Dienstag, 27. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along: Finale!!!

Ich hatte es geschafft! In allerletzter Minute am 24. Dezember um 17.05 Uhr habe ich den letzten Knopf an mein Weihnachtskleid genäht und somit konnte ich pünktlich in bester Garderobe der Bescherung beiwohnen. Um das zu schaffen, war es jedoch notwendig meine Nähmaschine einzupacken und mit zu meinen Eltern zu nehmen. Dort fehlten mir dann die technischen Voraussetzungen, um mein Ergebnis mit euch zu teilen. Aber besser spät als nie.

Hier also mein Weihnachtskleid 2011:
Ich habe das Kleid seit der Fertigstellung schon einige Male gebügelt. Das ist wohl ein Nachteil des Stoffes, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Als ich das Kleid zum ersten Mal anzog, verspürte ich augenblicklich den Drang einen Stepptanz aufzuführen. Ich habe versucht, das auf dem Foto nachzustellen.

Insgesamt ist das Kleid an der Taille doch etwas weit. An den Schultern sitzt es jedoch ideal und mit der Länge bin ich auch zufrieden. Den Saum habe ich 4,5 Zentimeter umgeschlagen und dabei das Innenfutter mit gefasst. Somit ist es beinah ein Wendekleid. Es sieht von innen genauso hübsch aus wie von außen.

Bei den Knöpfen musste ich mich ja noch für ein Wort mit 4 Buchstaben entscheiden. Ich habe mich dann für XMAS entschieden. Eigentlich habe ich aber doch noch den Plan andere braune Knöpfe anzunähen. Das Problem mit den ABC-Buttons ist ja, dass man sich für ein Wort und ein Kleidungsstück entscheiden muss und ich mich so ungern festlege. An den Ärmelaufschlägen habe ich einfach "X" genäht. Aber das ist ja die reinste Verschwendung dieser tollen Knöpfe.
Da ich ja ursprünglich einen himbeerfarbenen Stoff für das Kleid gewählt hatte, ist der Reißverschluss entsprechend Pink. Da mir der Kontrast aber sehr gut gefiel und es sich ja um einen nahtverdeckten Reißverschluss handelt, der nicht weiter zu sehen ist, habe ich keinen braunen oder gelben Reißverschluss mehr gekauft.

Da ich ja reichlich spät dran bin mit meiner finalen Präsentation, kann ich mich heute als Kleid Nummer 118 bei Catherine einreihen. Das ist wirklich unglaublich: 119 Weihnachtskleider - Großartig.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 5b: Der Kragen der Glendora

Ganz am Anfang, als Catherine die Idee des Weihnachtskleid-Sew-Along veröffentlichte, dachte ich mir bei der Betrachtung des Zeitplans: "Teil 5 - Panik: Was soll ich denn dann wohl posten?" Der Schnitt des Kleides, welches ich mir ausgesucht hatte, schien so einfach, dass mir aufkommende Probleme einfach unvorstellbar waren. Und dann kam es am Ende eben doch ganz dicke.

Anfangs war alles ganz klar. Ich befestigte die Kragenteile am Rückteil des Oberstoffes. Nun war mein Kleid bereit für Reißverschluss. Da ich mit meinen Maßen genau zwischen 38 und 40 lag, hatte ich das Kleid in 40 zugeschnitten und musste dementsprechend nun noch etwas Weite reduzieren. Ich wagte das Experiment meinen Mann um Hilfe beim Abstecken zu bitten. Bisher schreckte ich davor zurück und reduzierte einfach pi x Daumen. Hochmotiviert betrat ich das Wohnzimmer bewaffnet mit Nadeln und Kleid. Ich erklärte kurz, was zu tun war und dann kam die Frage, die mich fassungslos und wutentbrannt das Wohnzimmer wieder verlassen ließ: "Warum ziehst du das Kleid nicht einfach über den Kopf aus?" Die Frage wurde gestellt, als ich versuchte zu erklären, wie man die abgesteckte Naht dann auf beiden Seiten markiert, bevor man das Kleid auszieht... "Ich kann das Kleid nicht über dem Kopf ausziehen, weil das nach körpernahem Abstecken einfach nicht mehr möglich sein sollte!" Grrr. Ich nähte den Reißverschluss dann einfach wie gewohnt einen Zentimeter neben der markierten Nahtlinie, so dass der Umfang um 2 Zentimeter reduziert wurde. Es ist nicht optimal, aber es sollte ja auch noch etwas Platz für das Weihnachtsessen vorhanden sein.

Doch die richtige Misere begann erst danach, als ich feststellen musste, dass ich das Futter für Modell 15 zugeschnitten hatte. Modell 15 hat im Vergleich zu Modell 16 (meiner Glendora) keinen Kragen, sondern Belege. Dementsprechend wird am Futteroberteil ein Streifen weggenommen. Eben genau die Menge, die durch die Belege abgedeckt ist. Nun sah ich mich an meinem Kleid mit einer enormen Lücke konfrontiert. Circa 5 Zentimeter fehlten zwischen Kragen und Futterausschnittkante. Eine Lücke, die nicht einfach ignoriert werden kann. Als ich völlig verzweifelt meinem Mann von meiner misslichen Lage berichtete und ich ihm mitteilte, dass eben Modell 15 Belege verwendet, machte es Klick. Na klar: dann verwende ich eben auch Belege. Und flux habe ich die Schnitteile 8 und 9 abgepaust und auf dem noch übrigen senffarbenen Oberstoff zugeschnitten. Die Belege habe ich dann einfach an der Futterausschnittkante befestigt und schon war die Lücke elegant überbrückt und ich konnte mit dem Kragen weitermachen.

Die Anleitung war für mich ein wahres Rätsel. Zum Glück hatte ich mir gemerkt, dass Katharina auch eine Glendora näht und auf ihrem Blog konnte ich zudem sehen, dass ihr Kleid bereits einen Kragen besaß. Und so konnte ich doch noch etwas Hilfe bekommen. (Eigentlich war der Teil 5 des Sew-Along ja genau dazu gedacht. Da ich aber so spät dran bin, fehlt nun die Zeit, um auf hilfreiche Kommentare zu setzen...). Hier also der Versuch, die Anleitung zu entschlüsseln. Leider habe ich nicht genug Fotos gemacht und die Fotos, die ich gemacht habe, sind auch nicht so leicht zu "entziffern".

Wir fangen an: "Futter und Oberstoff rechts auf rechts aufeinander legen, Kragenoberkante aufeinander stecken und bis zu den vorderen Ecken nähen;" Ok, das schein einleuchtend, aber im nachfolgenden Text, steht nirgendwo, dass ich die vertikale Kante nähen soll. Hier ist die Ecke also die gesamte vertikale Kante des Kragens.
"Kragenunterkante auf der Seite des Vorderteils zusammenheften;" Hier musste ich stutzen, weil ich den Kragen ja gerade noch rechts auf rechts vor mir liegen hatte. Wenn ich nun die Unterkante zusammenhefte, dann kann ich den Kragen ja nicht mehr wenden. Im nachfolgenden Text stand auch nichts mehr von Wenden. Außer später dann das ganze Kleid. Wenn ich aber die äußeren und inneren Kragenteile zusammengefasst habe, würde das Wenden des Kleides ja nichts bringen. Katharina hatte mir gesagt, dass beide Kragenteile und beide Kleider in einem Rutsch zusammengenäht werden. Und durch diesen Hinweis kam ich dann auch auf den richtigen Weg. Hier der Versuch eines Fotos:
Was hier zu sehen ist, sind das kürzere Kragenteil in der Mitte (mit Vlieseline verstärkte Außenseite rechts auf rechts auf die Krageninnenseite an der Oberkante und der vorderen vertikalen Kante genäht), rechts ist der Oberstoff, der am Rückenteil bereits mit dem Kragen verbunden ist. Mit viel Fantasie erkennt man auch die blassrosa Nahtlinie. Links sieht man den gelben Beleg, der mit dem dunkelbraunen Futter verbunden ist. Ich habe nun das Außenteil des Kragenstücks zunächst am Oberstoff geheftet und das Innenteil am Beleg des Futters. An der Ecke habe ich dann begonnen alle vier Stofflagen zusammenzunehmen. Das gleiche habe ich auch für das längere Kragenteil getan. Im Hintergrund sieht man die vielen Nadeln. Diese halten ebenfalls alle vier Stofflagen zusammen. Zum Schluss müssen die Kragenenden noch richtig geordnet werden. Das heißt an der Stelle, wo sich die Kragenenden überlappen, muss das längere Teil direkt an den Oberstoff geheftet werden, dann das kürzere Kragenende darauf heften und dann das Futter, so dass an dieser Stelle 6 Stofflagen aufeinander treffen.
Und wenn man es so heftet, versteht man auch, warum nie die Rede vom Wenden ist. Durch das Heften geschieht dies quasi von selbst.

Als ich dann den Kragen angenäht hatte, kam der spannendste Augenblick: Wie sieht das Ganze denn nun aus?

Hier zusehen ist der derzeitige Stand. Perfekt ist der Übergang der Zierknopfleiste zum Kragen nicht. Aber ich bin heute wirklich nicht sehr streng mit mir. Was man an dem Kleid auch schon sehen kann: Es wird eine innige Beziehung mit dem Bügeleisen haben. Der Stoff knittert schon ziemlich stark.

Und was ist noch zu nähen:

  • Vier Abnäher am Rockteil des Oberstoffes
  • Rockteil an Oberteil 
  • Kragen an Ober- und Futterstoff
  • Knöpfe an Zierknopfleiste und Ärmelaufschlag
  • Oberstoff und Futterstoff verbinden
  • Reißverschluss
  • rückwertige Mitte am Ober- und Futterstoff
  • Saum: Ob nun zusammengefasst mit dem Futter oder nicht einzeln, ist noch nicht entschieden

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 4 & 5: Panisches Nähen

Am Anfang schien alles so einfach. Der Zeitplan war großzügig und das Ziel erreichbar und dann kam die große Übelkeit.
Ich hab nun festgestellt, dass mir das Nähen hilft, die Übelkeit zu vergessen, aber es bedarf doch einer großen Überwindung von der Couch aufzustehen und das Bügeleisen anzuwerfen. Da meine endlich zugeschnittenen Oberstoffteile immer wieder in meine Sew-Along-Schachtel wandern, muss ich diese nämlich immer erst einmal wieder bügeln, um anfangen zu können.

Nun mein heute erreichter Zwischenstand:
Das Futterkleid ist soweit zusammengenäht und das Oberteil des Oberstoffes auch. Besonders stolz bin ich auf die Ärmelaufschläge. Die gefallen mir sehr gut. Allerdings hätte ich die Ärmel etwas kürzer machen können. Beim Testen hatte ich vergessen, dass die Aufschläge ja noch dran kommen. Es wäre sicher auch nicht sonderlich schwer, da ich die Aufschläge ja nur noch einmal abtrennen bräuchte, doch leider muss ich zugeben, dass ich angesichts der vielen weiteren Einzelschritte, die mir noch bevorstehen, zu faul dazu bin. Das muss nun so gehen.
Ein großer Fehler ist mir außerdem passiert: die Zierknopfleiste ist rechts!

Ich habe beim Zuschnitt schon überlegt, wie ich das Schnittteil auflegen muss, aber irgendwie bin ich dann wohl doch durcheinander gekommen. Ich dachte, wenn die Falte auf der linken Stoffseite rechts aufgezeichnet ist, dann ist sie dann ja auf der rechten Seite links. Klang für mich logisch, ist jedoch falsch! Um das jetzt noch zu korrigieren, müsste ich das komplette Oberteil auftrennen und die Abnäher rechts aufzeichnen und die Falte auf der linken Seite noch einmal nähen. Aber das lasse ich besser. Denn ich habe am Weihnachtsabend lieber rechts eine Zierknopfleiste als gar kein Weihnachtskleid! Vielleicht fällt es ja gar nicht so sehr auf, wie ich mir das jetzt einbilde.

Und was ist nun noch zu nähen:

  • Vier Abnäher am Rockteil des Oberstoffes
  • Rockteil an Oberteil 
  • Kragen an Ober- und Futterstoff
  • Knöpfe an Zierknopfleiste und Ärmelaufschlag
  • Oberstoff und Futterstoff verbinden
  • Reißverschluss
  • rückwertige Mitte am Ober- und Futterstoff
  • Saum: Ob nun zusammengefasst mit dem Futter oder nicht einzeln, ist noch nicht entschieden
Zum Nähen habe ich noch heute und morgen Zeit. Am Freitag geht es in die Heimat. Zur Not werde ich meine Nähmaschine mit einpacken.

Mein Alternativplan: Mein Weihnachtskleid wird ein Silvesterkleid!

Und welchen Alternativplan die anderen Mitstreiter sich ausgedacht haben oder ob alles nach Plan läuft, hat Catherine wie immer hier zusammen gefasst: Sew-Along

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ein Geburtstagsshirt

Ich bin nicht Mama, aber ich bin Tante. In vielen Blogs von Müttern habe ich den Trend beobachten können, dass die kleinen Zwerge zum Geburtstag ein Geburtstagsshirt bekommen, auf dem ganz groß das neue Lebensalter appliziert ist. Da meine Schwester nicht näht, habe ich das also mal für meinen kleinen Neffen in die Hand genommen und ein Geburtstagsshirt appliziert.

Nun, da ich keine Kinderschnitte in meinem spärlichen Vorrat habe, bin ich flux zu H&M und habe mir so ein einfaches Basic-Shirt geschnappt. Ich bin ja nun wirklich ein ganzes Jahr lang nicht mehr Klamotten shoppen gewesen. Und beim Nähen bekommt man eine ganz andere Beziehung zur Kleidung und ihrem Herstellungsprozess. Ihr könnt euch vorstellen: Ich war schockiert! Da gibt es süße kleine Hemden inkl. kleiner Krawatte und die kosten dann 14.95 Euro. Unfassbar.

Hier also das Basic-Shirt:
Das Shirt sollte eine Tasche bekommen. Da aber über alle Nähte noch einmal mit der Coverlock drüber genäht wurde, konnte ich die Seitennaht nicht auftrennen, um so eine schöne runde Seitentasche einzunähen. Daher beschloss ich einfach, die Geburtstagszahl "6" als Tasche seitlich zu applizieren.

Und nun kommen die Geburtstagsflitzer ins Spiel:
Ich wollte dem kleinen Jungen unbedingt Spielzeugautos schenken. Die hatte ich selbst als Kind so gern und davon kann man wirklich nie genug haben. Draußen wird der Verkehr ja auch immer dichter. Ursprünglich wollte ich auf das Shirt Autos von einem Stoff applizieren, den ich hier so rumliegen habe, aber als ich dann die Autos, die in ihrem Umriss alle sehr unterschiedlich waren, ausgepackt vor mir platzierte, kam mir die Idee, dass ich genau diese Umrisse verwenden könnte. Zufällig waren die Autos auch noch in den schönen Grundfarben rot, grün, blau und gelb und so suchte ich mir gleich den passenden Jersey und los ging's.
Die Reihenfolge hatte ich dann noch etwas geändert und so sieht das Shirt nun von vorn aus (das Bild ist leider etwas unscharf, aber ich konnte kein Besseres machen, weil das Shirt bereits verpackt auf die Abreise wartet):
Und von hinten:
Und dann alles ab in den Mario-Turnbeutel:
Und ab damit zum Geburtstagskind.

Was macht man eigentlich mit dem Geburtstagsshirt, wenn der Junge dann 7 wird???

Sonntag, 4. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 3b: Futterstoff zugeschnitten

Das mit dem Zauberkarton war eine gute Idee mit mangelhafter Umsetzung. Aber na ja, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Jetzt bin ich aber etwas in Rückstand geraten und es fällt mir auch noch etwas schwer, diesen wieder aufzuholen. Dabei hat mein Scheitern auch etwas Gutes: Ich habe meine Stoffwahl überdacht.

Da der Zuschnitt wirklich nervig ist und ich zugeben muss, dass ich auch etwas faul bin, um die Teile dreimal (Oberstoff, Futterstoff und Nesselstoff) zuzuschneiden, habe ich mir gedacht, dass ich einfach das Futterteil nähe und daran die Änderungen mache und anschließend auf den Oberstoff übertrage. Ob das so gut ist, wird sich noch zeigen.

Jedenfalls war mein Plan ursprünglich ein himbeerfarbenes Kleid mit senfgelben Unterkleid zu nähen. Als Futter kann man das nicht wirklich bezeichnen, da der Stoff ein Leinen-Baumwollgemisch oder Ähnliches ist. Na ja und dazu wollte ich dann einfach aus braunen Satin noch einen Futterrock nähen, damit das Problem mit der Strumpfhose gelöst ist. Als ich dann aber den Senfgelben Stoff und den braunen Satin zusammen auf dem Esstisch liegen hatte, dachte ich: ich will ein Senfgelbes Kleid mit braunem Futter.

Und so kam es, dass ich die Frage nach der Großzügigkeit nicht mehr mit Ja beantworten konnte. Ursprünglich hatte ich doch entgegen meiner Natur recht großzügig den Stoff gekauft, da ich bei dem Weihnachtskleid sicher gehen wollte, dass es auch klappt. Doch da ich mich nun dazu entschlossen hatte, den braunen Satin, den ich eigentlich nur für einen Rock bei Stoff und Stil bestellt hatte, als Futterkleid zu verwenden, wurde es doch etwas eng.

Für das Rockteil musste ich also großzügig kürzen. Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich einfach pi x Daumen in der Mitte eine Falte geknickt, so dass beide Teile (Vorderteil im Bruch und Rückteil doppelt) auf einem Meter längs Platz fanden. Der Schnitt ist für Frauen mit Körpergröße 164 bis 173 gedacht. Da ich nur 155 Zentimeter geschafft habe, denke ich, dass es dennoch kein Minikleid wird.

Ich bin nun soweit, dass ich das Oberteil genäht habe. Der vordere Teil passt ganz gut. Am Rücken habe ich schon mal an der Rückwärtigen Mitte 1 Zentimeter gekürzt und werde mal sehen, ob das nun reicht. Ich möchte das Kleid nicht zu körpernah nähen, da es bis Weihnachten noch 3 Wochen Adventszeit zu überstehen gibt und ich natürlich beim Weihnachtsessen nicht an Atemnot leiden möchte, aber es soll auch nicht am Rücken abstehen. Bei einem Sommerkleid ist mir das passiert. Da muss ich immer die Schultern nach vorn ziehen, damit es hinten nicht absteht und das ist ja schlecht für die Haltung.

Als nächstes muss ich nun also das Rockteil des Futters noch nähen. Laut Anleitung wird erst das Oberkleid genäht, dann das Futterkleid und dann werden beide Kleider rechts auf rechts zusammengenäht. Allerdings soll der Futterrock separat gesäumt werden, was mich etwas stutzig macht. Der Satin ist natürlich auf der rechten Seite schön glänzend und auf der linken Seite matt. Wenn ich das Futterkleid nun wie das Oberkleid nähe und dann rechts auf rechts einnähe, so dass die rechte Seite des Satins auf der Haut liegt, aber dann den Futterrock nicht mit dem Oberkleid gemeinsam säume, würde das ja bedeuten, dass die linke Futterrockseite nach außen zeigt. Allerdings frage ich mich auch, ob die matte Satinseite so gut über die Strumpfhose rutschen würde. Das Problem hat sich sicher nur deswegen ergeben, da man wohl normalerweise nicht unbedingt Satin zum Füttern eines Kleides verwendet. Aber nach langem hin und her, habe ich mich nun dazu entschlossen, den Saum des Oberkleides groß genug zu machen, um den etwas kürzeren Futterrock beim Säumen mit zu fassen. Hat dazu jemand Erfahrung? Ich frage mich, warum das nicht sowieso so gemacht wird. Schließlich sollen die Nahtzugaben am Oberteil nicht versäubert werden. Wenn der Futterrock aber lose ist, dann müsste man doch von unten bis zu den Oberteilnähten durchkommen... Ich hoffe, ich muss nicht auf die harte Tour lernen, warum das so ist, wie es ist...

So ein langer Text und mit dem Zuschnitt bin ich immer noch nicht am Ende. Der Oberstoff ist noch immer unversehrt im Karton und wartet auf seinen großen Auftritt...

Ich bin wirklich beeindruckt, wie die anderen Damen voller Tatendrang vorangekommen sind. Hier findet ihr noch einmal den Überblick: Zu Catherine