Freitag, 28. Oktober 2011

Joana - ein Schnitt mit Geling-Garantie

Egal, ob dir die Farbe steht, ob dir der Stoff gefällt oder ob das Teil uralt ist - mach eine Joana draus und es wird ein Lieblingsteil. 

Ungefähr so kann man es zusammenfassen, was ich hier fabriziert habe. Der Ursprung war dieses Frauenfußball-WM Poloshirt in Größe L. Ein Poloshirt aus diesem typischen Poloshirt-Stoff. Hellblau - eine Farbe die mir nicht steht. Größe L - viel Stoff für gute Ideen.

Wie gesagt - hellblau ist nicht meine Farbe. Auf Färben hatte ich jedoch keine Lust. Umwelt und so. Ich hab dann mal in meinem Altkleiderberg gewühlt und festgestellt, dass Grau eine gute Farbe zum Kombinieren wäre. Genauso farblos. Dann fiel mir noch ein kleiner Rest des geringeltem Jerseys in die Hände, welchen ich schon für meine erste Joana als Farbtupfer verwendet habe. Es war jedoch nicht mehr genug, um daraus die Bündchen zu machen und so verwendete ich ihn nur um zwei kleine Farbakzente zu setzen. Den grauen Jersey eines alten Langarmshirts wollte ich verwenden, um die Lücke des ausgeschnittenen Logos zu schließen, darum wollte ich die Bündchen nicht auch noch grau machen. Ich probierte ein wenig rum und fand dann noch eine alte Jogginghose in meinem Berg. Eine Jogginghose in Schwarz. Und ich fand zu diesem farblosen Blau, kombiniert mit farblosem Grau ist Schwarz die perfekte Ergänzung im Farblosreigen.

Da mir das Shirt etwas kurz schien, habe ich einfach den Saum des Langarmshirts unten dran genäht. Somit bin ich auch diesmal um die Verwendung der Zwillingsnadel drumherumgekommen. 

Und wer hätte das gedacht, sogar vom Mann habe ich ein Lob bekommen. Man sieht gar nicht, dass es selbstgemacht ist, meinte er! Soviel Lob hatte er für meinen Blazer nicht übrig. Aber wahrscheinlich hat ihm an diesem Shirt auch begeistert, wie schnell es fertig war. Und es war in der Tat die reinste Erholung. Und darüber hinaus ist dieses Shirt komplett recycelt, was sich durchaus positiv auf die Materialkosten ausgewirkt hat ;)

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Yeah, yeah, yeah - I really made it MMM#10

Geschafft! Echt. Ich kann es kaum fassen. Immer wieder seh' ich mir meinen Blazer an und denke: "Du hast echt einen Blazer genäht." Boah, vor 9 Monaten war ich noch total beeindruckt, weil ein Mädchen neben mir im Nähkurs an einer Bluse arbeitete. Und jetzt das.

Heute und für die nächsten Wochen, Monate, nein Jahre wird man mich also im Blazer sehen ;)

Es ist der 10. Me Made Mittwoche für mich und für dieses kleine Jubiläum ist mein Blazer auch angemessen. Heute Morgen habe ich noch die beiden Knöpfe angebracht und so ist er wirklich in letzter Minute fertig geworden. Zwei Wochen Arbeit sehen so aus:


Und nun freue ich mich darauf endlich eine weitere ganz fixe Joana zu nähen :)

Aber erst einmal gucke ich mir an, was die anderen Mädels so genäht haben.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Nur nicht nach der Perfektion streben.

Heutiger Zwischenstand: Ärmel sind dran. Die Falten auf dem Bild sind beim Tragen verschwunden. Ich mag keine Schulterpolster und bin froh, dass ich das selbst entscheiden kann.
Das Futter habe ich auch schon genäht.
Als nächstes muss ich noch die Futterärmel einsetzten und dann natürlich die Krönung: Das Futter einnähen. Ich habe langsam das Gefühl, dieses Projekt nimmt kein Ende.

Bis Mittwoch möchte ich es aber geschafft haben. Nur welche Kalenderwoche??

Samstag, 22. Oktober 2011

...und Kragenlust

Wenn man es richtig macht, ist es im Endeffekt gar nicht so schwer.
Sieht doch schon aus wie ein richtiger Blazer:
Jetzt also noch Ärmel dran, füttern und fertig. Yeah! Ähm, und natürlich Bügeln, Bügeln und dann nochmal Bügeln.

Kragenfrust

Heute Morgen war ich voll motiviert. Heute geht es dem Blazer an den Kragen.

Gestern habe ich bereits die zweite Paspeltasche genäht und die Seiten- und Schulternähte gesteppt. Die Kragenteile hatte ich ebenso bereits vorbereitet, so dass ich sie heute nur noch an den Halsausschnitt nähen brauche. Meine Motivation rührte auch daher, dass ich nach dem Einsetzen des Kragens endlich das Reverse wenden kann und der Blazer dann auch schon aussehen müsste wie ein Blazer. Auf diesen Moment bin ich ebenso gespannt wie meine Leser :)

Also dann Kragenunterseite an den Halsausschnitt geheftet, die Oberseite an den Beleg und los ratterte die Maschine. Es ist durchaus eine Herausforderung die Arbeitsschritte aus mehreren Anleitungen zusammenzusuchen. Da der Schnitt für eine Lederjacke ist, schreibt Burda ständig nur "abschneiden" und "ankleben". Das hilft mir bei meinem Baumwoll-Leinen-Gemisch aber nicht weiter. Na ja, wie dem auch sei, irgendwann kam ich an dem Punkt, an dem es einfach nicht passte und in der bebilderten Anleitung in der Burda Nähschule sah der Kragen irgendwie ganz anders aus. Mein Kragen war unten gerade. Da gab es keinen Knick. Die Anleitung nannte sich aber "Reversekragen eckig einsetzen".

Und dann kam der Moment der Erleuchtung, als ich erkannt, dass das Kragenteil in der Nähschule oben gerade war und nicht wie meins zwei "Ohren hatte". Ich schaute nochmal in der Anleitung nach und da sah ich, dass ich den Kragen mit der Kragenkante am Halsausschnitt eingenäht habe. Jetzt macht alles Sinn!
So, jetzt muss ich zwar wieder alles auftrennen, aber es ist auch eine Erleichterung zu wissen, warum es nicht gepasst hat. Nun habe ich wieder Hoffnung, dass doch noch alles gut wird.

Später dann mehr...

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Stolz wie Oskar

Es geht voran und ich habe mich tatsächlich getraut, eine Paspeltasche in den Blazer zu nähen. Es kostet schon einiges an Überwindung den notwendigen Schlitz hineinzuschneiden. Eine größere Paspeltasche ist dann doch noch etwas einfacher zu nähen, jedoch musste ich erfahren, was die Burda Nähschule damit meint, wenn sie schreibt "dabei die Paspelstreifen nicht mitfassen". Das ist mir nämlich passiert, als ich am Ende des Schlitzes schräg zur Ecke geschnitten habe. Und zwar zweimal!

Besonders schön finde ich den Kontrast zum Futterstoff. Ich freue mich schon auf das Gesamtergebnis. Am Wochenende werde ich es hoffentlich schaffen.

Die einzelnen Futterteile habe ich gestern schon zugeschnitten. Heute habe ich auch bereits die beiden Kragenteile aufeinander gesteppt. Es müssen noch die Seiten- und Schulternähte gesteppt werden, dann noch die Ärmel genäht und eingesetzt werden und dann geht's ans Futter. Ach so, und bisher habe ich auch nur die eine Paspeltasche genäht. Es ist also noch eine offen... Und dann kommen auch noch die Knopflöcher. So ein Blazer ist wirklich kein kleines Projekt für Zwischendurch. Arg!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Paspeltaschen und weiterer Fortschritt

Bei meinem Blazer geht es voran. Es ist gar nicht so abschreckend, wenn man sich die einzelnen Arbeitsschritte in kleine Häppchen teilt. Heute habe ich mir lediglich vorgenommen, die rückwärtige Naht und die vorderen und hinteren Teilungsnähte zu steppen. Wenn man genau arbeiten möchte, dauert das ja auch schon so eine kleine Ewigkeit.

Als nächstes sind nun die Paspeltaschen dran. Meine Reihenfolge ist zwar etwas durcheinander und eigentlich hätten die Paspeltaschen bereits vor den Belegen am Reverse genäht werden müssen, aber da kam es zu einer kleinen Verwechslung meinerseits. Klappen und Belege kann man schon mal verwechseln...

Wie dem auch sei; für die Paspeltaschen will ich mir Zeit nehmen und darum habe ich diesen Schritt als nächstes Arbeitshäppchen auserkoren und die heutige Arbeit für beendet erklärt. Man kann bereits erahnen, dass es mal ein Blazer werden wird. In Vorbereitung auf die bevorstehende Arbeit habe ich dann mal wieder in meiner Burda Nähschule nachgelesen, wie das mit den Paspeltaschen so geht. Anleitungen sind jedoch immer etwas schwierig, wenn man den Stoff nicht vor sich liegen hat, also hab ich mir ein kleines Reststück genommen und eine Paspeltasche einfach mal probiert.

Hier also meine süße kleine erste Paspeltasche mit Klappe. Sie ist nur 5 Zentimeter lang und wirklich total süß. Sie ist noch etwas schief und ich habe trotzdem wieder etwas überlesen: man soll nur bis ca 1,5 Zentimeter vor dem Ende einschneiden und dann schräg. Bei 5 Zentimeter Länge, hätte ich also nur 2 Zentimeter einschneiden müssen. Ich hab mindestens doppelt so weit eingeschnitten. Aber dafür ist so ein  Probestück echt gut. Ich konnte sofort erkennen, worin im Folgenden das Problem besteht. Man soll die entstehenden Dreiecke am Ende nämlich an den Paspeln festnähen. Aber die Dreiecke waren so winzig, da hätte man wirklich nur zwei Stiche gebraucht und dass diese dann das Dreieck auch treffen, wäre reine Glückssache. Die Klappe ist auch etwas schief, aber das ist ja für die Probe auch nicht schlimm. Mir ist allerdings aufgefallen, dass es mir ganz gut gefällt, dass die Klappe quer zugeschnitten ist. Das war auch nur Zufall. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das im Großen auch noch gut aussieht.

Auf jeden Fall finde ich diese kleine Paspeltasche echt hübsch und kann mir gut vorstellen, sie auch später noch an der ein oder anderen Stelle als witziges Detail einzusetzen. Mal sehen, vielleicht nähe ich ja bald eine Hose :)

Montag, 17. Oktober 2011

Fokus! Fokus!

So ist das doch immer mit größeren Projekten (Blazer), die dann vielleicht auch noch die ein oder andere kniffelige Stelle bieten: Man lässt sich leicht ablenken.
Ich bin also heute hochmotiviert in den Stoffladen. Es ging ganz fix, weil ich bereits eine ganz klare Vorstellung vom Futterstoff (oben im Bild) hatte und im Laden gerade auch nix los war. Da fiel mir ein, dass ich doch noch einen Stopffuss fürs Freihandsticken haben wollte. Also gleich noch nachgefragt und mitgenommen. Für meine Singer wurde mir der Quilt- und Stopffuss von Brother mitgegeben. Ich glaub, den finde ich sogar noch besser, da er aus Plastik ist und durchsichtig. Da sieht man bestimmt besser, was man macht.

Nun ja, zuhause angekommen, wartete natürlich der Blazer, aber ich wollte natürlich auch ausprobieren, wie das mit dem neuen Füßchen nun so klappt. Also erst einmal ein Reststück zur Hand und los geht's. Ohne Stickrahmen! Ich bin begeistert. Keine Schlaufen auf der Rückseite und für den ersten Versuch kann man doch ganz gut lesen, was ich da geschrieben habe, oder?

Ja, ja, aber dann doch wieder FOKUS!!! So ein Blazer näht sich ja auch nicht von allein. Erst einmal habe ich drei!! Unterfadenspulen mit braunen Garn bestückt. Das habe ich in meinem tollen Sew U! Buch gelesen. Soll helfen an einem Stück nähen zu können. Hab ich bisher noch nie gemacht. Unterfäden sind bei mir meist bunt... Aber so ein Blazer soll ja seriös sein, auch auf der Unterseite ;)
Ich habe dann erst einmal alle Abnäher genäht (2 mal 2). Dann habe ich den Besatz an die Vorderteile genäht. Dabei habe ich gelernt, was es mit "Weite anschieben" auf sich hat. Das ist ganz schön kompliziert zu erklären, aber im Grunde läuft es darauf hinaus, dass man den Besatz an der Ecke des Kragens etwas dehnt, so dass die obere Stofflage eben ein wenig mehr Weite hat, damit sich der Kragen nach Außen legt. Als ich damit fertig war, habe ich noch die Taschenklappen genäht und musste dann aber feststellen, dass der Elan vom Wochenende ganz schnell verschwindet nach einem 8-stündigen Arbeitstag. Und wenn ich daran denke, dass das Futter noch nicht einmal zugeschnitten ist, dann muss ich zugeben, dass es in der Tat ein ziemlich straffer Zeitplan wäre, wenn ich bis Mittwoch fertig sein will. Innerlich habe ich den Plan bereits wieder verworfen. Ich will an meinem Blazer nämlich Paspeltaschen versuchen und dafür brauche ich auf jeden Fall Nerven. Denk ich mal...

Ich mach dann morgen weiter ;)

Sonntag, 16. Oktober 2011

Nächstes Ziel: Blazer

Am Mittwoch kam mir die Idee, dass es toll wäre, zu meinem seriösen MeMade-Rock auch noch einen passenden Blazer zu haben. Normalerweise ist es ja nicht meine Art, solche Ideen direkt umzusetzen. Umso überraschter war ich über mich selbst, als ich am Abend bereits zwei Meter des braunen Fischgrätstoffs auf die Leine hing. Wow! Noch kein Schnitt, aber der Stoff war schon mal da. 2 Meter schienen mir pauschal auch ausreichend.
In der Burdaausgabe 02/2010 fand ich eine Lederjacke, deren Schnitt mir ganz gut gefiel. Besonders war die Länge von 60 Zentimeter nicht zu lang und ich hoffte, nicht all zuviel ändern zu müssen. Die Beschreibung nützt zwar nicht viel, da ich ja nicht mit Leder arbeite, aber zusammen mit einer anderen Anleitung für eine Jacke, werde ich mir schon einen Reim darauf machen können.


Am Samstag legte ich dann los. Der Schnitt besteht aus 10 Teilen, von denen die meisten recht klein sind. Ich finde das Durchradeln von vielen kleinen Teilen auf Packpapier mit unter ziemlich nervig. Da erinnerte ich mich an die Antwort von Julia auf das Nähfragezeichen. Julia benutzt Butterbrotpapier zum Durchpausen. Eigentlich wollte ich noch welches kaufen, hatte es aber dann doch solange vor mir hergeschoben, dass ich am Ende ohne dastand. Aber es stellte sich heraus, dass sich auch Backpapier hervorragend eignet. Backpapier ist zudem auch breiter. Alle Teile passten bequem drauf und das Durchpausen ersparte auch eine Menge Zeit.
Zunächst habe ich nun eine Probe auf günstigen Baumwollstoff zugeschnitten. Bei der Probe habe ich am  Saum und am Reverse die Nahtzugaben weggelassen. Angenäht habe ich auch nur einen Ärmel, um die Armlänge zu testen. Die ist allerdings gut 10 Zentimeter zu lang und ich überlege nun, wo ich die Länge am besten wegnehmen kann.
So, nun muss ich nur noch Futterstoff kaufen, da ich den erstmal weggelassen hatte. Den Stoff hatte ich eigentlich nur gekauft, weil man ja nie weiß, wie lange er noch im Sortiment ist und beim Futter ist es ja egal. Konnte ich ja auch nicht ahnen, dass mich plötzlich der Tatendrang packt. Nun habe ich mir als Ziel natürlich den kommenden Mittwoch gesetzt. Da ist wieder ein Meeting, bei dem ein gewisser Dresscode beachtet werden sollte. Noch habe ich aber noch kein Knopfloch genäht. Eine Knopflochreihe nähen zu müssen, habe ich bisher noch erfolgreich meiden können. Jetzt werde ich wohl nicht drumherum kommen. Knopflöcher waren bisher immer eher so ein Zufallsprodukt und ob die Reihe dann gerade ist, bleibt abzuwarten. :)

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Jetzt ist aber auch mal gut, Joana!

Nachdem man den MeMadeMittwoch nun schon fast MeMadeJoana nennen könnte, geb ich nun endgültig auf.


Der Auslöser war bei mir dann die Langversion von Frau Burow. Ich hab ja lange gedacht, dass ich diesen Schnitt nicht brauche, weil es ja doch "nur" ein T-Shirt ist. Aber dieses tolle Exemplar hat mich dann doch überzeugt. Es ist ja auch sehr verführerisch, wenn man jeden Mittwoch aufs Neue gezeigt bekommt, wie vielfältig dieser Schnitt ist.

Besonders klasse an einem E-Book ist dann natürlich auch, dass es kein großer Schritt ist von "Ok, ich kauf den jetzt" und "Ta-da, voilà - hier nun meine Joana". Und so ist es dann auch gekommen.

Mein erster Versuch ist also ein Recycling-Projekt und das obere Bild kein Beispiel für meinen neuen Schlabberlook ;) Das alte T-Shirt vom Mann war groß genug, um als Probejersey zu dienen. Und damit es nicht zu eintönig ist, habe ich noch ein altes Top aus schönem, weichen Streifenjersey zerschnitten und als Bündchen verwendet.
Man glaubt es ja erst, wenn man es selbst erlebt hat, aber der Schnitt ist wirklich fix genäht. Durch das angenähte Bündchen am Saum musste ich noch nicht mal zwischen den Maschinen wechseln und konnte alles quasi in einem Rutsch an der Overlock nähen. Hätte ich nicht in aller Aufregung das erste Armbündchen auf die falsche Seite genäht (meine erste Erfahrung mit aufzutrennenden Overlocknähten), ich wäre wahrscheinlich tatsächlich nach einer Stunde fertig gewesen (ich lass die Bastelstunde davor mal großzügig weg).

Also mein Fazit: Der Schnitt hat sich gelohnt und bei der Amy werde ich mich wohl nicht so lange sträuben :)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Me Made Mittwoch #9

Eigentlich wollte ich heute unbedingt mein neues Sorbetto-Top anziehen, welches ich gestern Abend extra dafür noch fertig gestellte habe. Es ist aus dem Stoff, den ich hier schon einmal erwähnt habe. Es ist im Grunde dieser Stoff, nur in umgedrehter Farbgebung. Ursprünglich sollte er mal ein Kleid werden. Der Schnitt war jedoch ungeeignet und dieser zarte Mint-Ton steht mir dann auch nicht, wenn ich ihn von Kopf bis Fuß trage. Als Top ist er aber sehr schön. Vor allem ist er total weich und angenehm auf der Haut.
Dieses Top ist so einfach zu nähen, dass ich mich mal an Französische Nähte gewagt habe.
Und am Halsausschnitt probierte ich mal einen Zierstich aus.
Zusammen mit meinem Rock, den ich hier schon einmal vorgestellt habe, sollte das mein Outfit für heute sein.
Doch leider habe ich keine passende Strickjacke oder einen passenden Blazer im Schrank und so kurzärmlig ist es doch zu kalt und vielleicht unpassend für den heutigen Geschäftstermin. Also ein Blazer aus dem Fischgrätstoff, aus dem der Rock ist, kommt unbedingt auf meine To-Sew-Liste. Der Stoff ist so toll...
Mein Outfit für heute ist dann schließlich dieses:
An dem Rock kann man immer gut erkennen, dass ich am Mittwoch wichtiges Meeting habe. Meiner Meinung nach ist dies das seriöseste MeMadeTeil in meinem Schrank. Bis jetzt :)

Und ob die anderen MeMadeMädels heute seriös sein müssen, kann man hier rausfinden.

Ach und mein Fotograf ist leider schon aus dem Haus, daher diese leider etwas unscharfen Spiegelbilder...

Freitag, 7. Oktober 2011

Auch der Mann hat gebastelt

Nachdem mein Mann an meiner Zwischendurchbastelei doch arg zu meckern hatte, forderte ich ihn heraus es besser zu machen. Na ja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so richtig Spaß hat es ihm dann auch nicht gemacht.

Hier sein Ergebnis:
Er hat natürlich versucht, sehr genau zu arbeiten und für das erste Mal ist es auch nicht schlecht. Meins hat dafür mehr Charakter. So! :)

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Zwischendurchbastelei

Hach, wie schön war es gestern eure lieben Kommentare zu lesen. Da war ich gleich motiviert, ein weiteres Sorbetto zu nähen. Aber das muss trotzdem bis zum Wochenende warten. Dann werde ich auch den Schnitt noch einmal in normaler Größe ausdrucken. Mal sehen, wie das dann wird ;)

Heute aber erst einmal eine kleine Bastelei zwischendurch. Ich habe vor einiger Zeit einen alten, schwarzen Ledermantel von der Schwiegermama als Stoffquelle bekommen. Da ich noch nie mit Leder gearbeitet habe, wollte ich erst einmal was Kleines ausprobieren. So quasi als Testlauf für das Maschinchen. Die Ledernadeln habe ich gleich zum Mantel dazu bekommen, was sehr praktisch war. Als Testobjekt habe ich mir einen Schlüsselanhänger eingebildet. Irgendein Motiv mit charakteristischem Umriss. Eine Elefant, eine Ente - das war mir irgendwie zu kindisch. Nicht das ich nicht kindisch wäre, aber heute war dafür nicht der Tag. Ich habe dann mal nach Schlüsselanhängern gegoogelt. Da bin ich auf ein schönes Lederblatt gestoßen, nur war mein Leder ja schwarz und für den Anhänger wurde grünes Kunstleder verwendet. Nebenbei stöberte ich noch in Michas Stoffecke, man ist ja Multitasking fähig, nicht wahr. Dort stieß ich in der Rubrik Kunstfilz auf grünen Filz, der mich daran erinnerte, dass ich sogar welchen da habe. Und so beschloss ich einen Anhänger aus Filz und Leder zu basteln.

Et voilà:

Hätte ich vorher daran gedacht, dass ein Marienkäfer passend wäre, würde der Anhänger von hinten jetzt nicht so aussehen:
Aber was soll's. Der Anhänger kam mal als Werbung mit einem Gepäckannhänger ins Haus. Da dachte ich mir doch gleich: nicht wegwerfen. Kann man bestimmt mal gebrauchen :)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Me Made Mittwoch geht in die 8. Runde

Edit: Da es mich auch einige Zeit gekostet hat, das PDF für den Ärmelschnitt wieder zu finden, ergänze ich nun noch den Link: Hier :) Lieben Dank für eure tollen Kommentare. Man sieht ja schon auf dem Bild, wie die Farbe der Bluse mir langsam ins Gesicht steigt ;)

In der vergangenen Woche hatte die Hausmaus ihr Sorbetto Top an, was mich daran erinnerte, dass ich den Schnitt auch schon vor einiger Zeit heruntergeladen hatte. Und schon war ich motiviert. Ich hatte gerade ein paar schöne Riley Blake Stoffe erhalten, die jedoch zu knapp kalkuliert waren für die Schnitte aus dem Japan-Buch. Da die Hausmaus schrieb, dass sie beide Teile auf 1.50m breiten Stoff nebeneinander bekommen hat, habe ich mir gedacht, dass ich diesen Schnitt bestimmt auf meinen Stoff bekomme. Und hier ist es nun, mein Sorbetto Top:
Ich habe es sogar mit 3/4-Ärmeln aus einem Stoffstück von 1.10m x 1m zuschneiden können.

Dieses Top ist mal wieder ein absolutes Zufallsprodukt. Ich war mir bei der großen Wahl nicht ganz sicher und habe einfach eine Bluse auf den zusammen geklebten Ausdruck gelegt und pi x Daumen entschieden. Erst als ich den Schnitt für die Ärmel ausdrucken wollte, ist mir aufgefallen, dass der Drucker automatisch eine Verkleinerung von 96 % eingestellt hat. Den Ärmel habe ich dann aber trotzdem auf 100 % ausgedruckt. Der Schnitt ist nur für eine Größe, während das Top für mehr als 10 Größen daher kommt. Aber das kann man ja alles mit etwas Raffung hinbekommen und so entstand der leichte Puffeffekt an den Schultern. Die Ärmel habe ich mit einem Kurvenlineal verlängert und dann am Ende auf den Umfang meines Unterarmes gerafft. Als Bündchen habe ich einen anderen Riley Blake Stoff verwendet. Rosa mit roten Pünktchen. Für den Halsausschnitt habe ich eine Blende aus dem Pünktchenstoff zugeschnitten. Das sieht man natürlich nicht, wenn man das Top trägt, aber es sieht toll aus, wenn es auf dem Bügel hängt ;)

Den Stoff habe ich übrigens bei den Stofftanten bei Dawanda gekauft. Die Auswahl an Riley Blake Stoffen hat mich einfach umgehauen :)

Mal sehen, ob noch mehr Me Made Mädels diese Woche ein Sorbetto Top tragen. Ist ja immerhin ein kostenloses Schnittmuster. Hier entlang.

Samstag, 1. Oktober 2011

Size matters - Untersetzer nochmal groß

Eigentlich sollten die Untersetzer ja Topflappen werden. Aber jeder fängt ja mal klein an. Also das Ganze noch einmal in groß. Wie in der Burda 09/2011 vorgeschlagen hielt ich mich an die Maße 8 x 8 Inch.

Vor dem Stück zugeschnittenen Stoff saß ich dann wie vor einem Blatt weißem Papier und wusste nicht, wie ich anfangen sollte. Zum Glück bin ich nicht Künstler geworden. Den Frust während einer Schaffenskrise könnte ich wirklich nicht ertragen. Dieses Warten auf die zündende Idee - nee, das ist nix für mich. Ha, und dann war sie da: Torte und Tasse - fertig! :)

Na ja, so einfach war es nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, diese Topflappen zu gestalten. Allein beim Steppen muss man sich entscheiden: Karos, Streifen, wild, grafisch... So gesehen ist der Titel schnelles Zwischenprojekt nicht geeignet.

Aber genug der Worte; so sehen sie aus:


Das Motiv der Tasse stammt auch aus dem etwas anderen Nähbuch von Poppy Treffry. Dieses Buch ist eine wahre Inspirationsbibel.