Mittwoch, 10. August 2011

Der Beginn einer ganz neuen Ära

Nachdem ich vergangene Woche meine erste Naht mit einer Overlock-Nähmaschine genäht habe, stand für mich fest, dass ich eine solche Maschine brauche. Mit einer Bernina habe ich meine ersten Schritte gemacht und es sollte auch eine Bernina für mich sein. Ein bisschen rumgeguckt und hin und her überlegt und dabei doch immer festgestellt, dass 700 Euro eine Menge Geld sind für mal so Zwischendurch. Aber ich wollte die Maschine ja jetzt und zwar sofort und überhaupt: wie konnte ich bisher überhaupt ohne...

Der Mann hat dann eine Maschine in den Kleinanzeigen gefunden. Eine Singer. Erst einmal gab es von mir nur Protest, weil eine Singer ja keine Bernina ist. Aber die Maschine kam mit einer Handvoll Garnrollen, kostete 80 Euro und der Mann versicherte außerdem, dass ich sie jederzeit wieder verkaufen könnte. Meine Bernina war also noch nicht verloren.

So sieht sie aus.

Es ist eine Singer 14U554 mit 2-,3- und 4-Fadenoverlocknähten und Differentialtransport. Ich kann immer noch nicht sagen, wodurch sie sich nun von anderen Maschinen unterscheidet. Bisher hat sie alles was ich will. Einen Abfallbehälter, einen Freiarm, ein Staufach, Fäden und zwei Nadeln. Ich hab wirklich keine Ahnung, was sie nicht hat. Sogar das Messer ist wirklich einfach wegzuklappen.

Mein erstes Einfädeln hat 18 Minuten gedauert. Ich habe mir dabei aber auch wirklich Zeit gelassen. Die Maschine war gebraucht und keiner wusste, ob sie wirklich funktionieren wird. Also wollte ich alles richtig machen, um die optimalen Voraussetzungen für den ersten Nähversuch zu schaffen. Ich würde aber sagen, dass es wirklich einfach war. Die Markierungen waren übersichtlich und eindeutig.

Und dann ratterte sie los. Die ersten Nähte waren noch ziemlich locker. Aber wenn man die Angaben in den Tabellen der einzelnen Stiche berücksichtigt, macht sie sogar auf Anhieb eine gute Naht.

Und was näht man dann so als erstes?

Eine Hülle für die Ovi

Die Maschine kam in einer Transporttasche. Wirklich ultrapraktisch. Aber so oft werde ich die Maschine ja nicht einpacken. Eine separate Hülle war nicht dabei und schon war die Idee für das erste Projekt da. Ein Quader aus Wachstuch vom Schweden. Das Wachstuch hatte ich ursprünglich gekauft, um eine regenfeste Sattelhülle zu nähen. Aber für jeden, der es sich schon gefragt hat: nein, das Wachstuch vom Schweden ist nicht lange wasserdicht. Der Sattel wird nass... Die Hülle sieht nur deswegen so zerknautscht aus, weil ich nicht so richtig weiß, ob man Wachstuch überhaupt bügeln kann. Ich hab's mal nicht gemacht.

Die Naht.

Ich bin nun glücklich und zufrieden und guter Hoffnung, dass die Ovi und ich noch gute Freunde werden.

Kommentare:

  1. Hallo Minnies,

    ohh, ich freu mich so für Dich. Jetzt bist Du auch glückliche Ovi-Besitzerin. Nur 80€, da hast Du ja ein echtes Schnäppchen gemacht.

    Meine Ovi ist auch eine Gebrauchte.

    Leider habe ich keine Transporttasche, die fehlt mir wirklich, da ich meine Ovi ca. 1 Woche mit auf Reisen nehme. Aber ein Abdeckhülle habe ich mir auch gleich genäht. Hoffe ich finde irgendwann noch eine passende Transporttasche für mein Ovi-Modell.

    So jetzt bin ich mal gespannt welche Projekte Du uns in nächster Zeit zeigst.

    Viel Spaß beim Nähen.

    Ps. das Hosentäschchen ist 10x10cm.

    Lieber Gruß, Muriel

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  2. Ich hätte auch gern eine mal so zum Rumprobieren....falls du nochmal für 80 Euro...
    GLG
    Annette

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  3. Meinen herzlichen Glücwunsch zum neu erstandenen Gerät! Ich hoffe, das ist der Beginn einer wunderbaren, störungsfreien und produktiven Lebens- und Arbeitsgemeinschaft.
    Have fun!

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