seine Abfahrt und blockiert dabei meine Zuschneidematte ;-)

Mittwoch, 21. November 2012

MeMadeMittwoch - Herbstoutfit

  Heute kann ich euch nun mein erstes Herbst(typ)-Outfit präsentieren. Ich bin sehr glücklich über die Kombination der beiden zuletzt entstandenen Kleidungstücke für mich. Das Bild ist bereits am Samstag bei strahlendem Sonnenschein entstanden, wodurch das gelbe Shirt noch besser zur Geltung kommt. Nichtsdestotrotz bin ich auch heute in diesem Outfit unterwegs.

Mütze nach Jane Richmond - hier nachzulesen 
Shirt Ottobre 5/12 - bereits an diesem Mittwoch vorgestellt
Rock Amy von farbenmix - davon berichtete ich erst kürzlich im Detail hier

Und wo vielleicht heute sogar wirklich die Sonne scheint, könnt ihr hier nachlesen. Bei Melleni versammeln sich heute wieder zahlreiche Herbstdamen.

Montag, 19. November 2012

Meine neue beste Freundin Amy

  Ich habe es tatsächlich geschafft, etwas Tolles für mich zu nähen. Ich hab ja schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt, dass ich nun, wo die Zeit zum Nähen knapp ist, meinen eigenen SWAP veranstalte. Das heißt: ich näh' mit Plan. Allerdings geht mein Plan nicht über das nächste Stück hinaus. Also näh' ich einfach um die neusten Kleidungsstücke drumherum, so dass diese miteinander kombinierbar sind. Außerdem achte ich nun generell auch auf die Farben. Seit längerem weiß ich, dass ich zu den Herbsttypen zähle. Beim Nähen habe ich mich allerdings bisher mehr von schönen Stoffen verleiten lassen. 

Genug der Vorrede. Zum Currygelben Shirt ist eine braune Amy entstanden. Ich habe sie sehr schlicht gehalten für maximale Kombinierbarkeit. Die Highlights liegen daher im verborgenen.
Wie man sieht, handelt es sich um einen schlichten Rock mit Kellerfalte und Taschen. Somit bietet dieser Rock alles, was man braucht. Ausgestattet mit Gürtelschlaufen und nahtverdecktem Reißverschluss kommt er auch etwas erwachsener daher als die letzten Exemplare mit Jerseybund. Der Rock ist mit seiner dicken, an Wolle erinnernden Qualtät und einem Futter auch gut für die kalte Jahreszeit geeignet. 

Und worin liegt nun das Besondere, wird sich die ein oder andere Leserin nun vielleicht fragen? Natürlich im Taschenbeutel, dem inneren Bundstreifen und dem Futter - diese Teile sind nämlich schön Gelb :-)
Von dem Baumwollstoff mit den süßen Elefanten hatte ich letztes Jahr mal ein kleines Stück bei Frieda Hain mitgenommen, um niedliche Akzente zu setzen. Und nun war es an der Zeit, dies auch zu tun. Das gelbe Futter habe ich bei Frau Tulpe geholt - Ausflug mit Kind in der manduca - eine prima Methode, wenn man sicher gehen will, dass man nur das kauft, was man braucht ;-) Und den braunen Stoff habe ich geschenkt bekommen. Ich habe keine Ahnung, zu was dieser Stoff ursprünglich verarbeitet werden sollte. Aber auf jeden Fall habe ich reichlich davon bekommen. Ich schätze mal, dass noch 1,5 - 2 Meter übrig sind. Es reicht also locker für einen weiteren Rock. Da ich aber am ausmisten bin und kein weiteres Kleidungsstück aus dem gleichen Stoff nähen möchte, würde ich den Rest gern an eine von euch verschenken. Leider habe ich keine Ahnung, um welches Material es sich handelt. Es ist aber sicher etwas Künstliches und er ist warm :-) Ich hab ihn auch schon gewaschen bei 30 Grad. Wer ihn möchte, kann das ja in einem Kommentar vermerken. Der Einfachheit wegen, schenke ich ihn der Ersten. Es sind keine Bedingungen dran geknüpft. Ich würde mich über ein Bild vom entstanden Werk freuen, aber das ist auch kein Muss.

Und nun schmiede ich meinen Plan weiter. Am Samstag eröffnet das Nähkontor bei mir um die Ecke. Dort werde ich bestimmt einen schönen Jersey für ein Oberteil für mich finden. Mal sehen, ob ich nochmal eine Joana nähe. Die beiden Mädels (Amy und Joana) sind ja als Dreamteam bekannt. Weitere Röcke werden auch folgen, da die bisher genähten fast alle ungefüttert sind oder gerade nicht passen. Von einer Hose träume ich vielleicht nächstes Jahr mal.

Donnerstag, 15. November 2012

Baby-Spielzeug schnell genäht

Hab ich gesagt, dass ich mich mehr auf Projekte für mich konzentrieren will? ;-) Das war bevor die Sozialpädagogin unserer PEKiP-Gruppe mit Nähideen für Spielzeug ankam. Und so sind gerade diese drei pädagogisch sinnvollen Spielsachen aus einem orangenen Reststreifen meiner Kinderwagendecke entstanden. Während ich sie nähte, schlief der Sohnemann in der manduca. Lustigerweise wurde er tatsächlich ruhig, sobald ich das Nähmaschinenpedal trat. Gutes Kind!

Die drei Säckchen sind mit Knisterfolie, gelben Erbsen und Milchreis (von links nach rechts) gefüllt. Die langen Schnüre sollen für die Feinmotorik sein. Die Kullern habe ich verarbeitet, damit mein fast vier Monate altes Baby das Säckchen hoffentlich gut halten kann. Mal sehen, ob die Rechnung aufgeht.

Und da ich keine Zeit zu verschenken habe, sind die Wendeöffnungen auch ganz schlampig zugenäht und nicht mit Matratzenstich. Das wird mir das Baby sicherlich verzeihen.


Hach, so farblich passend eignet sich dieses Spielzeug doch sicher auch als Geschenk. Hier werden bald zwei Mädchen das Licht der Welt erblicken und ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich da am besten nähen könnte... Es gibt ja so viele, nette Kleinigkeiten.
  

Sonntag, 11. November 2012

Die Rettung der Latzhose

Ach, was bin ich erleichtert. Nachdem ich den Gummi am Bund entfernt habe, passt die Latzhose nun wirklich sehr gut. Vorher habe ich sie nur schwer über den Windelpopo bekommen, aber nun flutscht es und so sitzt sie auch gar nicht mehr so knapp. An den Trägern sind nun locker noch 3 Zentimeter Luft und die Beinbündchen sind ja sowieso zum Krempeln. Ich habe also Hoffnung, dass die Hose nun tatsächlich noch bis zum Ende des Jahres passt. Ansonsten bin ich wirklich total verliebt in diese Hose und kann den Schnitt nur empfehlen. 

Und ab jetzt konzentriere ich mich mal wieder ein wenig mehr auf meine eigene Garderobe. Ein Baby-T-Shirt ist ja schnell mal zwischendurch genäht. Da brauche ich mir gar keinen Kopf mehr machen :-) 

Dienstag, 6. November 2012

Mal wieder Retro, Baby!

Als neulich die neuste Ottobre Kids erschien, musste ich diese unbedingt haben und mein Mann brachte sie mir noch am selben Tag vom Einkauf mit. Ich weiß nicht, was es ist, dass mich da so ungeduldig sein lässt. Die Zeitschrift kann man schließlich online durchblättern und zwar bereits bevor die Zeitung am Kiosk erscheint.
Also ich weiß nicht, was es ist und genäht habe ich aus dieser Ausgabe auch noch nix. Dafür sind zwei Teile aus der Ottobre 1/2011 entstanden. Und zwar das dritte T-Shirt "White Rabbit" und die Trägerhose Jumping Jack. Beides bereits in Größe 68. Da dachte ich bis letzte Woche noch, dass mein Baby nicht wächst, weil wir immer noch fleißig die 56 angezogen haben und plötzlich ist die 62 schon zu klein. Einfach übersprungen die Größe.
Die Sachen sollten doch eigentlich reichlich sein, aber das wird wohl nix. Der Pulli wird sicher noch eine Weile passen, aber bei der Hose dachte ich bei der ersten Anprobe, ich würde die Träger gar nicht zu bekommen. Oben im Bündchen ist außerdem noch ein Gummi mit eingenäht. Diesen werde ich auf jeden Fall noch entfernen. Die Hose sitzt am Brustkorb sehr eng und ich will ja, dass sich mein Baby wohl fühlt und nicht nur knuffig aussieht. Ansonsten gefällt mir der Schnitt sehr gut. Ursprünglich ist er für dehnbare Stoffe vorgesehen, weshalb ich ja zur Größe 68 griff. Abgesehen vom Gummi denke ich aber, dass der Schnitt weit genug ist, um auch Cord oder Jeans verwenden zu können. Ich werde auf jeden Fall noch eine weitere Cord-Latzhose nähen. Durch den hohen Bund ist sie ja auch schön warm für kalte Tage. 


Die Innenseite wollte ich auf jeden Fall aus einem anderen Stoff machen. Das hat dann den gleichen Effekt wie Eulenstoff für Nahttaschen ;-) Der rote Stoff ist mir zufällig in die Hände geraten. Ursprünglich hatte ich mal wieder an gelb gedacht... Aber so passen die hübschen Retroknöpfe, ich mir im letzten Jahr mal bei Dawanda gekauft hatte, perfekt zum Gesamtbild. Die Knopflöcher habe ich dann auch mit rotem Garn genäht. Und das Äffchen-Webband ist bei meiner Lillestoff-Bestellung mitgekommen. Da habe ich so viel tolle Jerseys auf Lager, aber bei den Lillestoffen konnte ich mich nicht zurückhalten. Kennt ihr auch diese Angst, dass es den Stoff wohlmöglich nicht mehr geben könnte und darum hamstert man ihn mal schnell? Zwei Tage konnte ich mich vom Kauf abhalten, mit dem Wissen, dass es zu einem späteren Zeitpunkt einen anderen tollen Stoff geben wird und es dann gar nicht so schlimm wäre, wenn es die Bauernwiese oder den schönen Autostoff "En route" nicht gäbe. Aber letztendlich wollte ich dann doch unbedingt genau diesen Stoff mit den niedlichen Kühen und wo ich gerade bestelle, sollen die Autos halt auch mit. Aber ich schweife ab. Genau wie ich die Ottobre sofort "brauchte", hängt nun auch der Stoff in der kilometerlangen Warteschlange.

Das Shirt habe ich in der gleichen Stoffkombination genäht, wie den ersten Body. Er erinnert mich nun immer daran, wie klein mein Baby mal war. Damit habe ich nun den Schnitt einmal aus Fleece, aus Sweatshirtstoff und aus Jersey genäht. Diesen dritten Pulli habe ich exakt nach Anleitung genäht. Die Ärmelbündchen sind somit erst an den Arm genäht, dann die Nahtzugabe gecovert und danach die Seitennaht geschlossen. Beim 2. Pulli hatte ich die Armbündchen zum Ring geschlossen und nach Schließen der Seitennaht angenäht. Dadurch kann man die Nahtzugabe zwar schlecht covern und es ist auch etwas fummlig, aber man kann die Bündchen schön umschlagen, solange die Ärmel noch lang sind. Beim nächsten Mal werde ich es also wieder so machen.

Nachdem ich den Schnitt nun also dreimal genäht habe, habe ich ihn für mich optimiert und werde ihn als meinen Standard-Shirtschnitt verwenden. Endlich keine Kanten mehr einfassen. Vielleicht kann ich ihn ja sogar noch mit dem Babyanzug Anton fusionieren.

  

Montag, 5. November 2012

Cap Craft-Along Teil 4 von 4: Meine Mütze und ich

Ich bin sehr froh, an der Aktion teilgenommen zu haben. Meine Mütze gefällt mir sehr gut und ich finde das Gefühl großartig, jeden Tag etwas Selbstgemachtes zu tragen. Das gilt zwar auch für die Taschen, die ich besitze, aber bei einer Mütze, einer Jacke oder einem Rock ist es irgendwie noch etwas anderes und so trage ich meine Mütze eigentlich seit sie fertig ist jedes Mal, wenn ich das Haus verlasse. Auch wenn es in Berlin gerade wieder so warm ist, dass ich auf dem Balkon die Wäsche aufhängen kann ohne Jacke und abgefrorener Finger.

Es gibt nur eins, was ich an meiner Mütze etwas sonderbar finde. Also sie sitzt relativ fest. Jetzt nicht so, dass ich davon Kopfschmerzen bekäme oder sie unbequem zu tragen wäre. Aber wenn ich sie absetze, habe ich immer das Muster des Bündchens auf der Stirn. Das ist irgendwie nervig. Aber andererseits bin ich daran von meinem Fahrradhelm gewöhnt und somit tut dies meiner Liebe zur Mütze keinen Abbruch.

Das Bild entstand bereits vor etwas mehr als einer Woche beim samstäglichen Brötchenkauf.

Und auch meine Minimütze ist fertig geworden. Allerdings ist diese etwas mehr "mini", als Hellas Exemplar für ihr Söhnchen ;-) Damit sich das Porto in Relation zur grandiosen Spendesumme von 30 Cent je Mützenflasche auch lohnt, werde ich noch mehr kleine Mützchen stricken. Mal sehen wie viele ich noch schaffe neben den ganzen anderen Projekten, die mir so vorschweben.


Die gesammelten Mützenträger finden sich wieder bei Hella zusammen. Und nun freu ich mich, dass wir alle mit einem warmen Köpfchen durch den Winter kommen.
  

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Currygelber Me Made Mittwoch

Ich nehme zwar nicht an einem SWAP teil und einen vollständigen Plan habe ich auch noch nicht, aber dennoch habe ich mir vorgenommen, ein paar gut kombinierbare Teile mit Bürotauglichkeit zu nähen. Nun muss ich erst Ende Februar wieder ins Büro und hab noch etwas Zeit. Das erste Teil ist indes bereits fertig und ich bin sehr stolz. Das Shirt besticht durch seinen Schnitt, den tollen Stoff und auch seine Farbe. Vom Liebsten bekam ich dafür einmal mehr das höchste aller Komplimente:"Na, das sieht doch ganz professionell aus."

Tragebilder gibt es leider wieder nur als Spiegelselbstportrait, aber ich habe immerhin die Spiegelreflex und nicht das Handy genommen.

Es ist wieder das Shirt (11. Cool Grey) aus der Ottobre 5/2012. Diesmal mit 3/4-Ärmeln und ohne Stillfunktion. Der Tipp von Claudia ist echt gut: mit einem Hemdchen darunter klappt das auch prima und so ist dieses Shirt auch für die Zeit danach. Ich habe das Shirt auch etwas kürzer gemacht. Die vorgesehene Länge von 67 Zentimetern ist für meine Körpergröße von 155 Zentimetern doch sehr reichlich. 
Besonders gefällt mir an meinem neuen Shirt auch, dass mein kleines Label farblich perfekt passt und so noch einen kleinen Akzent setzt.
Bei den Falten habe ich mir dieses Mal auch noch einmal richtig Mühe gegeben. Leider mit dem Resultat, dass mir diese doch etwas zu gleichmäßig geraten sind. Für den Halsausschnitt habe ich einen schmalen Streifen wie ein Bündchen angenäht und dann die Naht mit einer Covernaht von rechts abgesteppt. Ich nenne das die Schnabelina-Methode, da ich sie im Tutorial für die Regenbogenbodys gelernt habe. Da ich für meine Coverlock natürlich nicht das passende gelbe Garn habe, habe ich beiges Garn verwendet, was gar nicht so schlecht aussieht.
Die Saumnähte sind mir mit der Coverlock teilweise richtig gut gelungen. Leider nur teilweise, aber ich habe noch immer Hoffnung mit der richtigen Portion Geduld noch zum Profi zu werden.



Als nächstes wird ein Rock genäht, denn der braune Rock, den ich heute zu meinem Shirt trage, ist nicht me-made und außerdem habe ich den geeigneten Stoff zufällig gerade geschenkt bekommen.

Ob es noch andere Curry-Queens heute zu sehen gibt, kann man wie jeden Mittwoch hier sehen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern.




Montag, 29. Oktober 2012

Retro-Pulli fürs Baby

Da es ja nun mittlerweile zu kalt ist, um das Baby nur mit einem Body zu bekleiden, musste unbedingt ein Pulli her. Okay, eigentlich braucht es mehr als nur einen Pulli und ich gebe zu, ich arbeite nicht sehr effizient. Wie dem auch sei: es ist EIN neuer Pulli entstanden. So ganz neu ist er nicht, da ich mal wieder etwas von mir recycelt habe und zwar eine alte Sweatjacke in klassischem babybraun.

Das Foto ist vielleicht nicht das beste, aber immerhin habe ich endlich mal daran gedacht, bevor ich die Schere angesetzt habe. Die Jacke ist gar nicht so oft getragen worden und musste nun daran glauben. Der Stoff ist noch wirklich gut in Schuss und sogar ein wenig samtig.

Als Schnitt habe ich wieder White Rabbit aus der Ottobre Frühjahrsausgabe 2011 gewählt. Als ich den Dschungelpulli nähte, gefielen mir die Bündchen so gut, dass ich unbedingt noch mehr Pullis nach diesem Schnitt nähen wollte. Als Bündchenstoff wählte ich ein sonniges Gelb aus meiner Lieferung von Michas Stoffecke. Wieder einmal schön Retro in den Farben :-)

So sieht nun das Ergebnis aus:



Der Saum ist sogar ganz ordentlich gecovert und in mir wächst langsam die Hoffnung, dass ich mit ein bisschen Übung, noch ganz gute Ergebnisse erzielen werde. Und es hat sich doch tatsächlich wieder eine Freihandapplikation auf den Pulli geschlichen. Dachte ich doch während der Schwangerschaft noch, dass ich dazu keine Zeit haben werde, muss ich nun sagen: ich kann einfach nicht anders und soviel Zeit muss sein. Freihandsticken mit der Nähmaschine ist für mich wie malen und ich liebe die naive Kunst von Kinderbildern. Ich hoffe ja, dass ich da noch viel von meinem Kind lernen werde, wenn es erstmal gelernt hat, einen Stift zu halten.
Hach, der Pulli passt gerade perfekt. Vergangene Wochen wurde festgestellt, dass mein kleines Baby nun schon 61 Zentimeter groß ist und vielleicht hätte ich diese Information dahingehend nutzen sollen und den Pulli nicht noch einmal in Größe 62 zu nähen. Aber wie man auf dem Bild sehen kann, sind die Ärmelbündchen noch gekrempelt. Wir können den Pulli daher hoffentlich ein paar Mal anziehen. Die nächsten Stoffe sind jedenfalls schon rausgesucht und als nächstes werde ich wohl gleich drei/vier Pullis parallel nähen. Mal sehen, wie das so klappt mit der Effizienz. Bei den beiden Anton-Anzügen hatte ich zwar zwei zugeschnitten, diese dann aber dennoch hintereinander genäht, weil ich einfach keine Lust hatte, 8 Kanten nacheinander einzufassen. Ich brauche wohl auch Abwechslung.

Freitag, 26. Oktober 2012

Cap Craft Along Teil 3 von 4

Stricken scheint superbabytauglich, Bloggen hingegen weniger, daher erst heute mein Bericht zum Cap Craft Along von Hella aka Miss Margerite.

Und weil das mit dem Stricken und Baby so gut funktioniert, ist meine Mütze sogar schon fertig. Am Wochenende konnte ich noch auf dem Balkon stricken bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Am Montagabend war die Mütze dann fertig und am Dienstagmorgen trat sie bereits in ihren Dienst und wärmte meinen Kopf auf dem Weg zur Gemüsefrau.

Die Mütze ließ sich wirklich schnell stricken. Es gab auch mit der englischen Anleitung keinerlei Probleme und das doppelte Bündchen ist wirklich der Hit. Ich mag beim Rundstricken den Übergang bei der ersten Runde nicht so besonders. Der wird bei mir immer irgendwie schief. Da das Bündchen aber nach innen geschlagen und dort festgenäht wird, sieht man davon nix mehr. Und daher ist diese Mütze meiner Meinung nach ein 1A-Anfängerprojekt und dabei macht sie mehr her als ein einfacher Schal.


Und weil die Mütze so fix gestrickt ist und sich aus dem Rest der Wolle nix wirklich Sinnvolles mehr stricken lässt, stricke ich die Mütze nochmal als Miniaturausgabe für die Innocent-Smoothies. Da tu ich sogar noch was Gutes. Mal sehen, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

Endlich wieder MeMadeMittwoch

Eigentlich ist bei mir ja, seit ich in Elternzeit bin, quasi jeden Tag MeMadeMittwoch und doch habe ich es bis heute nicht geschafft, mal wieder dabei zu sein.
Da der Mann das Haus morgens zeitig verlässt und in Ermangelung eines Fernauslösers, präsentiere ich mich heute wieder auf einem stylischen Handy-Spiegel-Selbstporträt.



Mein Outfit ist vorallem funktional und zwar für mich in meiner Funktion als Mama. Das gepunktete Shirt mit eingebauter Stillfunktion habe ich euch ja schon vorgestellt. Die Valeska ist auch nicht neu, aber mit dem bequemen Gummibund und weil es halt ein Rock ist, eignet sich dieses Kleidungsstück prima zum Spielen am Boden. Dass ich nun zu diesem Outfit grüne Stulpen trage, die wiederum tatsächlich neu sind, liegt allein daran, dass Stulpen prima gegen kalte Finger helfen und das ist ja wichtig, wenn man dem kleinen Baby tröstend (heute war der zweite Impftermin) über die Wange streichen möchte. Dieses Paar ist außerdem erst der Prototyp, entstanden aus einem Loopschal, den ich zu eng/kurz genäht hatte. Die Wendeöffnungen sind gar nicht erst geschlossen, der Linke ist ein wenig zu eng, doch zur Erprobung reicht es und bei Tauglichkeit werde ich Wendestulpen in allen Farben und Mustern nähen, sodass ich immer das passende Paar zum Outfit kombinieren lässt.

Was die anderen MeMade-Damen tragen, kann man nun seit einigen Wochen auf einer eigenen Seite nachschauen. Auf MeMadeMittwoch.blogspot.de haben sie sich alle versammelt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der MeMade-Crew für ihr Engagement bedanken. Ich weiß nicht mehr genau, wo es genau seinen Anfang nahm, aber irgendwann bin ich bei Catherine auf den MeMadeMittwoch gestoßen und habe dadurch eine Menge inspirierender Blogs entdeckt und schließlich selbst zum Bloggen gefunden. Besonders freue ich mich darüber, dass die MeMade-Regeln nun mehr Beachtung finden, denn ich habe mich so manches Mal geärgert, besonders zu Zeiten als es noch keine Bildchen gab, wenn ich auf einem Blog gelandet bin, der mir Kindersachen oder Ähnliches präsentierte. Liebe MeMade-Crew macht weiter so und ein herzliches Dankeschön.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Meine Spezialität: Bodys

Es ist mal wieder ein Body fertig geworden. Ich liebe es diese Teile zu nähen und noch mehr liebe ich es, diese meinem Sohn anzuziehen. Dieses Modell habe ich bewusst schlicht gehalten, da ich bei den vorherigen Modellen (siehe weiter unten) am liebsten keinen Pulli drüberziehen wollte. Sie sind einfach zu hübsch. Aber es ist ja Herbst, also dieses Mal schlicht. 

  
Bei dem Body handelt es sich um einen Regenbogenbody von Schnabelina in Größe 62. Nachdem ich bisher nach einem abgewandelten Ottobre-Schnitt genäht hatte, wollte ich mal dieses kostenlose Schnittmuster probieren, nachdem schon viele Bloggerinnen einen Body genäht haben. Beim Schnittmustervergleich war ich erstmal etwas erstaunt, da dieses sogar etwas kürzer war, als die Größe 56 aus der Ottobre. Der Test am Modell hat allerdings bewiesen, dass der Body 1A passt. Leider ist er bereits wieder in der Wäsche. Da gab es wohl doch mal wieder ein mittelgroßes Malheure.

Und dann ist es gerade wieder so warm, dass es gar nicht unbedingt eines Pullis bedarf. Darum kommt zur Zeit ein ganz anderer Body zum Einsatz: der Affenbody.


Also ich präsentiere die Bodys hier in absteigender Reihenfolge. Der Affenbody, genäht in Größe 56 nach Ottobre, entstand im September. Der Affenjersey stand aus Kirstins Überraschungspaket. Die Bündchen habe ich bei diesem Modell bereits nach der Methode von Schnabelina genäht. Das geht wirklich schnell, allerdings hatte ich zunächst Bedenken, da die Kam Snaps allein an der Bündchenware festgemacht werden. Aber sie halten sehr gut, auch nach häufigen Öffnen und Schließen.

Und ein weiterer Body ist seit der Geburt meines Sohnes entstanden. Im August war dies das erste richtige Nähprojekt, nachdem der erste Body, den ich sehr gern angezogen habe, bereits nach dem ersten Tragen schlimme Gebrauchsspuren zeigte. 

Von dem Campingjersey hatte ich zwar eigentlich noch etwas übrig, aber da mein Campingshirt ohnehin zu kurz geraten war, beschloss ich es kurzer Hand zu recyceln. Während der Schwangerschaft hatte ich das Shirt noch häufig zum Schlafen an und so wärmt der Jersey nun weiter das Baby :-) Der Body ist auch nach dem Ottobreschnitt in Größe 50 entstanden. Im Grunde genauso genäht, wie der Prototyp, nur das ich hier zum ersten Mal Kam Snaps anstelle der Jerseydrücker von Prym ausprobierte. Wie ihr sehen könnt, bin ich bei Kam Snaps geblieben. Also wirklich eine gute Alternative, auch wenn das Anbringen der Drücker für mich immer noch mehr einem Glücksspiel und weniger Können gleicht.

Zum Vergleich habe ich einmal alle drei Bodys übereinander gelegt. Es sind die Größen 50, 56 und 62 und alle drei werden von meinem Sohn noch getragen. Der Campingbody hat inzwischen etwas kurze Ärmel und die Ärmel des Regenbogenbodys sind noch etwas lang. 


Ich werde auf jeden Fall noch mehr Bodys nähen und in Zukunft dafür den Regenbogenbody-Schnitt nutzen. Als nächstes werde ich noch einmal die gleiche Stoffkombination nähen, wie für den ersten Body. Der gestreifte Jersey fühlte sich einfach so kuschelig an, dass der unbedingt wieder in den Kleiderschrank muss.

Montag, 15. Oktober 2012

Cap Craft Alonge Teil 2: Meine Wahl

Okay, meine Wahl stand ja eigentlich schon fest, da ich die Anleitung extra dafür gekauft habe, aber die Modelle der anderen haben meine Entscheidung ein wenig ins Wanken gebracht. Da das aber bestimmt nicht die letzte Mütze sein wird, werte ich die Sammlung von letzter Woche einfach mal als Inspirationsquell :-)

Ich werde also Aesderina von Jane Richmond, welche im Übrigen auch eine tolle Anleitung für eine Kinderjacke im Angebot hat, stricken. Diese Entscheidung war demnach kein Problem. Schwieriger war dann die Farbwahl. Ursprünglich wollte ich wieder bei Lanade bestellen. Und zwar Big Merino. Allerdings gab es da vor kurzem eine Rabattaktion, welche den Bestand wohl etwas geschmälert hatte. Die Farbe, die mir so vorschwebte, war aber ohnehin nicht dabei und so ereignete es sich, dass ich mal wieder vor Ort einen mir bekannten Stoffladen aufsuchte, der auch Wolle führte. Bisher war das für mich ja kein Thema. Ich bin zwar mal an der Wolle vorbeigeschlichen, aber ohne entsprechendes Geschick wurde ich dort bisher noch nicht zum Kauf verführt ;-) Hach, das war ein wirklich toller Ausflug. Zum ersten Mal seit der Geburt meines Sohnes schwang ich meinen Hintern mal wieder aufs Fahrrad. Solange der Junge nicht sitzen kann, sind Fahrradausflüge wohl eher selten. Aber egal, ich schweife ab...

Ich war auf der Suche nach "Worsted Weight Yarn". Dies entspricht wohl einer Maschenprobe von 16 Maschen und 21,5 Reihen. Ich fand dann "Champ" von ONline. Der Beschreibung nach müsste das das Pendant zur Big Merino von Drops sein. Den Farbton würde ich Pistazie nennen. Wenn meine Sachen nicht dazu passen werden, nähe ich einfach neue. Ha ha. ;-)


Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich schon mal eine Maschenprobe gemacht. Die Wolle strickt sich so gut, dass es mir geradezu in den Fingern juckt. Wahrscheinlich werde ich nächste Woche bereits fertig sein. Ach nein, ich vergaß: ich habe ja einen 12 Wochen alten süßen Fratz, der da auch noch ein Wort mitzureden hat.

Generell denke ich aber, dass die Mütze ein Selbstgänger ist, wie Hella so schön sagt. Meine Anleitung ist in englischer Sprache, aber eine erste Sichtung ergab, dass ich wohl nicht das Wörterbuch zücken muss. Mir scheint, es wird recht einfach. Mal sehen, was ich beim 3. Teil dazu zu sagen habe.

Und jetzt gucke ich mal bei Hella, für was die anderen Mitstreiter sich so entschieden haben und ob vielleicht noch mehr Strickliesl zusammengekommen sind.

Freitag, 12. Oktober 2012

Mein Baby gehört zu mir

Ich glaube, alle Filmzitate, die ich so kenne, stammen aus Dirty Dancing...
Hier ein schlechtes Handy-Spiegel-Selbstportrait als Beweis, dass dieser Ausspruch heute bei uns Programm ist:



Dass mein Baby zu mir gehört, lässt sich ganz klar an den Punkten erkennen :-) Es gibt nun schon ein paar Kleidungsstücke im Kleiderschrank, die deutlich zeigen, dass wir zwei zusammen gehören. Allerdings schreit das dann doch auch nach: Guckt alle her - ich kann nähen! Oder? An dieser Stelle fand ich es aber okay, weil dezent.


Das Shirt ist aus der aktuellen Ottobre (5/2012) Modell "Cool Grey". Ich habe hier mal den Schnitt für eine stilltaugliche Variante abgewandelt. Bei den derzeitigen Temperaturen ist die Methode "T-Shirt hoch" langsam nicht mehr so empfehlenswert. Die Anleitung habe ich hier gefunden. Auf jeden Fall sehr praktisch. Allerdings muss ich mir erstmal wieder abgewöhnen, das T-Shirt im Ganzen hochzuziehen ;-) Ich finde die überlappende Methode besser als Aufknöpfen. In meinem Kleiderschrank habe ich einige Shirts mit Knopfleiste gefunden, die theoretisch auch stilltauglich sind. Mit aufgeknöpften Shirt kam ich mir aber irgendwie nackt vor. Schiebt man das T-Shirt zum Beispiel nach oben, dann hat man schließlich das Baby vor der Brust und darüber das T-Shirt. Knöpft man auf, ist da nix. Bei meinem neuen Shirt schiebe ich somit nur die Hälfte hoch. Für mich die ideale Lösung. Der verwendete Stenzojersey ist aber irgendwie nicht von bester Qualität. Ich habe schon extra eine kleinere Nadel verwendet und dennoch kann ich bereits kleine Löcher neben der Seitennaht finden. Die Farbe (orangerot) ist für mich ebenso etwas gewöhnungsbedürftig. Darum ist dieses Shirt jetzt erst einmal ein praktisches Probeshirt und ich werde noch weitere nach dieser Methode fertigen. Bis dahin freue ich mich, dass ich so gut zur Kapuze meines Sohnes passe. Den Pulli habe ich übrigens schon mal hier gezeigt und auch die hübsche Cordhose war hier bereits im Blog zu sehen.

Den Schnitt finde ich generell sehr chic durch den etwas anderen Ausschnitt. Eigentlich mag ich ja gar keine V-Ausschnitte, aber hier gefällt es mir sehr gut. Den Saum und die Ärmel habe ich mit dem Coverstich meiner Coverlock genäht und nach allem Fluchen über Zwillingsnadeln muss ich leider feststellen, dass sich auch so eine Covernaht nicht von allein näht. Es braucht sicher auch hier etwas Übung. Da ich derzeit nicht so oft dazu komme, etwas für mich zu nähen, hatte ich eigentlich versucht einmal wirklich ganz akkurat zu nähen. Das war dann aber mangels Cover-Erfahrung nicht drin. Der Stoff für den zweiten Versuch liegt aber schon bereit. Bei einem meiner abendlichen Spaziergänge mit Baby im Tragetuch bin ich nämlich mal zu Siebenblau gegangen. Um weißes Garn zu holen. Ihr kennt das sicher ;-) Als ich den currygelben, feinen Jersey sah, hab ich den schnell eingesackt und fluchtartig den Laden verlassen. (Nicht ohne zu bezahlen, versteht sich) Was nützt es, meterweise Stoff zu kaufen, wenn dann die Zeit fehlt. Darum habe ich mir an diesem Tag vorgenommen, für mich nur noch die schönsten Stoffe zu kaufen und mir dann beim Nähen viel Mühe zu geben. Mal sehen, ob das klappt.

Oh, nein: beim Raussuchen des Stoffes für den Link habe ich gerade diesen Stoff entdeckt. Jetzt muss ich mich aber ranhalten, damit ich den bald auch noch kaufen kann. Kennt ihr auch diese Angst, dass der Stoff nicht mehr verfügbar sein könnte? Dabei begegnen mir ständig neue Stoffe, die ich unbedingt haben möchte. Da bräuchte ich mir eigentlich keine Sorgen machen.

Montag, 8. Oktober 2012

Cap Craft Along mit Miss Margerite

So ganz ohne Stricken oder zu schließenden Wendeöffnungen finde ich es nun doch etwas öde auf der Couch und so entschloss ich mich beim Cap Craft Along mitzumachen.


Heute also der erste Teil: Wünsche und Anregung
Dazu lässt sich sagen, dass ich einfach etwas nähen möchte, weil ich gerade Spaß daran gefunden habe. In meinem Reader fand sich vor einiger Zeit ein Eintrag von Tasia (Sewaholic) in dem sie all die Mützen zeigte, die sie unterwegs quer durch Amerika gestrickt hatte. So stieß ich auf Jane Richmond. Tasia hat unter anderem das Modell Aesderina gestrickt. 

Dieses finde ich auch geeignet für mein nächstes Projekt. Es hat kein kompliziertes Muster, so dass die englische Anleitung kein Problem sein dürfte. Das gedoppelte Bündchen finde ich dabei sehr interessant und ich bin gespannt, ob das die Ohren schön warm hält. 

Eigentlich bin ich nun nur noch auf der Suche nach schöner Wolle. Dass es dieses Modell wird, da bin ich mir eigentlich schon ziemlich sicher. Ich werde bestimmt wieder Wolle von Drops nehmen. Da ich nicht auf der Suche nach der einen Mütze für alles bin, kann ich mich farblich eigentlich austoben. Ich habe eine magenta-graufarbene Jacke und einen grauen Mantel, aber ich hätte gern eine gelbe oder grüne Mütze. Also werde ich dann wohl den grauen Mantel öfter tragen. Aber das muss ich ja erst nächste Woche entscheiden :-) 

Freitag, 5. Oktober 2012

Antonmania oder Ach, wie doch die Zeit vergeht

Als ich vor einigen Jahren meine Diplomarbeit schrieb, da kam mir diese Arbeit zunächst vor wie ein unüberwindbarer Berg. Doch Schritt für Schritt kam ich voran, Seite um Seite wuchs das Dokument und dann war ich tatsächlich am Ziel.
Und so ähnlich war das jetzt auch mit meinen Antons. Noch in der Schwangerschaft schnitt ich gleich zwei Exemplare in Größe 62 zu, um effizienter arbeiten zu können. Doch dann fehlte mir ein wenig die Motivation, etwas zu nähen, das ich dem Baby nicht gleich anziehen kann und dann war das Baby da und die Fertigstellung der beiden Anzüge schien ein Ding der Unmöglichkeit geworden zu sein. Bis ich mich an meinen Diplom-Berg erinnerte und wieder begann in kleinen Schritten zu nähen. Da kam es schon mal vor, dass in einer Woche nur der Zwickel genäht wurde. Aber dieser ist ja bekanntlich auch sehr kniffelig. 

Nun denn, ich habe es geschafft:



Einmal mit Beleg und Einfassstreifen. Hier habe ich zum ersten Mal die Jersey-Drücker von Prym mit der Prym Variozange angebracht. An dem Anzug finde ich sie okay, aber generell hätte ich liebe kleinere Drücke. Diese hier haben einen Durchmesser von 10 Milimetern. Bereits in der Schwangerschaft hatte ich angefangen, diesen Anton zusammenzunähen. Über die Zeit hat die Garnfarbe der Overlock dreimal gewechselt und da ich zu den kurzen Näh-Gelegenheiten kaum Zeit zum Umfädeln habe, sind die Nähte im Inneren hellblau, schwarz und weiß.



Der zweite Anton ist mit Bündchen und Einfassstreifen. Hier habe ich mir mit dem Zwickel besondere Mühe gegeben und ihn vorher mit Heftgarn geheftet. Das Garn ließ sich nach dem Nähen ganz leicht wieder herausziehen. Der Aufwand hat sich gelohnt. An dieser Stelle des Nähen's stellte ich fest, dass ich eine ganz neue Gelassenheit an den Tag legte, da ich ja wusste, dass ich nicht fertig werden würde. Meine vorherige Herangehensweise "Egal, ich lass das jetzt so. Hauptsache fertig." ist einem "Der Weg ist das Ziel" gewichen. Ich glaube, das könnte meinen Ergebnissen doch sehr zu Gute kommen. Der schöne Wal-Jersey stammt übrigens aus den Zeiten, als ich Sparfuchs noch halbe Meter für mich bestellt hatte. Ich habe ihn sogar schon mal im Blog gezeigt, nämlich hier. Wenn man genau hinschaut, kann man die Wale links im Bild erkennen. Sie sind nicht so gut zu sehen, da der Stoff dort auf links liegt. 

Leider kann ich die Antons nicht am Modell zeigen. Sie sind noch etwas groß und ich wollte sie nicht nur testweise anziehen, da unser Zwerg gerade kein großer Freund des Eingekleidet-werdens ist.

Und das Plüschige, auf dem ich die beiden Anzüge fotografiert habe? Das ist unsere neue Lieblingskuscheldecke. Feinster grauer Kuschelfleece und ein schöner Riley Blake Stoff ergeben zusammen genau die richtige Decke für kühlere Herbsttage. Hach, ich liebe diese bunten Kreise. Sie geben der grauen Decke etwas Besonderes. Ein schnelles Projekt, das ich nur empfehlen kann. Ich habe die beiden Stoffe rechts auf rechts zusammengenäht, eine Wendeöffnung gelassen, gewendet und dann die Öffnung von Hand geschlossen. Ich hatte noch überlegt, den Rand knapp abzusteppen, aber ich glaube, dass eine Naht auf dem Kuschelfleece nicht so hübsch wäre und so gefällt mir die Decke sehr gut.




Dienstag, 18. September 2012

Going wild with Wimpel

Vor einigen Tagen beobachtete ich meinen Sohn dabei, wie er interessiert den Himmel seines Stubenwagens betrachtete und dabei jedoch schnell das Interesse verlor. Mir war sofort klar, dass da was Interessanteres her musste. Etwas Buntes! 


Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich tat,  aber ich nahm meinen Stoffreste-Beutel (den mit den ganz kleinen Schnipseln, kleiner als 10x10 Zentimeter) und setzte mich an meine Overlockmaschine. Herausgekommen ist dabei diese wilde Wimpelkette. Es ist wirklich faszinierend wie groß die Augen eines so kleinen Babys werden können und eine Freude obendrein, mit so wenig Aufwand so viel Aufmerksamkeit zu erwecken. 


Seit die Wimpelkette hängt, hör ich es nun regelmäßig glucksen und brabbeln, wenn das Baby wach wird. Und wenn es dann Hunger bekommt und wild mit den Ärmchen und Beinchen zappelt, dann bewegt sich die Kette sogar und zaubert noch in der Not ein Lächeln auf Babys Gesicht. Hach, ich bin entzückt und ein Mobilé oder Spielebogen brauchen wir gar nicht. 



Man kann die Wimpelkette sicher auch ordentlich nähen, aber dann hat man weniger Zeit, um mit dem Baby zu spielen, den Spätsommer zu genießen oder eine Babymütze zu stricken (davon bald mehr. :-)

Mittwoch, 12. September 2012

Ein kleiner Strick-Krimi mit Happy End

Nachdem ich die erste Hose vorsichtshalber in Größe 62 gestrickt hatte und dann überraschenderweise so fix fertig war, bestellte ich schnell neue Wolle, um noch eine kleine Hose in Größe 56 anzufertigen. Doch die Rechnung hatte ich ohne das Baby gemacht. Denn während ich in der Schwangerschaft quasi den ganzen Tag strickend auf dem Balkon verbrachte, war es mir nun kaum möglich eine Runde zu stricken, ohne dass sich das kleine Würmchen beschwerte. Wenn ich wollte, dass das Baby wach wird, so brauchte ich nur nach den Nadeln greifen und schon war es um die himmlische Ruhe geschehen. Und so zogen die Tage ins Land. Allein der Maschenanschlag benötigte DREI! Tage. Sorgenvoll beäugte ich das Wachstum des Winzlings und hoffte im Stillen, er möge sich doch unterdurchschnittlich schnell entwickeln.

Aber wie es nun mal der Lauf der Dinge ist, kamen auch wieder bessere Tage und ein paar längere Autofahrten in die Heimat und nun kann ich nach einem Monat und drei Tagen voller Stolz verkünden: ich habe es geschafft, schneller zu stricken als mein Sohn zu wachsen vermag.

Zum Glück habe ich nicht lang gewartet, um diese Fotos zu machen, denn leider wurde Junior bereits neu eingekleidet. Dies allerdings bringt mich zu dem folgenden Bild:

Als ich meinen Sohn in den Stubenwagen legte, musste ich sofort an das Bild denken, dass ich gemacht hatte, als ich die Hose und die Stubenwagenverkleidung genäht hatte. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor und dabei sind wir erst seit sieben Wochen zu dritt.



Samstag, 8. September 2012

Der Schnuller und wir

Das ich Schnuller für mein Baby nicht mag, wusste ich auch erst seitdem ich ein eigenes Baby habe und so wurden wir in den letzten sechs Wochen ziemlich häufig gefragt:"Wo ist denn der Schnuller?".

Ziemlich genervt informierten wir uns schließlich über Vor- und Nachteile der Schnullereinführung und nun haben wir eine neue Geheimwaffe, falls mal wieder gar nichts geht und unser Knirps mal wieder keinen Schlaf findet.

Auf die Frage nach dem Schnuller antworte ich ab heute:"Hier, in meinem Pyramidentäschchen!"

Genäht aus Baumwollstoff und mit Wachstuch gefüttert. Nach der ausführlichen Anleitung von Butzelmännchen. Aufgrund mangelndem Vorstellungsvermögen ist die Tasche vielleicht etwas groß für einen Schnuller, da ich einfach die 13 Zentimeter Kantenlänge aus der Anleitung zugeschnitten habe. 3-4 Zentimeter weniger hätten sicher auch gereicht.



Mittwoch, 5. September 2012

"Packt warme Sachen ein...

...am Abend wird es kalt." So stand es in der Einladung zur Grillfeier. Doch unser Baby hat doch gar keine Jacke! Als ich begann für unser Baby zu nähen, bin ich fest davon ausgegangen, dass ich in Größe 56 keine Jacke brauchen werde. Aber so schnell wächst der kleine Wurm dann doch nicht. Also wieder Verständnis vom Liebsten geerntet und los ging's.

Als Stoff musste ein alter Pulli und ne Fleeceweste von mir herhalten. Der Schnitt ist aus der aktuellen Ottobre 4/2012 Modell 6 "Kapuzenjacke". Ich habe allerdings nur die Kapuze gefüttert und andere Taschen genäht, da mir die Handschuhform zu winterlich erschien. Und weil ich die Jacke nicht gefüttert habe, habe ich die Halsausschnittsnaht schön mit einem Bündchenstreifen versäubert. Der Aufhänger musste mitgefasst werden, weil unser Baby von einer lieben Freundin so einen niedlichen Kleiderhaken geschenkt bekommen hat. Leider ist der aber noch nicht an der Wand.

 

Die KamSnaps haben mich mal wieder einige Nerven gekostet. Weil der Stoff so dick ist, halten sie teilweise sehr schlecht. Wahrscheinlich drück ich sie einfach nicht stark genug zusammen. Der Einfassstreifen ist an den Rundungen leider etwas zu stark gedehnt, so dass sich der Rand nach außen klappt. Außerdem ist die Kapuze nach meinem Geschmack viel zu groß. Sie wird zwar im Stirnbereich mit Framilonband gerafft, ist aber im Ganzen viel zu locker. Für eine Babyjacke würde ich eine kopfumschließende Größe bevorzugen. Aber ich lerne ja mit jedem Stück dazu. Und jetzt, wo das Baby da ist, kann ich ja ganz individuelle Passformkorrekturen vornehmen.

Dienstag, 4. September 2012

Nicht ohne meine U-Heft-Hülle

Bevor mein Blog vollends verwaist, zeige ich euch mal fix meine U-Heft-Hülle.

Letzte Woche war es schon so weit: Unser Zwerg ist fünf Wochen alt und die U3 stand an. Aber doch nicht mit diesem einfachen gelben Heft! Da muss noch ne Hülle drum! Der Papa hatte Verständnis und zog los zu einem langen Spaziergang mit unserem Junior und ich hatte mal wieder Zeit fix etwas zu nähen.

Wobei fix hier auch relativ ist. Die Fragen nach dem Stoff und dem Motiv sind gar nicht so schnell zu beantworten. Und dann habe ich auch noch exakter als exakt arbeiten wollen. Die Hülle soll ja passen und nicht zu groß sein. Das führte dazu, dass sie erstmal zu klein war.

 

Der angesetzte Streifen auf der Rückseite resultiert auch nur daraus, dass ich den Leinenstoff zu knapp zugeschnitten hatte. Am Ende finde ich das aber gerade toll. Wie der Zufall eben manchmal so mitmischt. Die applizierte Giraffe ist frei nach der Vorlage für unsere Quietschegiraffe gezeichnet. In die Seitennaht habe ich außerdem noch ein Stück Webband zwischengefasst, weil ich das einfach immer wieder so schön finde.

Bei meiner Mutterpasshülle hatte ich ja gar keine Ahnung, wie ich die Hülle nähen soll. Dieses Mal ging ich nach einem Tutorial vor und verstärkte außerdem den Oberstoff, so dass ich das U-Heft ohne Plasteumschlag in die Hülle tun kann und trotzdem alles schön stabil ist.

 

Freitag, 17. August 2012

Akuter Hosennotstand

Die Nähmaschine ratterte heute endlich mal wieder. Der Grund war ein plötzlich akuter Hosennotstand. Ich muss zugeben, dass wir hier nach drei Wochen noch keine Meister im Wickeln sind und die Windel-Hersteller haben unverständlicherweise auch keine Anleitung auf ihrer Webseite. Somit ist es für uns eher ein Glücksspiel, ob die Ladung in die Windel geht. Erst bestaunen wir das vielseitige Minenspiel unseres Juniors und dann die ockerfarbene Bescherung. Nun wie dem auch sei: die Kuschelhose aus der farbenmix-Zwergenverpackung ist schnell genäht und für mich war es eine richtige Freude, endlich mal wieder etwas nähen zu können.

Die Hose ist vielleicht einen Tick zu weiblich, aber mir gefiel die Kombination einfach sehr. Kirstin hatte mir in ihrem Überraschungspaket ja ein großes Sortiment geringelter Stoffreste geschickt und so war die Suche nach dem richtigen Kombipartner mal wieder der zeitaufwändigste Teil. Der graue Jersey war mal ein Langarmshirt von mir und stach mir sofort ins Auge, als ich den Schrank zu meinem Stoffvorrat öffnetet. So ist es eine richtige Jogginghose geworden ;-) Die Applikation habe ich extra für den Papa drauf genäht, damit er auch weiß, wo vorn ist.

Ansonsten ist hier nicht viel passiert, außer dass das Baby pubst und gedeiht. Voller Tatendrang habe ich vor einer Woche begonnen, noch eine Babyhose in Größe 56 zu stricken. Wo das doch bei der ersten Hose so schnell ging. Ich vergaß dabei aber, dass der Mini damals noch in meinem Bauch war. Nun liegt dieser meist eher auf meinem Bauch und wird wach, sobald ich mich nach meinem Srickzeug strecke. Der aktuelle Projektstand sieht daher kläglich aus: nach einer Woche habe ich gerade mal drei der vier Zentimeter Bauchbündchen gestrickt. Aber das wird bestimmt alles irgendwann besser, oder?

 

Sonntag, 5. August 2012

Mein erstes Strick-Projekt

Lieben Dank für eure Glückwünsche. Morgen sind es nun schon zwei Wochen, dass unser kleines Wunder bei uns ist. Die Zeit verging wie im Flug und so komm ich erst heute dazu, den längst verfassten Artikel endlich mal zu veröffentlichen. Hier nun meine erste Strickerfahrung:

Zum Geburtstag bekam ich von meiner Schwiegermutter das Buch "Perfekt Stricken". Quasi die Burda Nähschule für Strickliesel. Dazu noch ein Knäul Wolle und ein Nadelspiel. Vor Jahren hatte ich einmal zu Weihnachten unter ihrer Anleitung und mit ihrer Unterstützung eine Mütze gestrickt, aber dennoch war ich überzeugt: ich kann nicht stricken. Doch motiviert durch dieses Geburtstagsgeschenk beschloss ich, es noch einmal zu probieren und fing noch einmal ganz von vorn an. Ich übte Anschläge, dann rechte Machen, linke Maschen und abketteln. Dies tat ich solange, bis ich der Meinung war, mein Maschenbild sieht gleichmäßig aus.

Noch während ich übte, stöberte ich auf der Seite von DROPS nach möglichen Erstlingswerken. Eine Merinowollhose fürs Baby schien mir genau das Richtige. Warme Beine braucht das Baby und so bestellte ich mal zwei Knäuel Baby Merino Wool und die benötigten Rundnadeln.

Am Freitag, den 13. klingelte es an der Tür und der Postbote drückte mir mein Paket von Lanade in die Hand. Ich mag Online-Händler, die ihre Ware in Seidenpapier einhüllen und Gummibärchen mitschicken :-) Am gleichen Tag machte ich mal die Maschenprobe. Für eine Anfängerin wie mich ist das schon ein kleiner Meilenstein, wenn sie 26 Maschen angeschlagen und 34 Reihen gestrickt hat... Und am nächsten Tag ging es dann los. Ich strickte eigentlich in jeder freien Minute. Als wir unterwegs waren, hatte ich mein Projekt in meiner Handtasche - wie praktisch!

Ich kam wirklich gut voran und strickte am Sonntag dann das Bündchen des zweiten Beines. Dann noch fix italienisch abgekettelt in Runden, Fäden vernäht und fertig. Das war dann auch der Moment, in dem die Wehen langsam stärker wurden und mein Misstrauen wuchs, dass das noch Übungswehen sind. Noch schnell zwei Bilder gemacht und sechs Stunden später war der Inhalt für die Hose geboren.

Ich hab die Hose vorsichtshalber in Größe 62 gestrickt, weil ich ja nicht einschätzen konnte, wie schnell ich mein erstes Projekt beenden werde. Jetzt werde ich noch mehr Wolle bestellen und Hosen in allen Farben stricken :-) Stricken fetzt!



Freitag, 27. Juli 2012

Von Perfektion und Improvisation ODER Hurra, es ist ein Junge

Am Montagmorgen war es endlich soweit: ein perfektes kleines Baby purzelte aus meinen Bauch und gibt seitdem bei uns den Ton an. Und da wir nun wissen, dass es ein Junge ist, kann ich nun ohne Grübelei die schönen Stoffe aus Kirstins Paket vernähen.

Das Wetter in Berlin ist seitdem unerträglich heiß und so lassen wir es uns gut gehen in Windeln und Handtuch. Das einzige selbstgenähte Kleidungsstück, welches bereits probegetragen wurde, ist der Body in Größe 50. Die Passform ist toll, doch den Papa-Praxistest hat er leider nicht bestanden: gleich zwei der Druckknöpfe haben nach zwei Tagen den Halt verloren.

Aber jetzt, wo wir ein perfektes kleines Baby haben, kann man an anderer Stelle den Maßstab ruhig einmal etwas niedriger setzen und etwas Improvisation zum Einsatz bringen. Und so überließ ich den Body dem Papa, der sich auch bereitwillig an die Nähmaschine setzte und im Anschluß den Hammer schwang.

Eine Niete verkehrt herum, einen weiteren Knopf versehentlich ausgerissen und mit soviel Energie zugeschlagen, dass die Kappe ne Beule hat - aber was soll's? Der Body lässt sich nun wieder schließen und das ist die Hauptsache. Oh Wunder: mit einem Baby gibt es soviel Wichtigeres, als die Frage, wie der Body zusammenhällt. ;-) Ganz nebenbei hat mein Mann aber auch das Problem erkannt. Eine tolle KamSnap Presse dk-98 werde ich aber bestimmt trotzdem nicht bekommen, dafür werde ich mal hinterfragen, ob man tatsächlich beim Schuster die Druckknöpfe einschlagen lassen kann, wie ich es mal bei Hella gelesen hatte. Ein bisschen schade ist es ja schon, wenn so ein ausgerissener Knopf ein Kleidungsstück ruiniert. Mit KamSnaps habe ich auch häufig Pech, weil ich es nur selten schaffe, die Teile wirklich gerade anzubringen und sie sich dann so schwer öffnen lassen, dass ich jedes Mal befürchte, sie könnten ausreißen. Gibt es da vielleicht tolle Tricks?

Mal sehen, wann es hier wieder mehr zu lesen geben wird. Erst einmal wird es ruhiger. Mein erstes Strickprojekt muss ich euch noch präsentieren, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Samstag, 21. Juli 2012

Giraffis neuer Freund

Seit einiger Zeit konnte ich beobachten, wie unsere kleine Quitsche-Giraffi versuchte mit den Giraffen auf dem Nestchen-Stoff Freundschaft zu schließen. Doch diese sind ja nur aufgedruckt und so waren alle Bemühungen vergebens.
Ich bekam also Mitleid und überdachte meinen Entschluss, keine Stofftiere mehr zu erschaffen, noch einmal. Und so kam Giraffi zu seinem neuen Quietsche-Freund, Elefanten-Giraff'.
Die Giraffe ist wirklich schnell genäht und wer sich auch so einen quietsch-vergnügten Freund nähen möchte, der findet die Anleitung und Vorlage hier.

Besonders stolz bin ich darauf, dass man tatsächlich erkennen kann, dass es sich um eine Giraffe handelt. Die Anleitung ist aber auch sehr gut und es bringt einen großen Vorteil, wenn man das Tier erst nach dem Nähen ausschneidet. Und nun erwarte ich mit großer Ungeduld den Tag, an dem unser Baby beide Giraffen zum ersten Mal selbst zum Quietschen bringen wird. Das Geräusch ist ihm nun ausreichend vertraut ;)