Dienstag, 27. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along: Finale!!!

Ich hatte es geschafft! In allerletzter Minute am 24. Dezember um 17.05 Uhr habe ich den letzten Knopf an mein Weihnachtskleid genäht und somit konnte ich pünktlich in bester Garderobe der Bescherung beiwohnen. Um das zu schaffen, war es jedoch notwendig meine Nähmaschine einzupacken und mit zu meinen Eltern zu nehmen. Dort fehlten mir dann die technischen Voraussetzungen, um mein Ergebnis mit euch zu teilen. Aber besser spät als nie.

Hier also mein Weihnachtskleid 2011:
Ich habe das Kleid seit der Fertigstellung schon einige Male gebügelt. Das ist wohl ein Nachteil des Stoffes, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Als ich das Kleid zum ersten Mal anzog, verspürte ich augenblicklich den Drang einen Stepptanz aufzuführen. Ich habe versucht, das auf dem Foto nachzustellen.

Insgesamt ist das Kleid an der Taille doch etwas weit. An den Schultern sitzt es jedoch ideal und mit der Länge bin ich auch zufrieden. Den Saum habe ich 4,5 Zentimeter umgeschlagen und dabei das Innenfutter mit gefasst. Somit ist es beinah ein Wendekleid. Es sieht von innen genauso hübsch aus wie von außen.

Bei den Knöpfen musste ich mich ja noch für ein Wort mit 4 Buchstaben entscheiden. Ich habe mich dann für XMAS entschieden. Eigentlich habe ich aber doch noch den Plan andere braune Knöpfe anzunähen. Das Problem mit den ABC-Buttons ist ja, dass man sich für ein Wort und ein Kleidungsstück entscheiden muss und ich mich so ungern festlege. An den Ärmelaufschlägen habe ich einfach "X" genäht. Aber das ist ja die reinste Verschwendung dieser tollen Knöpfe.
Da ich ja ursprünglich einen himbeerfarbenen Stoff für das Kleid gewählt hatte, ist der Reißverschluss entsprechend Pink. Da mir der Kontrast aber sehr gut gefiel und es sich ja um einen nahtverdeckten Reißverschluss handelt, der nicht weiter zu sehen ist, habe ich keinen braunen oder gelben Reißverschluss mehr gekauft.

Da ich ja reichlich spät dran bin mit meiner finalen Präsentation, kann ich mich heute als Kleid Nummer 118 bei Catherine einreihen. Das ist wirklich unglaublich: 119 Weihnachtskleider - Großartig.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 5b: Der Kragen der Glendora

Ganz am Anfang, als Catherine die Idee des Weihnachtskleid-Sew-Along veröffentlichte, dachte ich mir bei der Betrachtung des Zeitplans: "Teil 5 - Panik: Was soll ich denn dann wohl posten?" Der Schnitt des Kleides, welches ich mir ausgesucht hatte, schien so einfach, dass mir aufkommende Probleme einfach unvorstellbar waren. Und dann kam es am Ende eben doch ganz dicke.

Anfangs war alles ganz klar. Ich befestigte die Kragenteile am Rückteil des Oberstoffes. Nun war mein Kleid bereit für Reißverschluss. Da ich mit meinen Maßen genau zwischen 38 und 40 lag, hatte ich das Kleid in 40 zugeschnitten und musste dementsprechend nun noch etwas Weite reduzieren. Ich wagte das Experiment meinen Mann um Hilfe beim Abstecken zu bitten. Bisher schreckte ich davor zurück und reduzierte einfach pi x Daumen. Hochmotiviert betrat ich das Wohnzimmer bewaffnet mit Nadeln und Kleid. Ich erklärte kurz, was zu tun war und dann kam die Frage, die mich fassungslos und wutentbrannt das Wohnzimmer wieder verlassen ließ: "Warum ziehst du das Kleid nicht einfach über den Kopf aus?" Die Frage wurde gestellt, als ich versuchte zu erklären, wie man die abgesteckte Naht dann auf beiden Seiten markiert, bevor man das Kleid auszieht... "Ich kann das Kleid nicht über dem Kopf ausziehen, weil das nach körpernahem Abstecken einfach nicht mehr möglich sein sollte!" Grrr. Ich nähte den Reißverschluss dann einfach wie gewohnt einen Zentimeter neben der markierten Nahtlinie, so dass der Umfang um 2 Zentimeter reduziert wurde. Es ist nicht optimal, aber es sollte ja auch noch etwas Platz für das Weihnachtsessen vorhanden sein.

Doch die richtige Misere begann erst danach, als ich feststellen musste, dass ich das Futter für Modell 15 zugeschnitten hatte. Modell 15 hat im Vergleich zu Modell 16 (meiner Glendora) keinen Kragen, sondern Belege. Dementsprechend wird am Futteroberteil ein Streifen weggenommen. Eben genau die Menge, die durch die Belege abgedeckt ist. Nun sah ich mich an meinem Kleid mit einer enormen Lücke konfrontiert. Circa 5 Zentimeter fehlten zwischen Kragen und Futterausschnittkante. Eine Lücke, die nicht einfach ignoriert werden kann. Als ich völlig verzweifelt meinem Mann von meiner misslichen Lage berichtete und ich ihm mitteilte, dass eben Modell 15 Belege verwendet, machte es Klick. Na klar: dann verwende ich eben auch Belege. Und flux habe ich die Schnitteile 8 und 9 abgepaust und auf dem noch übrigen senffarbenen Oberstoff zugeschnitten. Die Belege habe ich dann einfach an der Futterausschnittkante befestigt und schon war die Lücke elegant überbrückt und ich konnte mit dem Kragen weitermachen.

Die Anleitung war für mich ein wahres Rätsel. Zum Glück hatte ich mir gemerkt, dass Katharina auch eine Glendora näht und auf ihrem Blog konnte ich zudem sehen, dass ihr Kleid bereits einen Kragen besaß. Und so konnte ich doch noch etwas Hilfe bekommen. (Eigentlich war der Teil 5 des Sew-Along ja genau dazu gedacht. Da ich aber so spät dran bin, fehlt nun die Zeit, um auf hilfreiche Kommentare zu setzen...). Hier also der Versuch, die Anleitung zu entschlüsseln. Leider habe ich nicht genug Fotos gemacht und die Fotos, die ich gemacht habe, sind auch nicht so leicht zu "entziffern".

Wir fangen an: "Futter und Oberstoff rechts auf rechts aufeinander legen, Kragenoberkante aufeinander stecken und bis zu den vorderen Ecken nähen;" Ok, das schein einleuchtend, aber im nachfolgenden Text, steht nirgendwo, dass ich die vertikale Kante nähen soll. Hier ist die Ecke also die gesamte vertikale Kante des Kragens.
"Kragenunterkante auf der Seite des Vorderteils zusammenheften;" Hier musste ich stutzen, weil ich den Kragen ja gerade noch rechts auf rechts vor mir liegen hatte. Wenn ich nun die Unterkante zusammenhefte, dann kann ich den Kragen ja nicht mehr wenden. Im nachfolgenden Text stand auch nichts mehr von Wenden. Außer später dann das ganze Kleid. Wenn ich aber die äußeren und inneren Kragenteile zusammengefasst habe, würde das Wenden des Kleides ja nichts bringen. Katharina hatte mir gesagt, dass beide Kragenteile und beide Kleider in einem Rutsch zusammengenäht werden. Und durch diesen Hinweis kam ich dann auch auf den richtigen Weg. Hier der Versuch eines Fotos:
Was hier zu sehen ist, sind das kürzere Kragenteil in der Mitte (mit Vlieseline verstärkte Außenseite rechts auf rechts auf die Krageninnenseite an der Oberkante und der vorderen vertikalen Kante genäht), rechts ist der Oberstoff, der am Rückenteil bereits mit dem Kragen verbunden ist. Mit viel Fantasie erkennt man auch die blassrosa Nahtlinie. Links sieht man den gelben Beleg, der mit dem dunkelbraunen Futter verbunden ist. Ich habe nun das Außenteil des Kragenstücks zunächst am Oberstoff geheftet und das Innenteil am Beleg des Futters. An der Ecke habe ich dann begonnen alle vier Stofflagen zusammenzunehmen. Das gleiche habe ich auch für das längere Kragenteil getan. Im Hintergrund sieht man die vielen Nadeln. Diese halten ebenfalls alle vier Stofflagen zusammen. Zum Schluss müssen die Kragenenden noch richtig geordnet werden. Das heißt an der Stelle, wo sich die Kragenenden überlappen, muss das längere Teil direkt an den Oberstoff geheftet werden, dann das kürzere Kragenende darauf heften und dann das Futter, so dass an dieser Stelle 6 Stofflagen aufeinander treffen.
Und wenn man es so heftet, versteht man auch, warum nie die Rede vom Wenden ist. Durch das Heften geschieht dies quasi von selbst.

Als ich dann den Kragen angenäht hatte, kam der spannendste Augenblick: Wie sieht das Ganze denn nun aus?

Hier zusehen ist der derzeitige Stand. Perfekt ist der Übergang der Zierknopfleiste zum Kragen nicht. Aber ich bin heute wirklich nicht sehr streng mit mir. Was man an dem Kleid auch schon sehen kann: Es wird eine innige Beziehung mit dem Bügeleisen haben. Der Stoff knittert schon ziemlich stark.

Und was ist noch zu nähen:

  • Vier Abnäher am Rockteil des Oberstoffes
  • Rockteil an Oberteil 
  • Kragen an Ober- und Futterstoff
  • Knöpfe an Zierknopfleiste und Ärmelaufschlag
  • Oberstoff und Futterstoff verbinden
  • Reißverschluss
  • rückwertige Mitte am Ober- und Futterstoff
  • Saum: Ob nun zusammengefasst mit dem Futter oder nicht einzeln, ist noch nicht entschieden

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 4 & 5: Panisches Nähen

Am Anfang schien alles so einfach. Der Zeitplan war großzügig und das Ziel erreichbar und dann kam die große Übelkeit.
Ich hab nun festgestellt, dass mir das Nähen hilft, die Übelkeit zu vergessen, aber es bedarf doch einer großen Überwindung von der Couch aufzustehen und das Bügeleisen anzuwerfen. Da meine endlich zugeschnittenen Oberstoffteile immer wieder in meine Sew-Along-Schachtel wandern, muss ich diese nämlich immer erst einmal wieder bügeln, um anfangen zu können.

Nun mein heute erreichter Zwischenstand:
Das Futterkleid ist soweit zusammengenäht und das Oberteil des Oberstoffes auch. Besonders stolz bin ich auf die Ärmelaufschläge. Die gefallen mir sehr gut. Allerdings hätte ich die Ärmel etwas kürzer machen können. Beim Testen hatte ich vergessen, dass die Aufschläge ja noch dran kommen. Es wäre sicher auch nicht sonderlich schwer, da ich die Aufschläge ja nur noch einmal abtrennen bräuchte, doch leider muss ich zugeben, dass ich angesichts der vielen weiteren Einzelschritte, die mir noch bevorstehen, zu faul dazu bin. Das muss nun so gehen.
Ein großer Fehler ist mir außerdem passiert: die Zierknopfleiste ist rechts!

Ich habe beim Zuschnitt schon überlegt, wie ich das Schnittteil auflegen muss, aber irgendwie bin ich dann wohl doch durcheinander gekommen. Ich dachte, wenn die Falte auf der linken Stoffseite rechts aufgezeichnet ist, dann ist sie dann ja auf der rechten Seite links. Klang für mich logisch, ist jedoch falsch! Um das jetzt noch zu korrigieren, müsste ich das komplette Oberteil auftrennen und die Abnäher rechts aufzeichnen und die Falte auf der linken Seite noch einmal nähen. Aber das lasse ich besser. Denn ich habe am Weihnachtsabend lieber rechts eine Zierknopfleiste als gar kein Weihnachtskleid! Vielleicht fällt es ja gar nicht so sehr auf, wie ich mir das jetzt einbilde.

Und was ist nun noch zu nähen:

  • Vier Abnäher am Rockteil des Oberstoffes
  • Rockteil an Oberteil 
  • Kragen an Ober- und Futterstoff
  • Knöpfe an Zierknopfleiste und Ärmelaufschlag
  • Oberstoff und Futterstoff verbinden
  • Reißverschluss
  • rückwertige Mitte am Ober- und Futterstoff
  • Saum: Ob nun zusammengefasst mit dem Futter oder nicht einzeln, ist noch nicht entschieden
Zum Nähen habe ich noch heute und morgen Zeit. Am Freitag geht es in die Heimat. Zur Not werde ich meine Nähmaschine mit einpacken.

Mein Alternativplan: Mein Weihnachtskleid wird ein Silvesterkleid!

Und welchen Alternativplan die anderen Mitstreiter sich ausgedacht haben oder ob alles nach Plan läuft, hat Catherine wie immer hier zusammen gefasst: Sew-Along

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ein Geburtstagsshirt

Ich bin nicht Mama, aber ich bin Tante. In vielen Blogs von Müttern habe ich den Trend beobachten können, dass die kleinen Zwerge zum Geburtstag ein Geburtstagsshirt bekommen, auf dem ganz groß das neue Lebensalter appliziert ist. Da meine Schwester nicht näht, habe ich das also mal für meinen kleinen Neffen in die Hand genommen und ein Geburtstagsshirt appliziert.

Nun, da ich keine Kinderschnitte in meinem spärlichen Vorrat habe, bin ich flux zu H&M und habe mir so ein einfaches Basic-Shirt geschnappt. Ich bin ja nun wirklich ein ganzes Jahr lang nicht mehr Klamotten shoppen gewesen. Und beim Nähen bekommt man eine ganz andere Beziehung zur Kleidung und ihrem Herstellungsprozess. Ihr könnt euch vorstellen: Ich war schockiert! Da gibt es süße kleine Hemden inkl. kleiner Krawatte und die kosten dann 14.95 Euro. Unfassbar.

Hier also das Basic-Shirt:
Das Shirt sollte eine Tasche bekommen. Da aber über alle Nähte noch einmal mit der Coverlock drüber genäht wurde, konnte ich die Seitennaht nicht auftrennen, um so eine schöne runde Seitentasche einzunähen. Daher beschloss ich einfach, die Geburtstagszahl "6" als Tasche seitlich zu applizieren.

Und nun kommen die Geburtstagsflitzer ins Spiel:
Ich wollte dem kleinen Jungen unbedingt Spielzeugautos schenken. Die hatte ich selbst als Kind so gern und davon kann man wirklich nie genug haben. Draußen wird der Verkehr ja auch immer dichter. Ursprünglich wollte ich auf das Shirt Autos von einem Stoff applizieren, den ich hier so rumliegen habe, aber als ich dann die Autos, die in ihrem Umriss alle sehr unterschiedlich waren, ausgepackt vor mir platzierte, kam mir die Idee, dass ich genau diese Umrisse verwenden könnte. Zufällig waren die Autos auch noch in den schönen Grundfarben rot, grün, blau und gelb und so suchte ich mir gleich den passenden Jersey und los ging's.
Die Reihenfolge hatte ich dann noch etwas geändert und so sieht das Shirt nun von vorn aus (das Bild ist leider etwas unscharf, aber ich konnte kein Besseres machen, weil das Shirt bereits verpackt auf die Abreise wartet):
Und von hinten:
Und dann alles ab in den Mario-Turnbeutel:
Und ab damit zum Geburtstagskind.

Was macht man eigentlich mit dem Geburtstagsshirt, wenn der Junge dann 7 wird???

Sonntag, 4. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 3b: Futterstoff zugeschnitten

Das mit dem Zauberkarton war eine gute Idee mit mangelhafter Umsetzung. Aber na ja, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Jetzt bin ich aber etwas in Rückstand geraten und es fällt mir auch noch etwas schwer, diesen wieder aufzuholen. Dabei hat mein Scheitern auch etwas Gutes: Ich habe meine Stoffwahl überdacht.

Da der Zuschnitt wirklich nervig ist und ich zugeben muss, dass ich auch etwas faul bin, um die Teile dreimal (Oberstoff, Futterstoff und Nesselstoff) zuzuschneiden, habe ich mir gedacht, dass ich einfach das Futterteil nähe und daran die Änderungen mache und anschließend auf den Oberstoff übertrage. Ob das so gut ist, wird sich noch zeigen.

Jedenfalls war mein Plan ursprünglich ein himbeerfarbenes Kleid mit senfgelben Unterkleid zu nähen. Als Futter kann man das nicht wirklich bezeichnen, da der Stoff ein Leinen-Baumwollgemisch oder Ähnliches ist. Na ja und dazu wollte ich dann einfach aus braunen Satin noch einen Futterrock nähen, damit das Problem mit der Strumpfhose gelöst ist. Als ich dann aber den Senfgelben Stoff und den braunen Satin zusammen auf dem Esstisch liegen hatte, dachte ich: ich will ein Senfgelbes Kleid mit braunem Futter.

Und so kam es, dass ich die Frage nach der Großzügigkeit nicht mehr mit Ja beantworten konnte. Ursprünglich hatte ich doch entgegen meiner Natur recht großzügig den Stoff gekauft, da ich bei dem Weihnachtskleid sicher gehen wollte, dass es auch klappt. Doch da ich mich nun dazu entschlossen hatte, den braunen Satin, den ich eigentlich nur für einen Rock bei Stoff und Stil bestellt hatte, als Futterkleid zu verwenden, wurde es doch etwas eng.

Für das Rockteil musste ich also großzügig kürzen. Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich einfach pi x Daumen in der Mitte eine Falte geknickt, so dass beide Teile (Vorderteil im Bruch und Rückteil doppelt) auf einem Meter längs Platz fanden. Der Schnitt ist für Frauen mit Körpergröße 164 bis 173 gedacht. Da ich nur 155 Zentimeter geschafft habe, denke ich, dass es dennoch kein Minikleid wird.

Ich bin nun soweit, dass ich das Oberteil genäht habe. Der vordere Teil passt ganz gut. Am Rücken habe ich schon mal an der Rückwärtigen Mitte 1 Zentimeter gekürzt und werde mal sehen, ob das nun reicht. Ich möchte das Kleid nicht zu körpernah nähen, da es bis Weihnachten noch 3 Wochen Adventszeit zu überstehen gibt und ich natürlich beim Weihnachtsessen nicht an Atemnot leiden möchte, aber es soll auch nicht am Rücken abstehen. Bei einem Sommerkleid ist mir das passiert. Da muss ich immer die Schultern nach vorn ziehen, damit es hinten nicht absteht und das ist ja schlecht für die Haltung.

Als nächstes muss ich nun also das Rockteil des Futters noch nähen. Laut Anleitung wird erst das Oberkleid genäht, dann das Futterkleid und dann werden beide Kleider rechts auf rechts zusammengenäht. Allerdings soll der Futterrock separat gesäumt werden, was mich etwas stutzig macht. Der Satin ist natürlich auf der rechten Seite schön glänzend und auf der linken Seite matt. Wenn ich das Futterkleid nun wie das Oberkleid nähe und dann rechts auf rechts einnähe, so dass die rechte Seite des Satins auf der Haut liegt, aber dann den Futterrock nicht mit dem Oberkleid gemeinsam säume, würde das ja bedeuten, dass die linke Futterrockseite nach außen zeigt. Allerdings frage ich mich auch, ob die matte Satinseite so gut über die Strumpfhose rutschen würde. Das Problem hat sich sicher nur deswegen ergeben, da man wohl normalerweise nicht unbedingt Satin zum Füttern eines Kleides verwendet. Aber nach langem hin und her, habe ich mich nun dazu entschlossen, den Saum des Oberkleides groß genug zu machen, um den etwas kürzeren Futterrock beim Säumen mit zu fassen. Hat dazu jemand Erfahrung? Ich frage mich, warum das nicht sowieso so gemacht wird. Schließlich sollen die Nahtzugaben am Oberteil nicht versäubert werden. Wenn der Futterrock aber lose ist, dann müsste man doch von unten bis zu den Oberteilnähten durchkommen... Ich hoffe, ich muss nicht auf die harte Tour lernen, warum das so ist, wie es ist...

So ein langer Text und mit dem Zuschnitt bin ich immer noch nicht am Ende. Der Oberstoff ist noch immer unversehrt im Karton und wartet auf seinen großen Auftritt...

Ich bin wirklich beeindruckt, wie die anderen Damen voller Tatendrang vorangekommen sind. Hier findet ihr noch einmal den Überblick: Zu Catherine

Mittwoch, 30. November 2011

MeMadeMittwoch #12 - mal wieder dabei

Nur ein kurzer Beitrag, aber ich bin wieder dabei und zwar endlich mit meinem Hemd.
Es war letzte Woche bereits fertig, aber da ich beim Anzeichnen der Knopflochposition sehr großzügig markiert habe, musste das Hemd erst einmal gewaschen werden und so bin ich erst heute wieder dabei.

Das Bild ist leider nicht so gut geworden, aber ihr kennt das ja alle, wie schwierig es an einem Mittwochmorgen sein kann, einen geduldigen Fotografen zu finden.

Hier also meine Bluse:
Und wie so oft, denk ich mir auch heute: Über die Bluse musst du noch einmal genauer schreiben, wenn du mehr Zeit hast. Na ja, mal sehen, ob das noch passiert.

Der Schnitt ist aus dem "Sew U"-Buch und der Stoff ist von Riley Blake. Beim nächsten Mal würde ich die Knopfleiste nicht verstärken, da der Stoff fest genug ist.

So und nun schnell zu den anderen MeMades. Also nicht ich, ich muss los zur Arbeit...

Dienstag, 29. November 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 3: Der Zuschnitt

Ich bin etwas spät dran, aber schuld ist der Karton. Der funktioniert nämlich nicht!

Ich hab gestern mal reingeschaut und außer etwas Unordnung ist da gar nix passiert! 

Ok, der Schnitt ist fertig kopiert, aber der Stoff erfreut sich noch seiner Unversehrtheit.


Und dann ist mir aufgefallen, was ich falsch gemacht habe: Ich habe das Werkzeug vergessen!


Scheinbar kann auch ein Zauberkarton nicht viel anfangen ohne Schneiderkreide und Schere. 
Also alles noch einmal von vorn und kräftig schütteln. Ich lass den Karton noch etwas stehen und werde die Woche über noch einmal reinschauen, ob sich was ergeben hat. Ansonsten muss ich es halt doch selbst machen. Und das obwohl ich mich zu 100 Prozent Catherines Meinung anschließen kann: "(...) der Zuschnitt (ist) mit Abstand der unspaßigste Teil am Nähprozess"!

Montag, 21. November 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 2: Der Stoff

Ich packe einen Karton 
und was packe ich hinein?
Einen Meter und 50 Bio-Leinen im Farbton "stumpfes Pink",
einen weiteren Meter und 50 im Farbton "gedecktes Maisgelb",
einen Meter braunen Satin,
60 Zentimeter nahtverdeckten Reißverschluss,
6 braune 4-Letter-Words-Knöpfe,
einen gelben Lederknopf im Farbton "curry" 
und natürlich die Ottobre mit dem gewählten Schnitt.

Deckel drauf:
Einmal kräftig schütteln und fertig ist das Weihnachtskleid!

Wenn es mal so einfach wäre! Die Auswahl des Stoffes hatte ich bereits am 10. November getroffen, als ich im Stoffekontor in Leipzig dem Stoffrausch erlag. Ich fand diesen Pink-Ton, den ich eher als dunkle Himbeere bezeichnen möchte sooo schön und Rottöne passen ja auch gut zum Weihnachtsfest. Ich wollt gern als Kontrast einen warmen Gelbton, der in Richtung "senfgelb" oder "curry" geht. Da es keinen gelben Futterstoff gab, entschied ich mich schließlich dafür einen Unterrock in dem gelben Leinen-Stoff einzunähen und damit das Kleid nicht an der Strumpfhose klebt, werde ich noch ein braunes Futter einnähen. Also entweder wird das Kleid aus drei Röcken bestehen oder ich nähe einen separaten Futterrock oder einen gefütterten Unterrock. 
Die 4-Letter-Words-Knöpfe hatte ich mir gleich bestellt, nachdem ich die aktuelle CUT gekauft hatte. Dort waren die 9-löchrigen ABC-Buttons vorgestellt und ich fand die Idee so toll, dass ich gleich zwei Packungen à 4 Knöpfe (4-Letter - macht Sinn...) bestellt. Mehr Knöpfe mehr Möglichkeiten... Und da für mein Kleid 4 Knöpfe vorgesehen sind und sich damit das Wort "XMAS" schreiben lässt, dachte ich das wäre eine gute Wahl. Dann wird es sich unverwechselbar um ein Weihnachtskleid handeln ;) Eventuell kann ich die Buchstaben nach dem Fest der Liebe immer noch in "LOVE", "HOPE", "ROBE", "PINK" oder was auch immer ändern.
Den gelben Lederknopf habe ich bei Stoff und Stil bestellt. Er würde gut zum gelben Stoff passen und vielleicht findet er ja noch Verwendung am Kleid. Eventuell am Armaufschlag. Da es nur noch einen gab, als ich bestellt habe, würde ich mich dann in Asymmetrie üben, sowie wie Anja mit ihrem roten Bündchen beim letzten MeMadeMittwoch. :)
60 Zentimeter Reißverschluss - das ist dann mal eine echte Herausforderung. Ob ich den gerade eingenäht bekomme? Ich werde immer nach ein paar Zentimeter, wenn es gut geklappt hat, nervös und neige zu Schusselfehlern. Auf 120 Zentimetern ist die Chance also groß.

Ach ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich den Deckel vorm Karton heben kann und dann tatsächlich ein Kleid darin liegen wird. Danke, Catherine für diese wunderbare Aktion zur Vorweihnachtszeit.

Mittwoch, 16. November 2011

Nix Neues am MeMadeMittwoch

Edit: Jetzt habe ich doch tatsächlich versäumt, auf die bezaubernde Catherine zu verlinken. Oh je! Das hol ich jetzt nach: Hier geht's zur neuen, bebilderten Sammlung aller MeMade-Damen. Viel Spaß!

Heute trage ich mein Recycling-Hemd, weil das neue Hemd irgendwie noch ziemlich luftig ist.

Aber wie konnte es dazu kommen?
Das ist eigentlich alles die Schuld, von diesem kleinen Kerl hier:

Er hört auf den Namen Mario und ist Italiener. Er ist ziemlich kleinlich und ließ sich nur mit Müh und Not dazu überreden nicht komplett in kleine 1x1 Zentimeter große Quadrate zu zerfallen.

Oder wir könnten die Schuld auch auf Marie schieben.

Marie Claire ist Französin und verführt mit frischen Ideen, Pläne zu verschieben und einfach etwas ganz anderes zu machen. Die Idee nach einem Pixelmario kam mir nämlich bei Betrachtung dieses Kissens:

Ich steh nicht so auf Rosen-Blumen-Quatsch, aber ein Pixelbild find ich klasse. Ich werde Mario sicher noch in der gleichen Art wie das Kissen nähen, nämlich tatsächlich aus vielen kleine Quadraten. Erst einmal habe ich das Bild aber nur appliziert und die Flächen so gut es ging zusammenhängend gelassen. Dieses Bild wird noch zu einem Turnbeutel verarbeitet werden und dann als Geschenkverpackung an einen anderen kleinen M.-Mann verschickt.

Nun ja, der MeMadeMittwoch hat sich für mich trotzdem gelohnt. Nachdem ich es am 21. September zum ersten Mal getragen hatte, wurde es nämlich gewaschen und hing seitdem im Schrank. Ist ja auch traurig. Danke Mario, danke Marie!

Montag, 14. November 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along Part 1: Der Schnitt

Na so etwas. Da habe ich gerade zwei Fotos der beiden in Frage kommenden Kleider gemacht, also der zugehörigen technischen Zeichnungen, blättere noch so ein bisschen durch die Blogs, die ich so gern lese und da sehe ich doch genau das Kleid oder besser die beiden Kleider aus der aktuellen Herbst/Winter-Ausgabe der Ottobre bei Katharina von dickespaulinchen. Das ist ja genial! Die Ottobre zeigt ja bereits wie wandelbar der Schnitt ist, wenn man unterschiedliche Stoffe nimmt und so bin ich natürlich gespannt, wie sich mein Ergebnis dann von Katharinas unterscheiden wird. Ich freue mich daher, eine direkte "Mittäterin" zu haben (Ich hatte eigentlich "Mitnäherin" geschrieben, aber die Auto-Korrektur hat "Mittäterin" daraus gemacht und ich fand das Wort dann sogar noch besser ;)

Der Schnitt ist meiner Meinung nach ziemlich schlicht und es gibt gleich drei Varianten mit unterschiedlicher Rock-, Ausschnitt- und Ärmellösung. Man kann beliebig untereinander mischen, da die Schnittteile kombinierbar sind. Quasi das Kleid im Baukastenprinzip.

Und hier sind die drei Modelle:
Das linke Modell ist mein Favorit und nennt sich Glendora. Oben rechts ist "Vintage Rose" und unten rechts der "Old-school Teacher".
Die Knopfleister von Glendora soll mein Kleid unbedingt bekommen, von Vintage Rose gefällt mir der geraffte Rock besser, da ich finde, es sieht nach mehr Beinfreiheit (Radfahren) aus. Allerdings sind die Rockteile die gleichen Schnittteile. Nur wird einmal ein bestimmter Bereich gerafft und ein anderes Mal werden Abnäher genäht. Außerdem finde ich die längeren Ärmel besser, da ich immer viel Tee trinken muss, um nicht zu frieren. Der Old-school-Teacher ist ja im Grunde die Basic-Variante und wird nur im Notfall genäht, falls ich keine Zeit/ Lust für Details habe. Dann müssen aber unbedingt noch witzige Accessoires her, sonst hat dieses Kleid gar nichts von Weihnachten.

Meine Ansprüche an mein Weihnachtskleid waren ganz klar in erster Linie die Alltagstauglichkeit und eigentlich sollte es auch nicht zu luftig sein. Weihnachten ist in unserer Familie nicht chic, sondern eher gemütlich und heimelig, da würde man mich im Glitzerfummel eher mit dem Weihnachtsbaum verwechseln und dem möchte ich eigentlich keine Konkurrenz machen. Ich hatte auch im Internet nach Schnitten gesucht und Vogue 8685 (die rote Variante) und Simplicity 2473 (mit Kragen und weitem Rock) in der engeren Auswahl. Aber da ich mir die Ottobre extra wegen der Kleiderschnitte gekauft hatte und ich nicht weiß, ob ich noch ein weiteres Winterkleid nähen werde, habe ich dann doch auf den bereits vorhandenen Schnitt zurückgegriffen. Ein Vogue-Kleid werde ich mir dann wohl erst nähen, wenn ich mir angewöhnt habe, disziplinierter zu arbeiten. Dann kommt auch ein richtig teurer Stoff her. Das wird der Knaller! Jetzt wird aber erst einmal Weihnachten :)

Und da Catherine diese tolle Aktion ins Leben gerufen hat, sind auf ihrer Seite auch alle zu finden, die mitmachen. Diesmal mit Bild. Wie toll!

Samstag, 12. November 2011

Meine Retro-Joana

Danke für eure aufmunternden Kommentare zu meinem letzten Post. Mein schlechtes Gewissen ist schon etwas geschrumpft. Aber an meinem Entschluss halte ich fest, auch wenn es schwer fällt. Mal sehen, wie lange noch. Mein Mann wettet gegen mich...

Ich wurde gefragt, ob ich denn schon wüsste, was aus den schönen Stoffen aus dem Stoffekontor werden soll und die Antwort ist Ja! Also teilweise ;)

Als ich diesen schönen Frottee sah, dachte ich mir gleich, dass daraus eine Joana werden sollte. Eine Retro-Joana, kombiniert mit Gelb. Aber wie der Kontrast aussehen sollte, war mir noch nicht so recht klar, bis ich auf diese Anleitung stieß und mir dachte: die Joana bekommt eine Tasche!

Das Nähen ging mal wieder ruckzuck, nur mein Arbeitsplatz und ich sahen nach dem Zuschnitt ganz fusselig aus.

Und hier das Ergebnis eines Samstagvormittag:

Das Kaninchen musste unbedingt mit aufs Foto.

Außerdem habe ich heute an meiner Overlock-Nähmaschine die 4-Faden-2-Nadel-Sicherheitsnaht kennengelernt und bin begeistert. Ja klar, wahrscheinlich hätte ich direkt damit beginnen sollen, aber ich dachte, wenn ich nur drei Fäden nehme, brauche ich ja weniger... Aber so waren die Nähte immer sehr unschön, da auf der rechten Seite der Nähfaden immer durchgeschienen hat. Heute bin ich also noch einmal klüger geworden.

Als ich dann alles schön säuberlich wegräumen wollte, fiel mein Blick auf mein angefangenes Hemd. Und plötzlich war ich im Rausch. Schnell noch die restlichen Teile zugeschnitten, den Kragen und den Kragenstand verstärkt und dann war der Kragen auch schon am Hemd. Zwischendurch habe ich immer mal wieder die Haube auf die Maschine gezogen, das Bügeleisen ausgeschaltet und mir gesagt: "Jetzt reicht es aber für heute!". Aber nix da. Kaum las ich, wie es mit meinem Hemd weiter gehen sollte, dachte ich: "Na gut, das machst du jetzt noch, aber dann...". Na ja und eh man sich versieht, ist so ein Tag schon wieder vorbei. Dass es draußen dunkel geworden ist, hab ich gar nicht gemerkt. Und nun hab ich natürlich die Hoffnung, dass das Hemd am Mittwoch fertig ist. Davor gilt es aber wie immer den Angstgegner zu besiegen und 5-6 Knopflöcher in einer Reihe und am besten in gleichmäßigem Abstand zu nähen. Es bleibt spannend ;)

Donnerstag, 10. November 2011

Im Stoffrausch

Eigentlich brauchte ich nur Garn, weil mir mitten auf der Schulternaht der Faden ausgegangen ist.
Aber nachdem ich mich beim Bloggertreffen mit Griselda unterhalten habe, sie vom Stoffekontor berichtete (300 Quadratmeter!!!), ich diese Woche zufällig geschäftlich in Leipzig war und ich zudem nach meinem Meeting noch ein paar Minuten Zeit hatte, entschied ich mich dem Geschäft mal einen Besuch abzustatten. Gütermann-Garn werden die dort ja bestimmt haben, dachte ich und so hatte ich natürlich auch einen wichtigen Grund, mich 20 Minuten in die Straßenbahn Nr. 11 zu setzen.

Nach einer Stunde wurde mir die kleine Rechenaufgabe in meinem Kopf langsam unheimlich.
Feinster Cord in herbstlichem Braun und Knitteroptik, heller Feincord mit buntem Blätterreigen, tollster ebenso brauner Sommerfrottee, senfgelber Bio-Baumwollstoff und ein beeriger Bio-Leinenstoff lagen auf dem Zuschneidetisch. Und während die freundliche Stoffekontor-Frau meinen Stoff zuschnitt, stöberte ich noch ein bisschen in den Reststoffen, die zu kleinen Röllchen geformt in einem Korb auf dem Tisch standen. Das ist schlimmer als die Süßwaren an der Kasse, kann ich euch sagen, und dann musste auch noch dieser süße Pünktchenstoff mit:
Und als es dann an der Kasse doch noch zur Addition kam, musste ich wirklich tapfer sein. Aber damit ich mir die Fahrkarte nach Berlin noch leisten kann, schenkte man mir den ausgesuchten Naht-verdeckten Reißverschluss. Danke :)
Als ich dann wieder im Zug saß, musste ich einsehen: ich bin Stoff-süchtig! Zum Glück ist der Stoffekontor nicht in Berlin. Ich weiß, dass es hier auch tolle Stoffläden gibt, aber: 300 Quadratmeter!!!!

Dienstag, 8. November 2011

Rückblick und Vorschau

Ich glaube, alle die da waren sind sich einig und alle, die leider nicht nach Berlin kommen konnten, wollen das nächste Mal mit dabei sein - beim Hallo-Berlin-Treffen (organisiert von Lucy, Suschna, Floh, Melleni und Catherine). Und es wird bestimmt ein nächstes Mal geben!

Und es war so schön. Es war wie Freunde treffen, die man schon lange kennt, von denen man bisher nur noch nicht so ganz wusste, wie sie aussehen. So im Ganzen. Mit Kopf und... Na, ihr wisst schon.

Es war spannend .Meike kennenzulernen zu treffen (Kennenlernen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, wenn man schon soviel gelesen hat auf der einen Seite und auf der anderen Seite ein Nachmittag dennoch zu kurz ist, um jemanden kennenzulernen) und ihr Passt-fast-Kleid in echt zu sehen.

Und nachdem ich nun einen Nachmittag lang neben Anja Rieger saß, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis ich eine Stickmaschine besitze. Und das berühmte Portemonnaie von Machwerk werdet ihr auch über kurz oder lang von mir genäht auf meinem Blog sehen können.

Ich könnte noch mehr Dinge aufzählen. Besonders die Kleider, die man an diesem Wochenende bewundern konnte, waren mir eine große Motivation auch einmal ein solches aufwändiges Kleid zu nähen und da kommt der nächste Aufruf von Catherine ja gerade recht: Ein Weihnachtskleid-Sew-Along.

Wer lässt da nicht gern alle begonnenen Projekte stehen und liegen, um innerhalb von 6 Wochen das Outfit für den Weihnachtsabend zu nähen? Ich habe schon einmal ein bisschen gestöbert und werde mich dann am Wochenende für einen Schnitt entscheiden. Auch, wenn es ein Weihnachtskleid sein soll, werde ich es nicht ganz so bunt treiben, damit ich das neue Lieblingskleid auch im Alltag gut anziehen kann. Und das heißt: Fahrradfahren! Na ja, oder mal sehen ;)

Ich bin auf jeden Fall gespannt. Es zeigt sich ja auf jeden Fall bereits allgemein reges Interesse an einer Teilnahme und so wird es mit Sicherheit viele tolle Kleider und Geschichten in der Adventszeit geben.

Donnerstag, 3. November 2011

Die perfekte Nachhemd-Farb-Kombi

Im Februar bin ich mit gelber Bündchenware zu Frau Tulpe gegangen und habe nach einem hellen Jersey zum Kombinieren für ein Langarmshirt gefragt. Ich hatte einen Farbton wie wollweiß im Sinn. Aus dem Laden bin ich dann mit naturbelassenem Biojersey nach Hause gefahren. Abgesehen davon, dass ich mir auf dem Weg nach Hause den rechten Arm gebrochen habe und die Verarbeitung sich daher etwas verzögerte: Mit dem Ergebnis war ich letztendlich nicht zufrieden.
Und irgendwann wurde mir auch klar warum. Nicht nur, dass ich den Schnitt von einem alten Shirt abgenommen hatte und ich zu dem Zeitpunkt keinen blassen Schimmer davon hatte, wie man ein Reglanshirt näht (ich wusste noch nicht einmal, dass es sich um ein Reglanshirt handelt) und dadurch die Nähte in der Achselhöhle nicht in einem Punkt aufeinander treffen: Die Farbkombi ist einfach zu lasch. Ich komme mir dabei vor wie in einem Schlafanzug. Ich hatte mal probeweise rote Bündchen angehalten oder den Bund nach innen geklappt und es sah gleich viel besser aus.

Ja, warum erzähl ich das jetzt? Weil ich nichts gelernt habe! Ich wollte eine einfache Joana aus weißem Jersey nähen. Ich liebe weiße Basicshirts, weil sie einfach klasse zu kombinieren sind. Als ich den Stoff zurecht schnitt, dachte ich mir aber, dass einfach nur weiß viel zu langweilig ist. Bei meinem selbstgenähten Sachen entwickle ich einen Hang zur Extravaganz. Na und dann komm ich auf die doofe Idee den gelben Wolkenstoff als Bündchen zu verwenden... Dabei hab ich den Wolkenstoff auch in Braun da und es gibt sicher noch eine Menge anderer Farben, die besser für die Kombination mit Weiß geeignet gewesen wären.
Auf dem Bild sieht es vielleicht nicht so schlimm aus. Aber ihr könnt mir glauben: es ist ein Nachthemd. Ich hatte gedacht, dass ich es mit gelben Rollsaum noch verbessern könnte. Es hat aber alles nur noch schlimmer gemacht. Aber ich lass mir noch was einfallen. Ich geb die Joana nicht so einfach auf.

Es ist also wichtig zu merken: Gelb mit weiß: ja (Wolkenshirt) - Weiß mit gelb: nein (Joana)

Mittwoch, 2. November 2011

MeMadeMittwoch: #11

Heute ist der Tag gekommen, für den ich eigentlich meinen Blazer genäht habe. Zum Glück wurde das Meeting um 2 Wochen verschoben, sonst hätte es zeitlich nicht geklappt :)

Hier also die vollständige Kombi: Rock und Blazer - hach, ich habe ein Kostüm genäht!

Heute trage ich darunter noch ein T-Shirt, aber eine Bluse ist bereits in Arbeit. Ich habe nur mal wieder zu wenig Stoff kalkuliert und warte nun auf die Nachlieferung, damit die Bluse auch Ärmel haben kann...

Und Mister Linky - was tragen die anderen heute so?

Dienstag, 1. November 2011

creadienstag - Projekt Platzset

Auf Grund meines zeitaufwändigen Blazer-Projektes ist mein Zweitprojekt längere Zeit liegen geblieben. Aber heute zum creadienstag habe ich mich der Aufgabe angenommen und auch das vierte Platzset endlich in Angriff genommen.
Zwei sind schon fertig gewesen, bevor ich die Idee hatte einen Blazer zu nähen. Den oberen habe ich gestern gemacht und heute also der vierte. Es ist wirklich unglaublich wie motivierend so eine Blog-Aktion sein kann. Ich hatte heute gar keine rechte Lust, aber da ich diesen Post noch schreiben wollte und das Bild einen vollständig be-Platzset-eten Tisch zeigen sollte, bin ich nun tatsächlich fertig :)
Et voilà:

Freitag, 28. Oktober 2011

Joana - ein Schnitt mit Geling-Garantie

Egal, ob dir die Farbe steht, ob dir der Stoff gefällt oder ob das Teil uralt ist - mach eine Joana draus und es wird ein Lieblingsteil. 

Ungefähr so kann man es zusammenfassen, was ich hier fabriziert habe. Der Ursprung war dieses Frauenfußball-WM Poloshirt in Größe L. Ein Poloshirt aus diesem typischen Poloshirt-Stoff. Hellblau - eine Farbe die mir nicht steht. Größe L - viel Stoff für gute Ideen.

Wie gesagt - hellblau ist nicht meine Farbe. Auf Färben hatte ich jedoch keine Lust. Umwelt und so. Ich hab dann mal in meinem Altkleiderberg gewühlt und festgestellt, dass Grau eine gute Farbe zum Kombinieren wäre. Genauso farblos. Dann fiel mir noch ein kleiner Rest des geringeltem Jerseys in die Hände, welchen ich schon für meine erste Joana als Farbtupfer verwendet habe. Es war jedoch nicht mehr genug, um daraus die Bündchen zu machen und so verwendete ich ihn nur um zwei kleine Farbakzente zu setzen. Den grauen Jersey eines alten Langarmshirts wollte ich verwenden, um die Lücke des ausgeschnittenen Logos zu schließen, darum wollte ich die Bündchen nicht auch noch grau machen. Ich probierte ein wenig rum und fand dann noch eine alte Jogginghose in meinem Berg. Eine Jogginghose in Schwarz. Und ich fand zu diesem farblosen Blau, kombiniert mit farblosem Grau ist Schwarz die perfekte Ergänzung im Farblosreigen.

Da mir das Shirt etwas kurz schien, habe ich einfach den Saum des Langarmshirts unten dran genäht. Somit bin ich auch diesmal um die Verwendung der Zwillingsnadel drumherumgekommen. 

Und wer hätte das gedacht, sogar vom Mann habe ich ein Lob bekommen. Man sieht gar nicht, dass es selbstgemacht ist, meinte er! Soviel Lob hatte er für meinen Blazer nicht übrig. Aber wahrscheinlich hat ihm an diesem Shirt auch begeistert, wie schnell es fertig war. Und es war in der Tat die reinste Erholung. Und darüber hinaus ist dieses Shirt komplett recycelt, was sich durchaus positiv auf die Materialkosten ausgewirkt hat ;)

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Yeah, yeah, yeah - I really made it MMM#10

Geschafft! Echt. Ich kann es kaum fassen. Immer wieder seh' ich mir meinen Blazer an und denke: "Du hast echt einen Blazer genäht." Boah, vor 9 Monaten war ich noch total beeindruckt, weil ein Mädchen neben mir im Nähkurs an einer Bluse arbeitete. Und jetzt das.

Heute und für die nächsten Wochen, Monate, nein Jahre wird man mich also im Blazer sehen ;)

Es ist der 10. Me Made Mittwoche für mich und für dieses kleine Jubiläum ist mein Blazer auch angemessen. Heute Morgen habe ich noch die beiden Knöpfe angebracht und so ist er wirklich in letzter Minute fertig geworden. Zwei Wochen Arbeit sehen so aus:


Und nun freue ich mich darauf endlich eine weitere ganz fixe Joana zu nähen :)

Aber erst einmal gucke ich mir an, was die anderen Mädels so genäht haben.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Nur nicht nach der Perfektion streben.

Heutiger Zwischenstand: Ärmel sind dran. Die Falten auf dem Bild sind beim Tragen verschwunden. Ich mag keine Schulterpolster und bin froh, dass ich das selbst entscheiden kann.
Das Futter habe ich auch schon genäht.
Als nächstes muss ich noch die Futterärmel einsetzten und dann natürlich die Krönung: Das Futter einnähen. Ich habe langsam das Gefühl, dieses Projekt nimmt kein Ende.

Bis Mittwoch möchte ich es aber geschafft haben. Nur welche Kalenderwoche??

Samstag, 22. Oktober 2011

...und Kragenlust

Wenn man es richtig macht, ist es im Endeffekt gar nicht so schwer.
Sieht doch schon aus wie ein richtiger Blazer:
Jetzt also noch Ärmel dran, füttern und fertig. Yeah! Ähm, und natürlich Bügeln, Bügeln und dann nochmal Bügeln.

Kragenfrust

Heute Morgen war ich voll motiviert. Heute geht es dem Blazer an den Kragen.

Gestern habe ich bereits die zweite Paspeltasche genäht und die Seiten- und Schulternähte gesteppt. Die Kragenteile hatte ich ebenso bereits vorbereitet, so dass ich sie heute nur noch an den Halsausschnitt nähen brauche. Meine Motivation rührte auch daher, dass ich nach dem Einsetzen des Kragens endlich das Reverse wenden kann und der Blazer dann auch schon aussehen müsste wie ein Blazer. Auf diesen Moment bin ich ebenso gespannt wie meine Leser :)

Also dann Kragenunterseite an den Halsausschnitt geheftet, die Oberseite an den Beleg und los ratterte die Maschine. Es ist durchaus eine Herausforderung die Arbeitsschritte aus mehreren Anleitungen zusammenzusuchen. Da der Schnitt für eine Lederjacke ist, schreibt Burda ständig nur "abschneiden" und "ankleben". Das hilft mir bei meinem Baumwoll-Leinen-Gemisch aber nicht weiter. Na ja, wie dem auch sei, irgendwann kam ich an dem Punkt, an dem es einfach nicht passte und in der bebilderten Anleitung in der Burda Nähschule sah der Kragen irgendwie ganz anders aus. Mein Kragen war unten gerade. Da gab es keinen Knick. Die Anleitung nannte sich aber "Reversekragen eckig einsetzen".

Und dann kam der Moment der Erleuchtung, als ich erkannt, dass das Kragenteil in der Nähschule oben gerade war und nicht wie meins zwei "Ohren hatte". Ich schaute nochmal in der Anleitung nach und da sah ich, dass ich den Kragen mit der Kragenkante am Halsausschnitt eingenäht habe. Jetzt macht alles Sinn!
So, jetzt muss ich zwar wieder alles auftrennen, aber es ist auch eine Erleichterung zu wissen, warum es nicht gepasst hat. Nun habe ich wieder Hoffnung, dass doch noch alles gut wird.

Später dann mehr...